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missio Aachen schenkt Papst Leo XIV. in Rom Recyclingkreuz

Papst Leo empfängt am 27. August 2025 missio-Delegation mit Barbara Wussow und Schwester Mercy. Gemeinsam für eine Recycling-Wende.

Eine Nonne in blauer Kleidung überreicht dem Papst ein Holzkreuz, während eine weitere Frau und ein Mann in formeller Kleidung daneben stehen. Die Szene findet in einer großen Versammlung statt, mit einer Menschenmenge im Hintergrund.
Papst Leo XIV. empfängt am 27. August 2025 eine Delegation von missio Aachen mit dem Recyclingkreuz von einer Elektroschrotthalde aus Ghana. Von links nach rechts: Barbara Wussow, Schwester Mercy Benson aus Ghana und Dr. Gregor von Fürstenberg, Vize-Präsident von missio Aachen. Das Bild basiert auf einem Screenshot des Livestreams von Vaticannews und wurde bearbeitet.

Papst Leo XIV. hat heute (27. August) bei der Generalaudienz in Rom die Kampagne des katholischen Hilfswerks missio Aachen gegen illegale Elektroschrottexporte nach Ghana gewürdigt. Er segnete ein großes Recyclingkreuz von missio », gefertigt aus einem Messingrohr einer entsorgten Klimaanlage auf einer Müllhalde in der Hauptstadt Accra. Die missio-Delegation mit Vizepräsident Dr. Gregor von Fürstenberg, der ghanaischen Ordensfrau Mercy Benson und Schauspielerin Barbara Wussow überreichte dem Papst zudem ein kleines persönliches Brustkreuz aus Materialien derselben Schrotthalde. 

Von Fürstenberg: „Deutschland verfehlt seit Jahren die von der EU geforderte Recyclingquote für Elektroschrott“

Diese Recycling-Kreuze sind das Symbol der Aktion Schutzengel von missio für eine Recycling-Wende » und die Handyspenden-Aktion des Hilfswerkes ». „Deutschland verfehlt seit Jahren die von der EU geforderte Recyclingquote für Elektroschrott. Stattdessen wird der Müll illegal, etwa nach Ghana, exportiert. Deshalb haben wir das Umweltministerium aufgefordert, endlich eine Recycling-Wende einzuleiten“, erklärte von Fürstenberg in Rom. „Wir würden gerne mit Bundesumweltminister Carsten Schneider sprechen, doch auf unsere Anfrage haben wir noch keine Antwort erhalten“, fügte er hinzu. Eine missio-Petition für diese Recycling-Wende läuft.

Von Fürstenberg hatte im vergangenen Jahr die Schrotthalde Agbogbloshie in Ghana besucht. „Diese giftige und feuerschwelende Müllhalde gefährdet das Leben der Menschen, die dort mit bloßen Händen unseren Schrott zerlegen und in der Nähe leben. Das darf nicht so weitergehen. Der heutige Tag mit Papst Leo ist eine große Ermutigung – für die Menschen in Ghana und für uns“, betonte er. 

Schwester Mercy Benson: „Afrika darf nicht zur Schrotthalde der Welt werden“

Schwester Mercy Benson, die in Accra in einem Projekt » arbeitet, das von missio Aachen und der ZDF-Aktion „Ein Herz für Kinder“ unterstützt wird, hilft Menschen, die unter den Lebensbedingungen nahe der Schrotthalde Agbogbloshie leiden. „Afrika darf nicht zur Müllhalde der Welt werden. Deshalb war die Audienz bei Papst Leo ein so wichtiger Tag – für uns Afrikaner, für Ghana und besonders für die Familien an der Elektroschrotthalde. Wir brauchen diese Solidarität im Kampf gegen illegale Müllexporte“, sagte sie nach der Audienz. 

Stolz zeigte sie sich auch über die Segnung des missio-Recyclingkreuzes. Es entstand in Zusammenarbeit der Künstler Till-Martin Köster aus Deutschland und Iddriss Salifu aus Ghana. Salifu fertigte zudem das kleine Brustkreuz, das Papst Leo überreicht wurde. Er hat weitere Schmuckkreuze aus Elektroschrott hergestellt, die missio Aachen nun in Deutschland anbietet. „Damit zeigen wir der Welt, wie widerstandsfähig und kreativ wir sind und welche Talente wir beim Recyceln unter schwierigsten Bedingungen besitzen“, ergänzte Schwester Mercy.

Barbara Wussow: „Große Ehre, die Aktion von Schwester Mercy und missio zu unterstützen“

„Für mich war es eine große Ehre, Papst Leo zu treffen und die Aktion von Schwester Mercy und missio zu unterstützen. Der Heilige Vater war sichtlich beeindruckt“, sagte Schauspielerin Barbara Wussow nach der Generalaudienz. Sie engagiert sich seit langem für das Aachener Hilfswerk. „Ich trage das kleine Schmuckkreuz aus Ghana mit Freude. Es zeigt auf schöne und eindringliche Weise, wie jeder von uns Solidarität mit Afrika leisten kann. Der Verkauf des Charity-Schmucks sichert den Recycling-Künstlern einen fairen Lohn, und ein Teil des Erlöses fließt in das Hilfsprojekt in Ghana“, warb Wussow für die Kampagne. 

Das missio-Recyclingkreuz wird in den kommenden Monaten durch Deutschland reisen, um auf das Thema Recycling und die Lage in Afrika aufmerksam zu machen. Am 12. September wird es beim Kreuzfest in Limburg mit Bischof Georg Bätzing zu sehen sein.


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Jörg Nowak

stv. Pressesprecher / Team „Aktion Schutzengel”
+49 (0)241 / 7507 - 216