Das katholische Hilfswerk missio Aachen hat im Jahr 2025 rund 43,2 Millionen Euro für seine Projekt- und Bildungsarbeit eingesetzt. Davon wurde mit 36,7 Millionen Euro die Projektarbeit der kirchlichen Partnerinnen und Partner in Afrika, Asien, Ozeanien und im Nahen Osten gefördert. Weitere 6,5 Millionen Euro flossen in Kampagnen-, Bildungs- und Aufklärungsarbeit in Deutschland.
„Diese Zahlen stehen für die beeindruckende Solidarität vieler Menschen mit unseren Partnerinnen und Partnern weltweit“, sagte missio-Präsident Pfarrer Dirk Bingener bei der Vorstellung des Jahresberichts 2025. „Gerade angesichts von Krieg, Armut, Gewalt und Vertreibung ist diese verlässliche Unterstützung für viele Menschen in den Projektländern überlebenswichtig. Wir von missio Aachen stehen weiter fest an der Seite der Armen und Notleidenden, besonders in diesen Zeiten multipler Krisen.“
Wichtigste Einnahmequelle bleiben Spenden
Insgesamt standen missio Aachen 2025 Mittel in Höhe von 54,4 Millionen Euro zur Verfügung. Wichtigste Einnahmequelle waren erneut Spenden, Kollekten und Fördermitgliedsbeiträge mit rund 24 Millionen Euro. Hinzu kamen unter anderem 5,4 Millionen Euro aus Testamenten und Nachlässen, 13,9 Millionen Euro aus Kirchensteuermitteln sowie 1,2 Millionen Euro öffentliche Mittel.
Der Anteil für Werbung, Verwaltung und Spenderbetreuung an den Einnahmen lag nach Berechnung des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) bei 17,65 Prozent und damit im angemessenen Bereich. Das DZI bestätigt missio Aachen seit vielen Jahren einen verantwortungsvollen Umgang mit den anvertrauten Mitteln.
Gegen Gewalt, Ausbeutung, Armut und Vertreibung
Der Fokus der Projektförderung der Partner im globalen Süden lag 2025 in den Bereichen Seelsorge, Sozialarbeit, Bildung und Ausbildung, interreligiöser Dialog, Unterhalt sowie Akuthilfe. Wie in den Vorjahren findet sich der größte Teil der Projekte in Ländern Afrikas.
Der Jahresbericht 2025 steht unter dem Leitwort „Nächstenliebe, die bleibt“ und widmet sich besonders dem Thema „Ganzheitlich heilen“. Darin wird deutlich, wie die kirchlichen Partnerinnen und Partner von missio Aachen in Afrika, dem Nahen Osten, Asien und Ozeanien Menschen begleiten, deren körperliche und seelische Unversehrtheit durch Krankheit, Gewalt, Ausbeutung, Armut, Krieg oder Vertreibung verletzt wurden.