Die Tsodilo-Hügel in der Kalahari-Wüste in Botswana sind berühmt für ihre uralten Felsmalereien. Die Zeichnungen, die teilweise aus der Steinzeit stammen, zeigen Giraffen, Antilopen, Nashörner und Gnus. Auch Jagdszenen und geometrische Formen sind zu sehen. Forscher vermuten, dass die Abbildungen junge Männer auf ihre Aufgaben vorbereiten sollten – als steinernes Lehrbuch. Heute gehört der Ort zum UNESCO-Weltkulturerbe und wird als „Louvre der Wüste“ bezeichnet.
Wohnort der Ahnen
Für das Volk der San sind die Tsodilo-Hügel ein heiliger Ort. Sie glauben, dass ihre Vorfahren dort leben. Mit Gebeten und Zeremonien nehmen sie Kontakt zu ihren Ahnen auf.
Hochzeitsgesellschaften versammeln sich gern am Fuß der Hügel, um den Göttern Ehre zu erweisen und Segen für das Brautpaar zu erbitten.
Text: Cathia Hecker