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missio-Truck über moderne Sklaverei ist ein Erfolg

missio Aachen zieht positive Bilanz 2025 der Aktion "Eine Welt. Keine Sklaverei". 20.000 Menschen besuchen bundesweit mobile Ausstellung.

Sieben Jugendliche sitzen und stehen vor dem missio-Truck, der mit einer Kampagne gegen Sklaverei verbunden ist. Auf einer Seite des LKW steht der Slogan: „Eine Welt. Keine Sklaverei.“ Die Jugendlichen wirken engagiert und interessiert.
Junge Menschen am missio-Truck

Rund 20.000 Menschen haben im vergangenen Jahr die mobile Ausstellung „Eine Welt. Keine Sklaverei“  »von missio Aachen besucht. Zum Internationalen Tag gegen Menschenhandel am heutigen 30. Juli zieht das katholische Hilfswerk eine positive Bilanz für 2025. An 162 Einsatztagen informierte der missio-Truck bundesweit mit der Ausstellung über moderne Sklaverei und weltweite Ausbeutung.

Ausstellung fördert politisches Engagement

„Wir dürfen in unserer Solidarität mit den Menschen nicht nachlassen, die im Globalen Süden, aber auch hier in Europa unter sklavenähnlichen Bedingungen leben und arbeiten müssen. Politik, Unternehmen und wir als Verbraucher haben Verantwortung, etwas gegen dieses Unrecht zu unternehmen“, sagte missio-Präsident Pfarrer Dirk Bingener. Die Ausstellung benenne nicht nur konkrete Missstände. Sie zeige auch, wie bewusster Konsum und politisches Engagement dazu beitragen könnten, moderner Sklaverei den Boden zu entziehen.

„Der missio-Truck ist ein Erfolg, weil er die Besucher und Besucherinnen mit den persönlichen Geschichten der Betroffenen anrührt und sie gleichzeitig zum Handeln ermutigt“, sagte Bingener. „Damit setzen wir auch ein politisches Zeichen gegen die Vorstellung, unsere Verantwortung füreinander endet an Landesgrenzen. Menschenwürde und Solidarität gelten weltweit“, so Bingener.

Höhepunkt 2025: Auftritt beim Tag der Deutschen Einheit

Die multimediale Ausstellung ist in einem Containeraufbau auf einem rund 30 Meter langen Sattelschlepper untergebracht. Der 25-minütige Rundgang führt die Besucher virtuell an verschiedene Orte, an denen Menschen ausgebeutet werden. Dazu gehören der Kakaoanbau in Ghana, die Produktion billiger Mode in Bangladesch, die Arbeit in deutschen Fleischfabriken, die Bedingungen auf Kreuzfahrtschiffen und der Abbau von Rohstoffen für Kosmetikprodukte in Madagaskar.

Im vergangenen Jahr war der missio-Truck mit der Ausstellung an 26 Schulen in 13 katholischen Diözesen zu Gast. Weitere Einsatzorte waren unter anderen Kirchengemeinden, Stadtverwaltungen und Bildungseinrichtungen. Zu den prominentesten Stationen gehörten das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, der Deutsche Evangelische Kirchentag und die Messe Fair Handeln in Stuttgart.

Besonders großen Zuspruch fand die Ausstellung am 3. Oktober 2025 auf der Einheitsmeile zum Tag der Deutschen Einheit in Saarbrücken. Rund 500 Menschen informierten sich dort über moderne Sklaverei. Unter ihnen waren zahlreiche Gäste aus Politik, Kirche und Gesellschaft.

Als Hilfswerk unterstützt missio Aachen zudem kirchliche Partner in Afrika, Asien und Ozeanien im Kampf gegen moderne Sklaverei, Menschenhandel und Ausbeutung. Die Partner bieten Betroffenen Schutz, rechtliche Beratung, Bildung und berufliche Perspektiven. Gleichzeitig setzen sie sich für wirksame Gesetze, bessere Kontrollen und die strafrechtliche Verfolgung derjenigen ein, die für Ausbeutung Verantwortung tragen.


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