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Inhalt

Berufen, um zu helfen

Ein Stück Seife, ein Hemd, der Gang zum Arzt – für viele Priester in den ärmsten Ländern der Welt sind dies Dinge, die sie sich kaum leisten können. Mit Hilfe der Aktion "PRIM" (Priester helfen einander in der Mission) unterstützen deutsche Geistliche ihre Mitbrüder. Und das seit 40 Jahren. Aber die Zahl der Priester in Deutschland ist rückläufig – und damit auch deren Spende.

"Namasté": Priester Michael unterwegs in Nepal

Vor genau 40 Jahren hatte der Aachener Priester Heinrich Hillers eine Idee: Mit einem freiwilligen Beitrag aus ihrem Gehalt könnten deutsche Geistliche die Priester in den ärmsten Ländern Afrikas, Asiens und Ozeaniens unterstützen. Eine Hilfe für die Mitbrüder, die nur wenig Geld haben, um zu wirken, um ihren Alltag zu bestreiten. Eine Initiative war geboren, die später zur Aktion „PRIM“ werden sollte („Priester helfen einander in der Mission“). Eine Solidaritätsbewegung, die sich schnell in allen deutschen Diözesen ausbreitete.

Bald griff die Arbeitsgemeinschaft der Priesterräte gemeinsam mit missio die Idee auf – mit Erfolg, wie die Zahlen belegen: In den vergangenen zehn Jahren haben die Priester in Deutschland mehr als 17 Millionen Euro für ihre geistlichen Kollegen gesammelt. Dank dieser Einnahmen erhalten durchschnittlich 7.000 Priester in den ärmsten Ländern der Erde jedes Jahr Zuschüsse zum Lebensunterhalt.

Pierre Dione, Priester im westafrikanischen Senegal und Vorsitzender der dortigen Klerusvereinigung, weiß, wie wichtig PRIM für seine Mitbrüder ist – finanziell, aber auch spirituell. Dank PRIM sei es auch den Priestern aus entlegenen Diözesen möglich, sich zumindest ein bis zweimal im Jahr mit ihren Mitbrüdern zum Austausch zu treffen. Darüber hinaus komme der individuellen Hilfe durch PRIM große Bedeutung zu: „Es kommt vor, dass sich ein Priester erst dann ein Stück Seife oder ein Hemd kaufen kann, wenn PRIM es ermöglicht“, erzählt Pierre Dione. „Priester rufen gelegentlich bei mir an und fragen, wann denn wieder ‚la manne‛ ankomme (französisch für Manna, das Himmelsbrot, Anm.d.Red). Wir nennen PRIM ‚la manne‛, weil es für uns ein großes Geschenk ist. Ein Geschenk des Himmels!“

"Wir nennen PRIM ‚la manne‛, französisch für Manna, das Himmelsbrot, weil es für uns ein großes Geschenk ist. Ein Geschenk des Himmels!“

Abbé Pierre Dione, Priester im westafrikanischen Senegal und Vorsitzender der dortigen Klerusvereinigung

Eine Hose, ein Stück Seife, die Versicherung oder die Kosten für ein Medikament – die Priester in den Ländern Afrikas, Asiens und Ozeaniens benötigen die Hilfe aus Deutschland zum großen Teil für ihre persönlichen Bedürfnisse. In vielen Diözesen fließt zudem ein Teil der Spenden in einen Rentenfonds oder macht Fortbildungen möglich. Meist geht jedoch die finanzielle Unterstützung für den Alltag des Priesters mit dem Wirken in dessen Beruf Hand in Hand. Denn Priester sind nicht nur Seelsorger, sie sind Erzieher, Krankenpfleger, Sozialarbeiter, Katastrophenhelfer und Dorfentwickler. Pierre Dione weiß um die Priester im Senegal, die ihre PRIM-Beträge in Teilen an die Ärmsten weitergeben. An die Menschen, mit denen sie täglich leben und deren Sorgen und Nöten sie abhelfen möchten – aus ihrer Berufung heraus.

Die rückläufige Zahl an Priestern in Deutschland macht es jedoch immer schwieriger, die Geistlichen in den Ländern der Erde und deren Wirken mitzutragen. Spenden für PRIM werden weniger, die Beträge geringer. Dadurch können viele Priester und letztlich deren Projekte nicht mehr unterstützt werden.

Eine Tatsache, die Pierre Dione bedauert: „PRIM ist eine große und wichtige Hilfe für die Priester in der Welt.“ Darüber hinaus gebe PRIM ein „Zeugnis der Verbundenheit“ ab. „Ich bin sicher, dass unsere deutschen Mitbrüder im Priesteramt wissen, dass wir ihre finanzielle Hilfe nicht vergeuden, sondern letztlich dazu verwenden, um unser Priesteramt gut ausfüllen zu können“, sagt der Priester.

Der Weltgebetstag für geistliche Berufe wird in jedem Jahr am 4. Sonntag der Osterzeit begangen. Weltweit wird an die Berufungen zum Priestertum und zum geweihten Leben erinnert und dafür gebetet. Papst Paul VI. führte den Weltgebetstag für geistliche Berufe 1964 ein.

Stimmen zweier Geistlicher, die durch PRIM Unterstützung erfahren:

"Wir erhalten kein regelmäßiges Gehalt. Die Anforderungen an uns sind enorm hoch. Obwohl die meisten von uns selber aus armen Familien stammen, erwarten die uns anvertrauten Menschen finanzielle und materielle Hilfe von uns. Wenn der Priester sieht, in welcher verzweifelten Lage sich die Leute befinden, hilft er natürlich nach Kräften. Daher danke ich Ihnen von ganzem Herzen für Ihre Solidarität mit uns."

Fr. Patrick Sunday Baluku
Diözese Kasese, Uganda

"Alle unsere Priester leben sehr einfach und sind mit dem wenigen zufrieden, das sie haben. Doch ohne Ihre Hilfe wären sie nicht in der Lage, ihren priesterlichen Dienst gewissenhaft auszuführen. Die Diözese Gumla verfügt nicht über genügend eigene Mittel, um auch nur unsere nötigsten Ausgaben zu decken. Ich hoffe, dass es uns eines Tages besser gehen wird und wir dann anderen Priestern auf der Welt zur Seite stehen können."

Bischof Paul A. Lakra
Diözese Gumla, Indien

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