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Herausforderungen für ausländische Ordensfrauen in Deutschland

Rund 40 Ordensfrauen und Fachleute aus Afrika, Asien und Europa kommen in Bonn zusammen.

Eine Gruppe von Frauen in verschiedenen Ordensgewändern steht zusammen auf einer Treppe. Sie lächeln und posieren für das Foto, während helle Lichtquellen im Hintergrund leuchten. Die Atmosphäre wirkt freundlich und gemeinschaftlich.
missio Aachen und die Deutsche Ordensobernkonferenz (DOK) hat rund 40 Ordensfrauen und Fachleute aus Afrika, Asien und Euro am 25. September 2025 zur Tagung "Gelingendes Ordensleben in Deutschland" eingeladen.

Ausländische Ordensfrauen bereichern die deutsche Gesellschaft, sei es in der Pflege, in sozialen Einrichtungen oder in der pastoralen Arbeit der Kirche. Um Erfahrungen und Perspektiven auszutauschen, kamen am 25. September 2025 rund 40 Ordensfrauen und Fachleute aus Afrika, Asien und Europa zu einer Tagung mit dem Titel „Gelingendes Ordensleben in Deutschland“ zusammen. Eingeladen hatten das internationale katholische Hilfswerk missio Aachen und die Deutsche Ordensobernkonferenz (DOK). 

Wunsch nach stärkerer Einbindung in die pastorale Arbeit in Deutschland

Die Tagung zeigte, dass Ordensfrauen die Kirche in Deutschland aktiv mitgestalten wollen. Ihr Ordensverständnis verbindet grenzüberschreitende Solidarität, spirituelle Tiefe und gesellschaftliches Engagement. Doch in Vorträgen, Workshops und Gesprächen wurde auch deutlich: An manchen Stellen fühlen sich ausländische Ordensfrauen übersehen oder nicht eingebunden. „Ich brauche eine Gemeinschaft, die mich so akzeptiert, wie ich bin, und in der ich ganz ich selbst sein kann“, sagte Sr. Daisy Panikulam, eine der Mitwirkenden. Der Wunsch nach einer stärkeren Einbindung in die pastorale Arbeit vor Ort wurde von einigen geäußert. Immer wieder betonten die Referentinnen die Bedeutung echter Teilhabe, offener Kommunikation und den Fokus auf Gemeinsamkeiten. Eine Teilnehmerin fasste es so zusammen: „Die Herausforderung besteht darin, sich gut zu integrieren, ohne die eigene Identität zu verlieren.“

Offenheit, Dialog und gegenseitiger Respekt sollen den Alltag prägen

Auch deutsche Ordensfrauen, die längere Zeit im Ausland gelebt und gewirkt haben, kamen zu Wort. Die Teilnehmenden sprachen unter anderem über die geistliche Motivation eines Einsatzes im Ausland und der Umgang miteinander, wenn Mitschwestern aus dem Ausland nach Deutschland kommen. Das Ordensleben kann eine „Heimat ohne Grenze“ sein, wenn Offenheit, Dialog und gegenseitiger Respekt den Alltag prägen – so das Fazit der Tagung. „Ordensleben gelingt, wenn ich als Ordensfrau Gutes für andere bewirken kann – und es mir dabei auch selbst gut geht“, erklärte die stellvertretende Vorsitzende der DOK, Generaloberin Sr. Maria Thoma Dikow. Johanna Streit, Tagungsverantwortliche seitens missio Aachen, ergänzte: „Die Tagung zeigt, wie wichtig Räume für Austausch sind – um voneinander zu lernen, Anliegen sichtbar zu machen und gemeinsam Lösungen zu finden.“


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Porträt einer Frau mit kurzen, braunen Haaren und einer Brille. Sie trägt ein dunkles Oberteil und lächelt freundlich.

Johanna Streit

Leiterin der Stabsstelle „Safeguarding”
+49 (0)241 / 7507 - 315