James Kashweeka, 24, ist Gärtner und lebt in Botswana. In den Nationalparks dort dürfen Wildtiere frei umherstreifen. Kashweeka schneidet Büsche und Bäume entlang von Schutzzäunen so zurecht, dass diese intakt bleiben.
In welchem Umfeld leben Sie?
Kasane, wo ich wohne, liegt nahe des Vierländerecks von Namibia, Botswana, Simbabwe und Sambia. In unseren Nationalparks ziehen Wildtiere wie Elefanten und Büffel frei über das Land. Das führt manchmal zu Begegnungen auf Straßen und in Siedlungen, die nicht erwünscht sind. Häuser und Straßen müssen an wichtigen Stellen daher vor den umherstreifenden Tieren geschützt werden.
Wie sieht Ihr Tag normalerweise aus?
Ich stehe sehr früh auf, denn das Schneiden der Büsche entlang der Straße A33 ist anstrengend. Ich möchte es vermeiden, in der größten Hitze des Tages zu arbeiten. Entlang der Zäune schneide ich alle Pflanzen zurück, die den Zaun zerstören könnten. Dann gehe ich zurück nach Hause.
Was tun Sie am liebsten?
Ich versuche, die Büsche so zu schneiden, dass sie gut weiterwachsen können, ohne den Zaun zu gefährden. Dann sieht es auch nachher gut aus. Das gefällt mir am besten an meinem Job. Ich habe diese Arbeit gewählt, weil ich sie gut kann.
Was tun Sie in Ihrer Freizeit?
Ich mag tanzen, das ist mein Hobby. Es gibt einen Tanz, „Kwasa-Kwasa“, der ist wie eine langsame Rumba. Ich finde den Rhythmus mitreißend. Ich tanze gerne Rumba, aber nichts Kompliziertes.
Was ist Ihr größter Wunsch?
Mein größter Wunsch ist, dass meine Arbeit besser bezahlt wird.
Was macht Sie glücklich?
Ich liebe es, zum Fluss zu gehen und zu fischen. Der Chobe-Fluss ist voller Fische. Da kann ich die Natur genießen, wenn ich nicht arbeiten muss. Und die Fische esse ich. Das macht mich glücklich.
Wenn Sie Präsident von Botswana wären: Was würden Sie verändern?
Alles! Ich würde wirklich alles verändern. Vor allem aber die Löhne. Arbeit muss richtig gut bezahlt werden. Und ich würde dafür sorgen, dass es überhaupt mehr Arbeit gibt. Sie ist wichtig, damit man gut leben kann. Wie soll man eine Familie ernähren, wenn man mit seiner Arbeit nicht genug verdient?
Woran glauben Sie?
Ich bin christlich. Aber um ehrlich zu sein: Ich gehe nicht oft in die Kirche.
Interview: Cathia Hecker