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missio bittet Kanzler Merz um Solidarität mit Christen im Heiligen Land

Kurz vor Weihnachten 2025 besucht Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Israel und Jordanien. Christen im Westjordanland brauchen internationale Solidarität.

Die Szene zeigt eine historische Straße in Bethlehem mit einer alten Steinmauer und einer Kirche im Hintergrund. Menschen spazieren entlang der Mauer, während die Sonne am Himmel scheint. Die Atmosphäre wirkt lebhaft und spirituell, geprägt von kultureller Bedeutung.
Eine Aufnahme der Geburtskirche Jesu Christi in Bethlehem aus dem Jahre 2008. Bundeskanzler hat auf seiner Israelreise kurz vor Weihnachten 2025 diese weltweit bedeutende Stätte des Christentums nicht besucht.

Das katholische Hilfswerk missio Aachen appelliert an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), während seiner Reise nach Israel und Jordanien am 6. und 7. Dezember 2025 auch Solidarität mit den Christen im Heiligen Land zu bekunden. „Ein Besuch im Westjordanland so kurz vor Weihnachten hätte starke symbolische Kraft gehabt. Leider steht das anscheinend nicht auf dem Reiseplan des Kanzlers“, bedauerte Pfarrer Dirk Bingener, Präsident von missio Aachen, am heutigen Samstag, 6. Dezember.

Auch die christlichen Gemeinden im Westjordanland leiden unter den Folgen des Krieges in Gaza und der militärischen Auseinandersetzungen in der gesamten Region, die durch den Terrorangriff der Hamas auf Israel vor zwei Jahren ausgelöst wurden. Der Waffenstillstand ist brüchig, und auch die wirtschaftliche und soziale Lage im Westjordanland ist weiter angespannt. Die Christen dort sehen sich zudem zunehmenden Anfeindungen ausgesetzt. „Das alles erzeugt enormen Auswanderungsdruck. Sie brauchen dringend das Gefühl, von der Welt und Europa wahrgenommen zu werden“, ergänzte Pfarrer Bingener. 

Deutschland und Europa muss die Christen im Heiligen Land sehen

Pfarrer Bingener hofft, dass der Kanzler, auch wenn er das Westjordanland nicht besucht, zumindest an anderer Stelle auf seiner Reise Vertreter der Kirchen und der christlichen Zivilgesellschaft trifft. „Es braucht jetzt ein Zeichen, dass Deutschland und Europa auch die Christen und ihre Situation im Heiligen Land sehen und sie unterstützen“, sagte Pfarrer Bingener.


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Johannes Seibel

Leiter der Stabsstelle Presse & Kommunikation
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