Zum Internationalen Tag der Bildung am 24. Januar würdigt das katholische Hilfswerk missio Aachen die kirchliche Bildungsarbeit für Menschen in Konfliktregionen des globalen Südens. „In Gebieten, wo Krieg, Gewalt und Flucht den Alltag prägen, bieten kirchliche Einrichtungen oft die einzige Möglichkeit für Unterricht und Ausbildung“, sagte Pfarrer Dirk Bingener, Präsident von missio Aachen.
Besonders betroffen sind Länder wie Myanmar, der Südsudan, Gaza, Syrien und der Libanon. Dort zerstören Krieg und Gewalt die Zukunftsaussichten von Millionen junger Menschen. Oft bleibt ihnen über Monate oder Jahre der Zugang zu Bildung verwehrt. „Wenn staatliche Bildungssysteme zusammenbrechen, hat oft eine ganze Generation keinen Zugang zu Bildung mit langfristig destabilisierenden Folgen für diese Gesellschaften“, warnte Bingener.
Schutz von Bildungseinrichtungen in Kriegsregionen völkerrechtlich konsequent durchsetzen
Die Partnerorganisationen von missio Aachen arbeiten daran, diese Lücken zu füllen. Sie bieten Schulunterricht, berufliche Qualifizierung und außerschulische Bildungsangebote an. Doch sie stoßen zunehmend an finanzielle und politische Grenzen. „Humanitäre Hilfe allein reicht auf Dauer nicht aus. Bildung muss systematisch als Teil einer dauerhaften und nachhaltigen Friedenspolitik betrachtet und integriert werden. Dabei gilt es, die Zusammenarbeit mit Kirchen und Religionsgemeinschaft zu verstärken“, forderte Bingener.
missio Aachen ruft daher die Bundesregierung, die Europäische Union und die internationale Gemeinschaft auf, Bildungsprogramme in Konfliktregionen des globalen Südens verlässlich und langfristig zu finanzieren und den Schutz von Bildungseinrichtungen völkerrechtlich konsequent durchzusetzen.
Der Internationale Tag der Bildung wurde von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen. In diesem Jahr richten sie den Fokus auf rund 250 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit, die keine Schule besuchen können. Ein großer Teil von ihnen lebt in Kriegs- und Fluchtkontexten.