Das katholische Hilfswerk missio Aachen appelliert an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), während seiner Reise nach Israel und Jordanien am 6. und 7. Dezember 2025 auch Solidarität mit den Christen im Heiligen Land zu bekunden. „Ein Besuch im Westjordanland so kurz vor Weihnachten hätte starke symbolische Kraft gehabt. Leider steht das anscheinend nicht auf dem Reiseplan des Kanzlers“, bedauerte Pfarrer Dirk Bingener, Präsident von missio Aachen, am heutigen Samstag, 6. Dezember.
Auch die christlichen Gemeinden im Westjordanland leiden unter den Folgen des Krieges in Gaza und der militärischen Auseinandersetzungen in der gesamten Region, die durch den Terrorangriff der Hamas auf Israel vor zwei Jahren ausgelöst wurden. Der Waffenstillstand ist brüchig, und auch die wirtschaftliche und soziale Lage im Westjordanland ist weiter angespannt. Die Christen dort sehen sich zudem zunehmenden Anfeindungen ausgesetzt. „Das alles erzeugt enormen Auswanderungsdruck. Sie brauchen dringend das Gefühl, von der Welt und Europa wahrgenommen zu werden“, ergänzte Pfarrer Bingener.
Deutschland und Europa muss die Christen im Heiligen Land sehen
Pfarrer Bingener hofft, dass der Kanzler, auch wenn er das Westjordanland nicht besucht, zumindest an anderer Stelle auf seiner Reise Vertreter der Kirchen und der christlichen Zivilgesellschaft trifft. „Es braucht jetzt ein Zeichen, dass Deutschland und Europa auch die Christen und ihre Situation im Heiligen Land sehen und sie unterstützen“, sagte Pfarrer Bingener.