Zwei Personen bewegen sich durch ein trockenes, hügeliges Landschaftsbild mit hohem, gelben Gras und spärlichen Bäumen. Die Umgebung ist größtenteils braun und unbewaldet, mit Gebirge im Hintergrund. Eine Person trägt einen bunten Umhang und einen Hut, die andere einen grünen Kopfwickel.
Eine Gruppe von Menschen, hauptsächlich Kinder, trägt schwere Lasten auf dem Kopf. Sie gehen über einen sandigen Boden, umgeben von Hügeln und vereinzelten Palmen. Die Szenerie vermittelt einen Eindruck von harter Arbeit und Gemeinschaft.
In einem Krankenhaus sind mehrere Personen in einem Raum mit Krankenhausbetten zu sehen. Einige Patienten sitzen, andere liegen auf den Betten. Die Wände sind grün gestrichen, und der Raum wirkt belebt mit Menschen verschiedener Altersgruppen.
In einem Krankenhaus sind mehrere Personen in einem Raum mit Krankenhausbetten zu sehen. Einige Patienten sitzen, andere liegen auf den Betten. Die Wände sind grün gestrichen, und der Raum wirkt belebt mit Menschen verschiedener Altersgruppen.
Ein kleiner Junge liegt auf einer Krankenliege und schläft. Neben ihm steht ein weiterer Junge, der ein kleines Kind auf dem Arm hält. Das Krankenhaus wirkt einfach und bescheiden.
Ein kleiner Junge liegt auf einer Krankenliege und schläft. Neben ihm steht ein weiterer Junge, der ein kleines Kind auf dem Arm hält. Das Krankenhaus wirkt einfach und bescheiden.
Das Bild zeigt mehrere traditionelle, strohgedeckte Hütten aus Stein in einer ländlichen Umgebung. Die Hütten sind von trockener Vegetation und einigen Bäumen umgeben, während im Hintergrund sanfte Hügel sichtbar sind. Die Atmosphäre wirkt friedlich und natürlich.
Drei Männer sitzen im Freien und betrachten ein gebogenes Metallobjekt auf dem Boden. Sie scheinen interessiert und diskutieren miteinander. Der Hintergrund zeigt Bäume und eine nicht näher beschriebene Umgebung.
Drei Männer sitzen im Freien und betrachten ein gebogenes Metallobjekt auf dem Boden. Sie scheinen interessiert und diskutieren miteinander. Der Hintergrund zeigt Bäume und eine nicht näher beschriebene Umgebung.
Eine Lehrerin steht vor einer Tafel in einem Klassenraum und zeigt mit einem Stock auf ein Plakat. Sechs Schülerinnen in bunten Kleidern hören aufmerksam zu. Der Raum hat Fenster mit Gittern und ist einfach eingerichtet.
Eine Lehrerin steht vor einer Tafel in einem Klassenraum und zeigt mit einem Stock auf ein Plakat. Sechs Schülerinnen in bunten Kleidern hören aufmerksam zu. Der Raum hat Fenster mit Gittern und ist einfach eingerichtet.
Eine Gruppe von fünf Frauen arbeitet in einem Raum, um einen blauen Stoff zuzuschneiden. Sie stehen um einen Tisch herum, auf dem auch andere Stoffstücke und ein Maßband liegen. Im Hintergrund sind Arbeitsgeräte und verschiedene textile Materialien sichtbar.
Eine Afrikanerin steht vor einer unverputzten Wand mit dem Schriftzug „Voice of Peace“.
Ein Mann mit dunkler Hautfarbe sitzt vor einem Mischpult und einem Laptop in einem Radiostudio. Er spricht in ein Mikrofon und konzentriert sich auf die Regler vor ihm, während ein farbenfroher, gemusterter Hintergrund sichtbar ist.
Ein Mann mit dunkler Hautfarbe sitzt vor einem Mischpult und einem Laptop in einem Radiostudio. Er spricht in ein Mikrofon und konzentriert sich auf die Regler vor ihm, während ein farbenfroher, gemusterter Hintergrund sichtbar ist.
Eine Gruppe von traditionellen Lehmhütten mit Reetdächern steht auf einem hügeligen, trockenen Gelände. Das Gras ist goldgelb, und die Umgebung wirkt sonnendurchflutet. Die Hütten sind unterschiedlich groß, umgeben von modernerer Vegetation.
SUDAN

Berge versetzen

Die Nuba-Berge liegen an der Grenze zwischen Sudan und Südsudan: ein umkämpftes, schwer zugängliches, quasiautonomes Gebiet. Unterwegs in einer verschlossenen Welt ...

Schwer zugänglich

Die Nuba-Berge sind nur noch über einen einzigen sandigen Weg aus dem Nachbarland Südsudan erreichbar. Er führt in eine abgeschiedene Welt mit mächtigen Felsen bis auf 1300 Meter Höhe, fruchtbaren Tälern und strohgedeckten Rundhütten.

50 Volksgruppen

Hier leben die Nuba. Zu ihnen zählen mehr als 50 Volksgruppen mit ebenso vielen Sprachen. Allen gemeinsam ist ihre schwarzafrikanische Identität. 

Mother of Mercy Hospital

Das Mother of Mercy Hospital ist das einzige Krankenhaus in der Region. Es ist Anlaufstelle für eine Million Menschen. In manchen Sälen stehen bis zu 50 Betten. 

Eine der größten Herausforderungen ist, Geld für die Klinik aufzutreiben. Wir sehen die Not und arbeiten mit einem sehr engen Budget. 

Klinikchef Tom Catena

Patienten auf nackten Matratzen

Für Bettzeug fehlt im Mother of Mercy Hospital das Geld. Die Patienten liegen auf nackten Gummimatratzen. Die Klinik ist auf die Hilfe der Angehörigen angewiesen. Sie kochen, waschen die Wäsche und übernehmen die Pflegedienste für die Patienten. 

Das Krankenhaus in der Kleinstadt Gidel ist die einzige Klinik in dem Gebiet. Es ist Anlaufstelle für eine Millionen Menschen in einem Gebiet von der Größe Baden Württembergs. Schwangere, Krebskranke, unterernährte Kinder und viele mehr. In einer der 14 Fachabteilungen bekommen sie Hilfe. Manche nach tagelangen Fußmärschen. 

Grenzfall Nuba-Berge

Die Nuba-Berge mit ihren drei Millionen Einwohnern sind ein Grenzfall: Politisch gehören sie zum Sudan, kulturell und ethnisch zum Südsudan. Geographisch liegen sie an der Schnittstelle beider Länder. 1991 begann der muslimisch-arabische Sudan einen „Heiligen Krieg“ gegen die von ihm als minderwertig erachteten Nuba, der 2005 mit einem Friedensabkommen endete. Mit der Unabhängigkeit des Südsudans 2011 wurde eine Volksabstimmung über die politische Zugehörigkeit der Nuba-Berge vereinbart, die jedoch bis heute nicht stattfand. Stattdessen beantwortete Khartum den Kampf der SPLM-North, einer Abspaltung der südsudanesischen Befreiungsbewegung, um mehr Autonomie mit Gewalt und Bombardements. Erst der Krieg, der seit 2023 im Sudan tobt, brachte den Nuba-Bergen vorläufig Frieden – aber auch fast eine Million Flüchtlinge. Inzwischen kontrollieren die SPLA-Milizen große Teile der Region. Sie weiten ihren Einflussbereich Schritt für Schritt aus und bauen Verwaltung, Schulen, Gesundheitsversorgung auf. Doch vieles funktioniert nur notdürftig und mithilfe der Kirche. 

Unzählige Blindgänger

Die Spuren des Krieges sind allgegenwärtig, überall lauern Blindgänger. Manchmal gab es fünf, sechs Tage keine Bombardements. Dann kamen die Flugzeuge wieder – und mit ihnen die Angst.

Späte Chancen

Der Krieg hat vielen Frauen nicht nur die Kindheit, sondern auch die Chance zum Lernen genommen. Jetzt drücken sie an zwei Nachmittagen pro Woche die Schulbank.

„Mein größter Wunsch ist der Schulabschluss. Um das Geld dafür zu bezahlen, verkaufe ich selbstgemachten Hirsewein.“

Kamuka Jaily Anur

Zukunft schneidern

Im Pfarrzentrum von Gidel bieten die Combonischwestern werktags Näh- und Handarbeitskurse an. Die Frauen schneidern Kleider, Höschen und Decken für Neugeborene und verkaufen sie an die Klinik. 

Antenne Zuversicht

„Radio Voice of Faith“, die Stimme des Glaubens, sendet täglich von acht bis 18 Uhr. Auf dem Programm stehen neben Katechese und Kirchlichem Beiträge über Gesundheit, die Förderung von Mädchen und Tipps für die Landwirtschaft. „Unser Programm hilft den Leuten“, sagt Abaker Alimi. Selbst in den entlegensten Winkeln des Landes hören sie den von der Kirche finanzierten Sender. 

missio-Magazin kontinente

Die Rubrik „Vor Ort“ führt Sie zu missio-Projekten weltweit. Spannende Geschichten aus Gegenden, in die sonst niemand reist.

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