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PRESSEMITTEILUNG

missio besorgt um Sicherheit von Christen im Nahen Osten

Aachen - Aufgrund der aktuellen Spannungen zwischen den USA und dem Iran befürchtet missio auch eine Gefährdung der Christen im Nahen Osten. Die Europäische Union und Deutschland müssten daher dringend vermitteln, fordert missio-Präsident Prälat Klaus Krämer.

 

„Die politischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran dürfen nicht zu einer militärischen Eskalation führen, weil dann die Lage der Christen im Nahen Osten und vor allem im Irak sehr gefährdet ist“, warnte Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio, in Aachen. „Die Bundesregierung und die Europäische Union müssen alle Anstrengungen unternehmen, dass es zu diplomatischen Lösungen kommt, um auch die Christen in der Region zu schützen“, forderte Prälat Krämer.


„Dass die Christen im Nahen Osten in den vergangenen Jahren so unter Bedrängnis geraten sind, ist auch eine Folge der dortigen Stellvertreterkriege zwischen den konkurrierenden Regionalmächten Saudi Arabien, das von den USA unterstützt wird, und dem Iran“, sagte Prälat Krämer weiter. „Die Christen drohen im wahrsten Sinne des Wortes zwischen diesen Fronten zerrieben zu werden“, so Krämer. „Interessierte Kräfte missbrauchen die politischen Konflikte, um die Christen vor Ort mitverantwortlich für westliche Interventionen zu machen, was deren Lage zusätzlich gefährdet“, so Krämer. Diese Gefahr besteht zum Beispiel insbesondere für die Christen in der nord-irakischen Ninive-Ebene, obgleich sie bereits 2014/15 vor islamistischen Terroristen fliehen mussten und jetzt zum Teil wieder zurückgekehrt sind. „Wenn es tatsächlich zu einer militärischen Konfrontation zwischen den USA und dem Iran kommt, ist die gesamte Wiederaufbauarbeit bedroht, die von missio und anderen Organisationen dort unterstützt wird“, meinte Krämer.


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