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Änderung des Recycling-Gesetzes reine Kosmetik

Die Bundesregierung muss die Sammel- und Recyclingquote von Elektroschrott wesentlich erhöhen. Dazu reicht das bisherige Gesetz nicht.

Eine Gruppe von Kindern steht lächelnd in einem Abfallgebiet. Zwei Nonnen und ein Mann halten eine Frisbee-ähnliche Scheibe. Einige Kinder halten Snacks in den Händen. Die Szene vermittelt Freude und Gemeinschaft trotz der schwierigen Umgebung.

Das katholische Hilfswerk missio Aachen kritisiert die gestern vom Bundestag verabschiedete Gesetzesnovelle zur Vereinfachung der Rückgabe alter Elektrogeräte. „Die beschlossene Kennzeichnungspflicht für Rückgabestellen im Handel bleibt leider rein kosmetischer Natur, wenn nicht weitere Schritte zu einer wirklichen Recyclingwende folgen“, sagte missio-Vizepräsident Dr. Gregor von Fürstenberg heute in Aachen. 

Stärkere finanzielle Anreize für Verbraucher

„Dazu zählen zum Beispiel stärkere finanzielle Anreize für die Verbraucher, ihre alten Geräte auch tatsächlich zurückzugeben, und die Vereinfachung der Vorschriften für die Wiederverwertung“, ergänzte Dr. Gregor von Fürstenberg. 

Derzeit sammelt missio Aachen mit einer Petition „Recyclingwende jetzt“ » Unterschriften für eine Erhöhung der Sammel- und Wiederverwertungsquoten von Elektroschrott. „Dass wir in Deutschland zu wenig Elektroschrott recyclen, befördert faktisch illegale Müllexporte nach Afrika. Dort verwerten Frauen, Männer und Kinder die Geräte unter menschenunwürdigen Bedingungen. Das muss sich ändern“, so Dr. von Fürstenberg.


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Jörg Nowak

stv. Pressesprecher / Team „Aktion Schutzengel”
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