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Missio Aachen fordert soziale Absicherung älterer Menschen im Globalen Süden

Altersarmut in Afrika, Asien und Ozeanien ist ein großes Problem. Auch ältere Ordensleute und Priester brauchen Hilfe. Aufruf zum Welttag der Senioren am 26. Juli.

Eine ältere Frau sitzt in einem belebten Bereich und bereitet eine Speise zu. Sie hält einen Stock, von dem rote, flüssige Masse hängt, während sie an einer großen Pfanne mit kochender Flüssigkeit arbeitet. Im Hintergrund sind verschiedene Stoffe und Utensilien zu sehen.
Zahlreiche Seniorinnen und Senioren leben in Cebu auf den Philippinen oft isoliert, krank und auf sich allein gestellt, teilweise hausen sie auf Friedhöfen.

Die Versorgung älterer Menschen in Afrika, im Nahen Osten, in Asien und Ozeanien wird zunehmend prekär. Besonders schwierig ist ihre Lage bei Krankheit oder Pflegebedürftigkeit. Darauf weist missio Aachen zum sechsten Welttag der Großeltern und Senioren am Sonntag, den 26. Juli, hin. „Die soziale Absicherung älterer Menschen im Globalen Süden braucht international noch mehr Aufmerksamkeit“, fordert Pfarrer Dirk Bingener, Präsident von missio Aachen.

In vielen Ländern fehlen staatliche Sicherungssysteme oder sind schwach entwickelt. Zugleich stößt die vielerorts von Familien getragene Versorgung älterer Angehöriger immer öfter an Grenzen. Junge Menschen ziehen für die Arbeit in Städte oder ins Ausland. Armut, Migration, Kriege und gesellschaftliche Umbrüche schwächen familiäre Bindungen, was in der Pflege älterer Angehöriger nicht selten zu Überforderungen führt. 

Wo staatliche Sicherungssysteme versagen, zeigt Kirche Solidarität

„Wo staatliche Sicherungssysteme und soziale Netze versagen, zeigt die Kirche Solidarität mit älteren Menschen“, sagt Bingener über die Arbeit der missio-Partnerinnen und -Partner im Globalen Süden. „Sie besuchen alte Menschen, versorgen sie mit Lebensmitteln und Medikamenten, begleiten sie in Krankheit und Einsamkeit und geben ihnen einen festen Platz in der Gemeinschaft vor Ort. Dafür brauchen sie unsere Unterstützung.“

Altere Ordensleute und Priester im Globalen Süden brauchen ausreichende Versorgung

Das gilt auch für ältere Ordensleute und Priester im Globalen Süden, deren Zahl kontinuierlich wächst. Deshalb fördert missio Aachen kirchliche Einrichtungen, in denen sie betreut werden. „Der Bedarf wird hier immer größer. Diese Frauen und Männer haben jahrzehntelang Menschen in Not geholfen und ihr Leben in den Dienst der Kirche gestellt. Jetzt brauchen sie für ihren Ruhestand eine ausreichende Versorgung“, so Bingener.

Papst Franziskus rief den Welttag der Großeltern und Senioren 2021 ins Leben. In diesem Jahr steht er unter dem biblischen Leitwort „Ich werde dich niemals vergessen“ (Jes 49,15). Für missio Aachen folgt daraus auch der Auftrag, die Lage älterer Menschen im Globalen Süden gesellschaftlich und politisch stärker in den Blick zu rücken. „Die Würde eines Menschen hängt nicht von seinem Alter ab. Kein älterer Mensch darf vergessen werden, weder bei uns noch weltweit“, betont Bingener.


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Johannes Seibel

Leiter der Stabsstelle Presse & Kommunikation
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