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Pressemitteilung

„Afrika darf nicht die Elektroschrotthalde der Welt sein“

Im ZDF-Fernsehgottesdienst mit der katholischen Ordensschwester Angelina Gerharz aus Ghana werden alte Handys zur Wiederverwertung gesammelt

Foto: Christian Schnaubelt / missio
Beim ZDF-Fernsehgottesdienst "Nächstenliebe, die bleibt" in der St. Katharina - Kirche wurden am 29. Oktober 2023 alte Handys für den guten Zweck gespendet. missio-Präsident Pfarrer Dirk Bingener und Sr. Angelina Gerharz bedankten sich für die "Handykollekte".

Die katholische Steyler Ordensschwester Angelina Gerharz aus Ghana fordert in Deutschland und Europa ein Umdenken beim Umgang mit Elektroschrott. „Dieser Schrott muss in den Herkunftsländern recycelt und wiederverwertet werden. Afrika darf nicht die Elektroschrotthalde der Welt sein“, sagte Schwester Angelina am Sonntag im ZDF-Fernsehgottesdienst. Er wurde gemeinsam von der Pfarrei Christus unser Friede in Herzogenrath-Kohlscheid und dem Hilfswerk missio Aachen gestaltet.

Schwester Angelina und ihr Team betreuen Kinder, die auf einer Elektroschrotthalde in Ghanas Hauptstadt Accra arbeiten müssen, und ermöglicht ihnen eine schulische Ausbildung. Als Zeichen gegen den Export von Elektroschrott nach Afrika sammelten die Pfarrei Christus unser Friede und missio Aachen im ZDF-Fernsehgottesdienst rund 120 alte Handys. Im Vorfeld wurden weitere 555 Handys für diesen Gottesdienst abgegeben. Eine solche Handykollekte in einem Gottesdienst wurde in Deutschland erstmals veranstaltet. Die Alt-Handys werden im Rahmen der seit 2016 laufenden missio-Handyspendenaktion in Deutschland wiederverwertet. Seit Start der Aktion sind rund 470.000 Handys zum Recyclen gesammelt worden.

Pfarrer Dirk Bingener », Präsident von missio Aachen, ermutigte in dem ZDF-Fernsehgottesdienst Christinnen und Christen zum Gebet und zur Solidarität mit Menschen, die am Rand der Gesellschaft stehen. „Wo wir dem Nächsten und seinen Erlebnissen, seinen Wunden nicht ausweichen, begegnen wir Gott, lieben wir ihn und den Nächsten. Es ist wichtig, sich das vor Augen zu halten. Denn es ist die Weise der Gottesbegegnung im Hier und Jetzt unseres Lebens“, sagte er in dem Gottesdienst. Um die Realitäten des Lebens tatsächlich zu spüren, empfahl er mit den Worten einer Teilnehmerin der aktuellen Weltsynode der Kirche, „barfuß“ zu gehen.

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Fotocredit: Christian Schnaubelt / missio


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