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missio Aachen feiert Jubiläum seiner Handyspenden-Aktion

Woche der Goldhandys findet vom 11. bis 17. Mai in Deutschland statt. 6.000 Kilo Gold aus wieder aufgearbeiteten Handys gewinnen.

Drei Personen stehen im Freien und halten ein großes Banner mit der Aufschrift „Recyclen statt Ausbeuten – 6.000 kg Gold in deutschen Handys“. Im Hintergrund ist eine natürliche Landschaft mit einem Teich und bewaldeten Hügeln zu sehen.
Protest gegen Ausbeutung in Goldminen in Ghana: Rund 6000 Kilogramm Gold – auch aus Afrika – stecken in ausgemusterten Handys in Deutschland. „Recyceln statt Ausbeuten“ fordern missio-Präsident Dirk Bingener (rechts), missio-Projektpartnerin Schwester Mercy Benson und der Leiter von Justitia et Pax in Accra, Pfarrer Matthias Kotoka Amuzu (links). Im Hintergrund ist das verseuchte Wasser einer illegalen Mine zu sehen.

Das katholische Hilfswerk missio Aachen ruft zum Spenden ausgemusterter Handys auf, damit die darin verbauten Bestandteile recycelt werden. „Weil allein in Deutschland insgesamt rund 6.000 Kilogramm Gold in diesen Altgeräten stecken, müssen wir diese wertvolle Ressource nutzen“, erklärt missio-Präsident Pfarrer Dirk Bingener anlässlich der Woche der Goldhandys. Diese findet in diesem Jahr zwischen dem 11. und 17. Mai bundesweit statt. 

Zehnjähriges Jubiläum Handy-Spendenaktion auf Katholikentag Würzburg

In diesem Jahr feiert missio Aachen zugleich das zehnjährige Jubiläum seiner Handyspenden-Aktion  »– mit gleich mehreren Angeboten auf dem Katholikentag in Würzburg. So moderiert etwa die Fernsehjournalistin Gundula Gause am 14. Mai die Veranstaltung „Handys, Krieg und Elektroschrott“, auf der unter anderem Telekom-Manager Patrick Marscholl und missio-Projektpartnerin Schwester Mercy Benson aus Ghana zu hören sein werden. 

Pfarrer Bingener besuchte Goldmine in Ghana

Wie dramatisch die Zusammenhänge zwischen westlichen Smartphones und der Situation in Afrika sind, davon konnte sich missio-Präsident Pfarrer Bingener auf einer Reise nach Ghana vor wenigen Wochen überzeugen. Neben der Elektroschrotthalde in der Hauptstadt Accra, wo auch europäische Geräte landen, besuchte er eine Goldmine, wo unter katastrophalen Bedingungen das wertvolle Edelmetall geschürft wird. „Recyceln statt Ausbeuten“ lautet daher der Appell von missio und den Projektpartnern in Ghana. 

Seit 2016 sammelte missio rund 522.000 Altgeräte

Seit Beginn der Handyspenden-Aktion von missio Aachen im Jahre 2016 wurden rund 522.000 Altgeräte für den guten Zweck gespendet. „Diesen Erfolg verdanken wir auch der Unterstützung von Kooperationspartnern wie Kolping Deutschland, der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands, der Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg, dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend oder dem Katholikentag“, so der missio-Präsident. „Wir freuen uns, dass wir in diesem Jahr mit der Deutschen Telekom und dem Recycling-Unternehmen Interzero die Aktion neu aufstellen können, so dass das Spenden der Altgeräte möglichst einfach und unkompliziert ist.“

Auf dem Katholikentag in Würzburg können alte Handys an fünf Stellen abgegeben werden. Gleichzeitig baut missio Aachen ein Netz von bundesweiten Annahmestellen auf. Dank der Aktion erhält das Hilfswerk die Spendenerlöse des Recyclings, mit denen Hilfsprojekte unterstützt werden. 


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Jörg Nowak

stv. Pressesprecher / Team „Aktion Schutzengel”
+49 (0)241 / 7507 - 216