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Inhalt

Zanele Mbambo, Südafrika

An ihre frühe Kindheit hat sie keine Erinnerung, ihre Verwandten kennt sie nicht. Gerade drei Jahre alt ist das Zulumädchen Zanele, als sie in den Slums von Durban ausgesetzt wird. Hunger und Prügel gehören zum Alltag. Im Alter von neun Jahren trifft sie den Menschen, der ihr Leben auf grausame Weise für immer verändert. Er vergewaltigt das Mädchen und infiziert sie mit HIV. Zuflucht findet Zanele in einem katholischen Kinderschutzzentrum. Doch immer wieder tauchen die Bilder der erlittenen Gewalt in ihrem Kopf auf. Eine Zukunft sieht sie für sich nicht. Die Angst vor AIDS raubt ihr jede Hoffnung.

© Fritz Stark / missio

Zanele lernt mit Hilfe ihrer Betreuerin, den selbstzerstörerischen Hass zu überwinden und ihrem Peiniger zu vergeben. Ein Neuanfang. Zum ersten Mal spürt sie, wie die Kraft des Glaubens sie gegen die Wut und Verzweiflung wappnet. Rückblickend schreibt sie: „Vergebung tat mir gut! Vergebung ließ mich aufatmen! Vergebung gab mir die nötige Energie für Frohsinn und Lachen!“

Der Weg zurück ins Leben bleibt mühsam, gesundheitliche Rückschläge, die Einsamkeit und der Verlust ihrer kulturellen Wurzeln als Zulu belasten die junge Frau. Doch ihr Glaube macht sie stark und diese befreiende Erfahrung will sie anderen weitergeben. „Herr, Du hast mich Vergebung gelehrt“, betet sie, „Dein ist die Kraft, die mich leben lässt“.

In der Zwiesprache mit Gott findet sie die Kraft, ihre Geschichte öffentlich zu machen, um anderen Betroffenen Mut zu machen. Zanele wird zur verwundeten Heilerin. Einst selbst Opfer lernt sie, Bedürftigen beim Heilen ihrer Wunden zu helfen. Den Straßenkindern, die sie als Sozialarbeiterin in einem der gefährlichsten Stadtteile von Durban betreut, wird sie zur Zeugin einer Hoffnung, die nicht stirbt.

Am 11. Januar 2014 verstarb Zanele Mbambo.

Begegnung mit Zanele

Auf ihrer Südafrikareise im Jahr 2007 lernte Gundula Gause Zanele kennen. Anteil an ihrem Schicksal zu nehmen und ihre dennoch sprühende Lebensfreude zu erleben, beeindruckte die Nachrichtenjournalistin sehr.

In ihrem Buch "Landkarten des Lebens" erzählt sie von ihrer Begegnung mit Zanele:

„Zanele wurde als Kind von ihrer Mutter verlassen und von einer fremden Familie aufgenommen. Dort wurde sie im Alter von neun Jahren von einem jungen Mann vergewaltigt und dabei mit dem Virus infiziert. Als Jugendliche wurde sie im südafrikanischen Durban von einem Sozialarbeiter der dortigen katholischen Kirche aus ihrer verzweifelten Situation gerettet. Er kümmerte sich um sie, organisierte eine Unterkunft in einem Kinderheim in kirchlicher Trägerschaft, Schulbesuch sowie medizinische Betreuung und Aidsmedikamente für die damals 12-Jährige. Zanele gibt das Gute, das ihr getan wurde, weiter, indem sie sich in Durban um Straßenkinder kümmert. Heute ist sie tatsächlich eine glückliche junge Frau, die trotz des Virus ein Kind erwartet.“

Video

  • Zanele - Das Mädchen mit dem tapferen Lächeln

    Aids in Südafrika – ein Riesen-Problem, aber immer noch ein absolutes Tabuthema im WM 2010-Gastgeberland. Aber nicht für Zanele, die im Alter von neun Jahren von ihrem Stiefbruder vergewaltigt und mit dem tödlichen HI-Virus infiziert wurde. Die junge Südafrikanerin hat ihr Schicksal in einem Buch niedergeschrieben, das zur Fußball-WM 2010 erschienen ist: „Sie nennen mich Smiley“. (4:15 Min. / 2010)

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