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PRESSEMITTEILUNG

missio in Syrien

Aachen/Homs - Christen in Syrien suchen Perspektiven - darüber informierten sich jetzt Professor Klaus Vellguth und Katja Nikles für missio vor Ort in Homs.

Klaus Vellguth und Katja Nikles (von links) besuchen in Damaskus Patriarch Joseph I. Absi, das Oberhaupt der mit der römisch-katholischen Kirche unierten melkitischen griechisch-katholischen Kirche.

Professor Klaus Vellguth und Katja Nikles von missio haben im März 2019 Syrien besucht. In Damaskus trafen sie unter anderem Patriarch Joseph I. Absi, das Oberhaupt  der mit der römisch-katholischen Kirche unierten melkitischen griechisch-katholischen Kirche.

Neben dem Gespräch im Patriarchat besuchten die missio-Vertreter verschiedene kirchliche Projekte in Homs und in Damaskus. Sie trafen dabei auf Christen, die nach den Jahren eines verheerenden – und in einigen Landesteilen immer noch andauernden – Krieges nach Wegen suchen, die Schatten der Vergangenheit hinter sich zulassen und am Aufbau einer friedlichen Gesellschaft mitzuwirken.

Auch wenn Teile von Homs und Damaskus nach den Kriegsjahren in Schutt und Asche liegen, sind die Initiativen der Kirche in Homs und Damaskus ermutigend. In mehreren Gemeinschaftszentren organisieren Christen in Syrien caritative Aktivitäten, die den Angehörigen der verschiedenen Religionsgemeinschaften (Muslime, Alewiten, Drusen, Christen etc.) gleichermaßen zu Gute kommen. Sie bieten Hausaufgabenbetreuung an, initiieren Kunstprojekte, beheimaten Initativen für Menschen mit Behinderungen, fördern Jugendgruppen und laden Kinder und Jugendliche dazu ein, an Ferienprogrammen teilzunehmen. So soll jungen Menschen in Syrien, die verschiedenen Religionsgemeinschaften angehören, die Möglichkeit eines „anderen Syrien“ vermittelt werden. Damit tragen die Christen in Syrien zu einem religionsverbindenden Klima in ihrer Heimat bei, in der unter dem Vorwand religiöser Differenzen eine kriegerische Auseinandersetzung stattgefunden hat, bei der es zunächst um bürgerliche Freiheitsrechte, später um die regionale Hegemonie im Nahen Osten und schließlich um globale Machtinteressen ging.

Sowohl in Gesprächen mit dem Patriarchen als auch im Rahmen zahlreicher weiterer Begegnungen wurde deutlich, dass die Christen in Syrien auf die Unterstützung aus dem Ausland angewiesen sind, um nach den Jahre der Zerstörung und angesichts der Spannungen eine Perspektive in der Region zu haben. Die Reise von Klaus Vellguth und Katja Nikles fand im Rahmen des missio-Engagements für Religionsfreiheit und Versöhnung im Nahen Osten statt.


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