Das katholische Hilfswerk missio Aachen unterstützt das schwer getroffene Erzbistum Toamasina in Madagaskar nach dem Wirbelsturm Gezani mit 50.000 Euro Soforthilfe. Laut Behörden starben an der Ostküste fast 40 Menschen, etwa 400 wurden verletzt, 12.000 sind obdachlos und bis zu 18.000 Häuser zerstört. Die Zahlen können noch steigen. Strom, Wege und Versorgung sind in den betroffenen Gebieten teils stark beeinträchtigt.
„Eine Spur der Verwüstung“
„Der Zyklon hat bei uns eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Es wird Monate dauern, bis wir wieder so etwas wie Normalität erreichen. Besonders betroffen sind die Armen, um die wir uns kümmern“, berichtete Pater Joseph Thomas, Ökonom des Erzbistums Toamasina, an missio Aachen. Auch Infrastruktur für Seelsorge und Sozialarbeit des Erzbistums sei betroffen. „90 Prozent der Stadt Toamasina sind verwüstet. Alle kämpfen ums Überleben“, schrieb die Ordensfrau und missio-Partnerin Sr. Marie Odette.
Kirche hilft, wo staatliche Versorgung zusammenbricht
Mit der Soforthilfe können die missio-Partner vor Ort schnell Lebensmittel, Medikamente, Hygieneartikel und andere lebenswichtige Dinge beschaffen und an betroffene Familien verteilen. Die Organisation erfolgt über Pfarreien und kirchliche Einrichtungen, die die Lage in den Gemeinden genau kennen und besonders verletzliche Menschen erreichen. In vielen Regionen sind kirchliche Einrichtungen oft die ersten Anlaufstellen, wenn Häuser zerstört sind, die Versorgung zusammenbricht und Menschen dringend Schutz und Unterstützung brauchen.
Madagaskar ist 2026 Gast in Deutschland zum Monat der Weltmission
Über die akute Hilfe hinaus zeigt missio Aachen langfristige Solidarität: Im Oktober besucht eine Delegation der katholischen Kirche aus Madagaskar Deutschland, um mit dem Hilfswerk den Monat der Weltmission zu feiern. Das ist die größte Solidaritätsaktion der katholischen Kirche weltweit. Auch Gäste aus dem vom Wirbelsturm betroffenen Gebiet reisen nach Deutschland, um über die Folgen der Katastrophe zu berichten und die Wirkung der deutschen Solidarität zu zeigen. Geplant sind rund 150 Begegnungen, Gottesdienste und Gesprächsabende, die Leid sichtbar machen und Hoffnung stärken. Mehr dazu unter www.missio-hilft.de/wms .