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Bischof Dieser eröffnet Monat der Weltmission

Aufruf zur Schöpfungsgerechtigkeit beim Pontifikalamt mit Gästen aus Madagaskar. Politik und Wirtschaft sind in Verantwortung.

Gruppenfoto von Geistlichen und Mitgliedern einer Kirchengemeinde in einem alten Gebäude. Viele tragen liturgische Gewänder, darunter grüne und weiße Roben. Die Szene vermittelt ein Gefühl von Gemeinschaft und Feierlichkeit. Im Hintergrund sind Kirchenfenster und ein Kreuz sichtbar.
Eine Frau in einem weißen Oberteil und schwarzem Rock steht neben einem Banner mit dem Text „Sei mutig und stark“. Ein Mann in einem grünen Gewand beobachtet sie im Hintergrund. Der Raum ist reich verziert und wirkt festlich.
Schwester Nirina aus Madagaskar entzündet im Aachener Dom am 27. September 2026 die Kerze zum Monat der Weltmission. Dahinter steht Pfarrer Dirk Bingener, Präsident von missio Aachen.

Zu einem entschiedenen Einsatz für weltweite Schöpfungsgerechtigkeit aus christlicher Verantwortung hat Aachens Bischof Helmut Dieser am Sonntag im vollbesetzten Aachener Dom aufgerufen. Gemeinsam mit dem katholischen Hilfswerk missio Aachen und Gästen aus Madagaskar eröffnete er mit einem Pontifikalamt den Monat der Weltmission für Deutschland. Die größte globale katholische Solidaritätsaktion findet in rund 100 Ländern statt und endet am 25. Oktober mit dem Weltmissionssonntag.

Bischof Dieser erinnerte daran, dass die Menschen im globalen Süden besonders stark unter den Folgen des Klimawandels leiden. In Madagaskar bedrohen immer häufigere und heftigere Zyklone, andere Extremwetterereignisse, Dürren und der steigende Meeresspiegel die Lebensgrundlagen vieler Menschen. Zugleich hätten sie selbst am wenigsten zum Klimawandel beigetragen. Einen wesentlichen Teil der Verantwortung trügen vielmehr die Industrienationen und die Lebensweise des globalen Nordens.

 „Folgen dieser Ungerechtigkeit nicht länger verdrängen“

Dieser appellierte an die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft ebenso wie an die Bevölkerung, „die Folgen dieser Ungerechtigkeit nicht länger zu verdrängen“ und sich der Verantwortung für das „gemeinsame Haus“ der Erde bewusst zu werden.

Zugleich ermutigte der Bischof die Gläubigen, „mit Freude am weltweiten Kirchesein und Freude am Glauben den Weg Jesu Christi der Gerechtigkeit mitzugehen“. In weltkirchlicher Verbundenheit könnten Christinnen und Christen den gegenwärtigen Herausforderungen ohne Angst begegnen. Dazu lade auch das biblische Leitwort des diesjährigen Monats der Weltmission ein: „Seid mutig und stark“.

Acht Gäste aus Madagaskar auf Tour durch Deutschland

Der Monat der Weltmission wurde am Wochenende mit mehreren Veranstaltungen in Aachen eröffnet. Fünf Ordensfrauen, zwei Priester und ein Bischof aus Madagaskar » sind auf Einladung von missio Aachen nach Deutschland gekommen. Danach reisen die Gäste in deutsche Diözesen. Bei rund 200 Veranstaltungen berichten sie über ihre Arbeit, die Lebenssituation der Menschen und die Herausforderungen ihres Landes.

Am Weltmissionssonntag wird dann in den katholischen Gottesdiensten in Deutschland und rund 100 weiteren Ländern für die Arbeit der Kirche in den ärmsten Regionen der Welt gesammelt. 2025 konnte missio Aachen für diesen globalen Solidaritätsfonds rund 2,15 Millionen Euro an Spenden erlösen. In Deutschland organisieren missio Aachen und missio München die Aktion.


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