Angesichts der existenzbedrohenden Lage von rund 5.000 christlichen Familien im Südlibanon hoffen das katholische Hilfswerk missio Aachen und seine Partnerorganisation CNEWA / Päpstliche Mission Beirut auf schnelle Hilfen von Bundesregierung und Europäischer Union. Nötig seien die Renovierung beschädigter Häuser, die Wiederherstellung landwirtschaftlicher Flächen und der Wiederaufbau zerstörter Infrastruktur wie Bewässerungssysteme, Wasserquellen und Stromversorgung, sagt Michel Constantin, Leiter der CNEWA/Päpstlichen Mission, in einem Interview auf dem Blog von missio Aachen .
Menschen brauchen sichere humanitäre Korridore
Zudem brauche es mobile medizinische Einrichtungen wie Feldkrankenhäuser sowie sichere humanitäre Korridore, um die Versorgung mit Lebensmitteln und medizinischer Hilfe sicherzustellen. Viele Familien seien auf den Anbau von Tabak, Oliven, Gemüse und Obst angewiesen.
„Der Waffenstillstand wird von den Christen im Südlibanon nicht als verlässliches Ende der Gewalt wahrgenommen, sondern nur als fragile Pause, die jederzeit wieder zusammenbrechen kann“, sagt Constantin auf dem Blog von missio Aachen. Von einem belastbaren Frieden in der Region hänge aber alles weitere ab. Zahlreiche Menschen seien mehrfach vertrieben worden, andere harrten trotz zerstörter Infrastruktur, wirtschaftlicher Not und anhaltender Spannungen in ihren Heimatorten aus.
missio Aachen unterstützt die christlichen Gemeinden
Vor allem die Versorgung mit Wasser, Lebensmitteln und medizinischer Hilfe bleibe schwierig. Für die christlichen Gemeinden gehe es deshalb längst nicht mehr nur um die Bewältigung einer akuten Krise, sondern um die Zukunft christlichen Lebens in der Region überhaupt.
missio Aachen unterstützt die christlichen Gemeinden im Südlibanon gemeinsam mit CNEWA / Päpstliche Mission. Ziel ist es, betroffenen Familien das Bleiben in ihrer Heimat zu ermöglichen und die Gemeinden vor Ort zu stärken.