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Starthilfe für die Mädchenretter

Viele Mädchen in Burkina Faso müssen fliehen, um einer Zwangsehe zu entgehen. Katechisten geben den Mädchen Obdach und Schutz.

Zwangsehen von 14- oder 15-jährigen Mädchen sind in Burkina Faso an der Tagesordnung. Doch viele junge Frauen widersetzen sich und fliehen vor der Heirat mit einem meist wesentlich älteren Mann. Doch wohin?

Die kleine Rundhütte ist der Getreidespeicher der Familie. Ein Großteil der Hirse ist schon verbraucht – doch bis zur nächsten Ernte sind es noch Monate. © Hartmut Schwarzbach / missio

Auch Pauline war einfach losgelaufen, bloß weg. Durch Vermittlung der örtlichen Kirchengemeinde fand sie Zuflucht bei Edmond und Bernadine, einem Katechistenehepaar. Obwohl die beiden selbst kaum genug haben, um sich und ihre acht Kinder zu ernähren, nahmen sie die neue Pflegetochter bei sich auf.

Paulines neue Familie

Über ihre Flucht spricht Pauline nur mit leiser Stimme. Ihr Vater habe sie mit einem Mann verheiraten wollen, den sie nicht kannte. „Er war alt, mindestens 60 Jahre“, flüstert sie. „Bei der ersten Gelegenheit bin ich weggelaufen.“ Schicksale wie das von Pauline gibt es viele in Burkina Faso. Schutz vor der Zwangsehe finden die Mädchen bei Frauen und Männern der Kirche: Allein Katechist Edmond und seine Frau haben in den letzten Jahren 18 junge Frauen bei sich aufgenommen.

Katechisten geben Obdach und Schutz vor Zwangsehe

Seit 30 Jahren arbeiten Edmond und Bernadine als Katechisten im Bistum Koupéla im Osten Burkina Fasos. Regelmäßig suchen sie die Dörfer in ihrer Umgebung auf, unterweisen Jugendliche in der Katechese, besuchen Alte und Kranke, spenden Trost. Doch leben können sie und ihre acht Kinder davon nicht: Gemeindehelfer bekommen in Burkina Faso kein festes Gehalt. Um sich versorgen zu können, baut die Familie ein wenig Mais und Hirse an. „Leider besitzen wir keinen Esel, der uns bei der Feldarbeit helfen könnte“, erklärt Edmond. Und auch um andere Nutztiere anschaffen zu können, ist die Familie zu arm. Einzig ein Dutzend Hühner und sieben Ziegen nennt die Familie ihr Eigen. Trotz ihrer Armut nehmen Edmond und Bernadine immer wieder Mädchen auf, die auf der Flucht vor der Zwangsehe umherirren. „Das jüngste Mädchen, das zu uns kam, war erst zwölf Jahre alt“, erzählt Edmond.

18 Mädchen hat das Katechisten-Ehepaar im Laufe ihres Lebens Zuflucht geboten. Der vorerst letzte Eintrag ist Paulines Name. © Hartmut Schwarzbach / missio

Bildung – auch für Mädchen

Besonders stolz ist das Ehepaar darauf, dass sie all ihren Kindern und den meisten Pflegetöchtern den Schulbesuch ermöglichen konnten. Doch manche Mädchen hatten nie zuvor eine Schule besucht – wie Pauline. Aber Edmond konnte sie zu einem Analphabetenkurs anmelden. Dort lernt Pauline heute Lesen und Schreiben. Eines Tages, so hofft sie, werde sie einen guten Ehemann finden.

Anderen Menschen beistehen, praktische Nächstenliebe – darin sehen Katechisten ihre Aufgabe. Doch wenn die Hirse in ihrem kleinen Getreidespeicher zur Neige geht, kommt der Hunger. Mit einem Starthilfeprogramm für Selbstversorger möchte die Diözese Koupéla Gemeindehelfern wie Edmond und Bernadine unterstützen. Mit landwirtschaftlichem Gerät und zwei Schweinen können sie eine kleine Zucht aufbauen, die ihnen und ihren Schützlingen das Überleben ermöglicht.

Bitte helfen Sie, damit Katechisten wie Edmond und Bernadine sich selbst und Menschen in Not versorgen können.

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