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Warten, dass das Leben beginnt

Eritrea gilt als das Nordkorea Afrikas: Die Wirtschaft im Land stagniert. Das totalitäre Regime unterdrückt Meinungs- und Religionsfreiheit, Männer werden zu unbegrenztem Wehrdienst eingezogen. Es gibt zahlreiche Zwangsrekrutierungen, in Polizeigewahrsam wird gefoltert. Ein Viertel der 10.000 politischen Gefangenen ist aus religiösen Gründen inhaftiert. Mehr als 300.000 der fünf Millionen Eritreer sind bereits aus ihrer Heimat geflüchtet, unter ihnen immer mehr Alte und unbegleitete Kinder. Die meisten fliehen nachts zu Fuß über die Berge, in ständiger Angst vor den Grenzsoldaten, die noch auf sie schießen, wenn sie das sichere Nachbarland Äthiopien bereits erreicht haben. Dort haben in Mai-Aini 18.000 Eritreer Obdach gefunden.

Unter den Flüchtlingen sind immer mehr unbegleitete Kinder, die schlimme Erlebnisse verarbeiten müssen.
Unter den Flüchtlingen sind immer mehr unbegleitete Kinder, die schlimme Erlebnisse verarbeiten müssen. © Hartmut Schwarzbach / missio

Das Flüchtlingslager Mai-Aini liegt am Rand der Sahelzone. Viel schlimmer aber als die Hitze und der Staub ist das Nichtstun. „Wir sind gezwungen, herumzusitzen und die Zeit totzuschlagen“, klagen die Flüchtlinge. Viele leben seit Jahren hier, ohne Perspektive und abhängig von den Lebensmittelrationen der Vereinten Nationen. Viele haben jahrelang im Gefängnis gesessen und wurden gefoltert. Viele sind unter Lebensgefahr geflohen und leiden unter Angststörungen. Wie Nebiat Ammanuel sind sie verzweifelt und haben alle Hoffnungen aufgegeben.

„Wir sind gezwungen, herumzusitzen und die Zeit totzuschlagen“, klagen die Flüchtlinge. © Hartmut Schwarzbach / missio

Mit pastoraler und psychosozialer Beratung versucht der Jesuiten-Flüchtlingsdienst, die Menschen in Mai-Aini aufzufangen und hilft ihnen, ihre traumatischen Erfahrungen zu bewältigen. Sport, eine Bibliothek, Musik-, Tanz- und Theaterunterricht bieten vor allem den vielen jungen Leuten Beschäftigung. Was ihnen allen Kraft gibt, ist ihr Glaube. In der Wellblechkirche versammeln sie sich, Jung wie Alt, täglich zum Rosenkranzgebet. Katechisten geben den Kindern Bibelunterricht, singen und spielen mit ihnen und halten die Gemeinde zusammen. Auch dabei leistet der Jesuiten-Flüchtlingsdienst Unterstützung.

Bitte fördern Sie die Arbeit unserer Partner in Mai-Aini! Schon mit 20, 50 oder 80 Euro im Monat können Sie eine ganze Menge erreichen.

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