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In Deutschland sind die meisten Kirchen bisher frei zugänglich. Seit dem 1. Juli 2026 müssen Besucherinnen und Besucher des Kölner Doms jedoch Eintritt zahlen. Die Neuerung wird sehr kontrovers aufgenommen.

Das Bild zeigt den Kölner Dom mit seinen markanten Türmen im Hintergrund, während im Vordergrund das Eintrittticket abgebildet ist, das 12,00 EUR kostet.
12 Euro kostet der Besuch des Kölner Doms seit dem 1. Juli 2026.

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Seit dem 1. Juli kostet der Besuch des Kölner Doms für Touristen zwölf Euro Eintritt. Für Gottesdienstbesucher und Menschen, die beten oder eine Kerze anzünden möchten, bleibt der Zugang kostenlos. Dompropst Guido Assmann begründete den Schritt mit steigenden Kosten für den Betrieb der gotischen Kathedrale, die derzeit bei 44000 Euro pro Tag  liegen. Auch wenn andere berühmte Gotteshäuser im Ausland – wie die Sagrada Familia in Barcelona oder Westminster Abbey in London – bereits  Eintrittsgelder erheben, in Deutschland galt bisher bis auf wenige Ausnahmen: Kirchen sind für jedermann frei zugänglich. Ich finde, das sollte so bleiben. Denn mit ihren offenen Türen setzen sie ein Zeichen: „Hier sind alle willkommen!“ – um zu schauen, zu  staunen, Ruhe zu finden, nachzudenken ... Das ist kein geringes Signal in einer Gesellschaft, in der Orte, wo man sich kostenlos aufhalten und anderen begegnen kann, selten geworden sind. Die „sozialverträglichen Gebühren“, von denen die Verantwortlichen sprechen und die Vergünstigungen für Kinder unter 13 und Menschen mit Behinderung vorsehen, wird sich nicht jede Familie leisten können. Dabei sind Kirchen nicht nur Orte des Gebets, sondern sollten auch einen niedrigschwelligen Zugang zu Kunst ermöglichen. Es wäre schade, wenn nur diejenigen das UNESCO-Weltkulturerbe Kölner Dom erleben dürften, die über einen vollen Geldbeutel verfügen.

Von Eva-Maria Werner