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PRESSEMITTEILUNG

Katholisches Hilfswerk missio ruft mit Papst Franziskus zu interreligiösem Corona-Gebet am Donnerstag auf

Aachen - Katholisches Hilfswerk unterstützt interreligiöse Initiative von Papst Franziskus und Großimam Ahmad al-Tayyeb

Papst Franziskus Foto: Christian Schnaubelt / missio
Papst Franziskus

Zum Gebet für die Opfer und Helfenden in der Corona-Pandemie ruft das katholische Hilfswerk missio Aachen am Donnerstag, 14. Mai, um 19.30 Uhr, auf. Dann können alle Unterstützerinnen und Unterstützer ein Corona-Gebet im Geist des missio-Gründers Heinrich Hahn beten. Die missio-Aktion ist ein Beitrag zur interreligiösen Corona-Solidaritätsinitiative von Papst Franziskus und Großimam Ahmad al-Tayyeb, Scheich der al-Azhar-Moschee in Kairo.

Interreligiöse Solidarität hilft die Corona-Herausforderung bestehen

„Das Corona-Virus gefährdet alle Menschen, gleichgültig, wo sie auf der Erde leben oder welcher Religion sie angehören. Deshalb ist diese christlich-muslimische Initiative ein wichtiges Zeichen interreligiöser Solidarität, um die Herausforderung gemeinsam zu bestehen“, sagt missio-Präsident Pfarrer Dirk Bingener in seinem Aufruf.

missio will etwas von der Gebetssolidarität seiner Partner zurückgeben

„Als die Corona-Pandemie vor zwei Monaten in Deutschland ausbrach, erreichten uns so viele Gebete und besorgte Anfragen unserer kirchlichen Partnerinnen und Partner aus Afrika, Asien und Ozeanien. Das hat uns richtig gut getan. Jetzt können wir etwas von dieser Gebetssolidarität zurückgeben“, so Pfarrer Bingener weiter.

„Unsere Partnerinnen und Partner schildern uns jeden Tag eindringlich, wie sehr die Pandemie und das Herunterfahren des öffentlichen Lebens die Menschen bedroht. Sie leiden unter dem Verlust ihrer Arbeit, unter Hunger, hygienischen Missständen und ungenügender medizinischer Versorgung“, erklärte Bingener. „Sie berichten aber auch, wie die Zusammenarbeit so vieler Menschen guten Willens Kräfte freisetzt, um die gesundheitlichen und sozialen Folgen der Pandemie für die Verletzlichsten zu lindern“, so der missio-Präsident. „Unser Gebet soll die Menschen in dieser Arbeit stärken.“

Donnerstag, 19.30 Uhr: Möglichst viele sollen ein Corona-Gebet im Sinne des missio-Gründers Heinrich Hahns beten

missio Aachen stellt allen Unterstützerinnen und Unterstützern für diese Aktion ein Corona-Gebet » und zur Verfügung. Inspiriert ist es von dem Gründer von missio Aachen, dem Arzt Heinrich Hahn. Solidarität war auch für ihn der Leitfaden seines Handelns. Während der Choleraepidemie Mitte des 19. Jahrhunderts kümmerte er sich als Arzt in Aachen um die Kranken und wurde so zum Hoffnungsboten für viele Menschen.

Gebetet werden kann auch auf der Website www.missio-betet.de    

Das Gebet lautet:

Guter Gott

in Zeiten der Sorge
um unsere Gesundheit
bist Du unsere Hoffnung.
In Zeiten bedrohlich
klingender Medienberichte
bist Du unsere Zuversicht.
In Zeiten der Corona-Pandemie
bist du unsere Stärke.
Der Aachener Arzt Heinrich Hahn,
der vor 180 Jahren unermüdlich
Kranke pflegte und dabei
die Menschen in Afrika und Asien
nicht vergaß, legte den Grundstein
für unser Hilfswerk missio Aachen.
Sein Vorbild vor Augen
bitten wir Dich heute:
Um Gesundheit für uns
und unsere Familien,
um die Erfahrung,
dass die Solidarität uns stark macht,
um Hoffnung und Zuversicht
in Zeiten der Corona-Krise,
um den Glauben, dass Du auch
in schwierigen Tagen bei uns bist,
um die Liebe, die uns mit
den Menschen weltweit verbindet
und um das unendliche Vertrauen,
dass Du ein Gott des Lebens bist.
Amen.

Hintergrund:
Angeregt wurde der gemeinsame Gebetstag vom „Hohen Ausschuss für menschliche Geschwisterlichkeit“, der sich nach dem historischen Besuch Papst Franziskus in den Vereinigten Arabischen Emiraten im vergangenen Jahr gegründet hatte. In ihm wollen sich Christen und Muslime gemeinsam für Frieden und die Wahrung der Menschenrechte einsetzen. Der Aufruf des Komitees richtet sich „an alle unsere Geschwister, die an Gott den Schöpfer glauben“, und an „alle unsere Geschwister der Menschheit weltweit“. In der Erklärung heißt es: „Zurzeit wird unsere Welt wegen der weiten Verbreitung des Coronavirus COVID-19 mit einer großen Gefahr konfrontiert, die das Leben von Millionen von Menschen global bedroht. Wir betonen hier unsere Überzeugung von der hochrelevanten Rolle der Medizin und der wissenschaftlichen Forschung bei der Bekämpfung dieser Epidemie. Gleichzeitig darf man in dieser ernsten Krise nicht vergessen, sich an Gott den Schöpfer zu wenden.“ Die Gläubigen aller Religionen und Konfessionen sind aufgerufen, sich an diesem Tag mit Gebet, Fasten und guten Taten Gott zuzuwenden und ihn um seine Hilfe anzurufen.


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Johannes Seibel

Abteilungsleiter Kommunikation & Presse
Tel.: +49 (0)241 / 75 07 - 286
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