Missio - Pressemitteilungen de-DE Sat, 19 Sep 2020 13:52:06 +0200 Sat, 19 Sep 2020 13:52:06 +0200 news-278 Fri, 11 Sep 2020 12:25:00 +0200 Katholisches Hilfswerk missio Aachen stärkt Arbeit seiner Partner gegen Missbrauch an Ordensfrauen https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/missbrauch-an-ordensfrauen/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 missio-Umfrage: 69 Prozent der Befragten in Afrika, Asien und Ozeanien messen dem Thema hohe bis sehr hohe Bedeutung bei – missio richtet Koordinationsbüro ein - Präsident Dirk Bingener: „Initiativen gegen den Missbrauch dürfen nicht versanden“ Das katholische Hilfswerk missio Aachen stärkt die Prävention und Arbeit seiner kirchlichen Partnerorganisationen gegen den Missbrauch an Ordensfrauen durch Kleriker in Afrika, Asien und Ozeanien. Dafür richtet das Hilfswerk ein neues Koordinationsbüro mit einer hauptamtlichen Stelle ein. In dessen Arbeit fließen die Ergebnisse einer extern begleiteten missio-Umfrage unter kirchlichen Organisationen im globalen Süden ein, die Einschätzungen und Erfahrungen mit dem Thema Missbrauch an Ordensfrauen abfragte. Danach messen 69 Prozent der 101 Befragten aus 19 Ländern vor allem in Afrika und Asien dem Thema eine hohe bis sehr hohe Bedeutung bei. Die Ergebnisse der Umfrage und das Profil des neuen Koordinationsbüros stellte missio Aachen am Freitag vor.

Herausforderung patriarchalische Machtstrukturen

„Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Umfrage berichten von Angst, Scham, einer Kultur des Schweigens und der Vertuschung, denen missbrauchte Ordensfrauen in den Gesellschaften und Ortskirchen in Afrika oder Asien ausgesetzt sind. Sie beklagen eine Stigmatisierung der Opfer, wenn Kleriker gegenüber Ordensfrauen übergriffig wurden. Für sie sind patriarchalische Machtstrukturen und ein überkommener Klerikalismus die größten Herausforderungen. Die Umfrage macht deutlich, dass es sich hier nicht um Einzelfälle handelt“, sagte Pfarrer Dirk Bingener, Präsident von missio Aachen. „Wir müssen das Leid der missbrauchten Ordensfrauen sehen, anerkennen und es zum Thema in der Weltkirche machen, das ist eines der wichtigsten Anliegen unserer Partner“, so Pfarrer Bingener.

In der Umfrage wurden die Partnerinnen und Partner gefragt, wie missio ihre Arbeit gegen den Missbrauch unterstützen kann. Danach wünschen sie sich vor allem die Förderung ihrer Workshops und Trainings, mit denen sie Ordensfrauen, Priester und kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Problem des Missbrauchs sensibilisieren. Die Partner sehen missio in einer aktiven Rolle bei der Stärkung der Rechte von Ordensfrauen und dem Aufbau von Netzwerken.

Psychologische, spirituelle und juristische Begleitung der Ordensfrauen

„Zuerst genießt für uns die psychologische, spirituelle und juristische Begleitung der Ordensfrauen, die unter den Folgen von Missbrauch leiden, eine hohe Priorität. Wir werden dabei helfen, Schutzräume aufzubauen und Beschwerdestellen einzurichten. Entsprechende Projekte unserer Partner behandeln wir mit Vorrang“, sagte Pfarrer Bingener.

Einen weiteren Schwerpunkt will missio bei der Ausbildung setzen. Das gilt sowohl für die theologische und kirchenrechtliche Qualifizierung der Ordensfrauen, als auch für die Ausbildung von Priestern und Seminaristen. „Wir möchten helfen, dass auch die Priester selbst und die kirchlichen Hierarchien vor Ort noch stärker Teil einer Bewegung sind, die den Missbrauch beendet“, erklärte Pfarrer Bingener.  

missio Aachen gehört zu rund 120 Päpstlichen Missionswerken weltweit, die die Kirche im globalen Süden fördern. „Wie dieses Leid der Ordensfrauen beendet werden kann, werden wir in Rom und im Netzwerk der missio-Werke zum Thema machen und so die Initiative von Papst Franziskus gegen den Missbrauch unterstützen“, kündigte Pfarrer Bingener weiter an.  

Koordinationsbüro erarbeitet konkrete Maßnahmen

missio richtet jetzt ein Koordinationsbüro mit einer hauptamtlichen Stelle und einer Arbeitsgruppe ein, die konkrete Maßnahmen erarbeiten. „Wir wollen sowohl in der Weltkirche, als auch in Deutschland ein Netzwerk aufbauen, das das Thema Missbrauch von Ordensfrauen dauerhaft auf die Tagesordnung setzt. Wir laden dazu auch die Bistümer, Hilfswerke und andere Organisationen in Deutschland zur Mitarbeit ein“, sagte Pfarrer Bingener. „Durch ein breites Netzwerk wollen wir erreichen, dass die Initiativen gegen den Missbrauch nicht versanden“, betonte Pfarrer Bingener.

Die missio-Umfrage steht Journalistinnen und Journalisten unter dieser Pressemitteilung zum Download » zur Verfügung.

Für Rückfragen steht Ihnen missio-Pressesprecher Johannes Seibel unter oder Telefon 0241/7507-286 oder mobil unter 0163/14 54 691 zur Verfügung.

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news-277 Tue, 08 Sep 2020 11:30:00 +0200 Gemeinsamer Kurzfilm aller missio-Werke weltweit angesichts der Corona-Pandemie https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/gemeinsamer-kurzfilm-aller-missio-werke-weltweit-angesichts-der-corona-pandemie/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 #Zusammenhalten - Die rund 120 katholischen Hilfswerke missio weltweit stehen in Zeiten der Corona-Pandemie verlässlich an der Seite der Ärmsten. #Zusammenhalten – so heißt die deutsche Fassung eines von missio-Werken weltweit produzierten Kurzfilms », der am heutigen 8. September 2020 gemeinsam online gestellt wird. Kirchliche Mitarbeitende und Verantwortliche aus allen Kontinenten erheben in dem Film ihre Stimme. Kern ihrer Botschaft ist die Zusage, angesichts der Folgen der Corona-Pandemie verlässlich an der Seite der Menschen zu bleiben und das weltkirchliche Netzwerk gerade für die Ärmsten tragfähig zu halten.

Angesichts der Corona-Pandemie ist die Kernaufgabe der rund 120 Internationalen Päpstlichen Missionswerke weltweit wichtiger denn je: das globale Netzwerk der katholischen Kirche und die Menschen, die es tragen, zu stärken. Gerade in Ländern, in denen staatliche Strukturen fehlen oder versagen, sind die kirchlichen Anlaufstellen für die gesundheitlich und wirtschaftlich hart von der Pandemie getroffene Bevölkerung unersetzlich. #Zusammenhalten ist eine Botschaft der Hoffnung, die lebenswichtig ist.

Zugleich ist der Kurzfilm » der missio-Werke ein dringender Appell für die Kollekte zum Sonntag der Weltmission ». Er wird in diesem Jahr am 25. Oktober 2020 gefeiert.

Der Weltmissionssonntag ist die größte Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit. Um die im 19. Jahrhundert entstandenen missionarischen Initiativen besser zu koordinieren, rief Papst Pius XI. 1926 erstmals den Weltmissionssonntag aus. Jedes Jahr wird seither in rund 100 Ländern für die soziale und pastorale Arbeit der katholischen Kirche in den 1.100 ärmsten Diözesen der Welt gesammelt.

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news-274 Wed, 02 Sep 2020 12:15:00 +0200 Sonntag der Solidarität in der Corona-Krise am kommenden Wochenende https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/sonntag-der-solidaritaet-in-der-corona-krise-am-kommenden-wochenende/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Aufruf zur Corona-Kollekte am 06. September 2020 - Bischof Bätzing: „Seien wir praktisch solidarisch“ Am kommenden Wochenende begeht die katholische Kirche in Deutschland den „Weltkirchlichen Sonntag des Gebets und der Solidarität mit den Leidtragenden der Corona-Pandemie“. In allen Gottesdiensten wird eine Sonderkollekte abgehalten, zu der die Bischöfe bereits in der vergangenen Woche aufgerufen haben.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing, schreibt in einem Brief an die Pfarrgemeinden über den globalen Charakter der Corona-Pandemie und die damit einhergehende Verantwortung der Christen. „Wenn Menschen ihr Leben als bedroht und gefährdet erleben, ist Seelsorge besonders wichtig. Und nie dürfen wir Christinnen und Christen es an der Nächstenliebe fehlen lassen. Allen, die in den Monaten der Krise anderen geholfen und sie die christliche Hoffnung haben spüren lassen, gebührt großer Dank“, so Bischof Bätzing. Er betont, dass die Katholiken in Deutschland über Jahrzehnte hinweg gelernt hätten, ihren Blick auch auf die Not in anderen Teilen der Welt zu richten. „Corona trifft die Ärmsten oft mit aller Wucht. Nur schwer können sie sich vor dem Virus schützen, sie haben kaum Zugang zu Gesundheitseinrichtungen, Millionen und Abermillionen droht Hunger, weil sie nicht mehr für ihren Lebensunterhalt sorgen können. Die Menschen in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa brauchen Hilfe. Sie sollten sich auf unsere weltkirchliche Solidarität verlassen können.“

Die Pfarrgemeinden und alle Gläubigen sind eingeladen, sich am kommenden Wochenende dem „Weltkirchlichen Sonntag des Gebets und der Solidarität mit den Leidtragenden der Corona-Pandemie“ anzuschließen. „Ich bitte Sie: Begehen Sie diesen Tag in Ihrer Gemeinde, vor allem im Gottesdienst. Beten wir für die Armen weltweit, die von der Pandemie und ihren wirtschaftlichen und sozialen Folgen schwer gebeutelt werden – und beten wir mit ihnen! Seien wir auch in ganz praktischer Weise solidarisch, indem wir die Corona-Kollekte an diesem Tag und die begleitende Spendenaktion zu einem Erfolg machen“, so Bischof Bätzing in seinem Brief.

Unter www.weltkirche.de/corona-kollekte     werden umfangreiche Materialien zur Aktion (Wort-Bild-Marke, Gebetszettel, Informationsflyer und Plakat, Social Media-Vorlagen) angeboten. Dort finden sich auch liturgische Hilfen (Fürbitten und Predigtvorschläge) für die Gestaltung der Gottesdienste am 6. September 2020 und der Aufruf der deutschen Bischöfe zum Corona-Sonntag.

Für die Aktion ist ein Sonderkonto für Spenden eingerichtet (Verband der Diözesen Deutschlands, Stichwort: Corona-Kollekte 2020, IBAN DE53 4006 0265 0003 8383 03, GENODEM1DKM, Darlehnskasse Münster).

Mit dem Erlös fördert die Kirche in Deutschland die Arbeit ihrer weltkirchlichen Werke und der Orden, die in der internationalen Corona-Hilfe aktiv sind.

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news-273 Mon, 24 Aug 2020 10:30:00 +0200 Jahresbilanz 2019: Katholisches Hilfswerk missio Aachen steigert Projekt- und Kampagnenvolumen https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/jahresbilanz-2019-katholisches-hilfswerk-missio-aachen-steigert-projekt-und-kampagnenvolumen/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Interreligiöser Dialog rückt stärker in den Blickpunkt – missio-Präsident Pfarrer Dirk Bingener ruft wegen Corona zu besonderer Solidarität am Weltmissionssonntag im Oktober auf Das katholische Hilfswerk missio Aachen hat 2019 sein Projekt- und Kampagnenvolumen gegenüber 2018 um knapp 900.000 Euro auf 47,4 Millionen Euro gesteigert. Dies geht aus dem Jahresbericht 2019 hervor, der am 24. August vorgestellt wurde. Danach unterstützte missio Aachen in 68 Ländern die Aus- und Weiterbildung, Seelsorge, kirchliche Sozialarbeit, den Unterhalt und das gesellschaftliche Engagement der Kirche in Afrika, Asien und Ozeanien mit 946 Projekten. Insgesamt verfügte das Hilfswerk im vergangenen Jahr über einen ausgeglichenen Haushalt von 52,35 Millionen Euro.
 
missio-Präsident Pfarrer Bingener: Unsere Partner in Afrika, Asien und Ozeanien befrieden Konflikte und machen Versöhnung möglich.

„Einer der Schwerpunkte unserer Arbeit lag 2019 in der Förderung des interreligiösen Dialoges“, sagte Präsident Pfarrer Dirk Bingener » bei der Vorstellung des Berichtes. Hier wurden 2019 in 20 Ländern 58 Projekte mit rund 2,6 Millionen Euro finanziert. „Unsere Partner im globalen Süden arbeiten oft unter sehr schwierigen Bedingungen, die durch Armut, Gewalt und Ungerechtigkeit geprägt sind. So entstehen Konflikte, in denen die Religion für politische Zwecke missbraucht wird. Für unsere Partner ist der interreligiöse Dialog eine immer wichtigere Voraussetzung, um Konflikten vorzubeugen und sie zu befrieden. Deshalb werden wir in den kommenden Jahren unsere Zusammenarbeit auf diesem Feld weiter ausbauen“, so Pfarrer Bingener.
 
missio Aachen konnte 2019 seine Einnahmen auf 52,35 Millionen Euro steigern – Erstmalige Kooperation mit der Katholischen Zentralstelle für Entwicklungshilfe (KZE)

Insgesamt konnte missio Aachen 2019 seine Einnahmen um rund 1,325 Millionen Euro gegenüber 2018 auf 52,35 Millionen Euro steigern. Dies ist vor allem der erstmaligen Kooperation mit der Katholischen Zentralstelle für Entwicklungshilfe (KZE) und höheren Vermächtnissen aus Testamenten und Nachlässen zu verdanken. Gegen den Trend der zurückgehenden Spendenbereitschaft für kirchliche Organisationen konnten die allgemeinen und zweckgebundenen Spenden leicht gesteigert und damit stabilisiert werden. Der Anteil der laufenden Werbe- und Verwaltungsausgaben von missio Aachen betrug 2019 entsprechend den Regularien des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) 9,58 Prozent. Das DZI stuft Ausgaben in diesem Bereich von weniger als zehn Prozent als „niedrig“ ein.

Angesichts von Corona ist die Kollekte des Weltmissionssonntages im Oktober, die für die Kirche in den ärmsten Regionen der Welt bestimmt ist, eine besondere Herausforderung

Gesunken sind die Einnahmen aus den Gottesdienstkollekten zum Weltmissionssonntag » und zum Afrikatag ». Dies geht insbesondere auf die zurückgehende Zahl der Gottesdienstbesucher zurück. „Angesichts von Corona wird die Kollekte im Oktober zum Weltmissionssonntag für uns zu einer besonderen Herausforderung, weil wir noch nicht absehen können, wie dann der Gottesdienstbesuch ist“, sagte Pfarrer Bingener. Schwerwiegende Einbrüche bei dieser Kollekte am 25. Oktober „hätten für unsere Partner schlimme Folgen, weil die ärmsten Regionen der Welt gerade in Zeiten von Corona unsere Solidarität dringender denn je brauchen“, so Pfarrer Bingener. „Deshalb sind wir zum Weltmissionssonntag in diesem Jahr » besonders auf die Solidarität der Menschen in Deutschland angewiesen“, unterstrich Bingener.
 
Neben der Projektarbeit fördert missio Aachen durch Kampagnen, Lobbyarbeit und Gebetssolidarität das weltkirchliche Bewusstsein, um den Anliegen der Kirche in Afrika, Asien und Ozeanien in Deutschland Gehör zu verschaffen.
 
Den kompletten Jahresbericht 2019 von missio Aachen können Sie nachlesen unter www.missio-hilft.de/jahresbericht »

 

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news-272 Wed, 12 Aug 2020 16:00:00 +0200 Hexenwahn in 36 Ländern https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/hexenwahn-in-36-laendern/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 missio stellt Menschenrechtsstudie vor und unterstützt Hilfsprojekte im Kampf gegen Hexenverfolgung Das Internationale Katholische Hilfswerk missio Aachen prangert weltweite Menschenrechtsverletzungen unter dem Vorwurf angeblicher Hexerei an. „In 36 Ländern gibt es diesen menschenverachtenden Aberglauben“, erklärt missio-Vizepräsident Dr. Gregor von Fürstenberg ». Dies geht aus einer Weltkarte mit dem Stand August 2020 hervor, die missio in der Menschenrechtsstudie „Hexenwahn in Papua-Neuguinea: Fallstudie Christina“ präsentiert.  

Die Studie von Professor Phil Gibbs rekonstruiert den Fall einer betroffenen Frau aus Papua-Neuguinea. Christina wurde im August 2012 als Hexe beschuldigt und über mehrere Tage gefoltert. Durch einen Trick konnte sich die schwer verletzte Frau aus den Fängen der Folterer befreien. Von der missio-Projektpartnerin Schwester Lorena Jenal » wurde sie in Sicherheit gebracht. Die Studie zeigt auf, wer die Akteure dieser Gewaltverbrechen sind und erklärt Faktoren, die diese Menschenrechtsverletzungen begünstigen. „Die Studie analysiert nicht nur die Problemlage, sondern schaut auch, welche Maßnahmen ergriffen werden können, um diese Gewalt zu stoppen“, erläutert Katja Nikles, Referentin für Religionsfreiheit und Menschenrechte bei missio Aachen. „Durch die Studie können Opfer der Gewaltverbrechen Gerechtigkeit erfahren“. Der Fall von Christina steht exemplarisch für zehntausende Fälle weltweit. „Wir wollen diesen Hexenwahn beenden und den wehrlosen Opfern eine Stimme geben“ betont von Fürstenberg. Denn die Folterer von Christina befinden sich seit acht Jahren auf freiem Fuß.

Auf das weltweite Ausmaß und den dramatischen Anstieg dieser Gewaltverbrechen weisen auch Experten wie Dr. Werner Tschacher von der Universität Luxemburg hin. „In den letzten 60 Jahren wurden weltweit mehr Menschen als vermeintliche Hexen und Hexer getötet als in circa 350 Jahren europäischer Hexenjagden zusammen“, erklärt der Historiker, der sich seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem Thema beschäftigt.

Das katholische Hilfswerk missio unterstützt seit vielen Jahren die Arbeit von Projektpartnern in zahlreichen Ländern, die sich diesem Hexenwahn entgegenstellen. Neben Aufklärungsarbeit geht es darum, Schutzräume für misshandelte und verstoßene Frauen sowie Kinder zu schaffen. In Papua-Neuguinea möchte Schwester Lorena Jenal ein Haus der Hoffnung » errichten, in denen Frauen wie Christina Zuflucht finden und neue Perspektiven bekommen. Um auch hierzulande ein Zeichen gegen den Hexenwahn zu setzen und Solidarität mit den Betroffenen zu demonstrieren, ruft missio die Aktion „Meine Stimme für Christina“ » ins Leben.

Weitere Informationen und die Menschenrechtsstudie zum Download finde Sie online unter www.missio-hilft.de/hexenwahn ».

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news-271 Tue, 04 Aug 2020 15:28:41 +0200 Internationaler Tag gegen Hexenwahn https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/internationaler-tag-gegen-hexenwahn/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Erstmals am 10. August 2020 | Hexenwahn in 36 Ländern | missio präsentiert Menschenrechtsstudie Erstmalig ruft das Internationale Katholische Hilfswerk missio Aachen am 10. August 2020 den Internationalen Tag gegen Hexenwahn aus und macht damit auf weltweite Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang angeblicher Hexerei aufmerksam. „Zu lange wurde übersehen und dazu geschwiegen, dass ein menschenfeindlicher Aberglaube benutzt wird, um wehrlose Frauen, Kinder und Männer zu Sündenböcken für gesellschaftliche Probleme zu machen“, erklärt der missio-Präsident Pfarrer Dirk Bingener. In mindestens 36 Ländern der Welt werden Menschen als vermeintliche Hexen beschuldigt, verfolgt und in vielen Fällen getötet.

Berichte über solche Hexenverfolgungen kommen hauptsächlich aus Afrika, Asien, Ozeanien sowie aus Lateinamerika. Dies geht aus der Weltkarte „Hexenwahn in 36 Ländern“ hervor, die missio in der Menschenrechtsstudie „Hexenwahn in Papua-Neuguinea: Fallstudie Christina“ präsentiert. Die Studie rekonstruiert den Fall einer Frau namens Christina und erklärt exemplarisch, wie solche Denunziationen und Menschenrechtsverbrechen entstehen. Die Wahl des 10. August als Internationalen Tag gegen Hexenwahn geht auf ihren Fall zurück, der für internationale Aufmerksamkeit sorgte und über den unter anderem das ZDF berichtete    . Die wehrlose Mutter wurde im August 2012 als angebliche Hexe beschuldigt und über mehrere Tage gefoltert. Durch einen Trick konnte sie sich befreien und wurde von Ordensfrauen in Sicherheit gebracht. Seitdem kümmert sich die Schweizer Ordensschwester Lorena Jenal um die Überlebende und kämpft für Gerechtigkeit für Christina. Sie rettet Dutzenden von Menschen das Leben und baut mit Unterstützung von missio ein Hilfsprojekt auf. 2018 wurde sie für ihr mutiges Engagement gegen diese Menschenrechtsverletzungen mit dem Weimarer Menschenrechtpreis ausgezeichnet.

Der Fall von Christina steht stellvertretend für zehntausende Fälle weltweit. Mit dem Internationalen Tag gegen Hexenwahn will missio auf ihr Schicksal aufmerksam machen und den Betroffenen eine Stimme geben. „Wir wollen aufklären und zeigen: Hexenwahn ist kein Problem von gestern und vorgestern“, erklärt Pfarrer Bingener und betont: „Das Thema muss in der Menschenrechtsarbeit stärker beachtet werden, ebenso in der Entwicklungszusammenarbeit.“

Auf den dramatischen Anstieg und das weltweite Ausmaß dieser Gewaltverbrechen weisen auch Experten wie Dr. Werner Tschacher von der Universität Luxemburg hin. „In den letzten 60 Jahren wurden weltweit mehr Menschen als vermeintliche Hexen und Hexer getötet als in circa 350 Jahren europäischer Hexenjagden zusammen“, erklärt der Historiker, der sich seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem Thema beschäftigt.

Aus einigen der betroffenen Länder melden sich Stimmen anlässlich des 10. August 2020 zu Wort. „Es ist wichtig, den Internationalen Tag gegen Hexenwahn zu begehen, denn in der DR Kongo werden seit Jahren viele Frauen und Kinder Opfer von Misshandlungen, nachdem sie der Hexerei beschuldigt wurden“, sagt die katholische Seelsorgerin Thérèse Mema, die in ihrer Heimat gegen diese Menschenrechtsverletzungen kämpft.

Weitere Informationen zum Internationalen Tag gegen Hexenwahn und zur Solidaritätsaktion finden sich unter www.missio-hilft.de/hexenwahn ».

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news-270 Mon, 03 Aug 2020 11:46:46 +0200 Weltkirchlicher „Sonntag des Gebets und der Solidarität mit den Leidtragenden der Corona-Pandemie“ https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/weltkirchlicher-sonntag-des-gebets-und-der-solidaritaet-mit-den-leidtragenden-der-corona-pandemie/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Erstes Material für den 6. September 2020 verfügbar Die Solidaritätsaktion der katholischen Kirche in Deutschland für die Leidtragenden der Corona-Pandemie, in deren Mittelpunkt der „Sonntag des Gebets und der Solidarität“ am 6. September 2020 steht, läuft an. Für die Aktion gibt es ab sofort unter www.weltkirche.de/corona-kollekte     erste Materialien zum Herunterladen. Dort stehen die Wort-Bild-Marke der Aktion, ein Gebetszettel, ein Informationsflyer und ein Plakat zur Verfügung. Die Materialien werden im August auch direkt den Pfarrgemeinden zugeschickt. Ab dem 25. August 2020 werden auf der Internetseite außerdem liturgische Hilfen bereitgestellt.

Die Solidaritätsaktion wird von der Deutschen Bischofskonferenz, den (Erz-)Diözesen, den weltkirchlichen Hilfswerken und den Ordensgemeinschaften getragen. Zentraler Bestandteil ist eine Sonderkollekte in den Gottesdiensten am 6. September 2020. Darüber hinaus werden auch auf anderen Wegen Spenden zur Finanzierung internationaler Corona-Projekte eingeworben.

Die Aktion ergänzt die Hilfsprogramme, die bereits in den zurückliegenden Monaten von Bistümern, Werken und Orden aufgelegt wurden. Dabei konnten erhebliche finanzielle Mittel mobilisiert werden. Andererseits konnten mehrere weltkirchliche Kollekten seit März wegen der coronabedingten Einschränkungen öffentlicher Gottesdienste nicht oder nur in begrenzter Form stattfinden.

Die katholische Kirche in Deutschland thematisiert in der Woche vor dem „Sonntag des Gebets und der Solidarität“ verstärkt die Hintergründe der Aktion: Das Corona-Virus betrifft alle Menschen weltweit. Während jedoch die meisten europäischen Staaten die Pandemie derzeit unter relativer Kontrolle haben, bedeutet das Virus in Lateinamerika, Afrika und Asien, aber auch im Osten Europas Krankheit, Hunger, Arbeitslosigkeit und einen Kampf ums Überleben. Es droht eine gesundheitliche, soziale und ökonomische Katastrophe. Die überall auf der Welt tätigen Partner der Kirche in Deutschland bilden ein dichtes Netzwerk der Solidarität. So kann den Ärmsten in den von der Corona-Pandemie besonders betroffenen Gebieten direkt geholfen werden.

Für die Aktion ist ein Sonderkonto für Spenden eingerichtet (Verband der Diözesen Deutschlands, Stichwort: Corona-Kollekte 2020, IBAN DE53 4006 0265 0003 8383 03, GENODEM1DKM, Darlehnskasse Münster). Mit dem Erlös fördert die Kirche in Deutschland die Arbeit ihrer weltkirchlichen Werke und der Orden, die in der internationalen Corona-Hilfe aktiv sind.

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news-269 Wed, 22 Jul 2020 12:00:00 +0200 Weltkirchlicher „Sonntag der Solidarität“ für die Leidtragenden der Corona-Pandemie https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/weltkirchlicher-sonntag-der-solidaritaet-fuer-die-leidtragenden-der-corona-pandemie/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Bischofskonferenz, Bistümer, weltkirchliche Hilfswerke und Orden rufen zu Spenden auf – Sonderkollekte am 6. September 2020 Angesichts der dramatischen globalen Auswirkungen der Corona-Pandemie starten die Deutsche Bischofskonferenz, die (Erz-) Diözesen, die weltkirchlichen Hilfswerke und die Ordensgemeinschaften eine gemeinsame internationale Solidaritätsaktion für die Leidtragenden der Pandemie.

Im Mittelpunkt steht dabei der erste Sonntag im September (6. September 2020), den die Deutsche Bischofskonferenz     zum „Sonntag der Solidarität“ ausgerufen hat. An diesem Tag soll in allen Gottesdiensten eine Sonderkollekte abgehalten werden. Darüber hinaus werden Spenden zur Finanzierung internationaler Projekte eingeworben.
 
Diese Solidaritätsaktion ergänzt die Hilfsprogramme, die bereits in den zurückliegenden Monaten von den Bistümern, den weltkirchlichen Werken - wie missio » - und den Orden aufgelegt wurden. Dabei konnten erhebliche finanzielle Mittel mobilisiert werden. Allerdings konnten auch mehrere weltkirchliche Kollekten seit März wegen der coronabedingten Einschränkungen öffentlicher Gottesdienste nicht oder nur in begrenzter Form stattfinden.
 
Die im September vorgesehene Solidaritätsaktion umfasst drei Dimensionen: Gebet, Information und Spenden / Kollekten. Die Deutsche Bischofskonferenz versteht den „Sonntag der Solidarität“ ausdrücklich auch als geistliches Ereignis, das die Verbundenheit der deutschen Katholiken mit den notleidenden Menschen in aller Welt zum Ausdruck bringt. Die weltkirchliche Solidarität gehört zum Selbstverständnis der Kirche und setzt das Evangelium Jesu Christi in die Tat um.
 
Die Pfarrgemeinden erhalten im August Plakate, Flyer und Gebetszettel zur Solidaritätsaktion. Ab 20. August 2020 stehen dann auf der Aktions-Homepage www.weltkirche.de/corona-kollekte     weitere Informationen, Beispiele für Hilfsprojekte der (Erz-) Diözesen, weltkirchlichen Hilfswerke und Orden sowie das Corona-Gebet, Fürbitten und andere liturgische Hilfen zum Herunterladen für die Gestaltung von Gottesdiensten am 6. September 2020 zur Verfügung.
 
Die katholische Kirche in Deutschland thematisiert in der Woche vor dem „Sonntag der Solidarität“ verstärkt die Hintergründe der Aktion: Das Corona-Virus betrifft alle Menschen weltweit. Während jedoch die meisten europäischen Staaten die Pandemie derzeit unter Kontrolle haben, bedeutet das Virus in Lateinamerika, Afrika und Asien, aber auch im Osten Europas Krankheit, Hunger, Arbeitslosigkeit und einen Kampf ums Überleben. Es droht eine gesundheitliche, soziale und ökonomische Katastrophe. Die Partner der Kirche in Deutschland erreichen diese Regionen mit einem dichten Netzwerk. Damit kann den Ärmsten in den von der Corona-Pandemie besonders betroffenen Gebieten direkt geholfen werden.  
 
Für die Aktion ist ein Sonderkonto eingerichtet worden, auf das ab sofort Spenden eingehen können (Darlehnskasse Münster, IBAN DE53 4006 0265 0003 8383 03, GENODEM1DKM). Mit dem Erlös fördert die Kirche in Deutschland die Arbeit ihrer weltkirchlichen Partnerorganisationen.

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news-266 Fri, 17 Jul 2020 13:20:00 +0200 „Wichtiges Signal für das Engagement gegen moderne Sklaverei“ https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/menschenrechtspreis-weimar-2020/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Weimarer Menschenrechtspreis geht nach Malawi | Auszeichnung für langjährigen missio-Partner Jozef Kuppens und Felicia Monjeza Für ihr Engagement gegen die Ausbeutung von rund 78.000 Kindern auf Tabakplantagen in Malawi erhalten der niederländische Pater Jozef Kuppens vom Orden der Afrikamissionare Weiße Väter und die Aktivistin Felicia Monjeza auf Vorschlag des katholischen Hilfswerks missio Aachen den Weimarer Menschenrechtspreis 2020. „Mit diesem Menschenrechtspreis geht von Weimar ein wichtiges Signal für das Engagement gegen moderne Sklaverei aus“, freut sich missio-Präsident Pfarrer Dirk Bingener über die Auszeichnung für die missio-Partner. „Malawi steht stellvertretend für immer mehr Länder, in denen moderne Sklaverei in ihren vielfältigsten Erscheinungsformen alltäglich ist. Wir müssen diesem Unrecht etwas entgegensetzen und werden das Thema in den kommenden Jahren noch stärker begleiten“, sagte Pfarrer Bingener. Der Menschenrechtspreis wird am 10. Dezember unter der Schirmherrschaft von Gundula Gause in Weimar verliehen.

Als Gründer der Menschenrechtsorganisation „Center for Social Concern“ engagiert sich Pater Jozef Kuppens seit vielen Jahren für die ausgebeuteten Menschen auf den Plantagen. Auch nachdem er 2018 die Leitung der katholischen Organisation an den jüngeren Pater James Ngahy übergab, gehört der 78-Jährige weiterhin zu den wichtigsten Stimmen für die Menschenrechte in Malawi. Die 24-jährige Felicia Monjeza engagiert sich intensiv für Menschenrechte und den Schutz von Mädchen und Frauen. Für sie steht der Kampf gegen sexuelle Ausbeutung und Gewalt auf den Tabakplantagen im Mittelpunkt. Jozef Kuppens und Felcia Monjeza wollen sich gemeinsam mit Pater James Ngahy und Jere Tobias vom „Center for Social Concern“ sowie mit internationaler Unterstützung verstärkt für die Beendigung der modernen Sklaverei auf dem Tabakplantagen einsetzen.

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news-265 Thu, 09 Jul 2020 13:00:00 +0200 „Ein guter Tag für das Menschenrecht auf Religionsfreiheit“ https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/ein-guter-tag-fuer-das-menschenrecht-auf-religionsfreiheit/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Entscheidung revidiert: Europäische Union verlängert doch Mandat für Sonderbeauftragten für Religionsfreiheit – missio Aachen begrüßt Entscheidung Das katholische Hilfswerk missio Aachen begrüßt die Entscheidung der Europäischen Kommission, das zunächst beendete Mandat des Sonderbeauftragten für die Religions- und Weltanschauungsfreiheit außerhalb der EU doch zu verlängern und einen neuen Sonderbeauftragten zu ernennen. „Die Tatsache, dass man dieses Mandat zunächst nicht verlängern wollte, zeigt, wie wichtig es ist, auf die Notwendigkeit einer starken Vertretung dieses fundamentalen Menschenrechtes zu drängen“, sagte Pfarrer Dirk Bingener, Präsident von missio Aachen. „Deshalb ist diese revidierte Entscheidung ein wichtiges Signal auch für unsere Projektpartner der Kirche in Afrika, dem Nahen und Mittleren Osten sowie Asien und ein guter Tag für das Menschenrecht auf Religionsfreiheit“, sagte Pfarrer Bingener.

Religion präge den gesamten Alltag der Menschen in Afrika, dem Nahen und Mittleren Osten sowie Asien. Verletzungen der Religionsfreiheit hätten deshalb unmittelbare Auswirkungen auf gesellschaftliche und politische Konflikte. Die missio-Projektpartnerinnen und Partner leisteten dort durch ihren Einsatz für Religionsfreiheit einen wichtigen Beitrag zur Konfliktprävention und Konfliktlösung. Sie zählten auf die Unterstützung durch die Europäische Union. Auch für die von Verletzungen der Religionsfreiheit betroffenen Menschen weltweit sei die Weiterführung des Mandates ein „Signal, dass das Vertrauen der Menschen stärkt, die wegen ihrer Religionszugehörigkeit diskriminiert, bedrängt oder verfolgt werden“, so Pfarrer Bingener.

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news-264 Thu, 25 Jun 2020 16:45:13 +0200 missio Aachen fordert Außenminister Maas zum Einsatz für mit dem Tod bedrohte philippinische Ordensfrau auf https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/missio-aachen-fordert-aussenminister-maas-zum-einsatz-fuer-mit-dem-tod-bedrohte-philippinische-ordensfrau-auf/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Missionsbenediktinerin Schwester Mary John Mananzan ist von Duterte-Regierung als Terroristin eingestuft worden Die philippinische Duterte-Regierung hat die prominente philippinische Ordensfrau und Frauenrechtlerin Schwester Mary John Mananzan als Terroristin bezeichnet. Dadurch ist die 80-jährige Missionsbenediktinerin in Lebensgefahr geraten, weil Killerkommandos dies als Aufruf zur Tötung der langjährigen Projektpartnerin des katholischen Hilfswerkes missio Aachen verstehen. „Wir fordern Außenminister Heiko Maas auf, unverzüglich Einfluss auf die philippinische Regierung zu nehmen, damit das Leben von Schwester Mary John geschützt wird“, sagte missio-Präsident Pfarrer Dirk Bingener in Aachen.

Auf den Philippinen hat die autoritäre Regierung Duterte in den vergangenen Jahren katholische Kritiker der staatlichen Menschenrechtsverletzungen direkt oder indirekt bedroht. Nach diesen Drohungen sind nach Informationen von missio Aachen bisher vier katholische Priester durch Killerkommandos getötet worden. Zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter katholischer Organisationen, darunter auch Bischöfe, befinden sich in akuter Lebensgefahr. „Die Menschenrechtssituation auf den Philippinen ist sehr prekär. Unter dem Deckmantel der Drogen- und Terrorismusbekämpfung geschehen zahllose außergerichtliche Tötungen. Kritiker und Opposition aus christlichen, muslimischen oder säkularen Gruppen werden eingeschüchtert. Die Regierung Duterte schreckt dabei vor Morden nicht zurück. Diese Menschenrechtsaktivisten brauchen eine stärkere internationale Solidarität“, appellierte Pfarrer Bingener.

Schwester Mary John Mananzan ist auf den Philippinen mit eigenen Fernsehsendungen präsent, mischt sich in politische und öffentliche Debatten ein und vernetzt Ordensangehörige in der Menschenrechtsarbeit. Sie fördert auch mit Hilfe von missio Aachen Mädchen- und Frauenprojekte, initiiert Bewusstseinsprojekte zur Gleichberechtigung von Männern und Frauen und ist dabei auch im interreligiösen Dialog tätig. Innerhalb der katholischen Kirche setzt sie sich für Reformen ein. 2018 präsentierte » Schwester Mary John Mananzan in der ZDF-Spendengala bei Johannes B. Kerner ein missio-Projekt aus den Philippinen. Wegen ihres Engagements für die Menschenrechte wurde sie 2011 von der Organisation „Woman deliver“ in den Kreis der 100 einflussreichsten Frauen der Welt aufgenommen    .

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edit 02.07.2020: Rettet das Leben von Schwester Mary John Mananzan OSB! »

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news-252 Fri, 05 Jun 2020 10:37:09 +0200 Corona fordert zum globalen solidarischen Handeln auf https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/corona-fordert-zum-globalen-solidarischen-handeln/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Der Tropenmediziner Professor August Stich hebt die Rolle der Kirche bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie in Afrika hervor. Die christlichen Kirchen spielen bei der Eindämmung der Corona-Pandemie in Afrika eine systemrelevante Rolle und brauchen dafür internationale Solidarität. Darauf hat der Infektiologe und Tropenmediziner Professor Dr. August Stich im Gespräch mit dem katholischen Hilfswerk missio Aachen hingewiesen. Er unterstrich auch die Verantwortung der Kirchen, sich gegen Desinformation im Zusammenhang der Corona-Pandemie zu wenden.

„Global gesehen spielt die Kirche eine weitaus wichtigere Rolle, als wir uns das hier vorstellen können. Sie hat ein Netzwerk, das viele andere Organisationen sich nur wünschen können“, sagte der Würzburger Mediziner gegenüber missio. Als Beispiel führte er das Verhalten der katholischen Kirche während einer Ebola-Epidemie im Ost-Kongo 2019 an. Die Weltgesundheitsorganisation habe sich gewundert, warum die Bevölkerung zunächst nicht bereit gewesen war, die notwendigen Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Erst als Priester, Ordensangehörige und Gemeindearbeiterinnen und Mitarbeiter in den Dörfern und Städten die Notwendigkeit der Hygienemaßnahmen offensiv bewarben, gingen die Fallzahlen massiv zurück. „Das Beispiel im Kongo zeigt, welche Kraft hinter der Kirche als Struktur stehen kann, wenn sie ihre Kräfte bündelt. Und so ist es jetzt auch eine Chance, die wir mit der Corona-Pandemie haben“, so Professor Stich.

Die Menschen und Politiker in Deutschland müssten verstehen, dass es nicht nur um Mundschutz, Besuch von Restaurants oder Öffnung von Biergärten gehe, sondern dass die Corona-Pandemie „eine Bedrohung für die Ärmsten dieser Welt ist und damit eine solidarische Aufgabe für uns alle“, sagte Professor Stich gegenüber missio Aachen.

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news-248 Mon, 18 May 2020 12:00:00 +0200 missio Aachen würdigt Papst Johannes Paul II. zum 100. Geburtstag https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/missio-aachen-wuerdigt-papst-johannes-paul-ii-zum-100-geburtstag/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 missio-Präsident Pfarrer Dirk Bingener: Engagement für interreligiösen Dialog inspiriert uns bis heute „Papst Johannes Paul II. hat mit großem persönlichem Engagement den interreligiösen Dialog weltweit gefördert. Das inspiriert bis heute unsere Arbeit bei missio.“ So würdigt Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des katholischen Hilfswerkes missio Aachen, Papst Johannes Paul II. zu dessen 100. Geburtstag am 18. Mai. Er begründete etwa 1986 die interreligiösen Friedenstreffen in Assisi. „Papst Johannes Paul II. hat in den achtziger und neunziger Jahren frühzeitig die Chancen der Globalisierung erkannt, und so die Bedeutung der weltkirchlichen Arbeit über nationale und religiöse Grenzen hinweg gestärkt. Dieser Auftrag zu einer Globalisierung der Liebe gegen alle Gleichgültigkeit und über alle Grenzen hinweg bleibt“, sagte Pfarrer Bingener weiter.

Papst Johannes Paul II. hatte die Mitarbeitenden von missio Aachen am 3. September 2001 zu einer persönlichen Audienz empfangen. Er nannte das Hilfswerk damals ein „Meisterstück der missionarischen Kirche“. Sein Auftrag sei die Verkündigung des Evangeliums „in Wort und Leben“ für die Menschen, die auf der Suche nach Freiheit, Sinn und Fülle des Lebens seien. Dazu zähle der Einsatz für die „Befreiung der Bedrängten“ aus materieller Not, der Einsatz für Gerechtigkeit und Menschenrechte. Eine missionarische Kirche aber müsse ebenso das „Lechzen nach Gott“ der Menschen ernst nehmen, so Papst Johannes Paul II. damals ».

„Wenn wir heute unsere Partner in Afrika, Asien und Ozeanien dabei unterstützen, Seelsorge, soziale Arbeit und den Einsatz für soziale Gerechtigkeit zu verbinden und dabei mit allen Menschen guten Willens zusammenzuarbeiten, dann ist das ganz in diesem Sinne Verkündigung in Wort und Leben“, so Pfarrer Bingener.

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news-247 Wed, 13 May 2020 10:00:00 +0200 Katholisches Hilfswerk missio ruft mit Papst Franziskus zu interreligiösem Corona-Gebet am Donnerstag auf https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/katholisches-hilfswerk-missio-ruft-mit-papst-franziskus-zu-interreligioesem-corona-gebet-am-donnerstag-auf/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Katholisches Hilfswerk unterstützt interreligiöse Initiative von Papst Franziskus und Großimam Ahmad al-Tayyeb Zum Gebet für die Opfer und Helfenden in der Corona-Pandemie ruft das katholische Hilfswerk missio Aachen am Donnerstag, 14. Mai, um 19.30 Uhr, auf. Dann können alle Unterstützerinnen und Unterstützer ein Corona-Gebet im Geist des missio-Gründers Heinrich Hahn beten. Die missio-Aktion ist ein Beitrag zur interreligiösen Corona-Solidaritätsinitiative von Papst Franziskus und Großimam Ahmad al-Tayyeb, Scheich der al-Azhar-Moschee in Kairo.

Interreligiöse Solidarität hilft die Corona-Herausforderung bestehen

„Das Corona-Virus gefährdet alle Menschen, gleichgültig, wo sie auf der Erde leben oder welcher Religion sie angehören. Deshalb ist diese christlich-muslimische Initiative ein wichtiges Zeichen interreligiöser Solidarität, um die Herausforderung gemeinsam zu bestehen“, sagt missio-Präsident Pfarrer Dirk Bingener in seinem Aufruf.

missio will etwas von der Gebetssolidarität seiner Partner zurückgeben

„Als die Corona-Pandemie vor zwei Monaten in Deutschland ausbrach, erreichten uns so viele Gebete und besorgte Anfragen unserer kirchlichen Partnerinnen und Partner aus Afrika, Asien und Ozeanien. Das hat uns richtig gut getan. Jetzt können wir etwas von dieser Gebetssolidarität zurückgeben“, so Pfarrer Bingener weiter.

„Unsere Partnerinnen und Partner schildern uns jeden Tag eindringlich, wie sehr die Pandemie und das Herunterfahren des öffentlichen Lebens die Menschen bedroht. Sie leiden unter dem Verlust ihrer Arbeit, unter Hunger, hygienischen Missständen und ungenügender medizinischer Versorgung“, erklärte Bingener. „Sie berichten aber auch, wie die Zusammenarbeit so vieler Menschen guten Willens Kräfte freisetzt, um die gesundheitlichen und sozialen Folgen der Pandemie für die Verletzlichsten zu lindern“, so der missio-Präsident. „Unser Gebet soll die Menschen in dieser Arbeit stärken.“

Donnerstag, 19.30 Uhr: Möglichst viele sollen ein Corona-Gebet im Sinne des missio-Gründers Heinrich Hahns beten

missio Aachen stellt allen Unterstützerinnen und Unterstützern für diese Aktion ein Corona-Gebet » und zur Verfügung. Inspiriert ist es von dem Gründer von missio Aachen, dem Arzt Heinrich Hahn. Solidarität war auch für ihn der Leitfaden seines Handelns. Während der Choleraepidemie Mitte des 19. Jahrhunderts kümmerte er sich als Arzt in Aachen um die Kranken und wurde so zum Hoffnungsboten für viele Menschen.

Gebetet werden kann auch auf der Website www.missio-betet.de    

Das Gebet lautet:

Guter Gott

in Zeiten der Sorge
um unsere Gesundheit
bist Du unsere Hoffnung.
In Zeiten bedrohlich
klingender Medienberichte
bist Du unsere Zuversicht.
In Zeiten der Corona-Pandemie
bist du unsere Stärke.
Der Aachener Arzt Heinrich Hahn,
der vor 180 Jahren unermüdlich
Kranke pflegte und dabei
die Menschen in Afrika und Asien
nicht vergaß, legte den Grundstein
für unser Hilfswerk missio Aachen.
Sein Vorbild vor Augen
bitten wir Dich heute:
Um Gesundheit für uns
und unsere Familien,
um die Erfahrung,
dass die Solidarität uns stark macht,
um Hoffnung und Zuversicht
in Zeiten der Corona-Krise,
um den Glauben, dass Du auch
in schwierigen Tagen bei uns bist,
um die Liebe, die uns mit
den Menschen weltweit verbindet
und um das unendliche Vertrauen,
dass Du ein Gott des Lebens bist.
Amen.

Hintergrund:
Angeregt wurde der gemeinsame Gebetstag vom „Hohen Ausschuss für menschliche Geschwisterlichkeit“, der sich nach dem historischen Besuch Papst Franziskus in den Vereinigten Arabischen Emiraten im vergangenen Jahr gegründet hatte. In ihm wollen sich Christen und Muslime gemeinsam für Frieden und die Wahrung der Menschenrechte einsetzen. Der Aufruf des Komitees richtet sich „an alle unsere Geschwister, die an Gott den Schöpfer glauben“, und an „alle unsere Geschwister der Menschheit weltweit“. In der Erklärung heißt es: „Zurzeit wird unsere Welt wegen der weiten Verbreitung des Coronavirus COVID-19 mit einer großen Gefahr konfrontiert, die das Leben von Millionen von Menschen global bedroht. Wir betonen hier unsere Überzeugung von der hochrelevanten Rolle der Medizin und der wissenschaftlichen Forschung bei der Bekämpfung dieser Epidemie. Gleichzeitig darf man in dieser ernsten Krise nicht vergessen, sich an Gott den Schöpfer zu wenden.“ Die Gläubigen aller Religionen und Konfessionen sind aufgerufen, sich an diesem Tag mit Gebet, Fasten und guten Taten Gott zuzuwenden und ihn um seine Hilfe anzurufen.

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news-246 Mon, 13 Apr 2020 11:23:00 +0200 Kirche weltweit braucht in der Corona-Pandemie Unterstützung https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/kirche-weltweit-braucht-in-der-corona-pandemie-unterstuetzung/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Ostern heißt konkret: Die Armen in Afrika, dem Nahen Osten und Asien in der Corona-Krise zu unterstützen. Appell von Papst Franziskus in die Tat umsetzen. Das katholische Hilfswerk missio Aachen unterstützt den Osteraufruf von Papst Franziskus an die internationale Staatengemeinschaft, in der Corona-Pandemie insbesondere die Armen in Afrika, Asien und im Nahen Osten zu unterstützen und den betroffenen Staaten Schulden zu erlassen. „Dieser Aufruf des Papstes richtet sich aber auch an jede und jeden von uns“, schreibt missio-Präsident Dirk Bingener in einem Osteraufruf ». „Das heißt konkret der Kirche in ihrem weltweiten Einsatz gegen das Virus und für die Menschen zu helfen.“ Denn die Gläubigen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kirche in Afrika, im Nahen und Mittleren Osten oder in Asien seien „jetzt in einer Person Seelsorger, Sozialarbeiter und Krisenmanager und so für die Ärmsten und Schwächsten da. Sie nicht mit leeren Händen dastehen zu lassen, ist unser Auftrag“, meinte Pfarrer Bingener.

Dabei werde die Kirche weltweit ihre Verantwortung zur Überwindung der Krise wahrnehmen und ihre Stärken ausspielen können, sagte Pfarrer Bingener weiter. Sie sei über Diözesen, Pfarreien und Ordensniederlassungen in weiten Teilen der einen Welt gut vernetzt. „So erreicht sie die Menschen auch dort, wo es kaum oder keine staatlichen Strukturen gibt. Sie ist hier Rückgrat der Infrastruktur im Gesundheits- und Bildungsbereich“, erklärte Pfarrer Bingener. Jetzt schon arbeite die Kirche in diesen Ländern bis an ihre Kapazitätsgrenzen, um fehlende staatliche Unterstützung zu ersetzen.

Das katholische Hilfswerk missio Aachen hat einen Corona-Solidaritätsfonds in Höhe von 1,5 Millionen Euro aufgelegt. Spenden für die Arbeit der Kirche in Afrika, dem Nahen Osten und Asien in der Corona-Arbeit sind unter www.missio-hilft.de/coronahilfe » möglich.

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news-245 Wed, 08 Apr 2020 14:15:00 +0200 Bibelteilen gegen Corona: missio Aachen startet zu Ostern Video-Solidaritätsaktion mit Afrika und Asien https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/bibelteilen-gegen-corona-missio-aachen-startet-zu-ostern-video-solidaritaetsaktion-mit-afrika-und-as/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Erzbischof Ludwig Schick und zehn missio-Partner aus sechs Ländern teilen Videobotschaften zu Ostern Bibelteilen gegen Corona: Unter diesem Leitwort steht eine weltkirchliche Video-Solidaritätsaktion des katholischen Hilfswerks missio Aachen zu Ostern, die am kommenden Sonntag um 6 Uhr startet. Zehn missio-Projektpartner aus Tansania, den Philippinen, Nigeria, der Demokratischen Republik Kongo, Kenia und Burkina Faso machen mit. Erzbischof Ludwig Schick (Bamberg) und missio-Präsident Pfarrer Dirk Bingener sind auch dabei.

Angesichts der weltweiten Corona-Pandemie haben sie kurze Videos aufgenommen. Sie schildern darin, vor welche Herausforderungen sie Corona gerade stellt, woraus sie ihre Kraft schöpfen oder welches Bibelwort an Ostern sie besonders anspricht. So sollen Mut machende Gedanken der Auferstehung gerade zu Corona-Zeiten lebendig werden.

Alle Videos werden am Ostersonntag um 6 Uhr auf www.missio-hilft.de/ostern » live geschaltet. Auf Facebook unter www.facebook.com/missio.de     stimmt Erzbischof Schick mit seiner Botschaft am Samstagabend, 17 Uhr, auf die Aktion ein. Erzbischof Schick ist Vorsitzender der Kommission Weltkirche bei der Deutschen Bischofskonferenz.

missio Aachen knüpft mit der Aktion an die Arbeit der Kleinen Christlichen Gemeinschaften » in Afrika und Asien an, die das Hilfswerk unterstützt. In diesen Gemeinschaften teilen die Christinnen und Christen die Sorgen des Alltags, lesen die Bibel mit Blick darauf, was ihnen das Wort Gottes genau in dieser Lebenssituation, in der sie sich befinden, sagen möchte. missio Aachen möchte damit zu Ostern ein Band der Solidarität zwischen den Menschen in Deutschland, Afrika und Asien knüpfen.

Die Videosolidariätsaktion gibt es ab Ostersonntagmorgen, 6.00 Uhr, auf www.missio-hilft.de/ostern »

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news-244 Fri, 03 Apr 2020 16:16:00 +0200 Corona-Solidaritätsfonds: 1,5 Millionen Euro für Afrika und Asien https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/corona-solidaritaetsfonds-15-millionen-euro-fuer-afrika-und-asien/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 missio Aachen legt für seine Projektpartner in Afrika, Asien und Ozeanien einen Corona-Solidaritätsfonds in Höhe von 1,5 Millionen Euro auf. Er steht zum Beispiel für Überlebenshilfen, Sozialarbeit und Seelsorge für von Corona betroffene Menschen zur Verfügung. Das katholische Hilfswerk missio Aachen hat einen Corona-Solidaritätsfonds in Höhe von 1,5 Millionen Euro aufgelegt. » Damit wird der Einsatz der missio-Projektpartner in Afrika, Asien und Ozeanien bei der Corona-Bekämpfung unterstützt. „Unsere kirchlichen Partner sind jetzt Seelsorger, Sozialarbeiter und Krisenmanager in einer Person. Sie helfen in der Corona-Krise den ärmsten, sozial benachteiligten und unter Krieg, Flucht und Menschenrechtsverletzungen leidenden Menschen“, so Pfarrer Dirk Bingener, Präsident von missio Aachen.

Existenzbedrohende Ausmaße

„Wir erhalten von unseren Partnern alarmierende Berichte“, sagte Pfarrer Bingener weiter. Insbesondere in Indien und seinen Nachbarstaaten, dem Nahen Osten, den Philippinen und afrikanischen Ländern wie der Zentralafrikanischen Republik, die unter Bürgerkrieg leiden, drohe das Corona-Virus „existenzbedrohende Ausmaße“ anzunehmen. Auch um Nigeria als das bevölkerungsreichste Land Afrikas „machen wir uns große Sorgen“, so Pfarrer Bingener.

Kirche in Afrika und Asien muss in Corona-Krise staatliche Aufgaben ersetzen

„Die Kirche in Afrika und Asien ist für die Eindämmung der Corona-Krise und das Überleben der Menschen systemrelevant, deshalb braucht sie jetzt unsere volle Solidarität“, erklärte Pfarrer Bingener. Entweder sei das staatliche Gesundheits- und Sozialsystem überfordert und erreiche nicht alle Menschen. Oder der Staat setze seine Anti-Corona-Maßnahmen mit Gewalt durch, die vor allem die Ärmsten trifft, Menschenrechte verletzt und soziale Unruhen schüren könnte. „Viele der Aufgaben, die der Staat in der Corona-Krise leisten müsste, übernimmt jetzt die Kirche“, ergänzte Pfarrer Bingener. „Gleichzeitig brechen der Kirche durch die Corona-Krise Einnahmen aus lokalen Kirchenkollekten weg, um Infrastruktur und Personal für ihre Arbeit zu finanzieren, auch hier helfen wir“, so Pfarrer Bingener.   

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news-243 Wed, 18 Mar 2020 10:30:00 +0100 Corona-Pandemie: missio Aachen weiter für seine Partner tätig https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/corona-pandemie-missio-aachen-weiter-fuer-seine-partner-taetig/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Präsident Pfarrer Bingener: Weltweit solidarisch bleiben – Weltkirchliches Portal www.missio-betet.de für internationale Gebetssolidarität Das katholische Hilfswerk missio Aachen ist unter den veränderten Bedingungen der weltweiten Corona-Pandemie weiter für seine Projektpartner in Afrika, Asien und Ozeanien tätig. Gleichzeitig bleibt das Hilfswerk für seine Unterstützerinnen und Unterstützer in Deutschland Ansprechpartner. Dafür arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter überwiegend mobil von zu Hause aus. Dies teilte das Hilfswerk am Mittwoch mit.

„Wir haben von Partnern eine ganze Reihe von Solidaritätsadressen mit dem Wunsch erhalten, dass die Menschen in Deutschland von größeren Schäden verschont bleiben. Sie haben uns versichert, dass sie für uns beten und an uns denken. Dafür bin ich sehr dankbar“, sagte Pfarrer Dirk Bingener, Präsident von missio Aachen. „Ich möchte umgekehrt auch an die Menschen in Deutschland appellieren, weiterhin in Solidarität mit den Menschen und der Kirche in Afrika, Ozeanien und Asien verbunden zu bleiben,“ sagte er weiter. „Diese weltkirchliche Verbundenheit ist für uns alle in dieser Zeit Ermutigung, gemeinsam in Ruhe und mit Augenmaß diese globale Herausforderung zu bestehen“, so Pfarrer Bingener weiter. missio stellt dafür das Portal www.missio-betet.de     zur Verfügung.

„Wir bei missio sind in Gedanken auch bei allen unseren Spenderinnen und Spendern hier in Deutschland, die unsere Arbeit in nicht selten jahrzehntelanger Treue ermöglichen. Als Christinnen und Christen sind wir im Gebet mit ihnen verbunden. Der gemeinsame Glaube ist uns eine Stütze, um füreinander da zu sein. Und ich bin fest überzeugt, dass wir in dieser Verbundenheit uns untereinander stärken können und diese Krise meistern“, glaubt Pfarrer Bingener.

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news-242 Fri, 06 Mar 2020 17:00:00 +0100 missio Aachen veröffentlicht neue Berichte zur Religionsfreiheit https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/missio-aachen-veroeffentlicht-neue-berichte-zur-religionsfreiheit/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Thailand, Kasachstan und der Tschad stehen im Blickpunkt Das Internationale Katholische Missionswerk missio Aachen hat in seiner Reihe „Länderberichte Religionsfreiheit“ drei neue Studien zu Thailand, Kasachstan und Tschad veröffentlicht. „Die Themen Religionsfreiheit und interreligiöser Dialog werden für missio immer wichtiger. Das gilt nicht allein für unsere Zusammenarbeit mit unseren Partnern in Afrika, Asien und Ozeanien, sondern auch hier in Deutschland. Unsere Länderberichte wollen zu einer gut informierten Diskussion beitragen“, sagte missio-Präsident Pfarrer Dirk Bingener.

Thailand sei vielen Deutschen vor allem als exotisches Urlaubsziel bekannt, so Katja Nikles, missio-Referentin für Religionsfreiheit und Menschenrechte, die die Reihe betreut. Über die religiöse Vielfalt des Landes wüssten aber nur Wenige etwas. So gibt es in dem südostasiatischen Staat neben der Mehrheit an Buddhisten auch Minderheiten von Hindus, Muslimen, Christen und Sikhs. Zwar ist der Buddhismus keine Staatsreligion, aber er wird von staatlicher Seite deutlich mehr gefördert als alle anderen Religionen. „Die thailändische Identität ist eng mit dem buddhistischen Glauben verbunden. Andere Religionen werden dadurch an den Rand der Gesellschaft gedrängt“, heißt es in dem Bericht.  

Der Länderbericht zur Situation in Kasachstan entstand in Kooperation mit dem katholischen Osteuropa-Hilfswerk Renovabis    . Nach der langen Phase der Unterdrückung religiösen Lebens zu Zeiten der Sowjetunion erlebe der Glaube in Kasachstan momentan eine Renaissance, so Nikles. „Die lange und enge Verbindung zu Russland drückt sich vor allem dadurch aus, dass neben der großen Anzahl an Muslimen auch rund ein Drittel der Bevölkerung dem orthodoxen Christentum anhängt.“ Katholiken und Protestanten stellen dagegen nur eine sehr kleine Minderheit dar, die sich vor allem gegen staatliche Repressionen wehren müsse.

Im Tschad, wo missio bereits 2018 eine Konferenz zur Situation der Christen abgehalten hatte, gebe es, wie in vielen Regionen Afrikas, Spannungen zwischen der muslimischen und der stark anwachsenden christlichen Bevölkerung. „Die Konflikte sind aber größtenteils nicht zuerst religiös motiviert, sondern werden durch wirtschaftliche Probleme und staatliches Versagen ausgelöst“, heißt es dazu im Bericht. Der Tschad, wo auch traditionelle afrikanische Religionen noch weit verbreitet sind, sei schon immer eine Region der religiösen und kulturellen Vielfalt gewesen. „Diese multireligiöse Identität darf nicht aufgrund von Staatsversagen oder der Armut im Land verloren gehen“, fordert Nikles.

Bibliographische Angaben:

  • Naortangar, Rodrigue M./Wayna, Souk Allag, Religionsfreiheit: Tschad,
    in: Internationales Katholisches Missionswerk missio e.V. (Hrsg.): Länderberichte Religionsfreiheit (Heft 46), Aachen 2020.
  • Helm, Thomas, Religionsfreiheit: Kasachstan,
    in: Internationales Katholisches Missionswerk missio e.V./Renovabis e.V. (Hrsg.): Länderberichte Religionsfreiheit (Heft 47), Aachen 2020.
  • Hutter, Manfred, Religionsfreiheit: Thailand,
    in: Internationales Katholisches Missionswerk missio e.V. (Hrsg.): Länderberichte Religionsfreiheit (Heft 48), Aachen 2020.

Alle Länderberichte sind im missio-Onlineshop     erhältlich.

Weitere Informationen gibt es außerdem auf der Webseite „Länderberichte Religionsfreiheit” » und bei Katja Nikles unter der Telefonnummer 0241 / 75 07-366 oder per .

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news-238 Mon, 03 Feb 2020 11:00:00 +0100 „Interreligiöser Dialog in Nigeria überlebensnotwendig“ https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/interreligioeser-dialog-in-nigeria-ueberlebensnotwendig/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Terror in Nigeria - Hilfswerk missio fordert Bundesregierung zu Gespräch mit Nigeria wegen Sicherheitslage auf - Interreligiöser Dialog überlebensnotwendig missio-Präsident Pfarrer Dirk Bingener warnt vor einem „Klima der Angst, Unsicherheit und Gewalt” – Katholisches Hilfswerk fordert nach Reise in das westafrikanische Land Bundesregierung zu Gesprächen mit Nigeria wegen Sicherheitslage auf – Pfarrer Bingener lädt hohen muslimischen Würdenträger Emir von Wase und katholischen Erzbischof Kaigama als Zeichen für christlich-muslimische Friedensarbeit nach Deutschland ein – missio unterstützt Binnenflüchtlinge in Nigeria mit Bauprojekt

Derzeit schüren islamistische Terroristen, Kriminelle und politische Profiteure in Nigeria ein Klima der Angst, Unsicherheit und Gewalt. Dem nigerianischen Staat gelingt es nicht, seine Bürgerinnen und Bürger wirksam davor zu schützen, das sorgt unsere Partner in Nigeria sehr , warnte Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio Aachen, nach der Rückkehr mit einer missio-Delegation aus dem westafrikanischen Land.  Die Kirche in Nigeria weiß in dieser Situation um die friedensstiftende Kraft des interreligiösen Dialoges und lässt nicht zu, dass Christen und Muslime gegeneinander ausgespielt werden. Gemeinsam stehen sie gegen den Terror von Boko Haram und für eine aktive Friedensarbeit. Im Vielvölkerstaat Nigeria ist dies überlebensnotwendig. Dafür braucht die Kirche aber stärkere Unterstützun, forderte Pfarrer Dirk Bingener.

missio-Partner verlieren Freunde durch Entführungen und Ermordungen

Unsere Partner haben durch Entführungen und Ermordungen in jüngster Zeit Freunde und Mitstreiter im interreligiösen Dialog verloren, sagte Pfarrer Bingener. Deshalb steht in den Gesprächen auch immer wieder das Thema der öffentlichen Sicherheit im Vordergrund. Die Bundesregierung sollte dies gegenüber Nigeria stärker zur Sprache bringen, forderte der Präsident des Hilfswerkes missio weiter.  

Als Zeichen der Solidarität lud Pfarrer Bingener im nigerianischen Jos den Emir von Wase, den höchsten muslimischen Würdenträger im dortigen Bundesstaat Plateau State, und Erzbischof Ignatius Kaigama persönlich zum Weltmissionssonntag im Oktober nach Deutschland ein. Beide arbeiten schon sehr lange und eng zusammen. Sie verhindern gemeinsam, dass sich junge Menschen radikalisieren oder es größere Konflikte zwischen Christen und Muslimen gibt.

Christinnen und Muslima gehen gemeinsam gegen Boko Haram auf die Straße

Imponiert haben mir bei unserem Besuch auch zwei Christinnen und eine Muslima, die sich gemeinsam im interreligiösen Rat der Frauen in Kaduna für ein friedliches Zusammenleben einsetzen und sich gegen den Missbrauch ihrer Religion als Rechtfertigung für Gewalt engagieren, berichtet Pfarrer Bingener weiter. Der Terror tötet christliche und muslimische Söhne und Töchter gleichermaßen, also wollen die Frauen auch gemeinsam dem Terror den Boden entziehen, erzählt Pfarrer Bingener.

missio unterstützt Neuansiedlung von 600 Binnenflüchtlingen

Die missio-Delegation traf auch Bischof Stephen Dami Mamza in der Diözese Yola. Der missio-Partner beherbergt seit rund sechs Jahren etwa 600 Menschen in provisorischen Unterkünften, die vor der islamistischen Terrorsekte Boko Haram geflohen sind. Er baut jetzt feste Häuser für einen großen Teil der Flüchtlinge etwa eine Autostunde von Yola entfernt. missio unterstützt das Projekt maßgeblich. Der Bischof hat ein Dorf gefunden, in dem Menschen der gleichen Ethnie wie die der Geflüchteten leben. Wenn dort jetzt eine neue Siedlung gebaut wird, ist die Integration wesentlich einfacher, erläutert Pfarrer Bingener. Bischof Mamza erzählte mir, dass er, als er von missio die Zusage für die Unterstützung erhalten hat, vor Freude die ganze Nacht nicht schlafen konnte. Das hat mich sehr berührt. Die Diözese Yola betreut sowohl christliche als auch muslimische Terroropfer. Auch das ist ein wichtiges, öffentliches Zeichen, so Bingener.

Die missio-Aktion zum Weltmissionssonntag im kommenden Oktober will zeigen, warum der interreligiöse Dialog einer der wichtigsten Bausteine für den Frieden in Westafrika ist. Die missio-Aktion zum Weltmissionssonntag ist eine der größten katholischen Solidaritätsaktion weltweit.

Mehr zum Weltmissionssonntag 2020 unter www.missio-hilft.de/wms ».

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news-237 Fri, 10 Jan 2020 14:35:39 +0100 missio Aachen macht sich große Sorgen um Christen im Nahen Osten https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/missio-aachen-macht-sich-grosse-sorgen-um-christen-im-nahen-osten/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Iranisch-amerikanischer Konflikt bringt Christen zwischen die Fronten – Bundesregierung und Europäische Union müssen diplomatische Initiativen verstärken – Zivilgesellschaftliche Bewegungen scheitern „Wir machen uns große Sorgen um die Christen im Nahen Osten, weil sie der geostrategische Konflikt zwischen Iran und USA zu zerreiben droht, wenn keine nachhaltige Entspannung erreicht wird“, sagte Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des katholischen Hilfswerkes missio Aachen, am Freitag. Er appellierte an die Bundesregierung und die Europäische Union, dass sie jetzt ihre aufgenommenen diplomatischen Initiativen verstärken müssen, und dabei nicht nur Regierungen und Militärs, sondern auch die Zivilgesellschaft einbeziehen müssen.

Auch wenn es nach der Tötung des iranischen Generals Qassem Soleimani durch einen amerikanischen Drohnenangriff und iranische Vergeltungsschläge Entspannungssignale gebe, könne sich die Lage jederzeit wieder zuspitzen, so Bingener.

Gratwanderung, sich dem machtpolitischen Ringen zu entziehen

Schon bisher sei es für die bedrängten Christen in der Region eine Gratwanderung gewesen, sich den Folgen des machtpolitischen Ringens zwischen sunnitischen und schiitischen Kräften zu entziehen. Gleichzeitig müssten sich die orientalischen Christen gegen Vorwürfe wehren, sie seien Handlanger der Interessen Amerikas oder Russlands. Gerade Russland spiele im syrischen Bürgerkrieg geschickt die Karte einer christlichen Schutzmacht aus. Zudem litten nicht allein die Christen in der Region seit Jahrzehnten unter der extremen Konfessionalisierung der Politik, die Menschen nicht als Bürgerinnen und Bürger des Landes, sondern zuerst als Anhänger einer bestimmten Religion betrachteten. Dies verhindere das Wachsen einer Zivilgesellschaft über religiöse, konfessionelle und soziale Grenzen hinweg.

„Die religiösen Regime und konfessionellen Milizen sitzen wieder fest im Sattel“

„Die jüngsten konfessions- und religionsübergreifenden Demonstrationen im Libanon und im Irak waren deshalb auch für Christinnen und Christen Zeichen der Hoffnung“, erklärte Pfarrer Bingener weiter. Die Demonstranten setzten sich für eine Politik ein, die Korruption, soziale Ungleichheit und Konfessionalismus überwindet, die Rechte der Bürger in den Mittelpunkt stellt – und nicht die Interessen von Regimen, die Religion für ihren Machterhalt missbrauchen. Selbst im Iran gingen über Wochen Menschen auf die Straße. „Alle diese Bewegungen drohen jetzt zu scheitern. Schlimmer noch: Die religiösen Regime und konfessionellen Milizen sitzen wieder fest im Sattel. Sie zementieren die Feindbilder“, warnte Pfarrer Bingener.

Der Patriarch der chaldäisch-katholischen Kirche im Irak, Kardinal Louis Raphaël I. Sako, appelliere dringend an die internationale Gemeinschaft, Maßnahmen zur Deeskalation zu ergreifen. Er schlägt einen runden Tisch vor, der alle Parteien zum Dialog und zum gegenseitigen Verstehen zusammenbringen solle. „Diese Forderung unterstützt missio“, sagte Pfarrer Bingener. Sonst werde der Auswanderungsdruck für Christen immer stärker.
 

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news-236 Sat, 28 Dec 2019 10:37:27 +0100 missio in großer Sorge um Christen im Norden Nigerias https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/missio-in-grosser-sorge-um-christen-im-norden-nigerias/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Nach Medienberichten über Angriffe auf Christen im Norden Nigerias ist missio in großer Sorge. missio-Partner Erzbischof Ignatius Kaigama bestätigt die Meldungen und warnt vor den Folgen der Propaganda islamistischer Terrorgruppen. missio-Präsident Pfarrer Dirk Bingener: "Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Opfern und ihren Familien." „Wir sind mit unseren Partnern nach diesem terroristischen Angriff und der islamistischen Propaganda in großer Sorge um die Menschen und Christen im Norden Nigerias“, sagte Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des katholischen Hilfswerkes missio Aachen, heute in Aachen. „Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Opfern und ihren Familien“, so Bingener. Laut Medienberichten zeigt ein Video einer islamistischen Terrorgruppe die Ermordung entführter Christen im Norden Nigerias zu Weihnachten. Der nigerianische Erzbischof Ignatius Kaigama bestätigte auf Anfrage von missio Aachen am Freitagabend die Meldungen.

Erzbischof Kaigama bezeichnete den Angriff und das Video als „gezielte Attacke durch islamistische Terroristen, um das Christentum zu schwächen“ und zugleich einen „barbarischen Akt gegen die Menschlichkeit, den alle Menschen guten Willens verurteilen sollten“. Die islamistische Terrorgruppe versuche, mit der Veröffentlichung des Videos genau an Weihnachten weltweit öffentlichkeitswirksame Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, um eine Reaktion der Christen zu provozieren. Die Terroristen wollten durch ihre Propaganda die Christen in Nigeria demütigen und frustrieren, um sie ihrerseits in eine Frontstellung und einen Art Krieg gegen Muslime zu treiben, so Kaigama weiter. „Wir werden alles uns Mögliche tun, damit diese Strategie der Eskalation und des Missbrauchs von Religion nicht aufgeht“, sagte Kaigama, der gleichzeitig davor warnte, angesichts solcher Attacken alle Muslime unter einen terroristischen Generalverdacht zu stellen. „Das spielt den Terroristen nur in die Karten“, so Kaigama.

Erzbischof Kaigama steht auch in Kontakt mit der betroffenen Diözese Maiduguri im Norden Nigerias. Dort werde derzeit noch die genaue Zahl der Getöteten und um welche Personen es sich konkret handelt, verifiziert, so Kaigama.

missio: Wir unterstützen die Kirche weiter im interreligiösen Dialog

„Wir werden die Kirche in Nigeria weiter im interreligiösen Dialog, der die beste Konfliktprävention ist, unterstützen, damit die Strategie der islamistischen Terroristen unterlaufen werden kann“, versicherte missio-Präsident Bingener. Er bittet auch die Öffentlichkeit und Medien in Deutschland, „differenziert über solche Vorfälle zu berichten, der islamistische Propaganda keine Plattform zu bieten, um so den bedrängten Christinnen und Christen in Nigeria zu helfen“.

Zur diesjährigen Aktion zum Weltmissionssonntag im kommenden Oktober werden Erzbischof Kaigama, weitere Kirchenvertreter aus Nigeria und muslimische Gäste nach Deutschland kommen und über diese Arbeit berichten.

Durch islamistischen Terror in Nigeria sind seit 2009 zwischen 20.000 und 30.000 Menschen gestorben. Unter den Opfern sind gleichermaßen Christen und Muslime.

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news-235 Tue, 17 Dec 2019 08:51:07 +0100 Afrikatag 2020 steht im Zeichen der Arbeit von Ordensschwestern https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/afrikatag-2020-steht-im-zeichen-der-arbeit-von-ordensschwestern/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Afrikatag 2020: Die älteste Kollekte der katholischen Weltkirche startet am 1. Januar und dauert bis 19. Januar. Schirmherrin ist Gundula Gause. 2019 wurde für die Ausbildung von Priestern und Ordensschwestern rund 1,1 Millionen Euro gespendet. Der Afrikatag 2020 stellt das Engagement von Ordensschwestern in Ghana in den Mittelpunkt. „Die wachsende Kirche in Afrika braucht Ordensleute und Priester, die als Seelsorger und Sozialarbeiter den Menschen ganz konkret und professionell im Alltag helfen können“, ruft Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio Aachen, zu Spenden für den Afrikatag 2020 auf. Sie sind für die Ausbildung und Arbeit dieser Ordensleute und Priester an den Orten gedacht, wo die Not am größten ist. Die Kollekte wird zwischen dem 1. und 19. Januar in katholischen Gottesdiensten gesammelt. „Damit sie das Leben haben”, lautet das Leitwort dieser ältesten gesamtkirchlichen Kollekte der Welt. Sie erbrachte 2019 knapp 1,1 Millionen Euro.

Im Blickpunkt des Afrikatages 2020 steht die Kirche in Ghana. In Aiyinasi-Awiaso im Südwesten des Landes engagiert sich Schwester Irene Ama Serwah Nkromah als Schulleiterin, Lehrerin und Sozialarbeiterin. Für ihre Schützlinge hat sie immer ein offenes Ohr und sie weiß, wie wichtig Bildung für das Vorankommen der Kinder im Leben ist. Deshalb hilft sie, wo sie kann, um Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen, unterrichtet selbst Mathematik, Religion und Moral, und fährt jeden Morgen mit dem Schulbus mit, um die Kinder von zu Hause abzuholen. Sie ist eines der Lichter der Hoffnung, die unsere Unterstützung brauchen.

Gundula Gause: „Es ist wichtig, dass das Engagement von missio für die Ausbildung einheimischer Ordensschwestern unterstützt wird.”

 

Von dem Engagement afrikanischer Ordensschwester zeigt sich Gundula Gause beeindruckt. „Ich habe kürzlich in meinem Sender die Ordensfrau Angelina Gerharz gesehen, die in der ZDF-Spendengala Ein Herz für Kinder ein missio-Hilfsprojekt auf einer Elektro-Schrotthalde in Ghana vorgestellt hat“, so die Schirmherrin des Afrikatags. „Diese Missionarin arbeitet in einem guten Team, aber sie ist bereits 76 Jahre alt. Daher ist es wichtig, dass das Engagement von missio für die Ausbildung einheimischer Ordensschwestern unterstützt wird. Nur so können afrikanischen Ordensfrauen einmal in die Fußstapfen von Schwester Angelina treten“. 

Das Plakatbild zum Afrikatag 2020 ist auf dem Markt in Aiyinasi-Awiaso aufgenommen worden und zeigt Schwester Irene Ama Serwah Nkromah zusammen mit Kindern im dichten Marktgeschehen.  

Pressematerial sowie Bilder unter www.missio-hilft.de/pressemappe ».

 

Weitere Informationen unter www.afrikatag.de ».

 

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news-234 Wed, 11 Dec 2019 16:25:17 +0100 Gegen Sklaverei und Sexterrorismus https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/gegen-sklaverei-und-sexterrorismus/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Menschenrechtskonferenz in Weimar Zu einem verstärkten Kampf für Menschenrechte und gegen Sexterrorismus, moderne Sklaverei und Menschenhandel hat Pater Shay Cullen aufgerufen, Projektpartner des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio Aachen. Sexuelle Ausbeutung und Menschenhandel seien ein Milliardengeschäft der organisierten Kriminalität, der besonders Frauen und minderjährige Mädchen zum Opfer fielen. Sklaverei im 21. Jahrhundert lautete einer der thematischen Schwerpunkte der Konferenz, die zwischen dem 9. und 11. Dezember anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Weimarer Menschenrechtspreises stattfand, an der auch missio Aachen beteiligt war.

Der Direktor des PREDA-Kinderschutz-Zentrums, Pater Shay Cullen, benutzte in seiner Rede bewusst den Begriff Sexterrorismus anstatt des verharmlosenden Wortes Sextourismus. Seit vielen Jahren betreut er Opfer sexueller Gewalt, darunter Mädchen, die auch von deutschen Tätern missbraucht wurden. Ein dreijähriges Mädchen sei das jüngste Opfer gewesen, das in dem von missio geförderten Kinderschutz-Zentrum aufgenommen wurde.

Neun Experten und Preisträger des Weimarer Menschenrechtspreises kamen bei der Konferenz zu Wort und machten in ihren Reden Parallelen zwischen den Situationen in den jeweiligen Ländern deutlich. Moderne Sklaverei sei in zahlreichen Staaten zu beobachten, wie die Vertreter aus Mauretanien, der Demokratischen Republik Kongo und den Philippinen berichteten.

Auf sexuelle Gewalt im Zusammenhang mit Hexenverfolgung in Papua Neuguinea wies missio-Projektpartnerin Schwester Lorena Jenal hin. Zu dieser bislang weiterestgehend unbekannten Form von Menschenrechtsverletzungen ist aktuell in Weimar eine Fotoausstellung     zu sehen, die im kommenden Jahr in weiteren deutschen Städten zu sehen sein wird.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden Ihsan Fagiri aus dem Sudan und Leila Fakhouri aus der Westsahara mit dem Weimarer Menschenrechtspreis 2019 ausgezeichnet.

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news-233 Tue, 10 Dec 2019 11:01:55 +0100 Oberster Gerichtshof Indien: Freispruch für fünf unschuldig verurteilte Christen https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/oberster-gerichtshof-indien-freispruch-fuer-fuenf-unschuldig-verurteilte-christen/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 missio-Petition mit 6.000 Unterschriften erfolgreich – „Wunderbare Nachricht am Tag der Menschenrechte“ – missio fordert weitere juristische Aufarbeitung der Pogrome von Odisha „Das ist ein großer Erfolg für die Religionsfreiheit, die Zivilgesellschaft und den Rechtsstaat in Indien. Das ist eine wunderbare Nachricht am Tag der Menschenrechte.“ So reagierte Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des katholischen Hilfswerkes missio Aachen, auf die Aufhebung des Urteils für fünf aus politischen Gründen zu lebenslanger Haft verurteilter Christen durch den Obersten Gerichtshof in Indien. missio-Partner bestätigten heute, dass die fünf Christen tatsächlich in Freiheit sind. Zwei weitere Verurteilte waren schon vor mehreren Monaten entlassen worden. „Ich freue mich besonders für die Familien, die jetzt wieder vereint sind“, sagte Pfarrer Bingener.

6.000 Unterschriften für missio-Petition #freeourhusbands

Rund 6.000 Unterstützerinnen und Unterstützer hatten auch eine missio-Petition #freeourhusbands für die Freigekommenen unterschrieben. „Ich danke allen, die mit ihrer Unterschrift diesen Männern und ihren Familien eine Stimme gegeben haben. Sie wurde gehört. Wir sind im Engagement für die Menschenrechte weltweit nicht ohnmächtig, das ist die Botschaft heute“, so Pfarrer Bingener weiter.

Den sieben Christen war vorgeworfen worden, im August 2008 in der Region Kandhamal im Bundesstaat Odisha einen Geistlichen der Hindu ermordet zu haben. Sie gehören der indigenen Bevölkerung der Adivasi und den sozial ausgegrenzten sogenannten Dalits an. Obwohl die Anschuldigungen fingiert waren und maoistische Rebellen die Verantwortung für die Tat übernommen hatten, wurden die Christen dennoch verurteilt.  

Pogrome von Odisha endlich umfassend juristisch aufarbeiten

Der Mord an dem Hindu-Geistlichen war 2008 der Auslöser für mehrere Pogrome vor elf Jahren gegen die christliche Bevölkerung der Region Kandhamal. Diesen hindu-nationalistischen Gewaltausbrüchen fielen etwa 100 Menschen zum Opfer, rund 400 Dörfer wurden zerstört und 56.000 Christen vertrieben, 395 Kirchen niedergebrannt. Bis heute wird die juristische Aufarbeitung der Pogrome von den Behörden verschleppt. „Hier werden wir weiter darauf drängen, dass die Verbrechen gegen die Christen in Odisha endlich umfassend aufgearbeitet, alle Betroffenen entschädigt und die Täter verurteilt werden“, kündigte Bingener an.

Betroffene Familien sagen missio Danke für die jahrelange Unterstützung

missio hat mit seinen Projektpartnern in den vergangenen Jahren den Familien durch juristische Beratung, einkommensschaffende Maßnahmen und der Unterstützung der Kinder in der Schule geholfen. Die kirchlichen Betreuer der betroffenen Familien berichteten gegenüber missio, dass das Leben der inhaftierten Christen in Gefahr gewesen sei. „Wir danken missio und unseren Freunden in Deutschland für die unermüdliche Unterstützung der unschuldig Verurteilten, das ist wahre Solidarität“, schreiben die Betreuer.

Lesen Sie hier mehr zu unserer Kampagne #freeourhusbands »
 

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news-232 Tue, 10 Dec 2019 09:39:00 +0100 katholisch.de und missio Aachen setzen sich gemeinsam für Religionsfreiheit ein https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/katholischde-und-missio-aachen-setzen-sich-gemeinsam-fuer-religionsfreiheit-ein/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Gemeinsames Video startet zum Tag der Menschenrechte Verfolgte Christen, Anschläge auf Synagogen, Moscheen unter Beschuss – weltweit gerät das Menschenrecht auf Religionsfreiheit unter Druck. Warum ist das so? Und was bedeutet Religionsfreiheit überhaupt? Darüber klären jetzt katholisch.de    , das Internetportal der Katholischen Kirche in Deutschland, und das katholische Hilfswerk missio Aachen mit einem gemeinsam produzierten Video „Im Einsatz für Religionsfreiheit“ auf. Die Koproduktion startet am heutigen Tag der Menschenrechte.

Zwar schreiben die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (1948) und der Internationale Pakt über bürgerliche und politische Rechte (1966) der Vereinten Nationen die Religionsfreiheit als universales und unteilbares Menschenrecht fest. Auch im deutschen Grundgesetz ist es verbrieft. 

Aber in rund 145 Ländern wird die Religionsfreiheit sehr stark oder stark verletzt. Unter Verletzungen der Religionsfreiheit leiden Angehörige aller Religionen. Die Täter können andere gesellschaftliche Gruppen oder staatliche Akteure sein. Ihre Motive sind zumeist Fanatismus, Nationalismus und die Angst autoritärer Staaten vor Religion als Konkurrenz. Dabei wird Religion zumeist für ideologische und politische Machtfragen missbraucht.

Das Video zeigt, wie Mitglieder aller Religionen von Diskriminierung, Repressionen oder gar Verfolgung betroffen sind. Deshalb wird der interreligiöse Dialog als ein Instrument dargestellt, mit dem sich religionsverbindend das Menschenrecht auf Religionsfreiheit verteidigen lässt. 

Das Video richtet sich an interessierte Personen und Gruppen, die sich mit den Themen Menschenrechte und Religionsfreiheit beschäftigen. Auch für Schulklassen im Rahmen des Unterrichts oder von Projektwochen ist das Video eine gute Möglichkeit, um einen ersten Zugang zu dem Thema zu ermöglichen.

Sehen Sie hier das Video. »

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news-231 Fri, 29 Nov 2019 13:00:00 +0100 „Das Gebet gehört zur DNA eines katholischen Hilfswerkes" https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/missio-aachen-startet-interaktives-gebetsportal-gebetsanliegen-der-missio-partner-unterstuetzen/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 missio Aachen startet ein interaktives Gebetsportal. Es verbindet Ordensleute, Laien, Priester, Bischöfe und Gläubige aus der Kirche in Afrika, Asien und Ozeanien mit Menschen in Deutschland. Eine grenzenlose Gebetsgemeinschaft soll wachsen. Christinnen und Christen in Afrika, Asien und Ozeanien bitten uns immer wieder um unser Gebet für ihre Anliegen, weil sie das Gefühl dieser intensiven, persönlichen Verbundenheit über Kontinente hinweg im Alltag stärkt. So startete Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio Aachen, die neue digitale und interaktive Gebetsgemeinschaft www.missio-betet.de.     Auch im digitalen Zeitalter gehört das Bewusstsein einer Gebetsgemeinschaft zur DNA eines katholischen Hilfswerkes, meinte Pfarrer Bingener. Unsere Gründerin Pauline Jaricot setzte ja auch vor 200 Jahren schon auf die Kraftquelle des Gebetes, um die Solidarität mit der Kirche damals in Afrika zu stärken, sagte der missio-Präsident.

www.missio-betet.de     bietet Nutzern vor allem die Möglichkeit, Gebetsanliegen von missio-Projektpartnerinnen und Partner zu unterstützen, selbst Gebetsanliegen zu formulieren, für die die missio-Partner beten oder per Social Media Gebetsanliegen zu teilen. Diese Anliegen können die Nutzer aber auch wieder in ihre Gemeinden, Verbände oder andere Gruppen im realen Leben einbringen. Begegnung und persönliche Beziehungen zwischen unseren Partnern und den Menschen in Deutschland digital zu ermöglichen, wird für missio in den kommenden Jahren ein Schwerpunkt der Arbeit sein, meinte Pfarrer Bingener.

www.missio-betet.de     ist eine Initiative der missio-Kampagne „Glauben Teilen.Weltweit.
 
Mehr Informationen finden Sie auf der Website www.missio-betet.de.    

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news-230 Thu, 28 Nov 2019 17:00:00 +0100 "Frieden auf Erden" - Ausstellung Krippen der Einen Welt in Aachen https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/frieden-auf-erden-ausstellung-krippen-der-einen-welt-in-aachen/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Frieden ist ein wertvolles Gut. Und doch leiden viele Menschen weltweit unter Krieg und Vertreibung. „Um so wichtiger ist es, Frieden zum Thema zu machen”, sagt Pfarrer Dirk Bingener, Präsident von missio und des Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ anlässlich der Eröffnung der 25. Krippenausstellung in Aachen. Gemeinsam mit missio-Präsident Pfarrer Dirk Bingener eröffneten Bürgermeisterin Hilde Scheidt sowie Harald Hüller, Leiter der Hauptabteilung Pastoral / Schule / Bildung im Bischöflichen Generalvikariat Aachen, die Ausstellung im Laden weltweit am Dom in Aachen. Da, wo Familie zusammenkommt, da fängt das Thema Frieden im Kleinen an, das mache jede Krippenszene immer wieder deutlich, betont Harald Hüller. Und Pfarrer Dirk Bingener fügt hinzu: In den Darstellungen der Krippe wird deutlich, dass Gott aussteigt aus dem Unfrieden und dass er uns Frieden schenkt. Mit Weihnachten wird deutlich: Gott kommt in einem wehrlosen Kind zur Welt und dieses Kind ist der Friedensfürst, der Frieden stiften möchte.

Der Laden weltweit am Dom wird von den Aachener Hilfswerken missio und Kindermissionswerk Die Sternsinger sowie dem Bistums Aachen getragen. Auf kleinem Raum zeigt die Ausstellung über 170 Krippenszenen aus über 30 Ländern der Einen Welt. weltweit am Dom ist zudem eine der Hauptstationen des Aachener Krippenwegs. Die Ausstellung ist dort bis zum 20. Januar jeweils montags bis samstags 10 bis 18 Uhr, in der Adventzeit montags bis sonntags 10 bis 18 Uhr, geöffnet.

Weltkrippenkongress 2020 in Aachen

Zum 25. Jubiläum der Krppenausstellung und in Vorschau auf den Weltkrippenkongress, der im Januar 2020 in Aachen stattfinden wird, zeigen die Initiatoren eine Sonderausstellung „Die Seele im Stein“ in der Aachener Annastraße 14-16, die vom 1. Dezember bis 6. Januar sowie 15. bis 20. Januar geöffnet ist. Der Eintritt ist frei. 

Diese Meldung wurde erstellt mit freundlicher Unterstützung des Bistum Aachen    .

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news-229 Tue, 26 Nov 2019 10:30:00 +0100 Friedensnobelpreisträger und missio appellieren an Handy-Hersteller https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/friedensnobelpreistraeger-und-missio-appellieren-an-handy-hersteller/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 60.000 Unterschriften der Petition für „Saubere Handys” wurden im Beisein von Friedensnobelpreisträger Dr. Denis Mukwege (DR Kongo) übergeben Der Friedensnobelpreisträger Dr. Denis Mukwege (DR Kongo) und der Präsident von missio Aachen Pfarrer Dirk Bingener haben gemeinsam mit 60.000 Unterstützerinnen und Unterstützer der Petition für Saubere Handys die Smartphone-Hersteller aufgefordert zu garantieren, dass keine direkten oder indirekten Geschäfte mit Rebellen gemacht werden. Diese Unternehmen müssen die Menschenrechte einhalten, appellierte Dr. Denis Mukwege am Montag in Berlin im Rahmen der missio-Konferenz Demokratisierung in der Krise? – Situation und Perspektiven in der DR Kongo.

missio-Präsident Pfarrer Bingener wies darauf hin, dass es nicht geht, dass jeder ein Smartphone hat, aber dass niemand sich dafür interessiert, wie die Materialien dafür nach Deutschland kommen. Daher bin ich den 60.000 Menschen für ihre Unterstützung der Petition sehr dankbar. Denn mit dieser wollen wir von den Handy-Herstellern die Herkunft der Mineralien klar benannt bekommen.

Dr. Denis Mukwege lud die Unternehmen ein, Geschäfte in der Demokratischen Republik zu machen, aber auf legalem Wege, unter Einhaltung der Gesetze, Menschenrechte und mit einheimischen Arbeitskräften. Wenn sie das machen, wird sich vielleicht der Kaufpreis unserer Smartphones um 10 bis 15 Prozent erhöhen, aber das ist es wert, damit der Krieg nicht mehr gefördert wird und nicht auf dem Rücken der Frauen ausgetragen wird.

Eine neue Perspektive zeigte im Rahmen der zweitägigen missio-Konferenz der EU-Politiker Bernd Lange, Vorsitzender des Handelsausschusses des Europaparlaments, auf. Im Jahre 2021 wird eine Verordnung zur Sorgfaltspflicht hinsichtlich dieser Konfliktmineralien in Kraft treten. Wir wollen nicht, dass Blut an dem Gold und an den anderen Mineralien klebt, so Bernd Lange.   

missio fördert seit vielen Jahren im Rahmen der Aktion Schutzengel die Hilfe für jene Menschen, die Opfer sexueller Gewalt in der Bürgerkriegsregion im Ost-Kongo geworden ist. Die Projektpartner Therese Mema und Father Justin Nkunzi bringen die überlebenden Frauen, Männer und Kinder zuerst in das Krankenhaus von Dr. Denis Mukwege. Danach erhalten sie seelsorgerisch-psychologische Hilfe in den durch Spenden aus Deutschland aufgebauten Trauma-Zentren.

Die Konferenz Demokratisierung in der Krise? – Situation und Perspektiven in der DR Kongo findet am 25./26. November in der Katholischen Akademie Berlin statt. Zahlreiche internationale Expertinnen und Experten aus Politik, Wirtschaft und Kirche suchen dabei nach Perspektiven für eine friedliche Zukunft des afrikanischen Landes. Die Rolle der Smartphone-Hersteller in Verbindung mit den sogenannten Konfliktmineralien rückt im Rahmen der missio-Konferenz dabei besonders in den Mittelpunkt.

Weitere Informationen zur Konferenz finden Sie im Programmflyer » oder auf der Website    .
Zudem steht Ihnen ein Pressefoto von der Petitionsübergabe am 25. November 2019 in Berlin zur freien Verwendung zur Verfügung.

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news-228 Wed, 20 Nov 2019 16:45:00 +0100 Friedensnobelpreisträger Dr. Mukwege in Berlin https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/friedensnobelpreistraeger-dr-mukwege-in-berlin/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 25. November 2019: Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen | Vortrag von Dr. Denis Mukwege im Rahmen der missio-Konferenz zur DR Kongo in Berlin Traumatisierte Opfer und straffreie Täter - der bleibende Skandal im Kongo lautet der Titel des Vortrags, den der Friedensnobelpreisträger Dr. Denis Mukwege am Montag, den 25. November, in Berlin halten wird. Die Veranstaltung findet um 20 Uhr im Hörsaal im Langenbeck-Virchow-Haus, Luisenstraße 59, statt. Im Anschluss an die Rede gibt es eine Gesprächsrunde, an der die missio-Projektpartnerin Thérèse Mema Mapenzi aus der Demokratischen Republik Kongo und der Präsident des World Health Summit, Prof. Dr. med. Detlev Ganten, teilnehmen werden.

Die Mission der beiden Kongolesen gehört zu den gefährlichsten der Welt. Auf der einen Seite ist da Thérèse Mema, die in der Bürgerkriegsregion des afrikanischen Landes für schwer verletzte und traumatisierte Frauen eine erste Anlaufstelle ist. Sie bringt die Opfer in das Panzi-Krankenhaus von Dr. Denis Mukwege. In den vergangenen 20 Jahren habe ich über 50.000 Frauen operiert, berichtet der renommierte Arzt, der 2012 nur knapp einem Mordanschlag entging. All diese Frauen und Mädchen wurden Opfer von sexueller Gewalt in einem Konflikt um wertvolle Mineralien, die für die Herstellung von Smartphones verwendet werden. Nach der medizinischen Behandlung durch Dr. Mukwege leistet Thérèse Mema in den von missio finanzierten Trauma-Zentren psychologische Hilfe.

Die öffentliche Abendveranstaltung wird eingebettet in die zweitägige missio-Konferenz Demokratisierung in der Krise? Situation und Perspektiven in der DR Kongo. Schirmherr ist Bundesminister Gerd Müller. Zahlreiche internationale Experten aus Politik, Wirtschaft, Kirche etc. suchen nach Perspektiven für eine friedliche Zukunft des afrikanischen Landes. Die Rolle der Smartphone-Hersteller in Verbindung mit den sogenannten Konfliktmineralien rückt im Rahmen der Konferenz in den Mittelpunkt. Pfarrer Dirk Bingener, Präsident von missio Aachen, wird die „Petition für Saubere Handys” mit 60.000 Unterschriften überreichen.

Der Eintritt zur missio-Veranstaltung mit dem Friedensnobelpreisträger Dr. Denis Mukwege ist frei. Die Teilnahme ist nur nach Anmeldung per E-Mail unter oder online unter www.katholische-akademie-berlin.de     möglich.

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news-226 Fri, 15 Nov 2019 09:25:45 +0100 Kameruns zivile Friedenskräfte brauchen internationale Unterstützung https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/kameruns-zivile-friedenskraefte-brauchen-internationale-unterstuetzung/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Im Südwesten Kameruns sind Priester entführt worden. Dort schwelt ein vergessener blutiger Konflikt. missio ruft die Bundesregierung auf, diplomatische Initiativen zur Beilegung des Konflikts zu stärken. Das katholische Hilfswerk missio Aachen fordert die Bundesregierung auf, sich im Rahmen ihrer Afrikapolitik stärker für die Stabilisierung Kameruns einzusetzen und schon bestehende Kontakte zu intensivieren. „Im Südwesten des Landes schwelt einer der schlimmsten vergessenen Konflikte Afrikas, in der die katholische Kirche als Vermittler und Friedensstifter zusehends in Bedrängnis gerät“, sagte Pfarrer Dirk Bingener, Präsident von missio Aachen. „Aufgrund der ungelösten politischen Probleme droht sich nach Berichten unserer Partner mittlerweile auch die christliche Gemeinschaft zu spalten“, so Bingener weiter.

Seit Jahren kämpfen im englischsprachigen Südwesten des ansonsten französischsprachigen Landes Rebellen für einen unabhängigen Staat. Das Militär Kameruns unterdrückt diesen Konflikt mit Gewalt. Mehrere Dörfer in der Region sind zerstört, 530.000 Menschen sind nach Schätzungen der Vereinten Nationen innerhalb Kameruns auf der Flucht, rund 36.000 Menschen sind ins Nachbarland Nigeria geflohen. Knapp 2.000 Todesopfer forderten die Kämpfe bereits. Die katholische Kirche vermittelt in diesem Konflikt und kritisiert sowohl die Gewalt der Rebellen als auch die der Polizei und des Militärs.

Bischof: Priester mit Wissen der Gemeinde entführt und ermordet

Gegenüber missio berichtete nun der Bischof » der Diözese Mamfe, Andrew Nkea, dass er seine Priester aus den am meisten gefährdeten Dörfern zurückgezogen habe. Das Bistum liegt im Herzen der Unruheregion. Anlass seien zwei Entführungen und zwei versuchte Entführungen von Priestern Ende Oktober und Anfang November gewesen. Zudem sei dort vor einem Jahr schon ein Priester getötet worden. Auch er selbst, so der Bischof weiter, werde bedroht.

Die Angreifer seien junge Männer aus diesen Dörfern, die politisch aufgewiegelt worden seien, und sich als Separatisten bezeichneten. Sie werfen Bischof Nkea dessen Teilnahme an nationalen Einigungs- und Friedensgesprächen in der Hauptstadt Kameruns vor. Für ihn sei es besonders schmerzlich, dass Mitglieder der christlichen Gemeinden von den Entführungsplänen gewusst hätten, und die Priester nicht warnten. Deshalb sehe er sich gezwungen, die Priester solange aus den Gemeinden zurückziehen, bis die jungen Separatisten ihre Waffen niederlegten und die Gemeinden sich wieder gewaltlos und konstruktiv für eine Lösung des Konflikts einsetzten, so Bischof Nkea.

„Dass sich Bischof Nkea zu diesem Schritt gezwungen sieht, zeigt die Dringlichkeit, mit der dieser vergessene Konflikt auf die internationale politische Agenda muss“, sagte Pfarrer Bingener. missio Aachen unterstützt in der Diözese Mamfe die Betreuung von Flüchtlingen. 

Hinweis: Am 26. März 2019 lehnte der Bundestag einen Antrag der Fraktion Die Grünen     zur Konfliktprävention in Kamerun ab.

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news-224 Wed, 13 Nov 2019 08:22:11 +0100 Woche der Goldhandys https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/woche-der-goldhandys/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Recycling: missio ruft zwischen dem 23. und 29.11.2019 zur Handy-Spendenaktion für einen guten Zweck auf Unter dem Titel „Woche der Goldhandys“ ruft das katholische Hilfswerk missio zwischen dem 23. und 29. November zum Spenden von ausgemusterten Handys auf. „Wir wenden uns mit der Mitmach-Aktion an alle Menschen, die ein altes Handy besitzen“, erklärt Pfarrer Dirk Bingener, Präsident von missio in Aachen. „Denn in deutschen Schubladen verstauben über 124 Millionen alte Geräte, die Gold wert sind“. Das Mitmachen bei der Aktion ist einfach: Aktuell gibt es über 400 öffentliche Stellen, an denen alte Handys gespendet werden können. Ebenso stellt missio kostenlose Aktionspakete für die Durchführung der Spendenaktion in Schulen, Gemeinden, Vereinen und Unternehmen zur Verfügung. Natürlich können ausgemusterte Handys auch direkt an missio geschickt werden.

Wie sinnvoll solche Recycling-Maßnahmen sind, zeigt die Tatsache, dass in 41 Smartphones so viel Gold enthalten ist wie in einer Tonne Golderz. Der Gesamtwert der Rohstoffe in allen Altgeräten in Deutschland beträgt mehr als 250 Millionen Euro. Inzwischen sind große Elektrofachmärkte ebenfalls auf die Idee des Recyclings aufmerksam geworden und testen sogenannte „Sell & Go-Automaten“, mit denen Altgeräte gekauft werden. Doch dieses kommerzielle Modell unterscheidet sich fundamental von missios Woche der Goldhandys. Anders als im Einzelhandel fließt bei missio ein Teilerlös des Recyclings als Spende in Hilfsprojekte im Kongo.

Der Termin der Aktionswoche wurde bewusst gewählt, da der 25. November der „Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen“ ist. Dieser Tag soll darauf aufmerksam machen, dass sexuelle Gewalt im Kongo als Kriegswaffe von Rebellen eingesetzt wird, während sie gezielt die Regionen mit den wertvollen Mineralien erobern, die für die Produktion von Smartphones benötigt werden.

missio ruft seit 2017 zum dritten Mal die Woche der Goldhandys aus. Bislang wurden über 125.000 alte Smartphones gespendet. Rund 16.000 der Altgeräte konnten wiederaufbereitet werden, die übrigen Handys wurden recycelt. Daraus wurden 2,5 Kilogramm Gold, 17 kg Silber und 835 kg Kupfer zurückgewonnen.

Das Recycling erfolgt ausschließlich in Europa, wo die wiederaufbereiteten Geräte der missio-Kooperationspartner Mobile-Box auf den Markt bringt.

Unter allen Teilnehmern der Handyspenden-Aktion verlost missio als Hauptpreis ein fair hergestelltes „Shiftphone“, als zweiten Preis ein wiederaufbereitetes Smartphone von „Futurephones“. Weitere Informationen zur „Woche der Goldhandys“ und eine Deutschlandkarte mit den Orten, wo Handys abgegeben werden können, sind zu finden unter www.missio-hilft.de/goldhandys »

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news-221 Tue, 05 Nov 2019 14:00:00 +0100 Hexenjagd in Papua-Neuguinea https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/hexenjagd-in-papua-neuguinea/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Foto-Ausstellung macht auf dramatische Menschenrechtsverletzungen aufmerksam Die Fotoausstellung „Hexenjagd in Papua-Neuguinea“ von Bettina Flitner dokumentiert den Kampf der Menschenrechtspreisträgerin Schwester Lorena Jenal gegen Hass und Gewalt. Zwischen dem 7. und 29. November werden die Bilder im Hause des Katholischen Hilfswerks missio in der Goethestraße in Aachen     präsentiert. „Wir wollen mit dieser Ausstellung auf die neue Welle von Menschenrechtsverletzungen in aktuell 29 Ländern aufmerksam machen, wo wehrlose Menschen als angebliche Hexen an den Pranger gestellt werden“, erläutert der Präsident von missio Aachen, Pfarrer Dirk Bingener. Während der Vernissage am 8. November wird die missio-Projekt-Partnerin Schwester Lorena Jenal über ihre Hilfsmaßnahmen berichten, mit den sie den bedrohten Menschen hilft. Auf einem Motiv ist eine Frau zu sehen, die gerettet werden konnte und die von der Ordensfrau psychologisch betreut wurde. Die Verbindungen zwischen den Menschenrechtsverletzungen in Ländern wie Papua-Neuguinea und der Geschichte der Hexenverfolgung in Aachen wird der Historiker Dr. Werner Tschacher aufzeigen.

Seit September war die Ausstellung in der Schweiz in dem historischen Anna-Göldi zu sehen, welches nach jener Frau begannt wurde, die 1782 im Rahmen der Hexenverfolgung getötet wurde. Nach Aachen werden die Bilder in Weimar präsentiert werden, wo Schwester Lorena 2018 mit dem Weimarer Menschenrechtspreis geehrt wurde.

Die Ausstellung bei missio wird ergänzt durch ein thematisches Angebot der Bibliothek im Hause missio mit rund 300 Publikationen zum Thema Hexenverfolgung und Hexenglauben.

Zu sehen sind die Bilder in dem missio-Gebäude in der Goethestraße 43, Eingang Anton-Kurze-Allee zu folgenden Öffnungszeiten: montags bis donnerstag 8 bis 17 Uhr und freitags 8 bis 13 Uhr. Der Eintritt ist frei, Schwester Lorena freut sich allerdings über Spenden für ihr missio-Projekt für die betroffenen Menschen. Weitere Informationen finden sich unter www.missio-hilft.de/hexen ».

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news-219 Thu, 17 Oct 2019 10:52:17 +0200 missio-Partner Erzbischof Shaw erhält Friedenspreis in Pakistan https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/missio-partner-erzbischof-shaw-erhaelt-friedenspreis-in-pakistan/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Erzbischof Sebastian Francis Shaw OFM ist mit dem nationalen Friedenspreis Pakistans ausgezeichnet worden. Der Erzbischof von Lahore ist Projektpartner von missio. Das katholische Hilfswerk missio Aachen gratuliert seinem Partner Erzbischof Sebastian Francis Shaw OFM aus Pakistan zur Auszeichnung mit dem Nationalen Friedenspreis seines Landes. Gestiftet ist der Preis vom Präsidenten Pakistans.

„Erzbischof Shaw ist eine herausragende Persönlichkeit der Weltkirche und der Kirche Pakistans. Unermüdlich und klug arbeitet er für den Frieden, den interreligiösen Dialog und eine sozial engagierte Kirche in seiner Heimat, die als Minderheit unter schwierigen Bedingungen lebt“, würdigte Pfarrer Dirk Bingener Erzbischof Shaw.

Sebastian Francis Shaw ist Erzbischof von Lahore und langjähriger Projektpartner von missio Aachen. Er leitet in der Bischofskonferenz von Pakistan die Kommission für interreligiösen Dialog und Ökumene. Erzbischof Shaw bringt immer wieder die Vertreter verschiedener Religionen, der Zivilgesellschaft und Politiker in Pakistan an einen Tisch. Besonders liegt ihm die Prävention von Gewalt und Konflikten in seiner Heimat am Herzen, die durch den Missbrauch von Religion geschürt werden.

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news-218 Thu, 17 Oct 2019 08:44:13 +0200 missio hilft christlichen Gemeinden in Nordsyrien https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/missio-hilft-christlichen-gemeinden-in-nordsyrien/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 missio Aachen hilft christlichen Gemeinden in Nordsyrien zunächst mit 10.000 Euro. Weitere Hilfen werden geprüft. Die Lage in Nordsyrien ist bedrückend. Das katholische Hilfswerk missio Aachen stellt zunächst 10.000 Euro Akuthilfe für drei christliche Gemeinden der chaldäischen Kirche in der umkämpften Region Nordsyrien zur Verfügung. Weitere Hilfen werden geprüft. Dies teilte missio Aachen heute mit.

„Wir sind mit unseren Partnern in Kontakt, für sie ist die Lage sehr unübersichtlich, sie schicken uns bedrückende Berichte“, so missio Aachen-Präsident Pfarrer Dirk Bingener. „Die Bundesregierung und die Europäische Union müssen alle diplomatischen Mittel ergreifen, um den Krieg jetzt endlich zu stoppen“, fordert Pfarrer Bingener.

Gegenüber missio Aachen berichtet der chaldäische Bischof Antoine Audo, dass bereits Komitees zur Versorgung von Flüchtlingen gebildet wurden, die kurdische, arabische und christliche Familien betreuen. Die christlichen Familien versuchten noch so weit als möglich auszuharren.

Angst vor Gräueltaten

Der syrisch-katholische Patriarch Ignace Youssef III. Younan von Antiochien, der für die syrisch-katholischen Gemeinden in der Region zuständig ist, drückt gegenüber missio Aachen die Befürchtung aus, dass „terroristische Banden aus Hass und Rache Gräueltaten gegen Zivilisten begehen“. Aus Gefängnissen entkommene Kämpfer des „Islamischen Staates“ stellten eine große Gefahr dar. Sie versuchten „eine Atmosphäre der Angst, der Not und des Chaos zu schaffen, bis es in unserer abgeschnittenen Region keine Christen mehr gibt“, so Patriarch Ignace Yousseff III. Younan.

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news-217 Tue, 15 Oct 2019 11:43:11 +0200 missio fordert Ende der Kämpfe in Nordsyrien https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/missio-fordert-ende-der-kaempfe-in-nordsyrien/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 missio Aachen fordert das Ende der Kämpfe in Nordsyrien. Die Bundesregierung soll diplomatische Initiativen starten, um zwischen den Konfliktpartnern zu vermitteln. Besondere Sorge gilt den Christen in der Region. Das katholische Hilfswerk missio Aachen ruft die Bundesregierung zu intensiveren diplomatischen Bemühungen gegenüber der Türkei im Nordsyrien-Konflikt auf. „Ziel muss es sein, dass die Kampfhandlungen sofort eingestellt werden“, sagte Pfarrer Dirk Bingener, Präsident von missio Aachen. „Die Bundesregierung sollte darauf drängen, dass die fragile ethnische und religiöse demographische Zusammensetzung der Region nicht zerstört wird und auch Minderheiten geschützt bleiben“, so Pfarrer Bingener.

„Die Lage in Nordsyrien ist sehr kompliziert, es sind sehr viele Parteien mit unterschiedlichsten Interessen beteiligt, deshalb braucht es eine aktuelle diplomatische Initiative der Bundesregierung, die zu vermitteln sucht“, fordert Pfarrer Bingener. 

In der nordsyrischen Grenzregion zur Türkei siedeln sunnitische Kurden, jesidische Kurden, sunnitische Araber sowie christliche Assyrer, Syro-Aramäer und Armenier. Die Christen hatten sich nach 1915 vor Verfolgungen im damaligen osmanischen Reich in diese Region gerettet, das damals französisches Mandatsgebiet war. Die christlichen Gemeinden dort wuchsen in den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts stark an. „Sie haben heute große Angst, dass sie jetzt zwischen alle politischen Fronten geraten. Viele sind nach dem Beginn der türkischen Intervention schon geflohen“, so Pfarrer Bingener weiter.

missio Aachen bereitet Hilfen für christliche Gemeinden vor

missio Aachen bereitet derzeit Hilfen für christliche Gemeinden im Nordosten Syriens vor. „Wir brauchen derzeit am drängendsten Unterstützung, um die Kinder weiter unterrichten zu können, medizinische Hilfe und Lebensmittel“, schreibt Antoine Audo, chaldäischer Bischof von Aleppo, der für die umkämpfte Region zuständig ist. „Wir danken missio auch für die Gebete, die für unsere Gläubigen so wichtig sind, damit sie sich von der Welt nicht vergessen fühlen“, so missio-Partner Bischof Audo.

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news-216 Fri, 11 Oct 2019 14:53:59 +0200 Friedensnobelpreis auch Auszeichnung für Kirche in Äthiopien https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/friedensnobelpreis-auch-auszeichnung-fuer-kirche-in-aethiopien/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 missio-Präsident Pfarrer Dirk Bingener begrüßt die Verleihung des Friedensnobelpreises an den äthiopischen Ministerpräsidenten Abiy Ahmed. missio Aachen verbindet schon eine langjährige Partnerschaft mit der Kirche in Äthiopien. „Das ist eine gute Entscheidung und gute Nachricht für ganz Afrika“, reagiert Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des katholischen Hilfswerkes missio Aachen, auf die Vergabe des Friedensnobelpreises an den äthiopischen Ministerpräsidenten Abiy Ahmed. „Das bedeutet auch eine Anerkennung für die katholische Kirche in Äthiopien, die den Friedens- und Aussöhnungskurs des Präsidenten von Anfang an begleitet und unterstützt hat“, so Pfarrer Bingener weiter. Die katholische Kirche in Äthiopien ist auch in nationalen Gremien vertreten, die die äthiopische Regierung berät, wie in Äthiopien der gesellschaftliche Zusammenhalt und internationale Friedensbemühungen gestärkt werden können.

Auf Vermittlung von missio Aachen war Erzbischof Berhane-Yesus Souraphiel 2018 auch mit Vertretern des Auswärtigen Amtes in Berlin im Gespräch, wie die Bundesrepublik den Bildungsauftrag der katholischen Kirche in Äthiopien unterstützen kann. missio hatte 2018 die Kirche aus Äthiopien zum Monat der Weltmission eingeladen.

missio unterstützt die katholische Kirche in Äthiopien seit Jahrzehnten. 2018 förderte missio 35 Projekte in Äthiopien mit rund 1 Million Euro. Hier können Sie die Kirche in Äthiopien unterstützen. » 

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news-215 Thu, 10 Oct 2019 17:00:00 +0200 „Seien Sie offen, seien Sie neugierig und seien Sie mutig!“ https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/seien-sie-offen-seien-sie-neugierig-und-seien-sie-mutig/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Amtseinführung von Pfarrer Dirk Bingener als Präsident von Kindermissionswerk und missio Aachen Mit einem Festgottesdienst in der Aachener Pfarrkirche St. Foillan und einem anschließenden Empfang im Stadtmuseum Centre Charlemagne wurde Pfarrer Dirk Bingener am Donnerstag in sein Amt als Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerks missio Aachen und des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘ eingeführt. Rund 200 Gäste aus Deutschland und aus der Weltkirche, darunter der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick sowie Ortsbischof Helmut Dieser, kamen dazu in die Kaiserstadt Aachen.

„Wir wollen auf attraktive Weise Kirche sein
„Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe und bedanke mich für das in mich gesetzte Vertrauen. Gott sei Dank bin ich nicht allein“, sagte Pfarrer Bingener. „Gemeinsam mit den Mitarbeitenden der beiden Häuser, den Partnerinnen und Partnern hier in Deutschland und der Weltkirche sind wir aufgerufen, neue Wege zu gehen und so auf attraktive Weise Kirche sein“ , so Pfarrer Bingener weiter.

Menschenrechte und Menschenwürde im Blick
Erzbischof Ludwig Schick betonte anlässlich der Amtseinführung die Bedeutung von Mission und Evangelisierung. „Evangelisieren ist in unserer Zeit, in der wir uns in einer Schwellensituation in Deutschland, in Europa und in der ganzen Welt befinden, eine äußerst wichtige und anspruchsvolle Aufgabe.“ Mission bedeute Auftrag und Sendung, das Evangelium zu verkünden, was alle Dimensionen des Lebens umfasse, sagte Schick, der als Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Bischofskonferenz auch für die kirchlichen Hilfswerke zuständig ist. „Jede einzelne Person soll im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe leben können“ , so der Erzbischof. Die Politik solle die Menschenwürde und die Menschenrechte aller im Blick haben und fördern und weltweit für Gemeinsinn und Gemeinwohl eintreten. Pfarrer Bingener wünschte er Glück und Segen für seine neuen Aufgaben.

Herausforderung, missionarisch Kirche zu sein
Ortsbischof Dr. Helmut Dieser begrüßte Dirk Bingener im Bistum Aachen. „Die kommenden Jahre werden große Veränderungen mit sich bringen – für unsere Bistümer in Deutschland genauso wie für die Hilfswerke. Allein schon die Altersstruktur unserer Gemeinden und ihrer Spender stellt uns gemeinsam vor die Aufgabe, unsere Anliegen gezielt jungen Menschen überzeugend und glaubwürdig nahezubringen.“ Die Herausforderung, „missionarisch Kirche zu sein  , wolle man mutig annehmen. „Wir freuen uns dabei auf gute Nachbarschaft, Austausch und Zusammenarbeit mit Ihnen.“

Schwester Lissamma Antony aus der indischen Diözese Imphal gab als Vertreterin der weltkirchlichen Partner Pfarrer Bingener charmant einen guten Rat. „Bleiben Sie nah an den Menschen. Nichts kann den persönlichen Kontakt, das persönliche Gespräch ersetzen. Nähe und Verständnis, die Teilnahme an den Freuden und Sorgen der Menschen sind viel mehr wert als alles andere auf der Welt. Seien Sie den Menschen zugewandt. Die Begegnung ist es, die den Menschen das Evangelium bringt. Darum seien Sie offen, seien Sie neugierig und seien Sie mutig!“ Und sie sang für Pfarrer Bingener zur Amtseinführung ein Lied. »

Ein farbenfrohes Bild von den Sternsingern
Neun Sternsinger aus Köln-Longerich hatten für den neuen Präsidenten eine besondere Überraschung. Gemeinsam mit ihrer Schulleiterin Regina Merkl überreichten die Mädchen und Jungen Pfarrer Bingener ein farbenfrohes und großes Sternsingerbild, das sie gemeinsam mit dem Kölner Künstler Hans Christian Rüngeler gestaltet hatten.

Sie machen mir heute so viel Mut – danke“
Papst Franziskus hat die Christinnen und Christen aufgerufen, jeden kleinen Erfolg im Dienst an den Menschen und der Schöpfung Gottes zu feiern. „In diesem Sinne bedanke ich mich bei allen, die mir und den beiden Hilfswerken heute hier so viel Mut machen“ , freute sich Pfarrer Bingener. „Besonders danken möchte ich den Sternsingern aus Köln-Longerich für ihre gelungene Überraschung“ , so der neue Präsident des Kindermissionswerkes ,Die Sternsinger‘ und missio Aachen.

Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ – das Hilfswerk an der Seite der Sternsinger
Mehr als 1.800 Projekte für Not leidende Kinder weltweit werden jährlich vom Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ unterstützt. Einnahmen in Höhe von insgesamt rund 78,4 Millionen Euro standen dem Hilfswerk an der Seite der Sternsinger 2018 für seine Arbeit zur Verfügung. Gefördert wurden Projekte in 111 Ländern. Den größten Beitrag leistet jährlich rund um das Fest der Heiligen Drei Könige am 6. Januar die gemeinsam mit dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) getragene Aktion Dreikönigssingen.

missio – weltweit vernetzt für Menschen in Not
Das Internationale Katholische Missionswerk missio Aachen unterstützt die Seelsorge und Sozialarbeit der katholischen Kirche in Afrika, Asien und Ozeanien für Menschen in Not. Ihnen eröffnet eine ganzheitliche Pastoral der Kirche vor Ort neue Perspektiven und vermittelt Halt im Alltag. Daneben unterstützt missio kirchliche Partner in Afrika, Asien und Ozeanien, die sich für Religionsfreiheit, soziale Gerechtigkeit, Frieden und Versöhnung einsetzen. 2018 förderte missio Aachen mit rund 46,5 Millionen Euro 1.192 Projekte und Aktionen in 96 Ländern.

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Lesen Sie hier mehr zur Einführung von Pfarrer Dirk Bingener als Präsident des Kindermissionswerks und von missio Aachen

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news-214 Wed, 09 Oct 2019 13:08:43 +0200 Gemeinsames Engagement der „Kirche im Europa-Park“ und missio https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/gemeinsames-engagement-der-kirche-im-europa-park-und-missio/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Seit vielen Jahren besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Europa-Park und dem Internationalen Katholischen Missionswerk missio Aachen. Die christliche Nächstenliebe steht für die Inhaberfamilie Mack dabei im Mittelpunkt, wie Jürgen Mack bei einem Treffen betonte. Seit 2005 bietet die „Kirche im Europa-Park“ mit den beiden Parkseelsorgern Andreas Wilhelm und Martin Lampeitl eine Anlaufstelle und einen Ort der Ruhe inmitten des quirligen Treibens. „Den Menschen eine Freude machen“

Seit vielen Jahren besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Europa-Park und dem Internationalen Katholischen Missionswerk missio Aachen. Die christliche Nächstenliebe steht für die Inhaberfamilie Mack dabei im Mittelpunkt, wie Jürgen Mack bei einem Treffen betonte. Seit 2005 bietet die „Kirche im Europa-Park“ mit den beiden Parkseelsorgern Andreas Wilhelm und Martin Lampeitl eine Anlaufstelle und einen Ort der Ruhe inmitten des quirligen Treibens. Außerdem werden in Deutschlands größtem Freizeitpark jährlich über 100 Taufen und Hochzeiten gefeiert.

Vor 13 Jahren hat sich die „Kirche im Europa-Park“ entschlossen, eine Taufspendenaktion in Kooperation mit dem global wirkenden Hilfswerk missio ins Leben zu rufen. Bei jeder Taufe, die im Europa-Park gefeiert wird, werden Spenden für missio-Projekte gesammelt. Zurzeit kommen die Spenden der Volksgruppe der Nyangatom im Dreiländereck von Kenia, dem Südsudan und Äthiopien zugute. Um der bedrohlichen Wasserknappheit in dieser Region entgegenzuwirken, wurden seit 2015 durch das Missionswerk bereits acht Brunnen gebaut. Außerdem erhalten die Menschen vor Ort Zugang zu Medikamenten und notwendigen Hilfsmitteln. Die „Kirche im Europa-Park“ setzt sich auch weiterhin für das Engagement des Hilfswerks missio ein, um die Versorgung der Bedürftigen in den Krisengebieten Afrikas zu gewährleisten.

Bei einem Treffen mit Mitarbeiterinnen von missio Aachen sowie Jürgen und Mauritia Mack bekräftigte der Europa-Park Inhaber den Einsatz für die humanitäre Hilfe. Im Rahmen der missio-Aktion #MyMission », die auch in der Norwegischen Stabkirche von Deutschlands größtem Freizeitpark Halt machte, bietet das Hilfswerk den Menschen die Möglichkeit, Antwort auf die Frage zu geben, was sie in ihrem Leben antreibt. „Den Menschen eine Freude machen“, nannte Jürgen Mack dabei spontan seine ganz eigene Mission.

Der Europa-Park ist in der Sommersaison 2019 bis zum 3. November täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet (längere Öffnungszeiten in der Hauptsaison). Infoline: 07822 / 77 66 88. Weitere Informationen auch unter www.europapark.de    

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news-213 Sun, 06 Oct 2019 15:30:00 +0200 missio Aachen und Bistum Münster eröffnen größte katholische globale Solidaritätsaktion https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/missio-aachen-und-bistum-muenster-eroeffnen-groesste-katholische-globale-solidaritaetsaktion/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Kirche aus Nordostindien bis zum 27. Oktober Gast in Deutschland - missio-Präsident Pfarrer Bingener: „Es gilt mit langem Atem Not und Leid zu lindern” Das internationale katholische Hilfswerk missio Aachen, das Bistum Münster und Vertreter der Kirche aus Nordostindien haben heute bundesweit die missio-Aktion zum Weltmissionssonntag am 27. Oktober eröffnet. Dann sammeln missio-Werke in rund 100 Ländern Spenden für die Seelsorge, Ausbildung und katholische Sozialarbeit der Kirche in den ärmsten 1.100 Bistümern der Welt. 2018 konnte missio Aachen 3,86 Millionen Euro für diese größte katholische globale Solidaritätsaktion zur Verfügung stellen. Weltweit werden am Weltmissionssonntag jährlich etwa zwischen 85 und 90 Millionen Euro gespendet. Verbunden war die Eröffnung mit einem großen Erntedankfest der Katholischen Landvolkbewegung (KLB) und der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB).

Leitwort „Wir sind Gesandte an Christi statt

Unser Auftrag als Kirche ist einfach und schwer zugleich. Es gilt mit langem Atem Not und Leid zu lindern, Perspektiven zu eröffnen und so zu zeigen, wie Gott ist, sagte der neue missio-Präsident Pfarrer Dirk Bingener. Dabei ist uns die Kirche von Nordostindien ein guter Partner in der Verbindung von Seelsorge und kirchlicher Sozialarbeit in den entlegensten Regionen Indiens, so Bingener.

Die missio-Aktion zum Weltmissionssonntag 2019 steht unter dem Leitwort Wir sind Gesandte an Christi statt . Dieses Wort stammt von Apostel Paulus.

Was dieses Leitwort des Weltmissionsmonats bedeuten kann, machte Münsters Bischof Dr. Felix Genn deutlich: „Wir alle sind als Christinnen und Christen dazu aufgefordert, zu den Menschen hinzugehen, von Jesus zu erzählen. Die Touring Sisters, die im Nordosten Indiens in die entlegenen Dörfer gehen und dort mit den Menschen eine Weile leben, können uns ein Vorbild sein.“ Und er sagte weiter: „Jeder ist dazu aufgefordert, das Gut unserer Schöpfung zu bewahren. Jeder kann etwas tun, und darauf achten, zum Beispiel beim eigenen Konsum.“

Kirche aus Nordostindien für ihre Friedensarbeit bekannt

In diesem Jahr berichten in Deutschland aus Anlass des Weltmissionssonntags bis zum 27. Oktober elf Ordensschwestern, Priester und Bischöfe der Kirche aus Nordostindien in rund 250 Veranstaltungen über ihre Arbeit. Die Kirche dort ist eine junge Kirche. Das jüngste Bistum wurde 2005 gegründet. Die Region ist politisch instabil und wirtschaftlich wenig entwickelt. Gesellschaftliche Spannungen brechen immer wieder gewalttätig auf. Die kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter helfen der armen Bevölkerung, sorgen für Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen, engagieren sich gegen Menschenhandel und Ausbeutung. Bekannt ist die nordostindische Kirche für ihre erfolgreiche Friedensarbeit und innovative Methoden der Konfliktlösung. So ist sie ein gutes Beispiel dafür, wie Christinnen und Christen, die mit Spenden aus dem Weltmissionssonntag unterstützt werden, heute in Afrika, Asien oder Ozeanien für das Gemeinwohl arbeiten.

Beendet wird die missio-Aktion zum Weltmissionssonntag für Deutschland von missio München am 27. Oktober in Bamberg. 

Mehr Infos gibt es unter www.missio-hilft.de/wms » - zudem steht Journalisten eine Pressemappe » zur Verfügung.

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Lesen Sie hier mehr über die Eröffnung des Monats der Weltmission in Münster:

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news-212 Wed, 02 Oct 2019 14:30:00 +0200 Weltmissionsmonat 2019 wird am 6. Oktober in Münster eröffnet https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/missio-weltmissionsmonat-2019-wird-am-6-oktober-in-muenster-eroeffnet/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Bischof Genn: Weltkirchlicher Erntedank betont gemeinsame Verantwortung - missio-Präsident Bingener: Gesellschaftlichen Zusammenhalt durch ganzheitliche Seelsorge stärken Wir sind Gesandte an Christi statt. So lautet das Motto des diesjährigen Monats der Weltmission des Hilfswerk missio, der am Sonntag bundesweit in Münster eröffnet wird. Doch nicht nur das: Unter dem Titel Mission LEBEN findet auf dem Domplatz am Sonntag, 6. Oktober, ein weltkirchliches Erntedankfest, gemeinsam mit der Katholischen Landbewegung (KLB) und der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) sowie elf Gästen aus Nordost-Indien, der diesjährigen Partnerregion des Weltmissionsmonats, statt. Worum es dabei geht, stellten Bistum, missio und Landverbände am Mittwoch in Münster vor.

Wir sind Gesandte an Christi statt – das hat für Münsters Bischof Dr. Felix Genn vor allem die Dimension, dass Christen ausgesandt ist, von der Frohen Botschaft, von Jesus zu erzählen, denn andere Hände als unsere hat Jesus nicht. Sinnbild ist für Genn, ein handgeschnitztes Bildnis des gekreuzigten Christus in der Münsteraner Kirche St. Ludgeri, dem seit einem Bombenangriff 1944 beide Arme fehlen, und die die Inschrift ziert: Ich habe keine anderen Hände als die Euren. Besonders, betont Genn, lebten diesen Gedanken, die Botschaft Jesu zu den Menschen zu bringen, die Touring Sisters im Nordosten-Indiens. Die Ordensfrauen gehen in die Bergdörfer, teilen das Leben der Menschen und machen so auf beeindruckende Weise deutlich, was es heißt, gesandt zu sein , sagt der Bischof. Und wenn wir , erklärt er weiter, dieses Beispiel ernst nehmen, dann sind die Taten, die den Worten folgen müssen klar: Als Kirchenvertreter müssen wir wieder sehr viel stärker zu den Menschen hingehen. Wir dürfen nicht länger warten, bis sie zu uns kommen, denn das tun die Allermeisten nicht mehr. Und wovon könnten Christinnen und Christen berichten, wenn sie aus dieser Begrenztheit ausbrechen? Zum Beispiel davon, dass wir dazu aufgerufen sind, verantwortungsvoll mit der Schöpfung umzugehen, wird Genn konkret und fährt fort: Wir handeln zu oft so, als hätten wir noch eine Welt in Reserve. Doch verantwortungsloses Konsumverhalten hat nicht nur Auswirkungen auf künftige Generationen, sondern schon heute auf die Menschen in den ärmsten Ländern der Welt, auf die missio den Fokus richtet. Das Thema der Schöpfungsbewahrung habe für Christinnen und Christen allerhöchste Priorität. Das weltkirchliche Erntedankfest macht deutlich, dass wir alle zusammen verantwortlich sind. Ich freue mich, dass es in Münster stattfindet, betont er.

Die Kirche im Nordosten Indiens, so missio Aachen Präsident Pfarrer Dirk Bingener, verbinde beispielhaft Seelsorge und kirchliche Sozialarbeit mit dem Einsatz für Frieden und Menschenrechte. Angesichts von Nationalismus und Populismus weltweit, beweisen unsere Partner, wie durch ganzheitliche seelsorgerische Arbeit der gesellschaftliche Zusammenhalt in instabilen Regionen gestärkt wird, macht er deutlich. Die Herausforderungen, denen sich die sehr junge Kirche in Nordost-Indien stellt, reichten von illegalem Kohleabbau bis zu Menschenhandel auf Teeplantagen. Landwirtschaft sei nahezu die einzige Erwerbsmöglichkeit. Mission bedeutet für den neuen missio-Präsidenten zu strahlen und andere Menschen damit anzustecken.

Der emeritierte Erzbischof von Guwahati, Thomas Menamparampil, legt am Mittwoch den Fokus auf die Friedensarbeit. Seit mehr als 20 Jahren vermitteln der indische Erzbischof und sein ökumenisches Friedensteam erfolgreich zwischen verfeindeten Gruppen in Nordostindien. Früher habe ich viel mit jungen Menschen gearbeitet, habe sie eingeladen, selbst zu Missionaren zu werden und auf den Spuren Jesu zu wandeln, berichtet Menamparampil. Konflikte zwischen zwei Ethnien in der Region, bei denen rund 150.000 Menschen ihr Zuhause verloren haben, hätten schließlich dazu geführt, sich dem Thema Frieden zu widmen. Wir haben uns mit der Frage beschäftigt, wie die Wut im Menschen reduziert werden kann, sagte der Erzbischof. Die Methode des Friedensteams: nicht verhandeln und überzeugen, sondern zuhören, Mitgefühl zeigen und für Kompromisse werben. Nach sichtbarem Erfolg sei die Methode auch staatlicherseits zur Konfliktlösung anerkannt worden. Zuhören und einander mit Respekt begegnen, das brauchen wir auch in der heutigen Zeit überall auf der Welt, betonte der emeritierte Geistliche.

Menamparampil dankt den Deutschen für die Gastfreundschaft und dafür, dass deutsche Missionare den Katholizismus nach Indien gebracht haben. Heute gibt es bei uns eine lebendige Kirche mit rund zwei Millionen Katholiken, dafür sind wir sehr dankbar“, sagt der Erzbischof.

Das, internationale Freundschaften und das Bewusstsein für die Bewahrung der Schöpfung seien die Gemeinsamkeiten, die die Landverbände im Bistum Münster mit missio und den Menschen im Nordosten Indiens verbänden, verdeutlicht Pfarrer Bernd Hante, Diözesanpräses von KLB und KLJB. Ein gemeinsames Grundthema ist, dass junge Menschen Perspektiven brauchen, um im ländlichen Raum zu leben. Mission LEBEN, ist sich Hante sicher, erweitere den Horizont und schärfe Bewusstsein für internationale Herausforderungen.

Der Klimawandel und die Ausbeutung von Ressourcen sind es, die Margret Schemmer, Diözesanvorsitzende der KLB im Bistum Münster, beschäftigen. Der Klimawandel ist greifbar und die schlimmsten Folgen sind schon jetzt in anderen Ländern sicht- und spürbar, sagt sie und fügt hinzu: Wir freuen uns auf einen intensiven Austausch mit den Gästen aus Nordost-Indien über die unterschiedlichen Lebenswelten, die doch das gemeinsam haben, dass das Leben auf dem Land und mit einer sich wandelnden Natur von zentraler Bedeutung ist. Am Samstagabend seien die indischen Gäste in unterschiedlichen Gemeinden im Bistum zu Gast, um den Erntedank mitzufeiern. Gerade am Erntedankfest wird uns bewusst, dass die Ernte nicht selbstverständlich ist, knüpft Theresa Mehring, Diözesanvorsitzende der KLJB im Bistum Münster, an. "Es ist es gut, dieses weltkirchliche Erntedankfest zu feiern, um sich bewusst zu machen, dass es nicht allen Menschen auf der Erde so gut geht wie uns in Deutschland. Im Vorfeld des Weltmissionsmonats hatte die KLJB sich an der missio-Handysammelaktion beteiligt; tausende Altgeräte sind zusammengekommen.

Die Gäste aus dem Nordosten Indiens sind im Vorfeld der feierlichen Eröffnung am Sonntag unter anderem in den Regionen des Bistums unterwegs. Wir möchten zeigen, wie Kirche bei uns im Bistum gelebt wird, sagt Hans-Georg Hollenhorst, missio-Diözesanbeauftragter des Bistums Münster. Recklinghausen, Lüdinghausen, Borken-Gemen, Greven, Freckenhorst, Münster-Nienberge oder Dülmen-Hiddingsel sind die Stationen. Neben dem Kennenlernen der Kirche im Bistum Münster feiern die Gäste Erntedankgottesdienste mit und erleben einen typischen münsterländischen Herdfeuerabend.

Außerdem auf dem Besuchsprogramm stehen ein Besuch im Friedenssaal Münster mit Empfang durch Bürgermeisterin Karin Reismann und die Teilnahme am Ordenstag im Mutterhaus der Mauritzer Franziskanerinnen in Münster, bevor es nach dem Fest am Sonntag in die missio-Zentrale nach Aachen und von dort weiter in die deutschen Bistümer geht.

Mehr Informationen rund um die Eröffnung, den Weltmissionsmonat an sich, die Partnerregion Nordost-Indien und vieles mehr gibt es im Internet:
https://www.bistum-muenster.de/mission-leben    
https://www.missio-hilft.de/mitmachen/weltmissionssonntag-2019/    

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news-209 Tue, 01 Oct 2019 11:00:00 +0200 Patricia Kelly eröffnet missio-Aktion #MyMission https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/patricia-kelly-eroeffnet-missio-aktion-mymission/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 „Was ist Deine Mission? Was treibt Dich an?” – Katholisches Hilfswerk sucht Antworten in den Sozialen Medien – Patricia Kelly singt mit missio-Chor das Lied „Getauft und gesandt” Meine Mission ist es, Menschen mit meiner Musik glücklich zu machen, damit sie andere mit diesem Glück anstecken können. So hat die Sängerin Patricia Kelly heute als Schirmherrin die Aktion #MyMission von missio Aachen offiziell eröffnet. Das Hilfswerk will im Netzwerk von rund 100 Päpstlichen Missionswerken weltweit eine Million Menschen bewegen, die FrageWas ist Deine Mission? mit einem Post in den Sozialen Medien zu beantworten. #MyMission ist der Beitrag zum Außerordentlichen Monat der Weltmission, den Papst Franziskus, der oberste Chef aller missio-Werke, für diesen Oktober ausgerufen hat.

Wenn ich singe, sollen die Menschen, ob sie nun gläubig sind oder nicht, die Energie spüren, die mir dieses tolle Gefühl gibt, von Gott geliebt zu sein, erzählte missio-Botschafterin Patricia Kelly im Gespräch mit Pfarrer Dirk Bingener, dem neuen Präsidenten von missio Aachen. Sie sang in Aachen mit dem missio-Chor das offizielle Aktions-Lied Getauft und gesandt zum Außerordentlichen Monat der Weltmission  – als einfaches Chormitglied, wie sie betonte.

Pfarrer Bingener: „Was hat Gott mit mir und nur mit mir vor?“

Wer Patricia Kelly begegnet und ihre Musik hört, der spürt, wie sehr der Glaube beflügeln und ermutigen kann, um dann dazu beizutragen, die Welt zu einem besseren Ort zu machen, sagte Pfarrer Bingener. So strahlt ein missionarischer Mensch und verbindet seinen Glauben mit dem Engagement für andere.

Die eigene Mission zu finden, ist für jeden Menschen ein wichtiger und spannender Prozess. Wofür bin ich auf dieser Welt? Was hat Gott mit mir und nur mit mir vor? Wozu kann ich aus ganzem Herzen Ja sagen? Wir sind gespannt auf das, was uns die Menschen als ihre eigene Mission mitteilen, freut sich Pfarrer Bingener auf die Posts unter #MyMission.

Patricia Kelly: „Mehr Liebe und Toleranz wagen“

Jeder Mensch hat etwas, was ihn antreibt, was ihm wichtig ist, für das er brennt, in der Familie, unter Freunden, in der Kirche oder wo auch immer, teilt bitte Eure ganz persönliche Mission mit missio, rief Patricia Kelly ihre Fans auf, bei #MyMission mitzumachen. Denn ich bin echt stolz, Teil der missio-Familie zu sein, bekannte die Sängerin. missio unterstützt tolle Ordensschwestern, Priester und Gläubige in Afrika, Asien und Ozeanien, die helfen jeden Tag ganz selbstverständlich allen Menschen, egal welcher Religion sie angehören oder welche Hautfarbe sie haben, damit sie in Würde leben können, sagte Patricia Kelly. Wenn wir alle uns noch viel mehr zu unserer ganz persönlichen Mission bekennen und sie leben, dann können wir gemeinsam so viel erreichen, dann können wir mehr Liebe und mehr Toleranz wagen, sagte die Sängerin.

Mehr zur Aktion #MyMission finden Sie unter www.missio-hilft.de/mymission    .

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news-205 Thu, 22 Aug 2019 11:24:05 +0200 missio Aachen steigert Hilfe für bedrängte und verfolgte Christen https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/missio-aachen-steigert-hilfe-fuer-bedraengte-und-verfolgte-christen/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Katholisches Hilfswerk stellt Jahresbericht 2018 vor – missio-Vizepräsident: „Interreligiösen Dialog stärken" Das katholische Hilfswerk missio Aachen hat 2018 sein gesamtes Projekt- und Kampagnenvolumen um knapp 300.000 Euro auf 46,5 Millionen Euro gesteigert. In 96 Ländern wurde kirchliche Sozialarbeit, Seelsorge, Ausbildung und Akuthilfe mit 1.192 Projekten von missio unterstützt, das sind 30 mehr als 2017. So können die missio-Partner der Kirche in Afrika, Asien und Ozeanien professionell Menschen in Not vor Ort helfen und langfristige Lebensperspektiven für sie schaffen. Dies geht aus dem Jahresbericht 2018 von missio Aachen hervor.

Dass wir unsere Projektzusammenarbeit auf hohem Niveau stabilisieren können, ist für die Menschen in unseren Partnerländern im wahrsten Sinne des Wortes überlebensnotwendig und bleibt für uns höchste Priorität, sagte Dr. Gregor Freiherr von Fürstenberg, Vize-Präsident von missio Aachen, bei der Vorstellung des Berichtes. Denn unsere Partner arbeiten in Regionen, in denen die Menschen verstärkt Gewalt, sozialer Ungerechtigkeit und den Folgen des Klimawandels ausgesetzt sind. Für sie sind unsere kirchlichen Partner oft die einzige Hoffnung, so von Fürstenberg.

Hilfe für verfolgte und bedrängte Christen um 825.000 Euro gesteigert

In acht von zehn Ländern, in denen die Religionsfreiheit weltweit am stärksten verletzt wird, leben und arbeiten Partner von missio. Das Hilfswerk steigerte dort 2018 seine Hilfe für bedrängte und verfolgte Christen um rund 825.000 Euro auf 6,6 Millionen Euro. Wir können nicht nur das Schicksal verfolgter Christen beklagen, sondern müssen die Kirchen vor Ort langfristig im Alltag unterstützen, damit sie durch eine gute Bildungs- und Sozialarbeit, durch die Fähigkeit zur Konfliktprävention und interreligiösen Dialog gesellschaftliche Anerkennung erfahren und selbst ihre Lage verbessern können, sagte von Fürstenberg. Zu diesen von Einschränkungen der Religionsfreiheit am meisten betroffenen missio-Partnerländern zählen China, Iran, Indien, Syrien, Irak, Nigeria, Ägypten und Indonesien.      

Den missio - Jahresbericht 2018 finden Sie unter dieser Pressemitteilung zum Nachlesen sowie unter www.missio-hilft.de/jahresbericht » zum Download.

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news-201 Mon, 22 Jul 2019 13:00:00 +0200 Pfarrer Dirk Bingener neuer Präsident vom Kindermissionswerk ,Die Sternsinger‘ und missio Aachen https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/pfarrer-dirk-bingener-neuer-praesident-vom-kindermissionswerk-die-sternsinger-und-missio-aachen/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Er folgt auf Prälat Dr. Klaus Krämer, dessen Amtszeit am 31. Juli endet. Bingener ist Mitglied der Konferenz Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, in der alle weltkirchlichen Akteure der katholischen Kirche zusammengeschlossen sind. Pfarrer Dirk Bingener (47) wird neuer Präsident vom Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ und dem Internationalen Katholischen Missionswerk missio Aachen. Der gebürtige Siegener wurde für das Kindermissionswerk ,Die Sternsinger‘ von der Deutschen Bischofskonferenz und für missio Aachen auf Vorschlag der Deutschen Bischofskonferenz von der Kongregation für die Evangelisierung der Völker in Rom als Präsident der beiden katholischen Hilfswerke ernannt. Er tritt seine Ämter voraussichtlich im Herbst diesen Jahres an. Bingener ist den Sternsingern schon lange bekannt, da er bis jetzt als Bundespräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), Mitträger der Aktion Dreikönigssingen, tätig war. Er folgt auf Prälat Dr. Klaus Krämer, dessen Amtszeit am 31. Juli endet. Bingener ist Mitglied der Konferenz Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, in der alle weltkirchlichen Akteure der katholischen Kirche zusammengeschlossen sind.

„Ich bin dankbar für diese neue Aufgabe und freue mich sehr auf die Begegnungen und Herausforderungen. Gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von missio Aachen und dem Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ wird es auch in Zukunft darum gehen, weltkirchliche Solidarität konkret zu leben, um ihr so ein glaubwürdiges, den Menschen zugewandtes Gesicht zu geben", sagt Pfarrer Bingener in einer ersten Stellungnahme.

Infos zu den Werken

Das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ ist das internationale Kinderhilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland. Mit jährlichen Einnahmen in Höhe von ca. 80 Millionen Euro unterstützt das Werk rund 2.000 Kinderhilfsprojekte in den ärmeren Ländern der Welt.

missio Aachen im Verbund mit rund 100 Päpstlichen Missionswerken weltweit fördert die katholische Kirche in Afrika, dem Nahen Osten, Asien und Ozeanien. 2018 stellte missio Aachen rund 46,5 Millionen Euro für Projektarbeit zur Verfügung. Davon wurden 1.192 Projekte der Partner in 96 Ländern in den Bereichen Ausbildung, Pastoral- und Sozialarbeit, Infrastruktur, Akuthilfe und Religionsfreiheit finanziert.

Hinweis für Journalistinnen und Journalisten: Für Interviews und Statements steht Pfarrer Dirk Bingener ab dem 28. August zur Verfügung.

Fotos, Lebenslauf und die Stellungnahme (Audio) von Pfarrer Bingener stehen Ihnen nachfolgend zur Verfügung:

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news-200 Fri, 19 Jul 2019 16:20:37 +0200 Kindermissionswerk ,Die Sternsinger’ und missio entsenden Freiwillige in alle Welt https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/kindermissionswerk-die-sternsinger-und-missio-entsenden-freiwillige-in-alle-welt/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Mit einer Aussendungsfeier in der Kapelle des Kindermissionswerks ,Die Sternsinger’ in Aachen sind am heutigen Freitag, dem 19. Juli, 16 junge Frauen und Männer in ihren Freiwilligendienst (FWD) verabschiedet worden. Anfang August brechen die Freiwilligen für ein Jahr nach Benin, Ecuador, Kambodscha, Malawi, Mexiko, Peru, auf die Philippinen, Südafrika und Uganda auf. Sie kommen aus den (Erz-)Bistümern Aachen, Bamberg, Erfurt, Freiburg, Hildesheim, Köln, Münster und Trier und nehmen am gemeinsamen Freiwilligendienst vom Kindermissionswerk und von missio, dem Internationalen Katholischen Missionswerk in Aachen, teil.

Projektpartner vor Ort unterstützen

Ein Jahr lang werden die jungen Frauen und Männer die tägliche Arbeit der Projektpartner vor Ort unterstützen. Dabei übernehmen sie pädagogische, pflegerische sowie hauswirtschaftliche Aufgaben und helfen in der Betreuung von Kindern. Zur Vorbereitung auf ihren Freiwilligendienst haben sie Sprachkurse und Seminare besucht. Ziel des Freiwilligendienstes ist es, durch die Mitarbeit in den Projekten voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu unterstützen. Die Freiwilligen werden mit einer für sie neuen Kultur und Lebensweise konfrontiert und erfahren, wie Menschen anderer Länder ihr Leben meistern und ihren Glauben leben.

„Ich freue mich einfach, aus unserem Luxus herauszukommen und eine andere Lebensrealität kennenzulernen“, sagt Malaika Kerime aus Hückelhoven (Bistum Aachen), die sich zu ihrem FWD nach Peru aufmacht. „Ich will mit den Menschen dort reden und ein Stück von meinem Luxus zurückgeben und mir bewusst darüber werden, wie gut es uns hier geht. Ich denke, wenn ich zurückkomme, kann ich all das, was jetzt selbstverständlich für mich ist, wieder mehr wertschätzen“, so die 18-Jährige. Und auch Hannah von Schmettau (18) aus Erfurt (Bistum Erfurt) blickt voller Vorfreude auf ihre Zeit in Uganda: „Ich freue mich auf die Menschen und die vielen Erfahrungen, die auf mich warten. Ich hoffe, ich kann alles umsetzen, was ich mir vorgenommen habe. Ich bin sicher, es wird ein tolles Jahr.“

Bewerbung für nächstes Jahr ab sofort möglich

Die Bewerbungsphase für den nächsten Freiwilligendienst hat bereits begonnen, Bewerbungsschluss ist der 13. Oktober 2019. Interessierte können sich online für ein Freiwilliges Jahr in Afrika, Asien oder Lateinamerika bewerben. Informationen zum Freiwilligenprogramm vom Kindermissionswerk und missio und den einzelnen Projekten sind leicht und übersichtlich abrufbar. Alle weiteren Informationen und die Kontaktdaten der Ansprechpartner gibt es unter: www.mein-eine-welt-jahr.de    .

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news-199 Fri, 12 Jul 2019 13:40:00 +0200 Prälat Dr. Klaus Krämer als Präsident verabschiedet - Amtszeit endet am 31. Juli https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/praelat-dr-klaus-kraemer-als-praesident-verabschiedet-amtszeit-endet-am-31-juli/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 „Sie sind an die Ränder der Gesellschaft gegangen, wie Papst Franziskus es gefordert hat. Das hat ihren Einsatz für benachteiligte Menschen weltweit geprägt“, sagte missio-Vizepräsident Dr. Gregor von Fürstenberg zum Abschied. Mit einem Gottesdienst und einer anschließenden Feier hat sich Prälat Dr. Klaus Krämer (55), Präsident von missio Aachen und des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘ am Freitag in Aachen von den Mitarbeitenden beider Häuser verabschiedet. Prälat Krämers Amtszeit endet satzungsgemäß am Monatsende. Krämer leitet das Internationale Katholische Missionswerk missio Aachen seit September 2008. Seit Februar 2010 ist er zudem in Personalunion Präsident des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘.

„Bei den vielen Begegnungen mit Menschen in Afrika, Lateinamerika oder Asien haben mich Gastfreundschaft, Lebensfreude, solidarisches Handeln und ein fester Glaube an Gott immer wieder tief beeindruckt“, machte Krämer zu seinem Abschied deutlich. „Wir in Deutschland können viel von diesen Frauen und Männern, Mädchen und Jungen lernen und es zeigt, dass unsere Arbeit als Hilfswerke keine Einbahnstraße ist. Umso wichtiger ist aber auch in Zukunft unsere Hilfe, denn Armut, Kriege, Gewalt und Konflikte werden die Werke auch in den kommenden Jahren fordern. Gemeinsam müssen wir uns dafür einsetzen, dass Menschen überall auf der Welt in Frieden und Würde leben können“. Der Einsatz für verfolgte Christen und der weltweite Schutz von Kindern vor Gewalt und Missbrauch gehörten wie das Engagement für Flüchtlinge zu den Schwerpunkten in Krämers Amtszeit. Unter anderem in Nicaragua, Kolumbien, Peru, Sri Lanka, Indien, Pakistan, Nepal, Äthiopien, Kenia, Tansania, Ghana, Burkina Faso, in den Philippinen und im Nahen Osten besuchte er Projekte der beiden Hilfswerke und machte sich ein Bild von der Lebenssituation der Menschen vor Ort.

An der Seite der Sternsinger – Hinwendung zu den Menschen an den Rändern

Dr. Gotthard Kleine, Geschäftsführer und Vorstand des Kindermissionswerks, und Dr. Gregor Freiherr von Fürstenberg, Vizepräsident von missio Aachen, verabschiedeten sich im Namen der Mitarbeitenden von Prälat Krämer. „An der Seite der Sternsinger haben sie sich als Präsident nicht nur für benachteiligte Kinder in der ganzen Welt eingesetzt, sondern ihnen auch in Deutschland eine Stimme gegeben, wobei ihnen das Thema Kindesschutz ganz besonders am Herzen lag“, bedankte sich Dr. Kleine. „Sie sind an die Ränder der Gesellschaft gegangen, wie Papst Franziskus es gefordert hat. Das hat ihren Einsatz für benachteiligte Menschen weltweit geprägt“, machte Dr. von Fürstenberg deutlich.

missio Aachen

Das Internationale Katholische Missionswerk missio in Deutschland mit seinen Zweigen in Aachen und München gehört zu rund 100 Päpstlichen Missionswerken weltweit. missio Aachen ist eines der großen deutschen Hilfswerke und fördert die katholische Kirche in Afrika, Asien und Ozeanien. 2018 stellte missio Aachen rund 46,5 Millionen Euro für die Projektfinanzierung zur Verfügung. Davon wurden 1.192 Projekte seiner Partner in Afrika, Asien, dem Maghreb und Nahen Osten sowie Ozeanien finanziert. Diese Förderung stärkt die pastorale, soziale und interreligiöse Arbeit, die Infrastruktur sowie die Ausbildung von Laien, Priestern und Ordensleuten der katholischen Kirche in diesen Regionen.

Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘

Mehr als 1.800 Projekte für benachteiligte Kinder weltweit werden jährlich vom Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ unterstützt. Einnahmen in Höhe von insgesamt rund 78,4 Millionen Euro standen dem Kinderhilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland 2018 für seine Arbeit zur Verfügung. Gefördert wurden Projekte in 111 Ländern. Neben der Förderung der Kinder-Hilfsprojekte zählen der Einsatz für die Rechte von Kindern weltweit sowie die Bildungsarbeit zu den Aufgaben.

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news-198 Tue, 18 Jun 2019 14:45:00 +0200 Kolpingwerk Deutschland und missio führen gemeinsame Handyaktion fort https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/kolpingwerk-deutschland-und-missio-fuehren-gemeinsame-handyaktion-fort/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Zum Weltflüchtlingstag 2019 am 20. Juni Mehr als 13.000 ausgediente Handys haben Kolpingsfamilien in den vergangenen zwölf Monaten zusammengetragen. Darin enthalten sind rund 300 Gramm Gold, zwei Kilogramm Silber und fast 100 Kilogramm Kupfer. An diesen Erfolg will das Kolpingwerk zusammen mit missio Aachen und missio München anknüpfen und weiterhin gemeinsam Handys sammeln. Das verkündeten die Kooperationspartner am Samstag, den 15. Juni 2019, beim St. Augustiner Klosterfest der Steyler Missionare. Zum Weltflüchtlingstag 2018 hatten das Kolpingwerk Deutschland und das Internationale Katholische Missionswerk missio ihre gemeinsame Handyspendenaktion gestartet.

„Mit unserer Beteiligung an der Handyspendenaktion schaffen wir ein Bewusstsein für die mit der Rohstoffgewinnung für Handys verbundenen Fluchtursachen“, sagt Klaudia Rudersdorf, die stellvertretende Bundesvorsitzende des Kolpingwerkes Deutschland. „Wir werden mit unserem Erlösanteil aus der Handyaktion die Bewusstseinsbildung für die Bekämpfung von Fluchtursachen unterstützen.“

„Die Kolpingsfamilien leisten in ihrem Umfeld einen wesentlichen Beitrag zur Bewusstseinsbildung im Umgang mit den Ressourcen dieser Erde“, betont der Leiter der Abteilung Bildung bei missio München, Dr. Christian Mazenik, mit Blick auf die Kooperation. „Ganz im Sinne der Papst-Enzyklika Laudato si tragen die Ortsverbände für unser gemeinsames Haus Sorge. Umso mehr freut es mich, dass die erfolgreiche Zusammenarbeit weitergeht.“

Vom Recycling beziehungsweise der Wiederverwertung der Altgeräte profitieren die Umwelt sowie Hilfsprojekte in Deutschland und im Kongo. „missio konnte seit dem Start der Handyspendenaktion vielen Menschen in der Bürgerkriegsregion im Ost-Kongo helfen“, erklärt Dr. Eva-Maria Hertkens von missio Aachen. „Mit einem Teil des Erlöses werden zwei Trauma-Zentren im Ost-Kongo unterstützt. Dort erhalten pro Jahr 400 Frauen und Männer seelsorgerische Hilfe, damit sie ein neues Leben beginnen können.“

20.000 Besucher feierten beim größten Klosterfest Deutschlands unter dem Hashtag #buntewelt ein tolerantes, vielfältiges und solidarisches Miteinander. In diesem Rahmen hatten Besucher auch die Gelegenheit, ihr altes Mobiltelefon in die Box am missio-Fluchttruck und dem Kolping-Infomobil abzugeben. Die mobile multimediale Ausstellung macht am Beispiel von Bürgerkriegsflüchtlingen aus dem Kongo die Ängste und Hoffnungen von Menschen erfahrbar, die ihre Heimat verlassen mussten. Im Infomobil des Kolping-Netzwerkes für Geflüchtete konnten sich die Besucher über die Situation von Geflüchteten in Deutschland und die Herausforderungen und Möglichkeiten der Integration informieren.

Weitere Informationen unter » www.missio-hilft.de/handyspenden ».

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news-195 Tue, 28 May 2019 14:12:00 +0200 Burkina Faso braucht internationale Hilfe https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/burkina-faso-braucht-internationale-hilfe/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Burkina Fasos Christen erleben schwere Zeiten. Mehrere Überfälle kosteten zehn Tote. Dafür gibt es viele Gründe. Das Land braucht internationale Unterstützung. Für die jüngsten Überfälle auf katholische Kirchen mit zehn Toten im Norden und Nordosten Burkina Fasos ist eine politische und humanitäre Krise mit verantwortlich, die von der internationalen Gemeinschaft stärker bekämpft werden muss“, forderte Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio Aachen, am heutigen Dienstag in Aachen. Zuletzt waren am vergangenen Sonntag vier Katholiken während einer Sonntagsmesse erschossen worden. 

Burkina Faso braucht dringend mehr internationale Unterstützung, um die Folgen der Verschärfung ethnischer Konflikte, islamistischer Terroranschläge, der Belastung durch Flüchtlinge und des Klimawandels bewältigen zu können, sagte Prälat Krämer. Wer bedrängten Christen in Burkina Faso nachhaltig helfen will, muss diese Ursachen bekämpfen, und das kann Burkina Faso nicht allein, so Krämer.

Projektpartner berichteten gegenüber missio, so Prälat Krämer weiter, dass die Konflikte zwischen den Volksgruppen der Mossi-Bauern und der Peulh-Viehzüchter in den vergangenen Jahren im Norden und den nordöstlichen Regionen des Landes eskalierten. Die Viehzüchter ständen unter dem Generalverdacht, mit islamistischen Terrorgruppen zu kooperieren. Das habe immer wieder zu lokalen Gewalttaten zwischen beiden Gruppen geführt. Die Folgen des Klimawandels und zuletzt einer großen Dürre 2017 verschärften diesen Konflikt, da die Menschen um schwindende Lebensressourcen kämpfen müssten.

Zudem muss Burkina Faso laut Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen 136.000 Binnenflüchtlinge versorgen und steht unter dem Druck von weiteren rund 2,7 Millionen Flüchtlingen in den Nachbarstaaten Mali, Niger oder rund um den Tschad-See. Burkina Faso falle es immer schwerer, Flüchtlinge aufzunehmen oder zu versorgen, es drohe eine humanitäre Notlage. Für islamistische Terrorgruppen ist das alles ein idealer Nährboden, sie schüren die vielfältige Konflikte, nehmen Christen ins Visier, um so insgesamt das bisher politisch stabile, friedliche und multireligiöse Burkina Faso immer mehr zu destabilisieren und politische Macht zu gewinnen, erklärte Krämer weiter. So kann der Staat Burkina Faso anscheinend derzeit im Norden und Nordosten des Landes nicht mehr die Sicherheit der Menschen garantieren, das ist sehr gefährlich, sagte Prälat Krämer.

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news-194 Thu, 23 May 2019 15:35:31 +0200 Nach Indien-Wahl: Minderheiten brauchen Schutz https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/nach-indien-wahl-minderheiten-brauchen-schutz/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Narendra Modi und die regierende BJP hat die Parlamentswahlen in Indien gewonnen. missio warnt vor den Folgen. „Nach dem Wahlsieg von Ministerpräsident Narendra Modi und seiner Regierungspartei BJP in Indien brauchen die Christen und andere Minderheiten dort internationale politische und diplomatische Unterstützung, damit sich ihre Lage nicht verschlechtert“, warnte Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio Aachen, nach der Bekanntgabe der Wahlergebnisse am Donnerstag.

Modi und die BJP hätten vor allem durch einen hindu-nationalistischen Wahlkampf Wähler mobilisiert. „Die Botschaft, dass ein guter Inder nur sein kann, wer Hindu ist, polarisiert die indische Gesellschaft, gefährdet den säkularen Charakter des Staates und erhöht so den Druck auf Angehörige anderer Religionen wie die Christen“, so Prälat Krämer weiter. Deshalb sei es sehr wichtig, dass jetzt auch die Bundesregierung und die Wirtschaft in Deutschland ihre guten politischen und wirtschaftlichen Beziehungen nutzten, um mäßigend auf Modi und die BJP einzuwirken. „Inwieweit die kommende indische Regierung das Menschenrecht auf Religionsfreiheit tatsächlich für alle Inder garantiert, sollte bei den Gesprächen und Handelsbeziehungen mit Indien immer ein Thema sein“, forderte Prälat Krämer.

Auch die Pogrome gegen Christen im Bundesstaat Odisha vor rund zehn Jahren seien immer noch nicht zufriedenstellend aufgearbeitet, meinte Prälat Krämer weiter.

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news-193 Thu, 23 May 2019 14:00:00 +0200 missio besorgt um Sicherheit von Christen im Nahen Osten https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/missio-bersorgt-um-sicherheit-von-christen-im-nahen-osten/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Aufgrund der aktuellen Spannungen zwischen den USA und dem Iran befürchtet missio auch eine Gefährdung der Christen im Nahen Osten. Die Europäische Union und Deutschland müssten daher dringend vermitteln, fordert missio-Präsident Prälat Klaus Krämer. „Die politischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran dürfen nicht zu einer militärischen Eskalation führen, weil dann die Lage der Christen im Nahen Osten und vor allem im Irak sehr gefährdet ist“, warnte Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio, in Aachen. „Die Bundesregierung und die Europäische Union müssen alle Anstrengungen unternehmen, dass es zu diplomatischen Lösungen kommt, um auch die Christen in der Region zu schützen“, forderte Prälat Krämer.


„Dass die Christen im Nahen Osten in den vergangenen Jahren so unter Bedrängnis geraten sind, ist auch eine Folge der dortigen Stellvertreterkriege zwischen den konkurrierenden Regionalmächten Saudi Arabien, das von den USA unterstützt wird, und dem Iran“, sagte Prälat Krämer weiter. „Die Christen drohen im wahrsten Sinne des Wortes zwischen diesen Fronten zerrieben zu werden“, so Krämer. „Interessierte Kräfte missbrauchen die politischen Konflikte, um die Christen vor Ort mitverantwortlich für westliche Interventionen zu machen, was deren Lage zusätzlich gefährdet“, so Krämer. Diese Gefahr besteht zum Beispiel insbesondere für die Christen in der nord-irakischen Ninive-Ebene, obgleich sie bereits 2014/15 vor islamistischen Terroristen fliehen mussten und jetzt zum Teil wieder zurückgekehrt sind. „Wenn es tatsächlich zu einer militärischen Konfrontation zwischen den USA und dem Iran kommt, ist die gesamte Wiederaufbauarbeit bedroht, die von missio und anderen Organisationen dort unterstützt wird“, meinte Krämer.

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news-192 Mon, 13 May 2019 15:30:00 +0200 missio Aachen sucht bundesweit 400 Menschen, die sich hinter das Grundgesetz stellen https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/missio-aachen-sucht-bundesweit-400-menschen-die-sich-hinter-das-grundgesetz-stellen/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Zum 70. Geburtstag des Grundgesetzes am 23. Mai: Lichtinstallation an der Citykirche Aachen – Solidarität mit Grundrecht Artikel 4 – Kooperation des Hilfswerkes missio Aachen, der ökumenischen Citykirche Aachen und dem Dialog der Religionen der Stadt Aachen Eine besondere Gratulation zum 70. Geburtstag des Grundgesetzes am 23. Mai: Das katholische Hilfswerk missio Aachen, der Dialog der Religionen der Stadt Aachen und die ökumenische Citykirche Aachen suchen bundesweit 400 Männer und Frauen, die an diesem Tag mit ihrem Namen öffentlich für Artikel 4 des Grundgesetzes einstehen. Dieses Grundrecht schützt die Freiheit des Glaubens, des Gewissens, der Religion und Weltanschauung. Wer bei „70 Jahre Grundgesetz – Religionsfreiheit verbindet“ mitmachen möchte, kann seinen Namen im Internet unter » www.missio-hilft.de/grundgesetz » eingeben.

Die Grundrechte und Freiheiten der Menschen, die das Grundgesetz in Deutschland schützt, sind nicht selbstverständlich und müssen immer wieder neu mit Leben gefüllt und verteidigt werden. Weltweit leiden so viele Menschen unter den Verletzungen ihrer Würde und ihrer Menschenrechte. Deshalb rufen missio Aachen gemeinsam mit dem Dialog der Religionen und der Citykirche auf, ein Zeichen der Solidarität für das Grundgesetz, die Freiheit des Glaubens, des Gewissens, der Religion und Weltanschauung einzustehen – hier in Deutschland und weltweit.

Dabei werden der Vorname, der Name und der Wohnort jedes Teilnehmenden am 23. Mai ab etwa 20.30 Uhr auf eine überdimensionale Leinwand an der Citykirche in der Aachener Fußgängerzone eingespielt und bis etwa 23 Uhr sichtbar sein. Die Namen umfließen dabei das Emblem „Artikel 4. Freiheit für Glaube, Gewissen, Religion und Weltanschauung – dafür stehen wir ein!“. Auch vor Ort selbst können an diesem Tag Interessierte ihren Namen in die Installation eingeben lassen.

Gleichzeitig geben Vertreter verschiedener Religionen und Konfessionen etwa alle 20 Minuten am 23. Mai ab 21 Uhr in der Citykirche einen Impuls zu der Frage: „Warum ist mir Artikel 4 des Grundgesetzes so wichtig?“ und informieren über die Lage ihrer jeweiligen Glaubensgemeinschaft in Deutschland oder ihren Herkunftsländern. Die Impulse werden von Vertretern der koptisch-orthodoxen Kirche, der Initiative „Religions for Peace“, der jüdischen Gemeinde, der Aleviten, der Baha’i, des Buddhismus und von missio Aachen gestaltet – auch mit Musik. Vor der Kirche können Passanten mit missio-Mitarbeitenden über das Thema Religionsfreiheit ins Gespräch kommen.

missio Aachen unterstützt als katholisches Hilfswerk Christen in Afrika, dem Nahen und Mittleren Osten, Asien und Ozeanien. Der Einsatz für Religionsfreiheit weltweit ist dabei ein wichtiges Anliegen. Der Aachener Dialog der Religionen besteht aus 25 Mitgliedern der Stadt und Angehörigen verschiedener Religionen, die gemeinsam das Zusammenleben der Religionen auf lokaler Ebene verbessern wollen. Die Citykirche Aachen ist ein ökumenisches Angebot der katholischen und evangelischen Kirche, mitten in der Stadt mit allen Menschen ins Gespräch zu kommen.

Wo kann man bei der Aktion mitmachen? » www.missio-hilft.de/grundgesetz »

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news-189 Thu, 09 May 2019 09:50:40 +0200 missio erleichtert über Asyl von Asia Bibi https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/missio-erleichtert-ueber-asyl-von-asia-bibi/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Die pakistanische Christin Asia Bibi hat in Kanada Asyl erhalten. missio bedankt sich dafür bei der pakistanischen und kanadischen Regierung. missio-Partner berichten gegenüber missio, dass Asia Bibi in guter Verfassung ist. „Wir sind erleichtert und dankbar, dass Asia Bibi jetzt in Kanada endgültig Asyl gefunden hat“, begrüßte Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio Aachen, die gestern bestätigte Ausreise der Christin aus Pakistan. Sie war dort 2010 wegen angeblicher Blasphemie zum Tod verurteilt und im vergangenen Oktober in letzter Instanz freigesprochen worden. „Das ist ein Erfolg der kanadischen Regierung und der weltweiten Unterstützung für die verfolgte Christin, der zeigt, dass sich der Einsatz für das Menschenrecht auf Religionsfreiheit lohnt“, so Prälat Krämer weiter. „Wir danken aber auch der pakistanischen Regierung und Justiz, die sich in einer schwierigen Lage im Fall Asia Bibi letztlich nicht dem Druck islamistischer Fanatiker gebeugt haben, und es so ermöglichten, dass Asia Bibi Gerechtigkeit erfahren hat und jetzt in Sicherheit ein neues Leben beginnen kann“, sagte Prälat Krämer. „Das ist auch ein wichtiges Zeichen für die christliche Minderheit in Pakistan, dass dem Missbrauch der Blasphemiegesetze künftig wirksamer begegnet werden kann“, sagte missio-Präsident Prälat Krämer.

Vertreter der pakistanischen Kirche: Asia Bibi wurde sehr gut geschützt

Vertreter der pakistanischen Kirche berichteten gestern gegenüber missio zudem, dass Asia Bibi nach ihrer Freilassung im Oktober während ihrer Wartezeit auf das Asyl sehr gut behandelt, begleitet und vom pakistanischen Militär geschützt worden sei. Asia Bibi selbst sei eine sehr starke Persönlichkeit in dieser Situation gewesen. Die missio-Partner sagten zudem, so Prälat Krämer, dass es weitere positive Signale gebe: So seien etwa Passagen aus Schulbüchern entfernt worden, die geeignet waren, religiöse Vorurteile zu schüren. „Wir werden die Christen und Kirche in Pakistan weiter unterstützen, an einer positiven Entwicklung ihres Heimatlandes mitzuwirken,“ erklärte Prälat Krämer.

Er bedankte sich nicht zuletzt bei Rechtsanwalt Saif ul-Malook, der als Muslim in Pakistan die endgültige Freilassung für Asia Bibi erreicht hatte und sich selbst damit großer Gefahr aussetzte. Dabei sei ihr Anwalt auch von pakistanischen Muslimen, die in Deutschland leben, unterstützt worden. „Sie wollen nicht hinnehmen, dass ihre Religion durch Fanatiker missbraucht wird, auch das ist ein ermutigendes Zeichen“, so Prälat Krämer.

missio unterstützt Kirche in Pakistan

missio Aachen hatte für die Freilassung von Asia Bibi 18.450 Unterschriften einer Petition an die Bundesregierung übergeben. Missio organisierte auch die Möglichkeit, Briefe an Bundeskanzlerin Angela Merkel für Asia Bibi zu schreiben. Auf dem Katholikentag 2018 im Mai lud missio den Botschafter Pakistans in Deutschland, Jauhar Saleem, zu einer Podiumsdiskussion ein und bat ihn um Einsatz für Asia Bibi. In den vergangenen Jahren brachte missio auch immer wieder pakistanische Christen mit deutschen Politikern in Verbindung, damit sie dort über die Nöte der bedrängten Christen in Pakistan berichten und um Solidarität werben konnten.

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news-188 Fri, 03 May 2019 20:30:00 +0200 missio Aachen hilft Opfern des Indien-Zyklons mit 20.000 Euro https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/missio-aachen-hilft-opfern-des-indien-zyklons-mit-20-000-euro/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Krisenhelfer der Kirche vor Ort unterstützt Dieser Zyklon ist für die Menschen in Indien eine furchtbare Heimsuchung, jetzt müssen alle verfügbaren Kräfte in dem Land mobilisiert und gestärkt werden, um den Betroffenen helfen zu können", so Prälat Klaus Krämer, Präsident des katholischen Hilfswerkes missio Aachen, in seinem Spendenaufruf für die Krisenhelfer der katholischen Kirche in Indien. Mit ihren lokalen Netzwerk vor Ort können die kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sofort den Opfern helfen und sie psychologisch begleiten", sagte Prälat Krämer. Aber auch die kirchliche Infrastruktur selbst wurde vom Zyklon in Mitleidenschaft gezogen: Kirchen, Gemeindezentren und Schulen wurden beschädigt, so dass unsere Partner vor Ort unsere Unterstützung brauchen, um ihre Arbeit fortsetzen zu können", so Prälat Krämer. missio stellt seinen Partnern in Indien für diese 20.000 Euro zur Verfügung, damit die pastorale Arbeit fortgesetzt werden kann.

Die katholische Kirche in der Region Odisha setzt einen ihrer Schwerpunkte – unterstützt von missio Aachen - seit Jahren auf ihr sozial-pastorales Engagement vor allem an der Seite der Armen und gesellschaftlich Benachteiligten, die jetzt besonders von dieser Katastrophe betroffen sind.

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news-183 Fri, 26 Apr 2019 17:36:55 +0200 "Schätze, Sie sind grandios gescheitert": Brief einer Ordensfrau an die Terroristen der Anschläge von Sri Lanka https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/schaetze-sie-haben-uns-gestaerkt-eine-ordensfrau-schreibt-an-die-moerder-von-sri-lanka/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Eine Ordensfrau aus Sri Lanka schreibt anonym einen Brief an die islamistischen Terroristen, die an Ostern mehrere Anschläge auf Christen mit rund 250 Toten verübten. Sie bescheinigt ihnen ein "grandioses Scheitern". Unsere Partner haben uns den Zeitungsartikel geschickt, weil er ihre eigene Stimmung ausdrückt. missio hat den Beitrag übersetzt. Ich weiß es zu schätzen, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, den Zeitpunkt unserer Ostermesse herauszufinden.

Ich weiß es zu schätzen, dass Sie mehr über unsere Religion gelernt haben, um zu wissen, dass Sonntage die Tage sind, an denen wir in die Kirche gehen, um die Gemeindegebete und die Messe zu halten.

Aber ich schätze, es gab einige Dinge, die Sie leider nicht gelernt haben. Vielleicht wussten Sie nicht, dass das, was Sie getan haben, die Getöteten zu Märtyrern gemacht hat. Und wie Sie im Alleingang das Ansehen unserer Brüder und Schwestern vor den Augen unseres geliebten Jesus mit Ihren Taten erhöht haben. Und wie die Getöteten durch Ihre Handlungen als die rechtschaffensten und frömmsten Christen auferstehen werden.

Vielleicht wussten Sie nicht, dass das, was Sie getan haben, zu der Zeit und an dem Ort, den Sie gewählt haben, für die Getöteten bedeutete, dass die letzten Worte, die sie wahrscheinlich gesprochen haben, Worte des Gedächtnisses und Lobpreises von Jesus waren. Das ist ein würdiges Ende, von dem viele Christen nur träumen können. Vielleicht wissen Sie das nicht, aber das, was Sie getan haben, lässt die Getöteten vermutlich im Paradies erwachen.

Ich weiß es zu schätzen, dass Sie der Welt gezeigt haben, wie Christen auch Menschen wie Sie mit offenen Armen in unserer Kirche, die unsere zweite Heimat ist, willkommen heißen.

Ich weiß es zu schätzen, dass Sie gezeigt haben, dass unsere Kirchen keine verschlossenen Türen haben und unbewacht sind, weil jeder und jede bei uns willkommen ist.

Ich weiß es zu schätzen, dass Sie es der Weltöffentlichkeit ermöglicht haben, das kraftvolle Bild eines von Ihnen verletzten Mannes zu sehen, der mit hoch erhobenem Zeigefinger auf dem Rücken auf einer Trage liegt und so seinen Glauben und sein tiefstes Vertrauen in Jesus Christus bekennt.

Ich weiß es zu schätzen, wie Sie die Kirchen, die Regierung und die verschiedenen Ethnien und Gruppen in Sri Lanka vereinigt haben, um uns Christen an der Seite zu stehen.

Ich weiß es zu schätzen, dass Sie unzählige Bürgerinnen und Bürger Sri Lankas dazu gebracht haben, eine Kirche in ihrer Nachbarschaft mit Blumen und ermutigenden Botschaften von Frieden und Liebe zu besuchen.

Sie haben viele, viele Herzen gebrochen und die Welt zum Weinen gebracht. Sie haben einen riesigen Krater der emotionalen Leere in unser Land gerissen. Aber wie zielstrebig Sie ihre Morde auch ausgeführt haben, sie haben uns einander näher gebracht. Und es hat unseren Glauben und unsere Entschlossenheit gestärkt.

In den kommenden Wochen werden mehr Menschen in die Kirche gehen, einen Ort, den Sie so sehr hassen, der aber durch die Stärke in unserem Glauben gefestigt und von unseren gefallenen Brüdern und Schwestern inspiriert wird. Auch Menschen anderen Glaubens werden frische Blumen und gute Wünsche bringen, die gar nicht wussten, wo in ihrem Viertel es überhaupt eine Kirche gibt. Aber jetzt kommen Sie zu uns in die Kirche. Nur wegen Ihnen.

Sie haben vielleicht Ihr Ziel der Zerstörung erreicht, aber Sie scheiterten grandios, Hass, Angst und Verzweiflung in uns allen zu schüren.

Und obwohl ich verstehe, dass es Ihr Ziel gewesen sein mag, verzeihen Sie mir die Feststellung, dass Sie es nach all der aufwändigen Planung, den perversen und erbärmlichen Bemühungen Ihrerseits nicht geschafft haben, einen Keil zwischen Christen und Nichtchristen in der Welt zu treiben. 

Dass mir das Leid täte, das kann ich nun wirklich nicht sagen.

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news-182 Sun, 21 Apr 2019 10:41:52 +0200 missio trauert: Anschläge auf Kirchen in Sri Lanka https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/missio-trauert-anschlaege-auf-kirchen-in-sri-lanka/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Am Ostersonntag sind in Kirchen und Hotels auf Sri Lanka mehrere Bomben explodiert. Der Anschlag forderte mehr als 350 Tote und 500 Verletzte. missio trauert um die Opfer und ihre Angehörigen. „Wir sind tief erschüttert über die Anschläge auf katholische Kirchen und Hotels auf Sri Lanka. Unser ganzes Mitgefühl gilt den Opfern und ihren Angehörigen. Wir sprechen der katholischen Bischofskonferenz und unseren Projektpartnern unser tief empfundenes Beileid aus“, reagierte Prälat Klaus Krämer, Präsident von missio Aachen, am Ostersonntag auf die Bombenattentate auf Sri Lanka, die nach Medienberichten bisher mehr als 100 Tote forderten. „Wir rufen die Menschen in Deutschland auf, gerade jetzt an Ostern, dem Fest der Hoffnung auf Frieden und Versöhnung, für die Opfer und das von früheren Bürgerkriegen tief verletzte Land Sri Lanka zu beten“, so Prälat Krämer weiter.

Die tropische Insel Sri Lanka an der Südspitze Indiens ist zehn Jahre nach dem Bürgerkrieg nur scheinbar zur Ruhe gekommen. Im Inneren des Landes schwelt noch immer der Konflikt zwischen den beiden größten ethnischen Gruppen – den buddhistischen Singhalesen und den hinduistischen Tamilen. Trotzdem beklagen vor allem die im Krieg unterlegenen Tamilen weiterhin schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen durch den Staat. „Nach wie vor fehlt es an Bemühungen, gemeinsam Wege des Friedens und der Versöhnung zu gehen und der gesamten Bevölkerung ein Leben in voller Achtung ihrer persönlichen Würde zu ermöglichen“, erklärte Prälat Krämer.

In der missio-Menschenrechtsstudie 65 „Menschenrechte in Sri Lanka. Große Altlasten und geringe Fortschritte auf dem Weg zum Rechtsstaat“ wird festgehalten, dass die Verbrechen des Bürgerkrieges immer noch nicht aufgearbeitet sind, das Schicksal von zehntausenden Verschwundenen noch nicht aufgeklärt ist und fundamentalistische buddhistische Organisationen immer noch versuchen, ethnische Konflikte religiös aufzuladen. Darunter haben in der Vergangenheit auch Christen und Muslime gelitten.

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news-181 Thu, 18 Apr 2019 08:49:14 +0200 missio fordert zu Ostern mehr Friedenseinsatz https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/missio-fordert-zu-ostern-mehr-friedenseinsatz/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 missio-Präsident Prälat Klaus Krämer fordert zu Ostern mehr politisch-zivilgesellschaftliches Friedensengagement und interreligiösen Dialog. Derzeit leiden Menschen weltweit unter rund 370 Konflikten, davon etwa 90 Prozent in missio-Partnerländern. 3,5 Millionen Euro investierte missio 2018 in Friedensarbeit. Das katholische Hilfswerk missio Aachen ruft an Ostern zu verstärkten politischen und zivilgesellschaftlichen Friedens- und Versöhnungsbemühungen weltweit auf. „Eine der wichtigsten Osterbotschaften ist es, dass Gewalt und Tod nicht das letzte Wort haben. Deshalb sollten gerade wir Christen uns glaubhaft in Gesellschaft, Politik und durch unsere pastorale Arbeit für mehr Frieden, Versöhnung, Neuaufbau, Zusammenhalt, Konfliktprävention und militärische Abrüstung einsetzen“, so missio-Präsident Prälat Klaus Krämer. 2018 unterstützte missio seine Partner in den Ortskirchen in Afrika, dem Nahen und Mittleren Osten, Asien und Ozeanien bei dieser Arbeit mit rund 3,5 Millionen Euro.

„Dazu gehört auch der Einsatz für das unteilbare und universale Menschenrecht auf Religionsfreiheit, weil Religion zu oft als Rechtfertigung für Ausgrenzung, Polarisierung und Gewalt ideologisch und politisch missbraucht wird“, so Prälat Krämer weiter. Dies beobachte missio beispielsweise in Syrien, dem Irak, der Zentralafrikanischen Republik, Nigeria, Pakistan oder Indien. „Dort brauchen die zerrissenen Gesellschaften vor allem den interreligiösen Dialog als einen notwendigen Weg der Gewaltprävention, Friedens- und Versöhnungsarbeit“, erklärte Krämer. „Wo der Gesprächsfaden zwischen den Religionen abreißt, leiden bedrängte und verfolgte Christinnen und Christen am meisten“, so Krämer. „Wer Christen in Not nachhaltig helfen will, braucht den interreligiösen Dialog.“

Kirche muss sich fragen: Tun wir genug für den Frieden?

Auch die Kirche selbst müsse sich immer wieder fragen, ob sie genügend für Frieden und Versöhnung tue. Dafür sei die umstrittene Rolle der Kirche beim Genozid in Ruanda vor 25 Jahren ein Beispiel. Aber auch im aktuell schwelenden Konflikt im Südsudan habe Papst Franziskus die Kirchenführer eindringlich um mehr Friedens- und Versöhnungsbereitschaft gebeten.

Schließlich müssten Politik und Zivilgesellschaft nicht allein den materiellen, sondern auch den moralischen Wiederaufbau von Gesellschaften in den Blick nehmen, sobald Konflikte als offiziell beendet gelten oder Flüchtlinge heimkehren könnten, so Krämer. Hier beteilige sich missio mit der Deutschen Bischofskonferenz und anderen Hilfswerken beim Wiederaufbau der christlichen Gemeinschaft nach ihrer Rückkehr in die Ninive-Ebene im Irak, die von Terroristen des sogenannten „Islamischen Staates“ vertrieben worden waren. „Dass die Christen dort wieder Vertrauen zu ihren muslimischen Nachbarn fassen können, von denen sie sich verraten fühlen, ist eine große Herausforderung für die Kirche. Dabei brauchen sie unsere Solidarität“, sagte Prälat Krämer. 

Nach Angaben des „Heidelberg Institute for International Conflict Research“ wurden 2018 weltweit 372 Konflikte registriert, davon 213 gewalttätig ausgefochtene Auseinandersetzungen. 150 Konflikte stünden an der Schwelle zum Ausbruch der Gewalt, die latent aber jetzt schon das Leben der Menschen einschränke. Die Partnerländer von missio Aachen sind von rund 90 Prozent dieser Konflikte betroffen.

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news-171 Wed, 03 Apr 2019 16:00:00 +0200 „In der Welt zuHAUS" – Eine Welt Camp 2019 https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/in-der-welt-zuhaus-eine-welt-camp-2019/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Was bedeutet ein gutes Zuhause heute für die Menschen weltweit? Antworten will vom 29. Mai bis 2. Juni das „Eine Welt Camp" auf dem Jakobsberg in Bingen geben. Beispielsweise lädt der Menschenrechtsaktivist Peter Steudtner nach seiner mehrmonatigen Haft in der Türkei gemeinsam mit dem Streetart-Künstler Mika Springwald zu einem Workshop ein. Daneben warten auf junge Erwachsene und Familien, die Interesse an Entwicklungspolitik und Weltkirche haben, weitere Workshops, kritische Diskussionen, kreative und spirituelle Angebote.

Fünf Tage beschäftigen sich die Teilnehmenden intensiv unter dem Motto „In der Welt zuHAUS" mit unterschiedlichsten Fragen. Wie wohne ich und wie wohnen andere? Was macht ein Zuhause aus? Wie gestalten wir gutes Zusammenleben? Ziel ist es, sich mit der Vision einer solidarischen und nachhaltigen Welt auseinander zu setzen.

Der Workshop von Peter Steudtner und Mika Springwald ist einer der unkonventionellen Beiträge zum Thema. Nachdem Steudtner im Juli 2017 wegen angeblicher Unterstützung einer terroristischen Vereinigung in Istanbul festgenommen und erst Ende Oktober 2017 wieder freigelassen wurde, möchten er und Springwald mit den Workshop-Teilnehmenden über die innere Enge einer Gefängniszelle und was dies mit Graffiti zu tun hat, reflektieren. Beide wollen eine Reise zur Kraft der Solidarität und der Notwendigkeit von Kreativität beim Durchleben von Menschenrechtsverletzungen begleiten. Die Teilnehmenden sollen mit ihren eigenen Gefühlen von Enge und Begrenztheit in Kontakt kommen und beim Sprayen neue Kraft erfahren. Weitere Referentinnen und Referenten geben den Teilnehmenden Denkanstöße. So stellt Madeleine Genzsch, Gründerin der Aachener Bewegung „Wandelwerk", alternative Wohnmodelle als mögliche Zukunft des Wohnens vor. Inge Gnau aus dem MaZ-Team der Steyler Missionare wird unter dem Leitsatz „Da hängt der Haussegen schief" einen Einstieg in die gewaltfreie Konfliktbearbeitung geben – ein Thema, mit dem sie sich als Trainerin auskennt.

Das „Eine Welt Camp" bettet die inhaltliche Arbeit in eine Zeltlagerstimmung ein. Gemeinsames Feiern und Beten, Lagerfeuer, die Möglichkeit, selbst auf der „Open Stage" aufzutreten und das Programm aktiv mitzugestalten, machen die besondere Atmosphäre des Camps aus.

Interessierte finden unter www.eine-welt-camp.de     weitere Informationen zum Camp sowie die Möglichkeit zur Anmeldung.

Das „Eine Welt Camp" findet alle zwei bis drei Jahre statt und gibt neue Impulse zu Themen des Alltags. Ausgerichtet wird es vom Internationalen Katholischen Missionswerk missio, der Arbeitsgemeinschaft MissionarIn auf Zeit, dem MaZ e.V. und den Missionsbenediktinern vom Kloster Jakobsberg.

Journalistinnen und Journalisten sind herzlich zur Berichterstattung in Wort und Bild eingeladen. Kontaktieren Sie hierzu gerne Herrn Johannes Seibel.

 

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news-170 Fri, 22 Mar 2019 19:03:36 +0100 Kirche betet für seine Märtyrer https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/kirche-betet-fuer-2018-getoetete-kirchliche-mitarbeitende/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Die Kirche betet und fastet am Sonntag, dem 24. März, für die ermordeten kirchlichen Mitarbeiter in der Mission. 2018 kamen laut dem missio-Pressedienst Fides 40 kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit gewaltsam zu Tode. Der Tag wird im Gedenken an Erzbischof Oscar Arnulfo Romero von San Salvador begangen, der am 24. März 1980 ermordet wurde. Auch missio Aachen ruft zum Gebet auf.

2018 kamen laut Fides     35 Priester, ein Priesterseminarist und vier Laien in der Mission gewaltsam zu Tode, die meisten davon in Afrika. Zumeist sind Raubüberfälle oder Entführungen die Todesursache, die aufgrund von Armut und daraus resultierenden gesellschaftlichen Verfalls verübt werden. Zu den Getöteten zählen auch kirchliche Mitarbeiter, die sich politisch engagiert haben. „Dabei sind die Ermordeten nur die Spitze des Eisbergs, da die Liste der unbekannten Pastoralarbeiter und Katholiken, die angegriffen, misshandelt, ausgeraubt und bedroht werden, lang ist. Dies gilt auch für katholische Einrichtungen, die sich in den Dienst der Bevölkerung stellen und Zielscheibe von Anschlägen und Plünderungen werden“, schreibt Fides. Das halte aber weltweit Priester, Ordensleute und Laien nicht ab, den Alltag mit den einfachen Menschen zu teilen und mit dem Zeugnis vom Evangelium ein Zeichen der Hoffnung zu setzen, so Fides weiter. Als solche Zeugen des Evangeliums seien die ermordeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Märtyrer.

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news-169 Fri, 22 Mar 2019 10:02:23 +0100 missio in Syrien https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/missio-in-syrien/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Christen in Syrien suchen Perspektiven - darüber informierten sich jetzt Professor Klaus Vellguth und Katja Nikles für missio vor Ort in Homs. Professor Klaus Vellguth und Katja Nikles von missio haben im März 2019 Syrien besucht. In Damaskus trafen sie unter anderem Patriarch Joseph I. Absi, das Oberhaupt  der mit der römisch-katholischen Kirche unierten melkitischen griechisch-katholischen Kirche.

Neben dem Gespräch im Patriarchat besuchten die missio-Vertreter verschiedene kirchliche Projekte in Homs und in Damaskus. Sie trafen dabei auf Christen, die nach den Jahren eines verheerenden – und in einigen Landesteilen immer noch andauernden – Krieges nach Wegen suchen, die Schatten der Vergangenheit hinter sich zulassen und am Aufbau einer friedlichen Gesellschaft mitzuwirken.

Auch wenn Teile von Homs und Damaskus nach den Kriegsjahren in Schutt und Asche liegen, sind die Initiativen der Kirche in Homs und Damaskus ermutigend. In mehreren Gemeinschaftszentren organisieren Christen in Syrien caritative Aktivitäten, die den Angehörigen der verschiedenen Religionsgemeinschaften (Muslime, Alewiten, Drusen, Christen etc.) gleichermaßen zu Gute kommen. Sie bieten Hausaufgabenbetreuung an, initiieren Kunstprojekte, beheimaten Initativen für Menschen mit Behinderungen, fördern Jugendgruppen und laden Kinder und Jugendliche dazu ein, an Ferienprogrammen teilzunehmen. So soll jungen Menschen in Syrien, die verschiedenen Religionsgemeinschaften angehören, die Möglichkeit eines „anderen Syrien“ vermittelt werden. Damit tragen die Christen in Syrien zu einem religionsverbindenden Klima in ihrer Heimat bei, in der unter dem Vorwand religiöser Differenzen eine kriegerische Auseinandersetzung stattgefunden hat, bei der es zunächst um bürgerliche Freiheitsrechte, später um die regionale Hegemonie im Nahen Osten und schließlich um globale Machtinteressen ging.

Sowohl in Gesprächen mit dem Patriarchen als auch im Rahmen zahlreicher weiterer Begegnungen wurde deutlich, dass die Christen in Syrien auf die Unterstützung aus dem Ausland angewiesen sind, um nach den Jahre der Zerstörung und angesichts der Spannungen eine Perspektive in der Region zu haben. Die Reise von Klaus Vellguth und Katja Nikles fand im Rahmen des missio-Engagements für Religionsfreiheit und Versöhnung im Nahen Osten statt.

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news-168 Thu, 14 Mar 2019 09:21:58 +0100 Zentralafrikanische Republik: Friedensinitative zu Gast in Berlin https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/zentralafrikanische-republik-friedensinitative-zu-gast-in-berlin/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Christliche und muslimische Religionsführer aus der Zentralafrikanischen Republik werben in dieser Woche vom 13. bis 16. März 2019 in Berlin um Unterstützung für ihre gemeinsame Friedensarbeit. missio-Mitarbeiter Burchard Schlömer begleitet die Delegation. Muslime, Protestanten und Katholiken haben in Zentralafrika eine interreligiöse Plattform » gegründet. Diese Plattform wird auch von missio Aachen und weiteren katholischen Hilfsorganisationen gefördert. In Zusammenarbeit mit dem ebenfalls interreligiös angelegten geplanten Berliner Lehr-und Bethaus „House of One“ soll in der zentralafrikanischen Hauptstadt ein „House of Peace“ entstehen – als Zeichen des toleranten Miteinanders der Religionen und als Ort der Friedenserziehung. Unter anderem sollen deutsche und afrikanische Architekturstudenten gemeinsam Entwürfe erarbeiten.

Von Mittwoch, 13. März 2019, bis Samstag, 16. März 2019, trifft Kardinal Nzapalainga zusammen mit dem Imam Kobine Layama und dem Pastor Philippe Sing-Na in Berlin Politiker und Vertreter kirchlicher Organisationen treffen. Der Kardinal und der Imam wurden für ihr Engagement bereits mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet.

Ende 2012 waren in der Zentralafrikanischen Republik » Kämpfe zwischen Milizen ausgebrochen, die versuchen, Muslime gegen Christen und umgekehrt auszuspielen. Im Zentrum der Konflikte stehen weniger religiöse Motive als vielmehr die Kontrolle über Weidegebiete und Rohstoffe wie Diamanten, Gold und Uran. Hilfsorganisationen warnen vor einer weiteren Verschärfung der humanitären Krise in dem Bürgerkriegsland.

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news-164 Sun, 24 Feb 2019 18:29:56 +0100 missio begrüsst Ergebnisse des Anti-Missbrauchsgipfels in Rom https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/missio-begruesst-ergebnisse-des-anti-missbrauchsgipfel-in-rom/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Prälat Klaus Krämer, Präsident von missio Aachen und dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ sieht nach dem Anti-Missbrauchsgipfel im Vatikan vom 21. bis 24. Februar die Voraussetzungen geschaffen, um künftig den Missbrauch von Kindern in der Kirche wirkungsvoller zu verhindern. „Durch den Anti-Missbrauchsgipfel in Rom und die eindeutigen Worte des Papstes wurde ein kraftvolles Zeichen gegen jede Form des Missbrauchs von Kindern gesetzt“, begrüßt Prälat Klaus Krämer, Präsident des Kindermissionswerkes „Die Sternsinger“ und des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio Aachen, die Ergebnisse der Konferenz des Vatikans. „Für die Kirche steht das Thema des Kindesschutzes nun ganz oben auf der Tagesordnung. Ein geschärftes Bewusstsein für den Ernst der Lage ist die entscheidende Voraussetzung dafür, dass es nun zu konkreten institutionellen Veränderungen in der Kirche kommen kann, die dazu beitragen, Machtmissbrauch künftig wirkungsvoller zu verhindern“, so Prälat Krämer weiter.

„Wir sehen das auch als Ermutigung, das Thema Kindesschutz gemeinsam mit unseren Projektpartnern weiter in Afrika, Asien, Ozeanien und Lateinamerika voranzutreiben“, so Prälat Krämer. Das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“, missio Aachen und das Missionswissenschaftliche Institut (MWI) von missio Aachen arbeiten dabei seit 2013 eng mit dem von Pater Hans Zollner SJ gegründeten „Centre for Child Protection“ (CCP) in Rom zusammen.

Kindesschutz: In vergangenen zwei Jahren 25 Länder in fünf Kontinenten besucht

Dass das Thema Kindesschutz für die Aachener Missionswerke besondere Priorität besitze, komme nicht zuletzt dadurch zum Ausdruck, dass Dr. Franz Marcus als Vorstandsmitglied des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“ für die Kindesschutzarbeit in der Weltkirche in Zusammenarbeit mit dem CCP freigestellt sei, so Prälat Krämer. Marcus besuchte in den vergangenen zwei Jahren 25 Länder in fünf Kontinenten im gemeinsamen Auftrag von CCP, missio Aachen und Kindermissionswerk „Die Sternsinger“. Dabei traf sich Marcus mit Bischofskonferenzen, Ordensoberenkonferenzen, katholischen Universitäten, Bildungsorganisationen und weiteren Einrichtungen, um die Partner bei der Implementierung von Kindesschutzmaßnahmen und insbesondere Schulungen für kirchliche Mitarbeiter zu beraten.

Das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“, missio Aachen und das MWI unterstützen in diesem Rahmen ihre Projektpartner dabei, für den kirchlichen Alltag eigene Richtlinien zur Prävention von Kindesmissbrauch in der jeweiligen Ortskirche, der Aufklärung, dem Umgang mit Tätern und Opfern und der therapeutischen Begleitung der Betroffenen zu formulieren und umzusetzen. Zuletzt wurde beispielsweise in Beirut eine Konferenz zum Thema Kindesschutz für den Nahen und Mittleren Osten organisiert. „Das ist oft kein einfacher Weg, hier müssen wir auch kulturelle Vermittlungs- und Bewusstseinsarbeit leisten, aber wir wollen einen nachhaltigen Weg gehen“, so Krämer.

Nicht zuletzt rückte die Konferenz auch das Schicksal von Ordensfrauen in Blickpunkt, die durch Geistliche missbraucht wurden. „Die Kirche muss Frauen und insbesondere Ordensfrauen weltweit stärken, ihre Ausbildung verbessern und ihre Rolle als die entscheidenden Zukunftstreiber der Kirche vor allem in Afrika und Asien fördern. Das ist ein wichtiger Baustein für die Prävention gegen den Missbrauch“, sagte Prälat Krämer.

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news-163 Wed, 20 Feb 2019 13:09:00 +0100 Missbrauchsdebatte: missio stärkt Ordensfrauen https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/missbrauchsdebatte-missio-staerkt-ordensfrauen/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 In der Kirche sind Ordensfrauen durch Kleriker missbraucht worden. Das ist jetzt aus Medienberichten bekannt geworden. missio unterstützt deshalb die Forderung von Papst Franziskus, mit allen Kräften den Opfern zu helfen und einen solchen Missbrauch zu verhindern. In der missio-Projektzusammenarbeit ist noch kein solcher konkreter Fall bekannt geworden. Frauen und insbesondere die Ordensfrauen in den Ortskirchen Afrikas, Asiens und Ozeaniens stark machen: Das ist seit langem einer der Förderschwerpunkte in der Projektzusammenarbeit von missio Aachen. Dies ist ein wichtiger Baustein zur Prävention von Missbrauch.

Aus Sicht von missio ist das auch deshalb notwendig, weil das durchschnittliche Ausbildungsniveau von Ordensfrauen in diesen Ortskirchen niedrig ist und sie in vielfältigen Abhängigkeiten leben, die durch eine bessere Aus- und Weiterbildung verringert werden können. Gleichzeitig gehören gut qualifizierte Ordensfrauen mit Führungskompetenzen zu den wichtigsten Projektpartnerinnen von missio, die in der pastoral-sozialen Arbeit oder in pastoralen Großprogrammen äußerst wirkungsvoll arbeiten. Dieses Potential der Ordensfrauen ist unserer Einschätzung nach längst noch nicht ausgeschöpft. Qualifizierte Ordensfrauen können in den Gesellschaften und Ortskirchen Afrikas, Asiens und Ozeanien zu Rollenvorbildern werden und zu einem Bewusstseinswandel hinsichtlich der Rolle der Frau beitragen.

Geschlechtergerechtigkeit, die Folgen patriarchaler Strukturen und das Thema Sexualität sind Ausbildungsinhalte

Deshalb investiert missio in seinen Partnerländern mit Priorität in die qualifizierte Schul-, Aus- und Weiterbildung sowie akademische Qualifikation von Ordensfrauen über das Noviziat hinaus. Bei der Vergabe von Promotionsstipendien des Missionswissenschaftlichen Instituts (MWI    ) von missio Aachen werden Ordensfrauen vorrangig berücksichtigt. In der von missio geförderten Aus- und Weiterbildung für Ordensfrauen werden neben herkömmlichen Ausbildungsthemen immer mehr Inhalte wie zum Beispiel Kommunikation und Selbstwahrnehmung, Konfliktmanagement, Aggression und Mobbing, männliche und weibliche gesellschaftliche Stereotypen, patriarchale Strukturen in Politik, Wirtschaft und Religion, Geschlechtergerechtigkeit in Kirche und Gesellschaft, Sexualität oder Ursachen von sexueller Gewalt und Missbrauch vermittelt. Durch diese Persönlichkeitsbildung sollen Ordensfrauen lernen, bei psychischen und physischen Grenzverletzungen – auch innerhalb kirchlicher Strukturen wie im Fall des Missbrauchs durch Kleriker – sich adäquat zu verhalten und sich abgrenzen zu können. Gleichzeitig fördern diese Programme individuelle Führungskompetenzen.

missio fördert Begleitung von traumatisierten Ordensfrauen

Ergänzend forciert missio seit Jahren Programme im Bereich der psychologischen und therapeutischen Begleitung („Spiritual Counselling“) von Ordensfrauen innerhalb der Ortskirche in Afrika, Asien und Ozeanien. Ordensfrauen leben dort zum Teil in Gesellschaften, die von politischen, wirtschaftlichen, sozialen und religiösen Spannungen bis hin zu sexueller Gewalt oder Terror und Krieg geprägt sind. Das kann die Ordensfrauen bis an die Grenzen ihrer eigenen physischen und psychischen Belastbarkeit führen. Gleichzeitig sind diese Gesellschaften zu großen Teilen durch traditionelle patriarchale Vorstellungswelten geprägt, die auch innerhalb der jeweiligen Ortskirchen wirksam sind und zu Belastungen führen. Deshalb brauchen gerade Ordensfrauen in unseren Partnerländern professionelle psychologische Hilfe und Begleitung, um Traumatisierungserfahrungen verarbeiten zu können. Neben der Begleitung einzelner Ordensfrauen fördert missio Programme für Ausbildungsverantwortliche, die ihnen spirituelle, pastoralpsychologische und pastoraltherapeutische Kompetenzen für das „Spiritual Counselling“ vermitteln. Das „Spiritual Counselling“ ist auch ein Ansatz, um Ordensfrauen zu helfen, die von einem Missbrauch durch Kleriker betroffen sind.

Beispielhafte Projekte in Nigeria, China, Tansania oder Indien

Beispielhaft für die Arbeit von missio in diesen Aufgabenfeldern ist das Psycho-Spiritual Institute     in Nigeria, das für das englischsprachige Afrika spirituelle und psychologische Therapeutinnen und Therapeuten ausbildet, die traumatisierte hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ortskirchen – darunter Ordensfrauen – begleiten. In ähnlicher Weise arbeitet auch das China Catholic Shanxi Formation Institute, das mit den Benediktinern von St. Ottilien kooperiert und von missio gefördert wird. Weiterhin fördert missio beispielsweise Angebote des St. Scholastica’s Institute of Women Studies Manila     in den Philippinen, des Arusha Mental Health Trust     (AMHT) in Tansania oder das Programm „Empowerment of Women Religious“ in Indien, die Ordensfrauen in der oben beschriebenen Weise stärken. Daneben fördert missio beispielsweise auch regelmäßig Ordensfrauen aus Partnerländern, die am Institut de Formation Humaine Intégrale     (IFHIM) in Montreal ein- bis dreijährige Kurse zur Persönlichkeitsbildung durchlaufen.

Ordensführungen brauchen mehr Unabhängigkeit von diözesanen Strukturen

Daneben fördert missio in den Ortskirchen Afrikas, Asiens und Ozeaniens Ordensoberenkonferenzen der Frauenorden auf nationaler und regionaler Ebene, um ihnen innerkirchlich ein größeres institutionelles Gewicht und Unabhängigkeit zu geben. Dadurch können die Frauenorden – auch unabhängig von Diözesanstrukturen – die Anliegen von Frauen in Kirche und Gesellschaft besser vertreten. Schließlich hat missio Aachen Initiativen in Indien und Papua-Neuguinea unterstützt, Richtlinien der dortigen Bischofskonferenzen zum Umgang mit dem Verdacht auf sexuellen Missbrauch – unter anderem eben auch von Ordensfrauen durch Kleriker – zu erstellen. In Indien sind so eine „Gender Policy of the Catholic Church of India“ (PDF    ), in Papua-Neuguinea die Broschüren „Right Relationships in Ministry“ und „Protocol on Dealing with Cases of Abuse“ erstellt worden.

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news-162 Fri, 15 Feb 2019 16:25:13 +0100 Nigeria braucht faire und freie Wahlen https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/nigeria-braucht-faire-und-freie-wahlen/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Nigeria braucht faire und freie Wahlen - das fordern die missio-Partner zu den Präsidentschaftswahlen am morgigen Samstag, 15. Februar. Das Kölner domradio hat dazu mit missio-Pressesprecher Johannes Seibel ein Interview geführt. Hier können Sie es nachlesen. DOMRADIO.DE: Vor der Stimmabgabe an diesem Samstag appellierten die katholischen Bischöfe an die Bürger, sich für freie und faire Wahlen einzusetzen und sich die Stimme keinesfalls abkaufen zu lassen. Der Appell der Bischöfe legt die Vermutung nahe, dass es bei diesen Wahlen nicht immer mit rechten Dingen zugehen könnte. Wie schätzen Sie das ein?

Johannes Seibel: Für die katholische Kirche in Nigeria ist es das oberste Ziel, dass die Wahlen frei und fair ablaufen. Das ist noch wichtiger als das Ergebnis selbst, weil nur freie und faire Wahlen die Demokratie stärken. Das Phänomen des Stimmenkaufs zum Beispiel ist nicht neu, aber es wird in jüngster Zeit verstärkt wahrgenommen. Die Menschen dort "verkaufen" ihre Stimmen nicht wegen eines fehlenden politischen Bewusstseins, sondern weil sie einfach verzweifelt und arm sind. Deshalb ist die Frage der freien und fairen Wahlen für die Kirche ein Lackmustest, wie stark die Demokratie in Nigeria ist.

Die Kirche engagiert sich auch beispielsweise mit Bischof Matthew Kukah im "National Peace Comitee", das eine Absprachen zwischen den wichtigsten Parteien Nigerias vermittelt hat, die Wahlen mit friedlichen Mitteln zu bestreiten. Die Kirche hofft, dass auch nach den Wahlen die Lage ruhig bleibt, weil es durchaus Sorge gibt, dass der amtierende Präsident Buhari - wenn er verliert - diese Niederlage nicht akzeptieren wird.

DOMRADIO.DE: Insgesamt stehen 73 Kandidaten zur Wahl. Einer von ihnen ist der amtierende Präsident Muhammadu Buhari. Der moderate Moslem war unter anderem mit dem Versprechen angetreten, die islamische Terrormiliz Boko Haram im Norden des Landes zu stoppen. Wie erfolgreich war er in dieser Hinsicht?

Seibel: Wenn wir mit unseren missio-Partnern in Nigeria sprechen, dann war er bei der Terrorbekämpfung nicht sehr erfolgreich, auch wenn er es versucht hat. Boko Haram ist immer noch sehr aktiv. Kürzlich ist auf den Gouverneur von Borno, einem Bundesstaat im Nordosten Nigerias, bei einer Wahlkampfveranstaltung ein Anschlag verübt worden. Das zeigt, dass Buhari mit der Terrorismusbekämpfung nicht sehr weit gekommen ist. Auch Dörfer werden weiter überfallen.

Ein Grund dafür ist auch das Militär. Denn für das Militär ist Boko Haram und die Bekämpfung des Terrorismus natürlich immer eine Rechtfertigung dafür zu sagen: "Wir brauchen mehr finanzielle Ressourcen". Diese finanziellen Ressourcen fließen dann erfahrungsgemäß durch Korruption auch in Kanäle, die nicht der Terrorismusbekämpfung dienen. So ist das Militär nicht immer daran interessiert, dass Boko Haram verschwindet.

DOMRADIO.DE: Nun ist Nigeria mit seinen Rohstoffvorkommen ja eigentlich ein reiches Land. Davon profitieren aber nur wenige. Welche Figur hat Buhari denn in Sachen Armutsbekämpfung abgegeben?

Seibel: Auch da sagen unsere missio-Partner durchweg, dass ihm das nicht gelungen ist. Die Armut ist nicht gesunken. Erzbischof Kaigama spricht manchmal sogar ganz verzweifelt davon, dass in Nigeria die Armut ein Monster ist. Das ist auch die Ursache für viele Probleme in Nigeria. Armut ist auch eine der Ursachen für das Aufkommen von Boko Haram im Norden des Landes.

Die Armut verursacht auch Konflikte, die das Land immer mehr beschäftigen: Zum Beispiel zwischen den Hirten aus dem Norden, die zur Volksgruppe der Fulani gehören und Muslime sind und den Bauern, die meistens christlichen Ethnien angehören. Durch die Armut und durch die Klimakatastrophe werden diese Hirten dazu gezwungen, sich neue Wasserstellen zu suchen und das führt zu Konflikten mit den Bauern. Diese Konflikte werden dann wiederum religiös missbraucht und es wird behauptet, dass sei ein religiöser Konflikt. In Wirklichkeit ist es ein ökonomischer Konflikt aufgrund der Armut, die einfach nicht in Nigeria so bekämpft wird wie es sein müsste.

DOMRADIO.DE: Atiku Abubakar, so heißt Buharis ernstzunehmenster Konkurrent. Wofür steht er?

Seibel: Er steht eigentlich für wirtschaftlichen Erfolg. Er hat auch ein großes und erfolgreiches Unternehmens-Konglomerat in den Bereichen Logistik, Öl und Gas aufgebaut. Er hat auch eine Universität, Kindergärten und Schulen gegründet und ist in den Medien aktiv. Insofern ist er für viele auch ein Hoffnungsträger, weil er persönlich erfolgreich ist - unabhängig davon, inwieweit dieser Erfolg auch Korruption zu verdanken ist.

Was für die Kirche und auch für die Christen in Nigeria wichtig ist: Er beschäftigt in seinem Unternehmen Christen und Muslime gleichermaßen. Für ihn spielt Religion insofern keine Rolle und er gilt als liberal.

DOMRADIO.DE: In Nigeria sind etwa die Hälfte der Bevölkerung Muslime, 45 Prozent dagegen sind Christen. Die beiden Favoriten für das Präsidentenamt sind nun aber beide Muslime. Welche Rolle könnte das spielen? Ist das ein Nachteil für die Christen im Land?

Seibel: Die katholische Kirche und unsere missio-Partner versuchen immer wieder in der Öffentlichkeit darzustellen, dass es sich bei politischen Wahlen nicht um eine Frage von Leben und Tod handelt, dass es auch keine religiöse Frage ist - gleichgültig ob der Präsident ein Muslim oder ein Christ ist - und dass es um die Verbesserung der Lebensverhältnisse und des politischen Systems geht. Das heißt, die Frage, ob die religiöse Zugehörigkeit eines Präsidenten negative Auswirkungen auf die Christen hat, ist nicht die wichtigste Frage.

Insofern glaube ich nicht, dass das ein Nachteil für die Christen im Land ist, sondern es geht hier tatsächlich um Politik und nicht um Religion. Das versucht auch die katholische Kirche in Nigeria immer wieder den Wählern und Wählerinnen und den eigenen Gläubigen zu sagen: Lasst es nicht zu, dass eure Religion politisch instrumentalisiert wird. Es ist keine Religionsfrage. Es ist eine politische Frage.

Das Interview     führte Moritz Dege.

Anmerkung: Das Interview wurde von Johannes Seibel noch sprachlich nachbearbeitet.

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news-161 Thu, 07 Feb 2019 10:22:31 +0100 „Religionsfreiheit profiliert und differenziert in die politische Diskussion einbringen“ https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/religionsfreiheit-profiliert-und-differenziert-in-die-politische-diskussion-einbringen/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Markus Grübel, Beauftragter der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, besucht das katholische Hilfswerk missio Aachen „Der jüngste Besuch von Papst Franziskus in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist eine Ermutigung für alle, die den interreligiösen Dialog als Weg zu Frieden und Versöhnung weltweit stärken wollen.“ Dies sagte Prälat Klaus Krämer, Präsident des katholischen Hilfswerkes missio Aachen, bei einem Arbeitstreffen mit Markus Grübel, Beauftragter der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, in Aachen. „Wir wollen das Thema Religionsfreiheit gleichermaßen profiliert und differenziert in die politische Diskussion einbringen, deshalb suchen wir den Austausch mit möglichst vielen Akteuren der Zivilgesellschaft in Deutschland, die sich mit diesem Menschenrecht beschäftigen“, so Markus Grübel.

Der CDU-Politiker informierte sich über die Länderberichte, Menschenrechtsstudien, Kampagnen und Projektzusammenarbeit von missio Aachen, die den Schutz bedrängter und verfolgter Christen, Religionsfreiheit und interreligiösen Dialog fördern. missio Aachen arbeitet dabei eng mit der Kirche in Afrika, dem Nahen und Mittleren Osten oder Asien zusammen. „Gerne unterstützen wir die Bundesregierung in diesen wichtigen Fragen. Wir verfügen als weltkirchliche Fachstelle über ein internationales Netz an Partnern, die sich vor Ort für ein gutes Zusammenleben der Angehörigen verschiedener Religionen einsetzen und Konflikte entschärfen“, so Prälat Krämer. „Die Welt wird eher durch gute Beispiele und Vorbilder der Zusammenarbeit zwischen den Religionen besser, als ständig nur auf Defizite hinzuweisen“, sagte Grübel.

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news-159 Sun, 03 Feb 2019 10:04:00 +0100 Papstbesuch in Vereinigten Arabischen Emiraten stärkt interreligiösen Dialog https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/papstbesuch-in-vereinigten-arabischen-emiraten-staerkt-interreligioesen-dialog/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Arbeitsmigranten brauchen bessere Arbeitsbedingungen „Dieser historische Besuch würdigt die Arbeit der Christen in den Vereinigten Arabischen Emirate für die zahlreichen katholischen philippinischen und indischen Arbeitsmigranten und für den Dialog zwischen Christen und Muslimen im arabischen Raum. Das macht Hoffnung auf weitere Fortschritte“, begrüßt Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerks missio Aachen, die Reise von Papst Franziskus vom 3. bis 5. Februar in die Vereinigten Arabischen Emirate.

Angesichts der politisch schwierigen Lage im Nahen und Mittleren Osten und dem Versuch, weltweit Christen und Muslime politisch gegeneinander auszuspielen, seien die Treffen von Papst Franziskus mit hochrangigen Vertretern der islamischen Welt in den Vereinigten Arabischen Emirate ein wichtiges Signal. „Die Kirche lässt sich nicht für politische Interessen instrumentalisieren, sondern möchte im Gespräch mit anderen Religionen die Spirale von Hass und Gewalt durchbrechen, um gemeinsam Wege zu Frieden und Versöhnung zu finden. Der erstmalige Besuch eines Papstes auf der arabischen Halbinsel ermutigt auch uns, weiter weltweit den interreligiösen Dialog zu unterstützen“, so Prälat Krämer.

Gleichzeitig hofft Prälat Krämer, dass der Papstbesuch weitere konkrete Verbesserungen für die christlichen Arbeitsmigrantinnen und Migranten auf der arabischen Halbinsel erreichen kann. „Vor allem die ausländischen Hausangestellten brauchen einen besseren Schutz, um Ausbeutung und Missbrauch zu verhindern“, sagte missio-Präsident Prälat Krämer.

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news-158 Fri, 01 Feb 2019 17:55:25 +0100 Unklarheit über Aufenthaltsort von Asia Bibi https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/unklarheit-ueber-aufenthaltsort-von-asia-bibi/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Heute Morgen meldete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", dass die pakistanische Christin Asia Bibi nach Kanada ausreisen konnte. Ihr tatsächlicher Aufenthaltsort ist aber noch unklar. Update von Freitag, 1. Februar, 18.07 Uhr. Am Freitagmorgen, 1. Februar, meldete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) unter Berufung auf den Rechtsanwalt Saif al-Malook, dass die pakistanische Christin Asia Bibi nach Kanada ausgereist ist. Unter Berufung auf diese Meldung hat missio eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der wir uns erleichtert über diese Entwicklung zeigten. Am Nachmittag des 1. Februar dann meldete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung"    , dass der Aufenthaltsort der pakistanischen Christin unklar und es noch nicht sicher sei, ob sie tatsächlich ausgereist ist. Deshalb haben wir unsere Pressemitteilung an dieser Stelle wieder zurückgezogen und hoffen, dass Asia Bibi bald tatsächlich in einem Land ihrer Wahl frei leben kann. Wir informieren weiter, sobald belastbare Meldungen über die Lage bekannt sind.

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news-155 Tue, 29 Jan 2019 14:22:09 +0100 Pakistan: missio begrüßt Entscheidung zu Asia Bibi https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/pakistan-missio-begruesst-entscheidung-zu-asia-bibi/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Oberster Gerichtshof von Pakistan lässt Revision gegen Aufhebung des Todesurteils nicht zu „Wir begrüßen die Entscheidung des Obersten Gerichtshofes in Pakistan, keine Revision gegen die Aufhebung des Todesurteils für die Christin Asia Bibi zuzulassen. Damit kann sie mit ihrer Familie aus Pakistan ausreisen“, freute sich Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio Aachen, über die Entwicklung des Falles. „Wir hoffen, dass jetzt Asia Bibi und ihre Familie in Ruhe und gut begleitet ein neues Leben in einem Land ihrer Wahl beginnen können“, sagte Prälat Krämer. Neben Deutschland und Frankreich ist auch Kanada als Aufnahmeland für Asia Bibi und ihre Familie im Gespräch.

„Der pakistanische Staat befindet sich in einer schwierigen Lage, weil ihn islamistische Fundamentalisten aus politischen Gründen erpressen wollen“, so Prälat Krämer weiter. Deshalb sei die Entscheidung des Obersten Gerichtshofes im Fall Asia Bibi auch ein Signal, dass Staat und Justiz in der Islamischen Republik Pakistan den Schutz der religiösen Minderheiten wie den Christen tatsächlich garantieren wollten. „Wir hoffen, dass durch den Fall Asia Bibi die gemäßigten Kräfte in Pakistan gestärkt werden, was den Christen und anderen Minderheiten hilft“, so Prälat Krämer weiter. „Pakistan ist religionspolitisch für die gesamte Region eines der entscheidenden Länder. Es braucht die Unterstützung des Westens, damit es innenpolitisch nicht durch Fundamentalisten destabilisiert wird“, sagte Prälat Krämer.

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news-149 Thu, 10 Jan 2019 14:36:59 +0100 Neujahrsempfang und außerordentlicher Monat der Weltmission https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/neujahrsempfang-und-ausserordentlicher-monat-der-weltmission/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Eine besondere Bedeutung kommt dem Jahr 2019 durch den vom Papst ausgerufenen außerordentlichen Monat der Weltmission » zu. Dies betonte Prälat Klaus Krämer, Präsident von missio Aachen, am Donnerstag beim Neujahrsempfang des Internationalen Katholischen Missionswerks. Die von misso initiierte Ausstellung „Du bist Mission“ » stoße bereits auf großes Interesse, so Prälat Krämer. Schwerpunktregion des Monats der Weltmission im Oktober 2019 wird die Region von Nordost-Indien sein. Dazu werden Projektpartner aus diesen Diözesen von missio nach Deutschland eingeladen, um über ihre Arbeit und Hilfsprojekte zu berichten. 

Als wichtigen Partner und Gast begrüßte Prälat Klaus Krämer beim Neujahrsempfang den Geschäftsführer der BEGECA, Günter Siebertz. Die Beschaffungsgesellschaft für kirchliche, caritative und soziale Einrichtungen hat wie missio ihren Sitz in der Goethestraße in Aachen. Die BEGECA     wurde 1968 gegründet und hat seitdem rund 60.000 Projekte mit einer Gesamtsumme von 625 Millionen Euro realisiert.

Den Neujahrssegen überbrachten im Rahmen des Neujahrsempfangs die Sternsinger der katholischen Grundschule Höfchensweg in Aachen. Die Mädchen und Jungen sammelten gleichzeitig Spenden für Kinderhilfsprojekte.

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news-144 Thu, 27 Dec 2018 09:05:00 +0100 Afrikatag 2019: missio sammelt für mutige Priester in Krisenregionen https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/afrikatag-2019-missio-sammelt-fuer-mutige-priester-in-krisenregionen/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Älteste Spendenaktion der katholischen Kirche – Kollekte zwischen 1. und 13. Januar „Katholische Priester bringen in die ärmsten, von Flucht, Gewalt und Krieg betroffenen Regionen Afrikas Hoffnung. Um dort den Menschen zu helfen, brauchen sie eine umfassende Vorbereitung auf diese schwierige Aufgabe“, ruft Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio Aachen, zu Spenden für den Afrikatag 2019 auf. Zwischen dem 1. und 13. Januar sammeln Katholiken in ihren Gottesdiensten für die Ausbildung und Arbeit afrikanischer Priester an den Orten, wo die Not am größten ist. „Damit sie das Leben haben”, lautet das Leitwort dieser ältesten gesamtkirchlichen Kollekte der Welt. Die Kollekte erbrachte 2018 knapp 1,2 Millionen Euro.

Als Beispiel für alle afrikanischen Priester im Kriseneinsatz stehen beim Afrikatag 2019 die Kirche Äthiopiens und Pfarrer Tesfaye Petros im Mittelpunkt. Er lebt in der Region Gambella im Südwesten Äthiopiens. Sie gehört zu einer der gefährlichsten und ärmsten Provinzen des Landes. Ganz bewusst hat sich der mutige Gottesmann für den Einsatz in dieser von seiner Heimat weit entfernten Krisenregion entschieden. Er will dort für die Menschen da sein, deren Leben von Flucht, Armut und Gewalt geprägt ist. Dabei kümmert er sich auch aufopferungsvoll um die zehntausende Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland Südsudan, die in Gambella Zuflucht gefunden haben.

Das Plakatbild zum Afrikatag 2019 ist in einem Flüchtlingslager in Gambella aufgenommen und zeigt Pfarrer Tesfaye Petros zusammen mit südsudanesischen Flüchtlingen, die in einem Kirchenchor singen. 

Weitere Informationen unter www.afrikatag.de ».

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Kollektentermine Afrikatag 2019

Die Kollekten zum Afrikatag 2019 werden in den jeweiligen Bistümern an folgenden Sonn- und Feiertagen gehalten:

Dienstag, 1. Januar 2018, Hochfest der Gottesmutter Maria / Neujahr

  • Bistum Dresden-Meißen
  • Bistum Essen
  • Bistum Fulda
  • Bistum Osnabrück
  • Bistum Rottenburg-Stuttgart

Sonntag, 6. Januar 2018, Erscheinung des Herrn / Hl. Drei Könige

  • Bistum Aachen
  • Erzbistum Freiburg
  • Bistum Görlitz
  • Erzbistum Köln
  • Erzbistum Paderborn

Sonntag, 13. Januar 2018, 2. Sonntag im Jahreskreis

  • Erzbistum Berlin
  • Bistum Erfurt
  • Erzbistum Hamburg
  • Bistum Hildesheim
  • Bistum Limburg
  • Bistum Magdeburg
  • Bistum Mainz
  • Bistum Münster
  • Bistum Trier
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news-148 Tue, 18 Dec 2018 11:15:03 +0100 Christen in Pakistan, Indien und Nigeria zu Weihnachten besonders gefährdet https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/christen-in-pakistan-indien-und-nigeria-zu-weihnachten-besonders-gefaehrdet/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Partner des katholischen Hilfswerks berichten von angespannter Stimmung – Materieller Überlebenskampf prägt Weihnachten im Nahen und Mittleren Osten „Wir sind mit Blick auf das bevorstehende Weihnachtsfest in großer Sorge um die persönliche Sicherheit vieler Christen vor allem in Pakistan, Indien und Nigeria“, warnte Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio Aachen, am Dienstag in Aachen.

Nachdem Ende Oktober in Pakistan das Todesurteil gegen die Christin Asia Bibi durch den Obersten Gerichtshof aufgehoben wurde, inszenierten islamistische Extremisten Straßenschlachten. Bis heute ist deswegen die Stimmung vor allem in der Provinz Punjab angespannt. „Unsere Partner rechnen damit, dass fanatische Islamisten an Weihnachten Anschläge auf Kirchen planen. Die Christen in Pakistan müssen in diesem Jahr sehr vorsichtig Weihnachten vorbereiten. Es sollen aber alle Gottesdienste wie geplant stattfinden“, so Prälat Krämer weiter. „In Pakistan sind die Christen in diesem Jahr wesentlich stärker als in den Vorjahren darauf angewiesen, dass die staatlichen Sicherheitskräfte für Sicherheit sorgen“, ergänzte der missio-Präsident.

In Indien stehen im kommenden Jahr Parlamentswahlen an, die jetzt schon die politische Stimmung anheizen. Die regierende Bharatiya Janata Party (BJP) und mit ihr verbundene Hindu-Nationalisten steigern ihre Rhetorik gegenüber Minderheiten wie Christen oder Muslimen. Erst am vergangenen Wochenende wurde in Nordindien im Bundesstaat Assam die Inneneinrichtung einer Kirche zerstört. „Unsere Partner berichten, dass fanatische Hindu-Nationalisten Christen zu Weihnachten mit Demonstrationen, Straßenblockaden, Vandalismus und Gewalt drohen. Die Fanatiker wollen verhindern, dass an öffentlichen Plätzen und Straßen weihnachtliche Symbole an das Fest erinnern, um so die Christen einzuschüchtern“, sagte Prälat Krämer.

Vor allem im indischen Bundesstaat Odisha, in dem vor zehn Jahren Pogrome gegen Christen rund 100 Tote und mehrere zehntausend Vertriebene forderten, ist die Lage prekär. „Unsere Partner rechnen dort mit gewalttätigen Übergriffen und sind in großer Sorge, dass Polizei und Behörden nicht genügend Schutz bieten“, so Krämer. „Wir dürfen das Schicksal der verfolgten Christen in Indien nicht vergessen, nur weil das Land eine aufstrebende Wirtschaftsmacht ist. Politik und Wirtschaft in Deutschland sind offensichtlich an guten Handelsbeziehungen interessiert. Sie erinnern die indische Regierung dabei aber zu wenig an deren Verantwortung, Christen nicht weiter zu diskriminieren und als Bürger zweiter Klasse zu behandeln“, kritisierte Prälat Krämer.

Nigeria wählt im kommenden Februar ein neues Parlament und einen neuen Präsidenten. Zudem durchlebt das Land eine Wirtschaftskrise. Insbesondere im Norden Nigerias können diese politischen Spannungen jederzeit in Gewalt umschlagen. „Unsere Partner bereiten sich vor Weihnachten auf Anschläge der Terrorgruppe Boko Haram vor. Aufgrund des Wahlkampfes können sie dabei nicht richtig einschätzen, ob und wie effektiv sie durch Polizei und Armee geschützt werden. Die Politiker stehen in Nigeria vor der Versuchung, durch das Manipulieren religiöser Gefühle Konflikte zu schüren, aus denen sie politisches Kapital schlagen wollen“, erklärt Prälat Krämer. „Darunter leiden dann vor allem Christen.“

„Für viele Christinnen und Christen weltweit wird es 2018 ein trauriges Weihnachten geben. Die Zahl der Länder, in denen die Religionsfreiheit in hohem Maß verletzt wird, nimmt stetig zu. Auch in ehemals kommunistischen Ländern nimmt die ideologische Überwachung und Bedrängnis der Gläubigen wieder zu. Dies beobachten wir insbesondere in Vietnam und China“, führte Prälat Krämer weiter aus.

Für die Christen im Nahen und Mittleren Osten prägen der materielle Überlebenskampf, die politische Instabilität und die Frage der Versöhnung nach Jahren der Gewalt Weihnachten. „Im Norden des Iraks zum Beispiel können die Christen in der Niniveh-Ebene nach ihrer Rückkehr zum zweiten Mal Weihnachten feiern. Das ist ein Erfolg. Aber es herrschen immer noch Angst vor einer Rückkehr des sogenannten Islamischen Staates, vor neuen bürgerkriegsartigen Kämpfen und großem Misstrauen zwischen den Angehörigen der verschiedenen Religionen und Ethnien“, berichtete missio-Präsident Prälat Krämer. „Für die Kirche im Irak ist die Frage, wie die verschiedenen verfeindeten Gruppen künftig wieder friedlich zusammenleben können, eine große Herausforderung.“ Zudem berichten die missio-Partner, dass neben Sicherheit und Frieden „ihr größter Weihnachtswunsch Arbeitsplätze sind, damit sie in der Ursprungsregion des Christentums auch weiterhin leben können“, so Prälat Krämer.

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news-147 Mon, 17 Dec 2018 13:37:22 +0100 Hilfe stoppt nicht vor Grenzen und Kulturen https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/hilfe-stoppt-nicht-vor-grenzen-und-kulturen/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Weihnachtsbotschaft von Annegret Kramp-Karrenbauer, Armin Laschet und missio Aachen Die CDU-Bundesvorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer und der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet rufen in Weihnachtsbotschaften für das katholische Hilfswerk missio Aachen dazu auf, die Not der Menschen in Deutschland und weltweit nicht zu vergessen. Beide Politiker sind Botschafter der Stiftung pro missio » und bedankten sich für die Arbeit der Unterstützerinnen und Unterstützer von missio Aachen im Jahr 2018.

Das Leid der Menschen begegne uns nicht allein über Nachrichten und Bilder aus Kriegsgebieten oder von hungernden Kindern, sondern „auch vor unserer Haustür – wenn Obdachlose keinen Platz finden, wenn Kinder in schwierigen Verhältnissen aufwachsen, wenn Menschen vor dem Scherbenhaufen ihres Lebens stehen“, schreibt Frau Kramp-Karrenbauer. An Weihnachten sei Gott nicht auf „triumphale Weise“, sondern „in eine Notlage hinein“ durch Jesus Christus Mensch geworden. Gott wolle nahe bei den Menschen sein. Das könne auch uns zur Solidarität in der Haltung eines christlichen Optimismus mit Menschen in Not inspirieren. „Die Geburt Christi ist ein Freudenfest, ein Anlass zu feiern und Gelegenheit sich gegenseitig Gutes zu tun“, schreibt Frau Kramp-Karrenbauer in ihrer Botschaft. Die Weihnachtsbotschaft werde „dann wirklich erlebbar, wenn sie unseren Blick öffnet für den anderen“, so die CDU-Bundesvorsitzende.

missio Aachen setze sich seit Jahrzehnten für Menschen ein, die in vielen Teilen der Welt in Not geraten sind und unterstütze die lokale Arbeit der Kirche vor Ort, schreibt Ministerpräsident Laschet in seinem Weihnachtsgruß. Das Handeln von missio Aachen mache deutlich, „dass die Hilfe nicht vor Grenzen und Kulturen stoppt, sondern dass der Wunsch nach einem friedlichen und menschenwürdigen Leben uns Menschen verbindet“, so Laschet weiter.

Die Weihnachtsbotschaften können Sie hier » nachlesen.

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news-146 Fri, 14 Dec 2018 10:55:00 +0100 Ökumenisches Friedensgebet 2019 lenkt den Blick auf Nordostindien https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/oekumenisches-friedensgebet-2019-lenkt-den-blick-auf-nordostindien/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Gemeinsame Kampagne von missio Aachen, missio München und Evangelisches Missionswerk in Deutschland (EMW) Das Ökumenische Friedensgebet 2019 zum Weltfriedenstag am 1. Januar ist jetzt erschienen. Es lenkt den Blick auf die seit Jahren angespannte politische Lage und die Diskriminierung der indigenen Völker im Nordosten Indiens. Das Gebet ist für Gottesdienste und Veranstaltungen für das gesamte Jahr gedacht. Herausgeber sind die Internationalen Katholischen Missionswerke missio Aachen und missio München sowie das Evangelische Missionswerk in Deutschland (EMW).

Autorin des Gebetes ist die protestantische Theologin Imtiwala Imchen. Sie leitet das Zentrum für Friedensforschung und Friedensaktionen (CCPRA) am Clark Theological College in Nagaland im Nordosten Indiens.

Nordostindien umfasst die sieben Bundesstaaten Arunachal Pradesh, Assam, Manipur, Meghalaya, Mizoram, Nagaland und Tripura. Dort leben rund 45 Millionen Menschen an der Grenze zu China, Bangladesch und Myanmar in einer ethnisch und kulturell vielfältigen Region. Viele von ihnen gehören kleinen Volksgruppen mit je verschiedenen Sprachen und Gebräuchen an. Oft werden sie von der indischen Zentralregierung und Mehrheitskultur schikaniert und unterdrückt. So kommt es immer wieder zu Kämpfen für mehr Autonomie von Indien oder zwischen verschiedenen Volksgruppen um lokale Vorherrschaft. Hier sind dann Friedensstifter gefragt.

Der Nordosten Indiens wird 2019 auch Thema der Kampagne zum Monat und Sonntag der Weltmission » von missio Aachen und missio München sein.

Der Gebetstext steht zum Herunterladen und E-Mail-Versand unter www.oekumenisches-friedensgebet.de     bereit. Dort sind auch Adressen hinterlegt für die kostenlose Bestellung des Friedensgebetes in Papierform.

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news-145 Tue, 11 Dec 2018 15:09:51 +0100 Ordensfrau kämpft gegen Hexenverfolgung https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/ordensfrau-kaempft-gegen-hexenverfolgung/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Weimarer Menschenrechtspreis 2018 für missio-Projektpartnerin Schwester Lorena Jenal Die katholische Ordensfrau Lorena Jenal ist mit dem renommierten Weimarer Menschenrechtspreis 2018 für ihr Engagement gegen Hexenverfolgung in Papua-Neuguinea ausgezeichnet worden. Als eine „mutige Kämpferin gegen Gewalt“ bezeichnete der Laudator und missio-Präsident Prälat Klaus Krämer die 68jährige Schweizerin. „Wir sind überrascht und erschüttert, dass es sich bei den Fällen von Hexenverfolgung in Papua-Neuguinea nicht um Einzelfälle handelt, sondern um ein durchgehendendes Phänomen. Berichte über diese Gewaltverbrechen kommen aus insgesamt 29 Ländern der Welt“, so Prälat Klaus Krämer.

Wie weitgehend unbekannt diese Form der Menschenrechtsverletzungen bislang war, betonte auch Superintendent Henrich Herbst, der im Vergabebeirat des Preises für Schwester Lorena gestimmt hatte. Mit diesem Preis „will der Vergabebeirat auf die unbekannte Situation von Opfern der Hexenverfolgungen aufmerksam machen.“

Die Preisträgerin berichtete über dramatische Situationen in Papua Neuguinea. „Wir konnten in den letzten fünf Monaten sechs Frauen in Sicherheit bringen und vor dem Feuer der Folterung bewahren“, sagte die Ordensfrau, die 1979 in das Land in Ozeanien ging, um den Menschen zu helfen. „Mit Hilfe von missio konnten wir in den letzten zwei Jahren vieles erreichen durch Aufklärung, Bewusstseinsarbeit und Begleitung der traumatisierten Menschen“. Das Preisgeld nehme sie als Grundstein für ein geplantes Haus der Hoffnung an, dass sie in Papua-Neuguinea für die betroffenen Menschen aufbauen wolle.

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Hinweis: Weitere Informationen zu Sr. Lorena Jenal finden Sie hier » und hier ».

 

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news-139 Thu, 06 Dec 2018 09:10:00 +0100 Religionsfreiheit wichtigste Herausforderung der internationalen Menschenrechtsarbeit https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/religionsfreiheit-wichtigste-herausforderung-der-internationalen-menschenrechtsarbeit/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 70. Jahrestag der Erklärung der Allgemeinen Menschenrechte – missio-Präsident Krämer warnt vor populistisch-nationalistischem Missbrauch der Religion – missio finanzierte in den vergangenen fünf Jahren 84 Menschenrechtsprojekte mit rund 2,65 Millionen Euro „Die Religionsfreiheit gerät weltweit  mehr und mehr unter Druck. Dies wahrzunehmen und politisch darauf zu reagieren ist eine der wichtigsten Herausforderungen der künftigen Menschenrechtsarbeit“, sagte Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerks missio Aachen, zum 70. Jahrestag der Erklärung der Allgemeinen Menschenrechte am 10. Dezember. „Uns beunruhigt vor allem, dass der politische, ideologische und populistisch-nationalistische Missbrauch von Religion zunimmt. Der führt zu Diskriminierung, Bedrängnis und am Ende oft auch zur Verfolgung“, so Krämer weiter.

„Wir unterstützen unsere Projektpartner der Kirche in Afrika, dem Nahen Osten und Asien dabei, sich durch eigene Menschenrechtsarbeit und interreligiösen Dialog dieser Herausforderung zu stellen“, erklärte Krämer. Insgesamt finanzierte missio in den vergangenen fünf Jahren 84 solcher Projekte mit rund 2,65 Millionen Euro. missio organisiere zudem in den betroffenen Ländern mit Experten vor Ort Netzwerktreffen zu Fragen der Religionsfreiheit. In Deutschland fördere missio durch öffentliche Kampagnen, Menschenrechtsstudien, Länderberichte Religionsfreiheit und politische Lobbyarbeit das Bewusstsein für die Situation vor allem von bedrängten Christen.

Christen leiden vor allem in Minderheitensituationen

Die Zahl der Staaten, in denen staatliche Maßnahmen oder gesellschaftliche Anfeindungen Angehörige der verschiedenen Religionen im „höchsten Grad“ gefährden, sei von 40 Staaten 2007 auf 55 Staaten 2016 gestiegen, so Krämer. Dies gehe aus Studien des renommierten „Pew Research Center“ in den USA hervor. „Christen leiden vor allem dann unter diesen Verletzungen der Religionsfreiheit, wenn sie in einer Minderheitensituation leben“, erklärte er. Im Nahen und Mittleren Osten litten die christlichen Minderheiten wie im Irak oder Syrien unter kriegerischen Auseinandersetzungen, politischer Instabilität und dem ideologischen Missbrauch des Islams. In Asien sei für Christen eher die nationalistische Instrumentalisierung von Religion wie beispielsweise in Indien eine Gefahr. Dort sorgten Hindu-Nationalisten mit der Gleichung, dass nur der Hinduismus die nationale Identität verbürge, für ein Klima der Angst und Einschüchterung. In früheren kommunistisch-atheistisch geprägten Staaten wie Vietnam gerieten Christen ins Visier der Behörden, weil dort Religion immer noch als staatsgefährdend eingeschätzt werde.

>missio verzichtet auf Verfolgungs-Ranglisten

Da das Christentum mit über einem Drittel Anteil an der Weltbevölkerung die am weitesten verbreitete Religion sei, sei auch die Zahl der diskriminierten, bedrängten und verfolgten Christen vermutlich höher als die anderer Religionen, sagte Prälat Krämer weiter. missio verzichte allerdings darauf, Verfolgungs-Ranglisten zu erstellen, da eine auf einzelne Länder berechnete, je nach Religionszugehörigkeit getrennte zahlenmäßige Erfassung von Verfolgungsfällen statistisch kaum zu leisten sei. Politische, ethnische, wirtschaftliche und soziale Ursachen überlagerten sich hier. „Wir wollen auch nicht, dass die individuellen Leiderfahrungen der Angehörigen verschiedener Religionen gegeneinander ausgespielt, politisch instrumentalisiert werden. Dadurch würden letztlich nur wechselseitige Ausgrenzungen festgeschrieben und das Problem nicht gelöst, ergänzte Prälat Krämer. missio folge damit der Empfehlung von Professor Heiner Bielefeldt, dem früheren Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen für Religionsfreiheit.

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news-141 Thu, 06 Dec 2018 09:05:00 +0100 Tagung „Religionsfreiheit - gefährdetes Menschenrecht” https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/tagung-religionsfreiheit-gefaehrdetes-menschenrecht/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Die Tagung „Religionsfreiheit – gefährdetes Menschenrecht?“ am 7. und 8. Dezember in Mainz will zum 70. Jahrestag der Erklärung der Menschenrechte Wege aufzeigen, wie Opfer der Verletzungen der Religionsfreiheit besser geschützt werden können. Pünktlich zum 70. Jahrestag der Erklärung der Menschenrechte erwartet der Erbacher Hof in Mainz am 7. und 8. Dezember renommierte Gäste zur internationalen Tagung „Religionsfreiheit – gefährdetes Menschenrecht?“ Dazu zählen unter anderen der frühere bayerische Kultusminister Professor Hans Maier, der frühere UN-Sonderberichterstatter Professor Heiner Bielefeldt oder Professor Samir Khalil Samir aus Beirut. Sie verhandeln das christliche und islamische Verständnis von Religionsfreiheit, ihre Lage im Nahen Osten, Kuba und Deutschland sowie auch die Frage, wie wechselhaft das Verhältnis der katholischen Kirche zu den Menschenrechten war. Dabei sollen auch Wege aufgezeigt werden, wie Opfer der Verletzungen von Religionsfreiheit wirkungsvoller geschützt werden können. Die Tagung findet im Rahmen der Jahrestagung des Internationalen Instituts für missionswissenschaftliche Forschungen (IIMF) in Kooperation mit missio Aachen und dem Institut für Weltkirche und Mission (IWM) statt.

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news-140 Wed, 05 Dec 2018 10:59:04 +0100 Ordensschwester hilft Kindern am dreckigsten Ort der Welt https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/ordensschwester-hilft-kindern-am-dreckigsten-ort-der-welt/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Fernsehtipp, ZDF, Sa., 8. Dezember: „Ein Herz für Kinder“ berichtet über missio-Projekt in den Philippinen Johannes B. Kerner präsentiert am Samstag, den 8. Dezember, ab 20:15 Uhr die ZDF-Sendung „Ein Herz für Kinder“ und ruft mit zahlreichen Prominenten zu Spenden für Kinder in Not auf. Die Schauspielerin und Projektpatin Barbara Wussow wird von der philippinischen Ordensschwester Mary John Mananzan nach Manila begleitet. „Dort gibt es den dreckigsten Ort der Welt“, berichtete Schwester Mary John. „Die Kinder sammeln dort Müll, aber nicht auf der Straße, sondern im schmutzigen Wasser des Hafenbeckens, wo Plastikabfälle angeschwemmt werden“. Die Mädchen und Jungen schwimmen in einem Meer aus Müll und verkaufen die gesammelten Kunststoffe, um sich eine Hand voll Reis kaufen zu können.

„Wir müssen etwas gegen diese menschliche Tragödie unternehmen und diesen Kindern helfen“, appelliert Schwester Mary John, die mit Hilfe von Ein Herz für Kinder und missio ein großes Hilfsprogramm starten will.

Schwester Mary John Mananzan wird zu der Live-Ausstrahlung der ZDF-Sendung am 8. Dezember nach Berlin eingeladen. Die Theologin und Buchautorin gehört dem Orden der Missionsbenediktinerinnen von Tutzing an, sie studierte in Rom sowie Münster. Sie engagiert sich besonders für die Menschenrechte und wurde im Jahr 2011 in den Kreis der 100 einflussreichsten Frauen der Welt aufgenommen. In den Philippinen moderiert sie wöchentlich ihre TV-Talkshow zu brisanten Themen.

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(Nachtrag) 9. Dezember, 10.30 Uhr: Für das Projekt von Sr. Mary John nehmen wir hier » gerne Ihre Spende entgegen.

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news-137 Fri, 23 Nov 2018 13:42:00 +0100 Krippen bilden Brücken https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/krippen-bilden-bruecken/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Krippen-Ausstellung in Aachen eröffnet Der Weltladen „weltweit am Dom“ hat am Freitag, 23. November, die Ausstellung „Krippen der Einen Welt“ eröffnet. Das katholische Hilfswerk missio Aachen, das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und das Bistum Aachen präsentieren die Ausstellung unter dem Motto „Krippen bauen Brücken – von Kolumbien nach Aachen“ bis zum 12. Januar 2019.

„Von einer kleinen Walnussschale bis hin zu lebensgroßen Figuren aus Kolumbien reicht die Auswahl der Krippen“, beschreibt Markus Offner vom Bistum Aachen die Vielfalt der 175 Krippen aus 30 Ländern. Sie stammen aus fairem Handel, einige wurden von Partnern der weltkirchlichen Arbeit von missio, dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und dem Bistum gefertigt. Die Weihnachtsgeschichte wird mit verschiedensten Materialen wie Wolle, Altmetall, Glas, Ton, Papier und natürlich Holz in Szene gesetzt. „Krippen sind überall auf der Welt Hoffnungszeichen“, so Offner. „Sie bilden eine Brücke zwischen Ländern und von Mensch zu Mensch und zeigen: Vor der Krippe sind wir alle gleich. Mit dem Kind in der Krippe beginnt etwas Neues.“

Hilde Scheidt, Bürgermeisterin der Stadt Aachen, bedankte sich bei den Machern der Ausstellung. Sie schätze die große Verbundenheit kirchlicher Hilfswerke mit der Stadt Aachen, die eine lange Tradition habe. Die Produkte aus fairem Handel von Partnern der Werke und des Bistums schlügen auch eine Brücke zu den Bürgerinnen und Bürgern in Aachen.

Die Ausstellung bei „weltweit am Dom“, Münsterplatz 28, in Aachen, ist vom 17. November 2018 bis zum 12. Januar 2019 montags bis samstags von 10 bis 18 Uhr, sowie in der Adventszeit auch sonntags geöffnet. Der Eintritt ist frei. Die Krippen stehen auch zum Verkauf. Weitere Informationen unter Telefon 0241/41 21 19 63 oder unter www.bistum-aachen.de/Weltkirche-im-Bistum-Aachen/Weltweit-am-Dom    .

Darüber hinaus findet vom 28. November bis zum 9. Dezember 2018 auch auf dem Weihnachtsmarkt auf Schloss Merode eine missio-Sonderausstellung „Krippen der Einen Welt“ statt. Informationen dazu gibt es unter www.weihnachtsmarkt-merode.de    

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news-136 Fri, 23 Nov 2018 11:00:00 +0100 „Du bist Mission” https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/du-bist-mission/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 missio Aachen startet eine Ausstellung mit Botschaften von Papst Franziskus - Jeder Mensch hat seine ganz persönliche Mission. Danach fragt eine neue Ausstellung von missio Aachen. Sie startet zum 5. Jahrestag des Schreibens Evangelii Gaudium von Papst Franziskus. „Was ist deine Mission?”, fragt das Internationale Katholische Missionswerk missio Aachen die Besucher und Besucherinnen in einer neuen Ausstellung ganz persönlich. „Wir möchten Gläubige und weniger Gläubige mit der Begeisterung von Papst Franziskus für eine Kirche in Berührung bringen, die mit allen Freuden, Fehlern, Unsicherheiten, mit allem Mut und ganzer Kreativität die christliche Botschaft lebt”, so missio-Präsident Prälat Krämer bei der Vorstellung der Schau am Freitag in Aachen.

Die Ausstellung „Du bist Mission” ist ein Beitrag zum Außerordentlichen Weltmissionsmonat im Oktober 2019, zu dem Papst Franziskus unter dem Leitwort „Getauft und gesandt” einlädt. Die Schau versammelt Kerngedanken des Papstes aus seinem Schreiben Evangelii Gaudium, das vor fünf Jahren am 24. November veröffentlicht wurde. „Ohne Furcht vor Fehlern”, „Verkündigung ist ein Fest” oder „Mission ist nicht nur für Profis” sind einige dieser Gedanken, mit denen sich die Besucherinnen und Besucher der Schau auseinandersetzen können. Großformatige Gesichter auf den Roll Ups in der Ausstellung verdichten die Botschaften. „Wir wollen Raum schaffen für Menschen, die sich ihrer eigenen, persönlichen Sendung bewusst werden wollen, ihren Glauben hinterfragen, aber auch erneuern wollen”, so Prälat Krämer.

Die Ausstellung „Du bist Mission” » kann von Kirchengemeinden, Akademien, Schulen, Verbänden und anderen interessierten Gruppen ab sofort ausgeliehen werden. Bestellungen sind beim Internationalen Katholischen Missionswerk missio in Aachen unter 0241 / 75 07 – 294 oder per möglich.

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news-135 Thu, 22 Nov 2018 14:14:00 +0100 Dr. Gregor Frhr. von Fürstenberg (53) weitere fünf Jahre Vizepräsident von missio Aachen https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/dr-gregor-frhr-von-fuerstenberg-53-weitere-fuenf-jahre-vizepraesident-von-missio-aachen/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Verwaltungsrat bestätigte ihn heute in seinem Amt. Dr. Gregor Frhr. von Fürstenberg (53) ist für weitere fünf Jahre zum Vizepräsidenten des Internationalen Katholischen Missionswerks missio in Aachen bestellt worden. Das hat am Donnerstag, 22. November 2018, der Verwaltungsrat des katholischen Hilfswerkes beschlossen. Von Fürstenberg, Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken, ist seit 2004 Vizepräsident des Werkes. Der Diplom-Theologe und promovierte Soziologe war Vorsitzender des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Bistum Münster gewesen, bevor er 1995 zu missio nach Aachen wechselte.

Von Fürstenberg, der mit seiner Frau und vier Kindern in Geilenkirchen lebt, verantwortet bei missio Aachen unter anderem die Bereiche Fundraising, Budget- und Personalplanung. Er engagiert sich daneben für das Schicksal von bedrängten Christen, für die Bewahrung der Schöpfung und für einen missionarischen Aufbruch der Kirche weltweit.

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Weitere Informationen über Dr. Gregor Freiherr von Fürstenberg ».

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news-134 Wed, 21 Nov 2018 14:45:24 +0100 missio Aachen begrüßt Einreisemöglichkeit von Asia Bibi nach Deutschland https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/missio-aachen-begruesst-einreisemoeglichkeit-von-asia-bibi-nach-deutschland/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Bundesregierung hat einen Weg gefunden, Asia Bibi und ihren engsten Familienangehörigen die Einreise nach Deutschland zu ermöglichen. „Wir begrüßen es ausdrücklich, dass die Bundesregierung einen Weg gefunden hat, Asia Bibi und ihren engsten Familienangehörigen die Einreise nach Deutschland zu ermöglichen“, sagte Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio Aachen, am Mittwoch in Aachen, nachdem entsprechende Meldungen bekannt geworden sind. „Wir bedanken uns beim Auswärtigen Amt, Politikern aus dem Bundestag, Asia Bibis Anwalt Saif ul-Malook und den pakistanischen Regierungsstellen, die im Hintergrund fieberhaft an einer Lösung arbeiten und vermitteln“, so Krämer weiter. Neben Deutschland haben auch weitere Länder wie Kanada oder Frankreich eine Aufnahmezusage gegeben. „Jetzt kommt es auf Asia Bibi an, für welches Land sie sich zur Ausreise entscheidet“, so Prälat Krämer.

Seit 6. November haben rund 2.500 Unterstützer und Unterstützerinnen von missio Aachen E-Mails und Briefe an Bundeskanzlerin Angela Merkel, die EU-Außenkommissarin und den pakistanischen Botschafter in Deutschland geschrieben, sich für Asia Bibi einzusetzen.

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news-133 Tue, 20 Nov 2018 16:49:57 +0100 missio und „Diplomatic Council” organisieren Pressekonferenz mit Anwalt von Asia Bibi https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/missio-und-diplomatic-council-organisieren-pressekonferenz-mit-anwalt-von-asia-bibi/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Der Anwalt von Asia Bibi, Saif-ul-Malook, hat am heutigen Dienstag erstmals in Deutschland eine Pressekonferenz gegeben. Sie wurde gemeinsam von missio Aachen und dem Think-Tank "Diplomatic Council", der Beraterstatus bei den Vereinten Nationen hat, organisiert. Der Anwalt von Asia Bibi, Saif-ul-Malook, hat am heutigen Dienstag erstmals in Deutschland eine Pressekonferenz gegeben. Sie wurde gemeinsam von missio Aachen und dem Think-Tank "Diplomatic Council", der Beraterstatuts bei den Vereinten Nationen hat, organisiert. Fazit: Die diplomatischen Verhandlungen, um Asia Bibi und ihren nächsten Angehörigen in Europa - und vielleicht auch in Deutschland - eine neue Zukunft zu ermöglichen, laufen auf Hochtouren. Zu dem Pressegespräch hat auch Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerks missio Aachen, ein Statement gegeben, das wir hier dokumentieren:

„Wir hoffen, dass die Gespräche der politischen und diplomatischen Vertreter Pakistans und anderer Staaten europa- und weltweit, darunter zum Beispiel Deutschland und Kanada, zu einer sicheren Zukunft Asia Bibis und ihrer Familie in einem Land ihrer Wahl führen.

Gleichzeitig sorgen wir uns um die Sicherheit der Christinnen und Christen in Pakistan, die aktuell in großer Angst vor politisch motivierter Gewalt radikal-islamistischer Gruppen leben, die den Fall Asia Bibi für ihre Zwecke instrumentalisieren.

Die pakistanischen Behörden müssen alles in ihrer Macht stehende tun, christliche Bürgerinnen und Bürger Pakistans, ihre Kirchen, Einrichtungen, Wohnviertel und Versammlungen vor Extremisten zu schützen und uneingeschränkt die Praxis ihres Glaubens zu ermöglichen. Besonders vor und während des Weihnachtsfestes brauchen die Christinnen und Christen in Pakistan erhöhten Schutz. Mittel- und langfristig müssen der interreligiöse Dialog, die Überwindung gesellschaftlicher Spaltungen und der Abbau gesellschaftlicher Diskriminierung von Minderheiten Ziel der pakistanischen Politik sein. Dazu gehört am dringendsten die Eindämmung des Missbrauchs der sogenannten Blasphemiegesetze. Auch daran erinnert der Fall Asia Bibi eindringlich.

Die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland engagieren sich vorbildlich für Asia Bibi. Wir bitten darum, dass dieses Engagement und dieser Fall nicht für islamfeindliche Ressentiments vereinnahmt werden. In Pakistan erfahren Christinnen und Christen auch heute sehr viel Zuspruch von denjenigen muslimischen Gläubigen, die sich nicht für islamistische politische Zwecke missbrauchen lassen wollen. Für die Christinnen und Christen in Pakistan sind in Europa und Deutschland geäußerte islamfeindliche Ressentiments gefährlich, weil sie für radikal-islamistische Propaganda in Pakistan genutzt werden. Den bedrängten Christinnen und Christen in Pakistan helfen vielmehr, wenn die alltägliche Präsenz, Ausbildung und Infrastruktur ihrer Kirchen dauerhaft gesichert sind. missio Aachen hat seine Partner der katholischen Kirche in Pakistan in den vergangenen fünf Jahren deshalb mit knapp 2,7 Millionen Euro unterstützt.“

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news-132 Sat, 17 Nov 2018 11:00:29 +0100 Angriff auf Diözese Alindao in der Zentralafrikanischen Republik https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/angriff-auf-dioezese-alindao-in-der-zentralafrikanischen-republik/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Mehr als 40 Menschen sind bei einem Angriff von Rebellen auf den Bischofssitz der Diözese Alindao in der Zentralafrikanischen Republik ermordet worden. Rund 26.000 Binnenflüchtlinge mussten aus kirchlichen Einrichtungen fliehen. Das berichten missio-Partner. „Wir sind in großer Sorge, dass die Friedensverhandlungen in der Zentralafrikanischen Republik scheitern und der Bürgerkrieg wieder mit voller Wucht ausbricht“, sagte Prälat Klaus Krämer, Präsident von missio Aachen, am Freitag. Grund sind Berichte von missio-Partnern aus dem Land, dass am Donnerstag bei einem Angriff der Seleka-Rebellen in Alindao auf das Gelände rund um die Bischofskirche der Generalvikar, ein Priester und rund 40 weitere Menschen ermordet worden seien. „Wir trauern mit dem Bistum Alindao um diese Menschen, die Opfer sinnloser Gewalt geworden sind“, so Prälat Krämer. Zugleich seien bei dem Angriff auch 26.000 Binnenflüchtlinge vertrieben worden, die auf dem Bischofsgelände in Alindao seit Mai 2017 Aufnahme gefunden hatten. „Das alarmiert uns sehr, da diese Flüchtlinge bisher durch eine Vereinbarung zwischen den Rebellen und Regierungstruppen geschützt waren und diese Vereinbarung jetzt gebrochen wurde“, sagte Krämer weiter. 

Die politischen Verhältnisse in der Zentralafrikanischen Republik sind fragil. Verschiedene Rebellengruppen und Regierungstruppen liefern sich immer wieder Gefechte. Derzeit laufen Verhandlungen, um einen dauerhaften Frieden zu erreichen. missio Aachen unterstützt die katholische Kirche in der Zentralafrikanischen Republik in deren Arbeit für gesellschaftlichen Zusammenhalt über religiöse und ethnische Grenzen hinaus.

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Bitte helfen Sie den Menschen in der Zentralafrikanischen Republik mit Ihrer Spende! Mehr lesen »

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news-130 Thu, 08 Nov 2018 15:53:33 +0100 „Den Schrei der Armen hören“ – Partner vor Ort stärken https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/den-schrei-der-armen-hoeren-partner-vor-ort-staerken/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Katholische Hilfswerke fordern zum „Welttag der Armen“ Einsatz für Bildung und Gerechtigkeit „Die weltweite Armut bleibt eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Auch wenn die Zahl der Armen auf der Welt insgesamt sinkt, steigt doch seit einigen Jahren die Zahl derer wieder an, die an Mangelernährung und Hunger leiden“, betont Monsignore Wolfgang Huber, Präsident von missio München und aktueller Sprecher der katholischen Hilfswerke Misereor, Adveniat, Renovabis, missio Aachen und München, Caritas international und Kindermissionswerk („MARMICK“).

Nach den jüngsten Zahlen der Weltbank hat sich die absolute Zahl der im Jahr 2015 in extremer Armut lebenden Menschen mit 731 Millionen im Vergleich zur Situation vor 25 Jahren, wo 1990 noch 1,89 Milliarden Menschen als extrem arm galten, zwar mehr als halbiert. Nach Auffassung der katholischen Hilfswerke dürfe die Tatsache, dass immer noch zehn Prozent der Weltbevölkerung in derartigen Verhältnissen leben, nicht ruhen lassen: „Wenn wir wirklich an die Wurzeln der Armut gehen wollen, dann müssen wir gegen fehlende Bildungschancen und ungerechte Verteilung von Landbesitz und Lebensmitteln noch mehr unternehmen. Wir müssen uns laut und deutlich gegen Korruption in der Regierungsführung in den Heimatländern unserer Partner wenden und auch unsere eigene Wirtschafts- und Handelspolitik kritisch in den Blick nehmen“, so ihr Sprecher.

Zur wirksamen Bekämpfung der Armut vor Ort sollten lokale Akteure noch stärker einbezogen werden, forderte Huber aufgrund der Erfahrungen der weltkirchlichen Hilfswerke. „Ich denke hierbei besonders an religiöse Oberhäupter und kirchliche Strukturen. Sie kennen die Lage vor Ort genau, genießen das Vertrauen der Bevölkerung und wissen, welche Maßnahmen in der jeweiligen Situation wirklich zum Erfolg führen können.“

Zugleich müsse man im Blick behalten, dass auch in Europa vielfach materielle Not und überbordender Reichtum nebeneinander existierten. „Durch die Gesellschaften gehen harte Risse.“ Es bleibe Auftrag der Regierungen und der europäischen Institutionen, sich um gerechten Ausgleich zu bemühen, so Huber.

Der „Welttag der Armen“ wurde von Papst Franziskus 2016 am Ende des „Jahres der Barmherzigkeit“ ins Leben gerufen und wird in diesem Jahr am 18. November begangen. Die Botschaft des Papstes     steht 2018 unter dem Leitgedanken: „Der Schrei der Armen dringt zu Gott – und er müsste auch uns in den Ohren gellen.“

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Unsere Impulse zum „Welttag der Armen” »

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news-129 Tue, 06 Nov 2018 11:50:59 +0100 missio Aachen ruft zu einer Briefaktion für Asia Bibi an Bundeskanzlerin Merkel auf https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/brief-fuer-asia-bibi-an-merkel/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Katholisches Hilfswerk stellt Brief- und E-Mail-Vorlagen zur Verfügung – Deutschland soll Asyl für Asia Bibi und ihre Familie prüfen – Briefvorlagen auch an EU-Außenbeauftragte und pakistanischen Botschafter in Deutschland Bundeskanzlerin Angela Merkel soll sich bei der pakistanischen Regierung persönlich für die Freiheit, Sicherheit und Ausreisemöglichkeit der pakistanischen Christin Asia Bibi einsetzen. Zu einer E-Mail- und Briefaktion mit diesen Forderungen ruft das katholische Hilfswerk missio Aachen am Dienstag auf.

Mit den E-Mail- und Briefvorlagen können Bürgerinnen und Bürger die Bundeskanzlerin auffordern, sich dafür einzusetzen, dass die rechtskräftige Entscheidung des Obersten Gerichtshofes Pakistans, das Todesurteil gegen Asia Bibi wegen angeblicher Blasphemie aufzuheben und sie in Freiheit zu entlassen, von der pakistanischen Regierung garantiert bleibt. Weiter solle die Bundeskanzlerin gegenüber dem pakistanischen Ministerpräsidenten Imran Khan darauf drängen, dass die Sicherheit von Asia Bibi, ihrer Familie und ihrer Unterstützerinnen und Unterstützer dauerhaft gewährt ist. Gleichzeitig wird die Bundeskanzlerin gebeten, alles dafür zu tun, dass Asia Bibi und ihre Familie unverzüglich in ein Land ihrer Wahl ausreisen können, die Bundesregierung diese Ausreise gegebenenfalls diplomatisch und logistisch unterstützt oder die Bundesrepublik selbst Asia Bibi und ihrer Familie Asyl gewährt.

Gleichzeitig stellt missio Aachen auch Briefvorlagen mit diesen Forderungen an die Außenbeauftragte der Europäischen Union, Federica Mogherini, und den pakistanischen Botschafter in Deutschland, Jauhar Saleem, bereit.

Die E-Mail- und Briefvorlagen können unter www.missio-hilft.de/asiabibi » genutzt und heruntergeladen werden.

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Update 09.05.2019: Mit der Ausreise von Asia Bibi am gestrigen Tag nach Kanada ist unsere Brief- und Onlineaktion beendet.

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news-128 Mon, 05 Nov 2018 07:22:22 +0100 Prälat Dr. Klaus Krämer: „Wir sind in großer Sorge” https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/praelat-dr-klaus-kraemer-wir-sind-in-grosser-sorge/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 missio Aachen fordert, dass die Bundesregierung und die Europäische Union sich in den dramatischen Fall von Asia Bibi einschalten „Die Bundesregierung und die Europäische Union sollten sich jetzt in den dramatischen Fall Asia Bibi einschalten und auf Aufklärung durch die pakistanische Regierung bestehen.” Dies forderte Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio Aachen, am Sonntag. Nachdem die wegen angeblicher Blasphemie zum Tod verurteilte Christin Asia Bibi vom Obersten Gerichtshof in Pakistan freigesprochen wurde, hat die Regierung am jetzigen Wochenende laut Medienberichten nach Demonstrationen islamistischer Fanatiker ein neues Revisionsverfahren gegen den Freispruch zugelassen und versichert, Asia Bibi solange nicht ausreisen zu lassen.

„Es muss verhindert werden, dass Asia Bibi, ihrer Familie und ihren Unterstützern etwas zustößt, die pakistanische Regierung muss für ihre Sicherheit sorgen und die rechtsstaatliche Umsetzung des Freispruchs für Asia Bibi und ihre Reisefreiheit garantieren”, so Krämer. Der pakistanische Staat dürfe auch im eigenen Interesse nicht fundamentalistischen Hardlinern nachgeben. „Die Lage ist unübersichtlich, wir machen uns Sorgen”, so Prälat Krämer abschließend.

missio Aachen fördert die katholische Kirche in Pakistan in der Ausbildung, der sozial-pastoralen Arbeit und im interreligiösen Dialog. Das Hilfswerk sammelte zudem 18.425 Unterschriften für die Freiheit Asia Bibis.

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news-127 Wed, 31 Oct 2018 08:04:07 +0100 Asia Bibi ist frei: missio-Petition erfolgreich https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/asia-bibi-ist-frei-missio-petition-erfolgreich/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Die pakistanische Christin Asia Bibi ist frei. Der Oberste Gerichtshof in Pakistan hat sie vom Vorwurf der Blasphemie freigesprochen und das Todesurteil aufgehoben. missio bedankt sich bei 18.425 Unterstützerinnen und Unterstützern der Petition für Asia Bibi. „Das ist ein großer Tag für Asia Bibi und ihre Familie, für die Religionsfreiheit und auch für das ganze Land Pakistan.“ So kommentierte Prälat Klaus Krämer, Präsident des katholischen Hilfswerkes missio Aachen, die Aufhebung des Todesurteils für die pakistanische Christin Asia Bibi durch den Obersten Gerichtshof in Pakistan. Die fünffache Mutter war 2010 wegen angeblicher Blasphemie verurteilt worden. missio Aachen hatte 2014 für ihre Freilassung 18.425 Unterschriften gesammelt und an die damalige Bundesregierung übergeben, die die Petition an die verantwortlichen Politiker in Pakistan weiterleitete. „Ich hoffe, Asia Bibi und ihre Familien können sich langsam erholen und wieder gut in den Alltag zurückfinden“, so Prälat Krämer.

Die Aufhebung des Todesurteils und Freilassung von Asia Bibi zeige, dass es sich lohne, öffentlich und international für das unteilbare Menschenrecht auf Religionsfreiheit einzutreten. „Deshalb möchte ich auch allen Unterstützern und Unterstützerinnen der missio-Petition für Asia Bibi danken, die auch mit zur Freilassung der pakistanischen Christin beigetragen haben“, so Prälat Krämer.

Dank an die pakistanische Justiz

„Ich möchte mich ausdrücklich auch bei der pakistanischen Justiz bedanken, die in einer schwierigen Situation die richtige Entscheidung getroffen hat“, sagte Prälat Krämer. Angesichts des öffentlichen Druckes islamistischer Fundamentalisten und der Androhung von Gewalt sei dies auch ein Zeichen dafür, „dass der Rechtsstaat in Pakistan funktioniert“.

Guter Tag für die Zivilgesellschaft in Pakistan

„Aber auch für die Zivilgesellschaft und das ganze Land Pakistan besitzt diese Entscheidung Signalwirkung, dass ein friedliches Zusammenleben der Menschen unterschiedlicher Religionen in der islamischen Republik möglich und gewünscht ist“, so Prälat Krämer. Für die neue Regierung in Pakistan biete sich jetzt die Möglichkeit, das Blasphemiegesetz so zu reformieren, damit künftig jeder Missbrauch des Gesetzes wie im Fall Asia Bibi ausgeschlossen ist, erklärte Krämer.

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news-125 Thu, 25 Oct 2018 15:28:24 +0200 „Zeichen der Solidarität mit den ärmsten Menschen“ https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/zeichen-der-solidaritaet-mit-den-aermsten-menschen/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Katholisches Hilfswerk missio Aachen beteiligt sich an weltgrößter katholischer Solidaritätsaktion in über 100 Ländern – Kollekte in Gottesdiensten zum Weltmissionssonntag am 28. Oktober – 2017 rund 82,7 Millionen Erlös Wir wollen ein Zeichen der Solidarität mit den ärmsten Menschen in Afrika, dem Nahen und Mittleren Osten, Asien und Ozeanien setzen, die unter Gewalt, sozialer Ungleichheit und Armut leiden, ruft Prälat Klaus Krämer, Präsident des katholischen Hilfswerkes missio Aachen, zur Kollekte am kommenden Sonntag der Weltmission auf. Dann werden in über 100 Ländern Spenden für die Arbeit der katholischen Kirche in den ärmsten Regionen der Welt gesammelt. Damit ist der Weltmissionssonntag die größte katholische weltweite Solidaritätsaktion. 2017 erbrachte die Kollekte weltweit etwa 82,7 Millionen Euro. missio Aachen sammelte rund 3,89 Millionen Euro.

2018 steht Äthiopien als Beispiel für die Arbeit der katholischen Kirche in den ärmsten Ländern der Welt im Mittelpunkt der Kampagne. Seit Mitte September berichteten Bischöfe, Priester, Ordensleute und Laien aus Äthiopien in Deutschland auf rund 250 Veranstaltungen über ihre kirchliche Arbeit.

missio Aachen gehört zu rund 150 Päpstlichen Missionswerken weltweit, die die Arbeit der Ortskirche in Afrika, Asien und Ozeanien für Menschen in Not unterstützen. Dazu zählen die Förderung der pastoralen Arbeit und der Ausbildung oder Hilfen in akuten Notlagen. In Deutschland wird der Weltmissionssonntag von missio Aachen und missio München durchgeführt.

Mehr Infos unter www.missio-hilft.de/wms ».

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news-124 Wed, 24 Oct 2018 13:39:29 +0200 Alte Handys für einen guten Zweck https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/alte-handys-fuer-einen-guten-zweck-1/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Recycling: Aufruf zur Handy-Spendenaktion von Bundesminister Gerd Müller, missio und der Katholischen Landjugendbewegung Deutschlands e.V. (KLJB) Zum Recycling von Althandys ruft Entwicklungsminister Gerd Müller die Bundesbürger auf. „Um 100 neue Handys herzustellen, brauchen wir so viel Gold wie in einer Tonne Golderz enthalten ist. Dieses Gold wird oft unter großen Umweltzerstörungen abgebaut, so auch in Afrika. Um dies zu ändern, unterstütze ich die „Aktionswoche Gold-Handys »“ des Hilfswerkes missio und der Katholischen Landjugendbewegung Deutschlands e.V. (KLJB)“, erklärte der Bundesminister in Berlin. „Wir sollten erst einmal die wertvollen Ressourcen in gebrauchten Handys nutzen. Und davon gibt es viele: In Deutschland existieren mehr Handys als Menschen. Viele Geräte liegen ungenutzt in der Schublade oder landen nach wenigen Jahren im Mülleimer. Diese Schätze können wir nutzen.“

Die Woche der Goldhandys findet bundesweit zwischen dem 4. und 11. November statt. Hintergrund sind die 124 Millionen Altgeräte, die als Elektroschrott in deutschen Haushalten lagern. An mehreren hundert Stellen können alte Smartphones abgegeben und auch per Post an missio geschickt werden.

„Mit der Aktion „Handys recyceln – Gutes tun“ kann doppelt geholfen werden”, erläutert Prälat Klaus Krämer, Präsident von missio in Aachen. „Erstens werden die in den Althandys enthaltenen wertvollen Rohstoffe in Europa aufbereitet und wiederverwertet. Zweitens erhält missio von der Verwertungsfirma Mobile-Box für jedes recycelte Handy einen Teil des Erlöses für Hilfsprojekte im Kongo.”

Abgabestellen » finden sich an unterschiedlichsten Orten. So nimmt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit in Berlin und Bonn alte Handys entgegen. Kirchengemeinden, Stadtverwaltungen, Banken, Geschäfte und Schulen beteiligen sich. In mehreren Dörfern nimmt die Katholische Landjugendbewegung Deutschlands e.V. als Kooperationspartner alte Smartphones entgegen. „Unsere KLJB-Gruppen setzen sich sehr gerne für die Handy-Aktion ein, weil sie super zu unseren Themen passt. Der Einsatz für Nachhaltigkeit und für faire Arbeitsbedingungen liegen uns sehr am Herzen”, erklärt Stefanie Rothermel, KLJB-Bundesvorsitzende. „Darüber hinaus sind wir davon begeistert, dass sich für die Aktion so gute Kooperationen ergeben haben, denn wir wissen, dass gemeinsam noch mehr erreicht werden kann!”

Die Aktionswoche findet im Umfeld des 6. November statt, dem Internationalen Tag für die Verhütung der Ausbeutung der Umwelt in Kriegen und bewaffneten Konflikten. Denn viele der Rohstoffe, die für Smartphones und andere elektronische Geräte benötigt werden, kommen auf illegalen Wegen aus Konfliktregionen in der Demokratischen Republik Kongo.

„Wir freuen uns darüber, dass Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller die Handy-Spendenaktion unterstützt, die von der Katholischen Landjugendbewegung Deutschlands e.V. (KLJB) und den Internationalen Katholischen Missionswerken missio München und Aachen getragen wird“, so Monsignore Wolfgang Huber, Präsident missio München. „Er gibt damit ein wichtiges Zeichen, dass wir uns aktiv für eine bessere Welt einsetzen können, in der der technische Fortschritt und hohe Lebensstandard der Nordhalbkugel unserer Erde nicht zwangsläufig ein menschenunwürdiges Dasein in den Ländern des Südens nach sich ziehen.“

Aus gesammelten Handys werden wertvolle Rohstoffe wie Gold wiedergewonnen, nicht recycelbare Stoffe fachgerecht in Europa entsorgt. Der Gesamtwert der Rohstoffe in allen Altgeräten in Deutschland beträgt mehr als 250 Millionen Euro, darunter befinden sich über zwei Tonnen Gold. Für die Durchführung der Handy-Spenden-Aktion stellt missio kostenlose Materialien zur Verfügung, darunter ein Aktionsheft mit Ideen und Anregungen. Unter allen Teilnehmern verlost missio als Hauptpreis ein fair hergestelltes „Shiftphone“, als zweiten Preis ein wiederaufbereitetes Smartphone von „Futurephones“. Weitere Informationen zur „Woche der Goldhandys“ und eine Deutschlandkarte mit den Orten, wo Handys abgegeben werden können, sind zu finden unter www.missio-hilft.de/goldhandys ».

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news-123 Mon, 22 Oct 2018 14:46:04 +0200 Erster einheimischer Bischof auf den Salomoninseln https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/erster-einheimischer-bischof-auf-den-salomoninseln/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 missio Aachen freut sich mit Bischof Peter Houhou. Er wurde im Oktober 2018 zum ersten einheimischen Bischof auf den Salomon-Inseln in Ozeanien geweiht. Er leitet jetzt die Diözese Auki. Die einheimische Bevölkerung gestaltete den Weihegottesdienst mit lokalen Riten. Die Angehörigen des Bischofs aus Marau, Ost-Areare und Ulawa brachten den neuen Bischof in einem traditionellen Boot an die Schwelle der Kathedrale des Heiligen Augustinus in Auki und übergaben ihn so symbolisch als Geschenk an die Kirche. Das Boot war von einer Taube geschmückt. In und vor der Kirche begleiteten Tänzerinnen und Tänzer den neuen Bischof.

Dem Weihegottesdienst stand der Apostolische Nuntius von Papua Neuguinea und den Salomonen, Erzbischof Kurian Mathew Vayalunkal, vor. Er bedankte sich bei der Familie des neuen Bischofs und den Gläubigen der Diözese Auki für das kostbare Geschenk dieses Sohnes.

missio arbeitet eng mit der Ortskirche in Ozeanien zusammen. Ziel ist es, dass diese junge Kirche immer unabhängiger von der Hilfe und der Mission von außen wird. Dafür ist die Ausbildung einheimischen Personals und einheimischer Führungskräfte besonders wichtig. Dass ein einheimischer Bischof jetzt die Geschicke der Kirche in der Diözese Auki lenkt, ist ein weiterer wichtiger Schritt auf diesem Weg.

missio unterstützt die Diözese Auki seit vielen Jahren bei der Ausbildung von Katechisten und unterstützt das Priesterseminar in Honoiara, an dem auch der neue Bischof ausgebildet wurde.

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news-122 Wed, 17 Oct 2018 07:40:06 +0200 missio Aachen ruft mit Solidaritätskissen-Aktion zum Gebet für zum Tod verurteilte Christin Asia Bibi in Gottesdiensten auf https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/missio-aachen-ruft-mit-solidaritaetskissen-aktion-zum-gebet-fuer-zum-tod-verurteilte-christin-asia-bib/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Bitte um guten Ausgang der Berufungsverhandlung vor Obersten Gerichtshof in Pakistan gegen Todesurteil – Erzbischof Giovanni Pietro Dal Toso, Präsident aller Päpstlichen Missionswerke weltweit, unterstützt Aktion Das katholische Hilfswerk missio Aachen ruft die Christen in Deutschland auf, in ihren Gottesdiensten für die pakistanische Christin Asia Bibi und einen guten Ausgang der Berufungsverhandlung gegen ihr Todesurteil zu beten. Dazu bietet missio Aachen ein eigens gestaltetes Solidaritätskissen an, mit dem im Gottesdienst ein Platz für die wegen angeblicher Blasphemie verurteilte Christin freigehalten werden kann. Der Oberste Gerichtshof in Pakistan hat angekündigt, noch im Oktober seine Entscheidung der Berufungsverhandlung zu verkünden, ob das Urteil gegen Asia Bibi aufgehoben, die Strafe gemildert oder die Todesstrafe bestätigt wird.

Asia Bibi symbolisch in die Mitte der Menschen in Deutschland holen

„Mit unserer Gebetsaktion wollen wir Asia Bibi symbolisch in unsere Mitte holen, für ihre Freiheit und für ein gutes Urteil beten. Durch unsere Solidarität im Gebet können alle, die mitmachen, Asia Bibi, ihrer Familie und den Christen in Pakistan den Rücken stärken“, sagte Prälat Klaus Krämer, Präsident von missio Aachen.

Unterstützt wird der Gebetsaufruf auch von Erzbischof Giovanni Pietro Dal Toso, Präsident aller rund 150 Päpstlichen Missionswerke weltweit, zu denen auch missio Aachen und das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ gehören. Erzbischof Dal Toso besucht zurzeit beide Werke in Aachen.

missio Aachen hatte 2014 für die Freilassung von Asia Bibi 18.425 Unterschriften gesammelt.

Jetzt mitmachen

Das Solidaritätskissen für Asia Bibi kann kostenlos im Onlineshop     oder telefonisch unter 0241/7507-350 bestellt werden.

Eine Anleitung, wie das Solidaritätskissen für das Gebet für Asia Bibi im Gottesdienst genutzt werden kann, finden Sie hier ».

Eine Anleitung zur Aktion gibt es auch auf YouTube    .

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news-121 Mon, 15 Oct 2018 10:35:54 +0200 Website von missio Aachen erhält Auszeichnung beim German Design Award 2019 https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/website-von-missio-aachen-erhaelt-auszeichnung-beim-german-design-award-2019/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Jury bewertet www.missio-hilft.de als „modern und angenehm klar“ – missio Aachen, AZ Fundraising und JUNGMUT Communication freuen sich über Auszeichnung Das katholische Hilfswerk missio Aachen, die Agenturen AZ Fundraising und JUNGMUT Communication haben eine „Special Mention" („besondere Erwähnung“) für den Relaunch von www.missio-hilft.de     beim renommierten German Design Award 2019 erhalten. Das hat die Jury des Preises am 15. Oktober bekannt gegeben. Die Jury würdigte insbesondere, dass der Auftritt „sich modern, angenehm klar und auf die sich gestellte Aufgabe fokussiert“ präsentiert. Der nutzerzentrierte Ansatz für Design und Content sei in jeder Hinsicht nachvollziehbar, so die Jury weiter.

Die neue Seite des Hilfswerkes missio Aachen ging im März 2018 online. „Wir freuen uns außerordentlich über die Auszeichnung, weil zivilgesellschaftliches Engagement durch gutes Design an Reichweite und Wirksamkeit gewinnt“, sagte Johannes Seibel, Leiter der Abteilung Kommunikation und Presse bei missio Aachen. Tim Hufermann von JUNGMUT ergänzt: „Besonders freut mich, dass die Jury unseren nutzerzentrierten Ansatz würdigt und hervorhebt."

Die Seite ist im Juni auch schon mit dem Deutschen Preis für Online-Kommunikation 2018 » in der Kategorie Website ausgezeichnet worden.

Vergeben wird der German Design Award vom Rat für Formgebung. 1953 auf Initiative des Deutschen Bundestages als Stiftung gegründet, unterstützt er nach eigenen Angaben die Wirtschaft dabei, konsequent Markenmehrwert durch Design zu erzielen. Der Rat für Formgebung bezeichnet sich als eines der weltweit führenden Kompetenzzentren für Kommunikation und Markenführung im Bereich Design. Die Stiftungsmitglieder kommen aus Wirtschaftsverbänden und Unternehmen.

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news-120 Fri, 12 Oct 2018 11:05:40 +0200 missio-Kunstkalender „Äthiopien 2019” https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/missio-kunstkalender-aethiopien-2019/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Die äthiopische Künstlerin Alem Getachew Worku hat den Kunstkalender „Äthiopien 2019” des Internationalen Katholischen Missionswerks missio Aachen gestaltet. Die äthiopische Künstlerin Alem Getachew Worku hat den Kunstkalender „Äthiopien 2019” des Internationalen Katholischen Missionswerks missio Aachen gestaltet.

Mit dem Bilderzyklus, den sie für den missio-Kunstkalender anlegte, orientiert sie sich an der Farb- und Formensprache der äthiopisch-christlichen Maltradition. Eingängig und farbstark geben die Bilder Einblicke in die uralte christliche Botschaft ihrer Heimat und vermitteln, was auch der Künstlerin selbst am Herzen liegt: mit ihrer Kunst den Geist der Einheit, des Austauschs und des Teilens weiterzugeben.

„Ich möchte den Menschen in Deutschland die äthiopische Kultur, den Geist der Einheit, des Austauschs und des Teilens vermitteln. Meine Bilder spiegeln das Christentum wider, das in Äthiopien viele Jahrhunderte durchlebt hat“, erklärt die 35-jährige Künstlerin, die aufgrund einer Querschnittslähmung seit 20 Jahren im Rollstuhl sitzt.

Alem Getachew Worku arbeitet seit 18 Jahren als Künstlerin und unterhält eine kleine Galerie in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba, in der sie auch unterrichtet. Besonders die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bereitet ihr dabei viel Freude.

Der missio-Kunstkalender Äthiopien 2019 ist im missio-Onlineshop erhältlich    .

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news-119 Tue, 09 Oct 2018 10:20:00 +0200 missio Aachen: „Hoffentlich wird das Verfahren Asia Bibi jetzt tatsächlich entschieden” https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/missio-aachen-hoffentlich-wird-das-verfahren-asia-bibi-jetzt-tatsaechlich-entschieden/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 missio-Präsident Prälat Klaus Krämer sieht „gute Zeichen” nach Anhörung – 18.425 Unterschriften für Freilassung der pakistanischen Christin 2014 gesammelt In den Fall Asia Bibi ist jetzt Bewegung gekommen, aber es ist noch nicht absehbar, ob und wann das Todesurteil wegen angeblicher Blasphemie gegen die pakistanische Christin tatsächlich aufgehoben wird. So kommentiert Prälat Klaus Krämer, Präsident des katholischen Hilfswerkes missio Aachen, die Anhörung in der Berufungsverhandlung Asia Bibis vor dem Obersten Gerichtshof Pakistans am gestrigen Montag in Islamabad. Dass der Oberste Richter am Gerichtshof und zwei weitere hochrangige Richter selbst die Anhörung geleitet haben, ist ein gutes Zeichen, denn bisher war seit 2015 noch kein Richter aus Angst vor islamistischer Gewalt für eine Verhandlung gefunden worden, so Prälat Krämer weiter. Die Richter kündigten eine endgültige Entscheidung noch in diesem Monat an. Solche Ankündigungen gibt es seit 2015 schon mehrfach, trotzdem wurde das Verfahren immer wieder verschleppt. Hoffen wir, dass dieses Mal die Berufung tatsächlich entschieden wird und Asia Bibi freikommt, so Prälat Krämer.

Nach pakistanischen Medienberichten Nachrichtensperre

Nach pakistanischen Medienberichten verhängte der Oberste Gerichtshof eine Nachrichtsperre zu dem Fall. Islamistische Extremisten fordern eine sofortige Vollstreckung des Todesurteils und kündigten im Falle der Freisprechung von Asia Bibi oder ihrer Abschiebung in ein anderes Land gewaltsame Aktionen an.

Die pakistanische Christin Asia Bibi wurde 2009 wegen des Vorwurfs der Blasphemie festgenommen und 2010 zum Tod verurteilt. Seitdem sitzt sie in Multan im Gefängnis. Nachdem Berufungsverfahren in unteren Instanzen scheiterten, liegt der Fall seit 2015 vor dem Obersten Gerichtshof in Pakistan. 2014 sammelte missio Aachen 18.425 Unterschriften für ihre Freilassung.

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news-117 Fri, 05 Oct 2018 15:59:30 +0200 „Nobelpreis gegen Vergewaltigung als Kriegswaffe” https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/nobelpreis-gegen-vergewaltigung-als-kriegswaffe/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 missio begrüßt Friedensnobelpreis für den kongolesischen Arzt Denis Mukwege Der Präsident von missio Aachen, Prälat Klaus Krämer, hat die Verleihung des Friedensnobelpreises an den kongolesischen Arzt Denis Mukwege begrüßt. Die Entscheidung des Nobelpreis-Komitees ist ein wichtiges politisches Signal für das krisengebeutelte Land, erklärte Prälat Klaus Krämer. Der Zeitpunkt der Verleihung könnte nicht günstiger sein, so sollen doch im Dezember zeitgleich die lange verschobenen Wahlen in der Demokratischen Republik Kongo stattfinden. Die kongolesischen Bischöfe haben bereits vor dem Ausbruch eines Krieges im Umfeld der Wahlen gewarnt. Durch die Verleihung des Friedensnobelpreises an Denis Mukwege werde die internationale Aufmerksamkeit stark auf den Kongo gelenkt sein, so der Präsident von missio Aachen.

Die missio-Projektpartner im Kongo arbeiten seit vielen Jahren eng mit dem Arzt zusammen, berichtete Prälat Klaus Krämer. Sie bringen die Opfer sexueller Gewalt aus den entlegenen Regionen in sein Krankenhaus, wo er die medizinische Behandlung übernimmt. Danach erfolgt durch unsere kirchlichen Partner die seelsorgerische Hilfe für die schwer traumatisierten Frauen. Die ZDF-Reportage Goldkinder zeigt die Arbeit von Denis Mukwege und der missio-Projektpartnerin Therese Mema in der kongolesischen Stadt Bukavu (siehe ZDF-Mediathek    ).

Der Friedensnobelpreis für den kongolesischen Arzt ist nach Einschätzung von Prälat Klaus Krämer so wichtig, weil Denis Mukwege den Einsatz sexueller Gewalt als Kriegswaffe anprangert. Für Frauen gilt der Kongo als eine der gefährlichsten Regionen der Welt, weil hier so viele Menschen Opfer von brutalen Vergewaltigungen werden. Eine der Ursachen des Konflikts im Kongo ist der Kampf um jene Blutmineralien, die für die Herstellung von elektronischen Geräten wie Smartphones benötigt werden. missio hat zu den Hintergründen eine Menschenrechtsstudie mit dem Titel „DR Kongo: Der Krieg, die Frauen und unsere Handys”  »herausgegeben. Mit Spenden aus Deutschland unterstützt missio zahlreiche Trauma-Zentren in der Region Bukavu, in denen die Patientinnen von Denis Mukwege nach der Behandlung weiter betreut werden.

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news-115 Tue, 02 Oct 2018 15:55:12 +0200 Missionswissenschaftliches Institut verstärkt seinen Einsatz im Bereich des Kindesschutzes und der Präventionsarbeit https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/missionswissenschaftliches-institut-verstaerkt-seinen-einsatz-im-bereich-des-kindesschutzes-und-der-p/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Das Missionswissenschaftliche Institut (MWI) des katholischen Hilfswerkes missio Aachen verstärkt weiter seinen Einsatz, um kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in seinen Partnerländern für Fragen des Kindesschutzes und sexuellen Missbrauchs zu sensibilisieren. Das MWI bewilligte am Montag knapp 65.000 Euro für einen Kongress im Libanon zum Thema sowie zwei Stipendien zur Aus- und Weiterbildung von kirchlichen Präventionsbeauftragten in Kamerun und Myanmar. Zudem begleitet das MWI den interdisziplinären Magisterstudiengang „Kindesschutz” an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom unter Leitung von Pater Hans Zollner SJ, der am kommenden Freitag, dem 5. Oktober, startet. Das MWI fördert mit 10.000 Euro eine Konferenz an der katholischen Universität St. Joseph in der libanesischen Hauptstadt Beirut am 7. und 8. Februar 2019, bei der zwischen 200 und 300 Teilnehmer und Teilnehmerinnen über Kindesschutz, sexuellen Missbrauch und Gewalt gegen Kinder diskutieren. Die Tagung bereiten Pater Hans Zollner SJ, die Universität St. Joseph und das MWI gemeinsam vor. Wir wollen mit dem Kongress und durch die Zusammenarbeit mit örtlichen zivilgesellschaftlichen Organisationen und kirchlichen Vertretern helfen, dass die Gesellschaft und die Kirchen vor Ort endlich offen über sexuelle Gewalt gegen Kinder sprechen lernen, so Prälat Klaus Krämer, Präsident von missio Aachen. Wenn das gelingt, ist das ein wichtiger Schritt für einen besseren Kindesschutz in der Region, sagt Prälat Krämer.

Weiter unterstützt das MWI eine Ordensschwester aus Myanmar mit rund 40.000 Euro, die bis 2020 an der Päpstlichen Universität Gregoriana ein Lizenziat in Kindes- und Jugendschutz erwerben will. Sie soll dann sowohl in ihrem Orden Präventionsarbeit leisten, als auch in der Erzdiözese Yangon im Bereich Schutz vor sexuellem Missbrauch von Kindern und Jugendlichen tätig sein.

Mit 15.000 Euro fördert das MWI die Promotion eines Ordenspriesters aus Kamerun. Er spezialisiert sich im Fach Kirchenrecht zum Thema Kindesschutz und Prävention vor sexuellem Missbrauch Minderjähriger. Im Anschluss an seine Promotion soll der Ordenspriester dann beim Aufbau eines Zentrums für Kindesschutz und Prävention in Kamerun mitwirken.Das Thema Kindesschutz genießt bei der Vergabe unserer Stipendien an Ordensleute, Laien und Priester der Kirche in Afrika, Asien und Ozeanien hohe Priorität, so Prälat Krämer. Bei den jährlichen Treffen der derzeit 122 in Europa studierenden Stipendiaten des MWI (von insgesamt 232 Stipendiaten) werden regelmäßig auch Workshops zum Thema der Prävention gegen Kindesmissbrauch angeboten. Angesichts der Debatte um Kindesmissbrauch auch in der Kirche in den USA, Australien und Europa sehen wir es als unsere Aufgabe an, die künftigen kirchlichen Führungskräfte in Afrika, Asien und Ozeanien fit zu machen, dass sie in ihren Ortskirchen die Strukturen so ändern, dass auch dort der Schutz der Kinder und Jugendlichen deutlich verbessert werden kann, sagt Prälat Krämer

Weitere Informationen zum Thema Kindesschutz bei missio Aachen finden Sie auf unserer Website ».

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news-106 Thu, 27 Sep 2018 13:59:37 +0200 Zwei Tonnen Gold in alten Handys https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/zwei-tonnen-gold-in-alten-handys/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Aktionswoche vom 4. bis 11. November: Handys recyceln – Gutes tun Das katholische Hilfswerk missio ruft zwischen dem 4. und 11. November zum Spenden von ausgemusterten Handys für einen guten Zweck auf. Hintergrund sind die 124 Millionen Altgeräte, die als Elektroschrott in Deutschlands Haushalten verstauben. Erstmals fand diese „Woche der Goldhandys“ im Jahr 2017 statt, bei der an rund 600 Orten ausgemusterte Handys abgegeben wurden. In diesem Jahre erwartet missio eine höhere Zahl von teilnehmenden Schulen, Rathäusern, Unternehmen, Geschäften, Gemeinden und Privatpersonen.

„Handy-Recycling schont die Umwelt“, erläutert Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident von missio Aachen. Aus alten Handys werden wertvolle Rohstoffe wie Gold wiedergewonnen, nicht recycelbare Stoffe fachgerecht in Europa entsorgt. Der Gesamtwert der Rohstoffe in allen Altgeräten in Deutschland beträgt mehr als 250 Millionen Euro, darunter befinden sich über zwei Tonnen Gold.

Für jedes recycelte oder wiederverwertete Handy erhält missio von der Firma Mobile-Box, die sich um das Recycling kümmert, einen Anteil des Erlöses für Hilfsprojekte in der Demokratischen Republik Kongo.

Die Aktionswoche findet im Umfeld des 6. November statt, dem Internationalen Tag für die Verhütung der Ausbeutung der Umwelt in Kriegen und bewaffneten Konflikten. Denn viele der Rohstoffe, die für Smartphones und andere elektronische Geräte benötigt werden, kommen aus der Demokratischen Republik Kongo. „Hier führen Rebellen seit Jahren einen grausamen Krieg um die wertvollen Rohstoffe wie Coltan und Gold“, berichtet der Präsident von missio Aachen.

Für die Durchführung der Handy-Spendenaktion stellt missio kostenlose Materialien zur Verfügung, darunter ein Aktionsheft mit Ideen und Anregungen für die Durchführung von Spendenaktionen. Unter allen Teilnehmern der Handy-Spendenaktion verlost missio als Hauptpreis ein fair hergestelltes „Shiftphone“, als zweiten Preis ein wiederaufbereitetes Smartphone von „Futurephones”. Weitere Informationen zur „Woche der Goldhandys“ und eine Deutschlandkarte mit den Orten, wo Handys abgegeben werden können, sind zu finden unter www.missio-hilft.de/goldhandys ».

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news-105 Wed, 26 Sep 2018 16:25:35 +0200 Mongolei: missio-Glaubenszeuge Bischof Wenceslao Padilla gestorben https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/mongolei-missio-glaubenszeuge-bischof-wenceslao-padilla-gestorben/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Bischof Wenceslao Padilla ist tot: missio trauert um den ersten Bischof der Mongolei. Der missio-Partner und Glaubenszeuge wurde 68 Jahre alt. Der philippinische Missionar Wenceslao Padilla ging 1992 mit zwei Mitbrüdern in die Mongolei. Mit ihrer Ankunft begann der Aufbau der katholischen Kirche in der früheren Sowjetrepublik von Null an, denn es gab damals keinerlei kirchliche Strukturen und keinen einzigen einheimischen Katholiken. Heute wirken über 60 Missionare aus 18 Ländern und fünf Kontinenten in dem zentralasiatischen Land mit drei Millionen Einwohnern. Die Kirche unterhält sechs Gemeinden und engagiert sich mit 35 sozial-pastoralen, Bildungs- und Entwicklungsprojekten besonders für die Armen. Mittlerweile konnte die Kirche in der Mongolei auch ihren ersten einheimischen Priester weihen.

„Ein Licht, das die Völker erleuchtet“. Dies war der Wahlspruch, den Bischof Wenceslao Padilla bei seiner Bischofsweihe aus dem Lukasevangelium wählte. Er brachte den Menschen das Evangelium durch das eigene Lebenszeugnis und das eigene Vorbild nahe. „Ich bin jemand, der nicht einfach aufgibt, wenn es schwierig wird“, sagte Bischof Padilla. „Meine Leute denken häufig, dass ich zu viele Risiken auf mich nehme. Doch ich glaube, dass Gott derjenige ist, der das höhere Risiko mit mir eingeht, insbesondere, als er mich auswählte, Hirte seiner Herde in der Mongolei zu sein.“

Jetzt ist Bischof Padilla am 25. September 2018 gestorben. missio trauert um einen außergewöhnlichen Menschen, Seelsorger und Missionar.

 

 

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news-100 Sun, 16 Sep 2018 11:00:00 +0200 „Kein Platz für Nationalismus und Rassismus” https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/kein-platz-fuer-nationalismus-und-rassismus/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Katholisches Hilfswerk missio, Bistum Erfurt und Kirche aus Äthiopien eröffnen bundesweit Monat der Weltmission – Größte katholische Solidaritätsaktion weltweit Erfurt/Aachen (16. September). Christen und die Kirche müssen den Menschen angesichts weltweiter Migration Heimat geben: Mit diesem Aufruf haben das Bistum Erfurt, das katholische Hilfswerk missio und Gäste der Kirche aus Äthiopien heute im Rahmen der Bistumswallfahrt die missio-Aktion zum Monat der Weltmission eröffnet. Die Kirche ist eine weltumspannende Organisation, in der für Nationalismus und Rassismus kein Platz ist, sagte Bischof Ulrich Neymeyr im gemeinsamen Gottesdienst auf dem Erfurter Domplatz.

Die Kirche in Äthiopien zeige beispielhaft, wie Christen in Afrika, Asien und Ozeanien durch nachhaltige Bildungsarbeit, Einsatz für Flüchtlinge und soziales Engagement an der Seite der Armen und Benachteiligten stehe, so Prälat Klaus Krämer, Präsident von missio Aachen. Sie bleiben auch dann bei den Menschen, wenn Krieg, Katastrophen und soziale Ungerechtigkeit herrschen und geben so den Hoffnungslosen und Entwurzelten Heimat, sagte Krämer.

Bischof Neymeyr sieht die Kirche in Deutschland durch das Beispiel der Christen aus Äthiopien neu ermutigt, den Glauben anderen anzubieten.

Wir sind zuversichtlich, dass die missio-Kampagne die bestehenden engen Beziehungen zwischen der katholischen Kirche in Deutschland und Äthiopien stärken wird, sagte Berhaneyesus Kardinal Souraphiel, Erzbischof von Addis Abeba und Vorsitzender der äthiopischen Bischofskonferenz. Er hoffe, dass das wechselseitige Verständnis für Menschen auf der Flucht wachse.

Zum Monat der Weltmission berichten In den kommenden Wochen 15 Bischöfe, Priester, Ordensleute und kirchliche Laien aus Äthiopien in rund 250 Veranstaltungen bundesweit über ihre Arbeit. Der Monat der Weltmission endet am 28. Oktober mit dem Weltmissionssonntag. Dann sammelt die katholische Kirche in rund 100 Ländern Spenden für die Arbeit der Kirche in den 1.100 ärmsten Regionen der Welt. 2017 sammelte die Kirche weltweit dafür cirka 82,7 Millionen Euro, davon rund 3,9 Millionen Euro von missio Aachen.

Was ist der Monat und Sonntag der Weltmission?

Gleichzeitige Spendenaktion in 100 Ländern für die Seelsorge und Sozialarbeit der Kirche in den ärmsten Regionen der Welt

Das katholische Hilfswerk missio heißt offiziell Internationales Katholisches Missionswerk missio. Es ist Teil eines Netzwerkes von mehr als 100 katholischen Hilfswerken weltweit, die im Auftrag von Papst Franziskus die Kirche in Afrika, Asien, dem Nahen Osten und Ozeanien unterstützen. Diese Päpstlichen Missionswerke richten jährlich am dritten oder vierten Sonntag im Oktober den Weltmissionssonntag aus. Sie sammeln dann in mehr als 100 Ländern am dritten oder vierten Sonntag im Oktober Geld für die Seelsorge und soziale Arbeit der Kirche in den ärmsten Regionen der Welt. 2017 erbrachte die Kollekte zum Weltmissionssonntag weltweit cirka 82,7 Millionen Euro.

Vor jedem Weltmissionssonntag lädt missio in Deutschland Gäste der Kirche aus Afrika, Asien oder Ozeanien ein. In diesem Jahr kommen sie aus Äthiopien. Sie stellen dann auf rund 250 Veranstaltungen in Deutschland vier bis fünf Wochen lang ihre Arbeit vor – deshalb heißt dieser Zeitraum vor dem Weltmissionssonntag Monat der Weltmission.

In Deutschland organisiert das Internationale Katholische Missionswerk missio mit den Standorten Aachen und München die Aktion zum Weltmissionssonntag.

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news-73 Fri, 07 Sep 2018 09:08:00 +0200 Kirche muss für das Recht auf Meinungsfreiheit weltweit eintreten https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/kirche-muss-fuer-das-recht-auf-meinungsfreiheit-weltweit-eintreten/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Katholisches Hilfswerk warnt vor Polarisierung der Debatte um Migration und Flucht – Berichterstattung über Afrika und Asien stärken „Wir müssen den Journalismus stärken, der wahrheitsgetreu, konstruktiv und vielfältig über Afrika, den Nahen Osten und Asien berichtet, um so in Deutschland einer Polarisierung in den Debatten um Migration und Flucht begegnen zu können.“ Dies forderte Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio Aachen, zum Welttag der sozialen Kommunikationsmittel der katholischen Kirche am 9. September. „Gleichzeitig müssen wir als Kirche und als Missionswerk auch für das Menschenrecht auf Meinungsfreiheit eintreten, das in vielen unserer Partnerländer ebenso wie die Religionsfreiheit eingeschränkt ist“, sagte Prälat Krämer. Deshalb arbeite missio auch mit Organisationen wie „Reporter ohne Grenzen“ zusammen.

Papst Franziskus hat in seiner Botschaft zum Welttag der sozialen Kommunikationsmittel dazu aufgerufen, „Fake News“ zu bekämpfen und einen „Journalismus für den Frieden“ zu fördern. missio als Partner der Kirche in Afrika, Asien, dem Nahen und Mittleren Osten sowie Ozeanien unterstützt diese Botschaft. missio fördert die Medienarbeit der Kirche in diesen Regionen.

 

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news-74 Fri, 07 Sep 2018 08:27:01 +0200 Nach dem Schulabschluss für ein Jahr in die Welt https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/nach-dem-schulabschluss-fuer-ein-jahr-in-die-welt/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Freiwilliges Jahr 2019 mit dem Kindermissionswerk ,Die Sternsinger‘ und missio Luise ist über sich hinausgewachsen, Konstantin will zukünftig mutig und respektvoll handeln, und Lena hat viele Herausforderungen, aber auch Überraschungen erlebt. Alle drei haben diese Erfahrungen aus ihrem Freiwilligen Jahr auf den Philippinen, in Ecuador und in Uganda mitgebracht. Für ein Jahr waren die drei und elf weitere junge Frauen und Männer im Einsatz, zum Beispiel für Aids-Waisen, Straßenkinder oder Kinder mit Behinderungen. Jetzt sollen neue Freiwillige ihre Chance erhalten, sich in der Einen Welt für Kinder zu engagieren und Erfahrungen zu sammeln. Dabei werden sie pädagogische, pflegerische sowie hauswirtschaftliche Aufgaben übernehmen und bei der Betreuung der Kinder helfen. Ziel des Freiwilligendienstes ist es, durch das Mitleben und Mitarbeiten voneinander zu lernen und einander zu unterstützen. Die Freiwilligen werden mit einer fremden Kultur und Lebensweise konfrontiert und erfahren, wie Menschen anderer Länder ihr Leben meistern und ihren Glauben leben.

Bewerbung ab jetzt im Internet möglich

Die Bewerbungsfrist für die Anmeldung zum nächsten Freiwilligen Jahr hat bereits begonnen, Bewerbungsschluss ist der 14. Oktober. Interessierte können sich online für ein solches Jahr in Afrika, Asien oder Lateinamerika bewerben. Informationen zu jedem Projekt sind leicht und übersichtlich abrufbar. Alle weiteren Informationen und die Kontaktdaten der Ansprechpartner gibt es unter: www.mein-eine-welt-jahr.de    . Der Freiwilligendienst wird vom Kindermissionswerk ,Die Sternsinger‘ und dem Förderprogramm “weltwärts” des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert.

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news-72 Thu, 06 Sep 2018 08:41:46 +0200 missio-Präsident Krämer: Politik in Deutschland soll stärker Bildungsarbeit der Kirche in Afrika und Asien unterstützen https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/missio-praesident-kraemer-politik-in-deutschland-soll-staerker-bildungsarbeit-der-kirche-in-afrika-und/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Katholisches Hilfswerk weist zum Weltbildungstag auf Beispiel Äthiopien hin – Bildungsprojekte 2017 mit 14 Millionen Euro gefördert „Die deutsche Außen- und Entwicklungspolitik sollte stärker die Bildungsarbeit der Kirche in Afrika und Asien in den Blick nehmen und unterstützen“, fordert Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident des katholischen Hilfswerkes missio Aachen, zum Weltbildungstag der UNESCO am 8. September. Die Kirche in diesen Kontinenten unterhalte auch dort Kindergärten, Schulen oder Universitäten, wo der Staat seinem Bildungsauftrag nicht gerecht werde. So werde das Anliegen des Weltbildungstages der UNESCO, die Alphabetisierung zu stärken, unterstützt und ganzheitlich weitergeführt. Selbst in Minderheitensituationen lege die Kirche in Afrika und Asien großen Wert darauf, in den jeweiligen Ländern für alle Menschen gute Bildungseinrichtungen anbieten zu können. Die katholische Kirche in Äthiopien beispielsweise mache nur etwa 0,7 Prozent der Bevölkerung aus, unterhalte aber über 400 Bildungseinrichtungen. „Hier trägt die kirchliche Bildungsarbeit unmittelbar zur Armutsbekämpfung, Friedensprävention, dem interreligiösen Dialog und der Entwicklung einer Zivilgesellschaft bei, von der alle Menschen ungeachtet ihrer ethnischen oder religiösen Zugehörigkeit profitieren“, sagte Prälat Krämer. „Wenn sich Deutschland künftig politisch stärker in Afrika und Asien engagieren will, dann kann es dort auch von der Bildungsarbeit der Kirche lernen und mit ihr kooperieren“, so missio-Präsident Krämer. 2017 förderte missio Ausbildungs- und Bildungsprojekte der Kirche in Afrika, Asien und Ozeanien mit knapp 14 Millionen Euro.

Weitere Informationen zur Bildungsarbeit von missio finden Sie hier ».

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news-54 Fri, 24 Aug 2018 11:44:43 +0200 Freiwillige kehren zurück aus Einsatzländern weltweit https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/freiwillige-kehren-zurueck-aus-einsatzlaendern-weltweit/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 14 junge Frauen und Männer kehren nach ihrem Freiwilligendienst in Afrika, Asien und Lateinamerika zurück nach Deutschland. Ein Jahr waren sie mit dem Freiwilligendienst vom Kindermissionswerk ,Die Sternsinger‘ und von missio, dem Internationalen Katholischen Missionswerk, in ihren Einsatzländern: In Mexiko, Bolivien, Nicaragua, Südafrika, Benin, Ecuador, Uganda, Malawi und den Philippinen. Zum Abschluss eines einwöchigen Auswertungsseminars in Aachen feierten die beiden Hilfswerke mit den Freiwilligen am Freitag, 24. August 2018, eine Dankmesse.

Für zwölf Monate unterstützten die 18- bis 21-Jährigen Projekte im Ausland und lernten dabei neue Kulturen kennen. Zwei junge Frauen, die in Nicaragua waren, mussten ihren Einsatz aufgrund politischer Unruhen und der Sicherheitslage im Land abbrechen. Die Freiwilligen schätzen vor allem die Menschen, die sie kennengelernt, und die ihnen so viel Dankbarkeit entgegen gebracht haben.

„Für uns ist es wichtig, dass auch junge Menschen unsere Projekte besuchen, sie kennenlernen und mit den Erfahrungen zurückkehren, die sie dort gemacht haben“, sagt Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident von missio Aachen und dem Kindermissionswerk ,Die Sternsinger‘. „Wir spüren, dass Menschen, die Weltkirche erlebt haben, die erlebt haben, wie Menschen in den Projekten geholfen wird, gute Botschafter für unsere Arbeit hier in Deutschland sind“.

Ihr Einsatz ist auch für die Projektpartner vor Ort von großer Bedeutung. „Mit der Unterstützung, die die Freiwilligen unseren Organisationen bieten, tragen sie zu Prozessen des Wachstums, des sozialen und kulturellen Wandels unserer Gesellschaften bei“, erzählt Maria Teresa Saballos Mondoy, Projektleiterin eines Kinder- und Jugendzentrums.

Der Freiwilligendienst sensibilisiert die jungen Erwachsenen nicht nur für globale Kontexte und Konflikte, sondern ist auch ein wichtiger Schritt für das eigene Leben. „Für mich war der Freiwilligendienst eine ganz wichtige Erfahrung, weil ich mich in einem neuen Umfeld noch einmal persönlich weiterentwickeln konnte“, sagt Jakob, der sein Freiwilliges Jahr in Bolivien absolviert hat.

In einem einwöchigen Auswertungsseminar tauschten sich die Rückkehrerinnen und Rückkehrer sowohl über ihre Erfahrungen aus als auch darüber, wie sie diese bei entwicklungspolitischen Fragen einbringen können. Der gemeinsame Dankgottesdienst mit missio und dem Kindermissionswerk ,Die Sternsinger‘ bildet den Abschluss des Seminars.

Bewerbungsfrist für 2019 läuft

Wer Interesse daran hat, 2019/2020 selbst ein Freiwilliges Jahr in Afrika, Asien oder Lateinamerika zu absolvieren, kann sich noch bis zum 14. Oktober 2018 online dafür bewerben. Unter www.mein-eine-welt-jahr.de     gibt es eine Übersicht der Einsatzländer und Projekte sowie alle Informationen zum Freiwilligendienst vom Kindermissionswerk ,Die Sternsinger‘ und von missio.

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news-53 Mon, 20 Aug 2018 09:48:58 +0200 „Kerngeschäft der Ausbildung, Pastoralarbeit und Akuthilfe gestärkt“ https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/jahresbericht-2017/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Jahresbericht 2017: Katholisches Hilfswerk missio Aachen investiert 46,2 Millionen Euro in Projekt- und Kampagnenarbeit – 1.161 Projekte mit der Kirche in Afrika, Asien und Ozeanien realisiert Das international tätige katholische Hilfswerk missio Aachen hat 2017 rund 46,2 Millionen Euro in 1.161 Hilfsprojekte und seine Kampagnenarbeit für die Kirche in Afrika, Asien und Ozeanien investiert. Dies teilte das Päpstliche Missionswerk am 20. August bei der Vorstellung des Jahresberichtes 2017 mit. „Im Kerngeschäft der Ausbildung, Akuthilfe und der pastoral-sozialen Begleitung von Menschen in Not konnten wir unsere Partner noch einmal stärker als bisher fördern“, sagte Prälat Klaus Krämer, Präsident von missio Aachen. Hier sind laut missio die Ausgaben im Vergleich 2016 zu 2017 um rund 1,8 Millionen Euro gestiegen. „Zerfallende staatliche Strukturen in Krisenregionen und die Rekordzahl an Binnenflüchtlingen stellen unsere kirchlichen Partner vor allem in Afrika, dem Nahen und Mittleren Osten vor große Herausforderungen“, sagte Prälat Krämer weiter. „Hier stehen wir auch in Zukunft verlässlich an der Seite der Bischöfe, Priester, Laien oder den Schwestern und Brüder in den Orden, die ihr Leben mit den Armen und Entwurzelten teilen.“

Laut Rechenschaftsbericht erzielt missio Aachen 2017 bei den Ein- und Ausgaben mit circa 52,3 Millionen Euro ein ausgeglichenes Jahresergebnis. Dabei gingen die Einnahmen aus Kollekten, Spenden, Zuwendungen, Nachlässen und Fördermitgliedsbeiträgen leicht um 1,8 Prozent zurück, konnten aber durch interne Einsparungen weitgehend aufgefangen werden.

„Als kirchliches Hilfswerk spüren wir insbesondere bei den Kollekten die rückläufige Zahl der Katholiken in Deutschland und den stagnierenden Gottesdienstbesuch“, sagte Prälat Krämer. Deshalb arbeite missio derzeit mit Blick auf einen schwieriger werdenden Spendenmarkt, sich schnell verändernde Kommunikationsformen und einen tiefgreifenden Wandel der kirchlichen Öffentlichkeit an neuen Formen gelebter weltkirchlicher Solidarität. „Hier wächst der digitalen Öffentlichkeitsarbeit und Spenderkommunikation über das Internet, Newsletter und Soziale Medien eine immer stärkere Rolle zu“, sagte Prälat Krämer. missio wolle neue wertebewusste Förderer und Spender aus kirchlichen und säkularen Milieus ansprechen, für die globale Solidarität, weltkirchlich inspirierte Spiritualität, der Einsatz für Menschenrechte wie die Religionsfreiheit und das weltweite Engagement der Kirche an der Seite der Armen und Ausgegrenzten wichtig seien.

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news-47 Wed, 08 Aug 2018 18:20:09 +0200 Massaker von Kandhamal: Christen in Indien erinnern an Gewalt vor zehn Jahren https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/massaker-von-kandhamal-christen-in-indien-erinnern-an-gewalt-vor-zehn-jahren/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Vor zehn Jahren erlebte Indien die schwersten Gewaltausbrüche gegen Christen in seiner Geschichte. Kurz vor dem Jahrestag bereiten die Christen im ostindischen Kandhamal Erinnerungsfeiern vor. missio hilft den Opfern, die noch keine Gerechtigkeit erfahren haben. Kurz vor dem 10. Jahrestag der größten tödlichen hindu-nationalistischen Gewaltwelle gegen Christen in der Geschichte Indiens wartet die Mehrzahl der Opfer immer noch auf Wiedergutmachung und juristische Gerechtigkeit. Darum kämpfen gemeinsam mit dem katholischen Hilfswerk missio Aachen indische Projektpartner und Menschenrechts-Aktivisten. Sie betreuen mit einem missio-Projekt » die Opfer und richten am 28. und 29. August in Indien öffentliche Gedenkveranstaltungen aus, zu denen in der Stadt Bhubaneshwar über 10.000 Teilnehmer erwartet werden. Bis Ende August läuft die missio-Petition #freeourhusbands » für verfolgte Christen in Indien.

Die Stimmung in der Region ist nach Auskunft von missio-Partnern angespannt. Sie sprechen von einer erhöhten Präsenz von Hindu-Nationalisten und befürchten mögliche neue Gewaltausbrüche.

Indische Justiz verzögert bis heute Aufarbeitung und Wiedergutmachung

Rückblick: In der letzten Augustwoche 2008 töteten hindu-nationalistische Fanatiker in der Region Kandhamal im ostindischen Bundesstaat Odisha über 100 Christinnen und Christen. Nach Angaben von missio-Partnern brannten sie 400 Dörfer, 5.600 Häuser und 395 Kirchen nieder. 40 Frauen – darunter auch Ordensschwestern – wurden vergewaltigt. 56.000 Männer, Frauen und Kinder mussten aus ihren Heimatdörfern fliehen und können bis heute nicht zurückkehren. Die Mehrzahl der 3.232 aufgenommen Strafanzeigen gegen die Gewalttäter wurde bis heute nicht bearbeitet. Nur 86 Täter wurden verurteilt, wenige verbüßten tatsächlich ihre Strafe. Nur rund zehn Prozent der Betroffenen erhielt bisher eine Wiedergutmachung vom indischen Staat für zerstörtes Eigentum. Die Opfer sind größtenteils christliche indigene Adivasi und gehören der in Indien gesellschaftlich diskriminierten Kaste der sogenannten Unberührbaren an.

missio-Petition #freeourhusbands läuft bis Ende August für unschuldig inhaftierte Christen

Auslöser der Gewalt war der Mord an einem hindu-nationalistischen Prediger am 23. August 2008. Schnell wurden sieben einfache Christen aus dem Kandhamal verdächtigt und festgenommen. Obwohl sie unschuldig sind und in Ostindien aktive maoistische Rebellen die Verantwortung für den Mord übernommen hatten, wurden sie zu lebenslanger Haft verurteilt. Für ihre Freilassung sammelt missio Aachen bis Ende August mit der Petition #freeourhusbands im Namen ihrer Familien Unterschriften. Aktuell haben die Petition rund 7.800 Menschen unterschrieben. Sie wird Anfang September an die Bundesregierung übergeben, die sich in Indien für die Freilassung der unschuldigen Christen einsetzen soll.

Team aus Priestern, Psychologen und Juristen arbeitet an Rehabilitation der Opfer

Menschenrechts-Aktivisten, Priester, Psychologen und Juristen der indischen Kirche helfen seit Anfang des Jahres in einem missio-Projekt den sieben Familien der unschuldig inhaftierten Christen aus dem Kandhamal. Zuerst versuchen sie juristisch ein Wiederaufnahmeverfahren für ihre inhaftierten Ehemänner und Familienväter zu erreichen. Dann vermitteln sie den Familien praktisches und ökonomisches Basiswissen für kleine Geschäftsgründungen, um ihren Lebensunterhalt selbstständig bestreiten zu können. Vier Familien gründeten eine Ziegenzucht, zwei Familien eine Gemüsezucht und eine Familie eröffnete einen kleinen Laden. Jede Familie erhielt eine Anschubfinanzierung von je rund 630 Euro – das sind etwa sechs indische Monatsdurchschnittsgehälter. Zudem werden zwölf schulpflichtige Kinder aus den Familien finanziell unterstützt, um einen Schulabschluss machen zu können. Nicht zuletzt können Angehörige der Familien Traumatherapien in Anspruch nehmen.

Weiterhin werden in dem missio-Projekt 192 Männer, Frauen und Kinder aus der Region Kandhamal psychologisch betreut, die vor zehn Jahren unmittelbare Zeugen oder Opfer von Morden, Vergewaltigungen und Brandstiftungen geworden waren und dadurch bis heute traumatisiert sind.

Schließlich identifizierten Juristen des missio-Projektes seit Anfang des Jahres 50 Gerichts- und Wiedergutmachungsfälle von Opfern, die jetzt gerichtsfest dokumentiert und dann zur Neuverhandlung gebracht werden. Für ein Opfer einer Sexualstraftat wurde mittlerweile eine Wiedergutmachung erstritten, ein ähnlicher Fall konnte vor einem höheren Gericht eröffnet werden.

Hindu-Nationalismus in Indien gestärkt

Auch zehn Jahre nach den schlimmsten Gewaltausbrüchen gegen Christen in Indien hat sich ihre Lage nicht verbessert. Die hindu-nationalistische Politik des Landes hat sich unter Ministerpräsident Narendra Modi etabliert. Minderheiten wie Christen und Muslime werden weiter und zunehmend diskriminiert. Kritiker Modis befürchten, dass die indische Verfassung nach der Losung „eine Religion, eine Kultur, ein Land“ ihren säkularen, republikanischen und demokratischen Charakter verliert.

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news-46 Fri, 13 Jul 2018 12:00:00 +0200 Junge Männer und Frauen nach Afrika, Asien und Lateinamerika entsandt https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/junge-maenner-und-frauen-nach-afrika-asien-und-lateinamerika-entsandt/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 13 junge Männer und Frauen gehen für ein freiwilliges soziales Jahr in Hilfsprojekte nach Asien, Afrika und Lateinamerika. missio Aachen und das Kindermissionswerk „Die Sternsinger” haben Sie am Freitag, 13. Juli 2018, mit einem Gottesdienst ausgesendet. Filmrolle, Haustürschlüssel, Vielmachglas oder ein Sternsingerarmbändchen, das sind ein paar der Glücksbringer, die die 13 jungen Frauen und Männer in ihr freiwilliges soziales Jahr mitnehmen. Aus den (Erz-) Bistümern Aachen, Bamberg, Berlin, Eichstätt, Münster, Rottenburg-Stuttgart und Würzburg brechen sie für ein Jahr nach Bolivien, Ecuador, Kambodscha, Malawi, Mexiko, Peru, auf die Philippinen, Südafrika und Uganda auf. Alle 13 nehmen am Freiwilligenprogramm des Kindermissionswerks „Die Sternsinger” und von missio, dem Internationalen Katholischen Missionswerk in Aachen, teil.

Ein Jahr für Kinder und für sich selbst

Für ein Jahr werden die jungen Frauen und Männer die tägliche Arbeit der Projektpartner vor Ort unterstützen. Dabei übernehmen sie pädagogische, pflegerische sowie hauswirtschaftliche Aufgaben und helfen in der Betreuung der Kinder. Zuvor haben sie Sprachkurse besucht und an verschiedenen Vorbereitungsseminaren teilgenommen.

Ziel des Freiwilligendienstes ist es, durch das Mitleben und Mitarbeiten voneinander zu lernen und einander zu unterstützen. Die Freiwilligen werden mit einer fremden Kultur und Lebensweise konfrontiert und erfahren, wie Menschen anderer Länder ihr Leben meistern und ihren Glauben leben. Auch wenn Felizitas Angst vor Würmern in Malawi hat, Georg sich auf einen Kulturschock vorbereitet und Isabel Respekt vor den Kinderschicksalen hat, alle freuen sich auf ihren Freiwilligendienst im Ausland.

Sich selbst weiterentwickeln durch soziales Engagement

„Ganz sicher werden die Freiwilligen nach diesem Jahr mit jeder Menge Erfahrung nach Deutschland zurückkehren. Wir erleben das ja jedes Jahr und immer wieder berührt uns, dass die jungen Frauen und Männer sich durch ihr soziales Engagement für andere auch selbst ein großes Stück weiterentwickeln”, so Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident des Kindermissionswerks „Die Sternsinger” und von missio. Den Reisesegen erhielten die Freiwilligen von Prälat Krämer am heutigen Freitag in Aachen bei einem Gottesdienst.

Bewerbung ab jetzt im Internet möglich

Die Bewerbungsfrist für die Anmeldung zum nächsten Freiwilligen Jahr hat bereits begonnen, Bewerbungsschluss ist der 14. Oktober. Interessierte können sich online für ein solches Jahr in Afrika, Asien oder Lateinamerika bewerben. Informationen zu jedem Projekt sind leicht und übersichtlich abrufbar. Alle weiteren Informationen und die Kontaktdaten der Ansprechpartner gibt es unter: www.mein-eine-welt-jahr.de    . Der Freiwilligendienst wird vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger” und dem Förderprogramm „weltwärts” des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert.

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news-45 Thu, 12 Jul 2018 16:00:00 +0200 Kampf gegen Hexenverfolgung https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/kampf-gegen-hexenverfolgung/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Menschenrechtspreis für missio-Projektpartnerin Schwester Lorena Jenal Die katholische Ordensfrau und missio-Projektpartnerin Lorena Jenal wird mit dem renommierten Weimarer Menschenrechtspreis 2018 ausgezeichnet. „Die Schweizer Ordensschwester setzt sich für die Opfer von Hexenverfolgung in Papua-Neuguinea ein”, heißt es in der Begründung der Jury. „Bei ihren Hilfsaktionen für Frauen in Gefahr riskiert sie vielfach ihr Leben.”

Vorgeschlagen wurde Schwester Lorena Jenal von dem Katholischen Hilfswerk missio Aachen, das seit vielen Jahren die Arbeit der 68-Jährigen unterstützt. „missio ermöglicht mit Spenden aus Deutschland die entsprechenden Rettungsprogramme und Aufklärungsmaßnahmen”, erklärte Prälat Klaus Krämer, Präsident von missio in Aachen. „Die Vergabe des Weimarer Menschenrechtspreis an Schwester Lorena hat eine Signalwirkung für den Kampf gegen die Hexenverfolgung. Es ist wichtig, ihren mutigen Einsatz gegen diese Menschenrechtsverletzungen zu fördern.”

In Papua-Neuguinea werden besonders brutale Menschenrechtsverletzungen verübt. Alleine seit dem vergangenen Jahr hat sich die Schweizer Ordensfrau um 18 Opfer von Hexenverfolgung gekümmert. Im Februar 2017 befreite sie eine brutal misshandelte Frau aus den Fängen ihrer Folterer und brachte sie in eine Krankenstation. Die Ärzte kämpften um ihr Leben, doch sie erlag den schweren Verletzungen. Die Polizei unternahm nichts in dem Mordfall. Im Gegenteil wird Schwester Lorena inzwischen von einem hochrangigen Polizisten bedroht, weil sie immer wieder die Menschenrechtsverletzungen anprangert und den Behörden Tatenlosigkeit vorwirft. Der Schweizerin liegen von einem anderen Fall sogar Beweisfotos eines sogenannten Hexenprozesses vor. Zwischen hunderten von Schaulustigen sowie einigen Folterern sind mehrere Polizisten zu sehen. Das schwerverletzte Opfer überlebte durch einen glücklichen Zufall und wurde von Ordensschwestern in Sicherheit gebracht und psychologisch betreut.

Den Menschenrechtspreis wird Schwester Lorena am 10. Dezember persönlich entgegennehmen.

Weitere Informationen zu Schwester Lorena finden Sie auf unserer Seite www.missio-hilft.de/hexen    .

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news-44 Tue, 10 Jul 2018 09:02:01 +0200 missio begrüßt Frieden zwischen Äthiopien und Eritrea https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/missio-begruesst-frieden-zwischen-aethiopien-und-eritrea/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 missio-Präsident Prälat Klaus Krämer begrüßt das Friedensabkommen zwischen Äthiopien und Eritrea. Er hofft, dass sich auch die Lage der Flüchtlinge an der Grenze zwischen beiden Ländern verbessert. „Das ist für Äthiopien und Eritrea ein wichtiger Schritt in eine bessere Zukunft und stabilisiert die gesamte ostafrikanische Region.“ So begrüßt Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio in Aachen, das aktuelle Friedensabkommen der beiden lange Jahre verfeindeten Länder. Der über 20-jährige Kriegszustand ist damit beendet. missio Aachen ist Projektpartner der katholischen Kirche in beiden Ländern. In diesem Jahr wird auf Einladung von missio eine Delegation der katholischen Kirche Äthiopiens Deutschland zur Kampagne des Monats der Weltmission und zum Weltmissionssonntag im Herbst besuchen.

missio unterstützt Flüchtlingspastoral in Äthiopien

Prälat Krämer hofft, „dass sich durch das Friedensabkommen auch die Lage der Flüchtlinge an der äthiopisch-eritreischen Grenze verbessert“. Äthiopien ist nach Uganda das zweitgrößte Aufnahmeland für Flüchtlinge in Afrika. Rund 900.000 Menschen, vor allem aus dem Südsudan, Somalia und Eritrea, fanden bisher hier Zuflucht. Kirchliche Mitarbeiter betreuen die Flüchtlinge. missio unterstützt diese Flüchtlingspastoral.

„Die Kirche in Äthiopien und Eritrea hat das Friedensabkommen positiv begleitet“, sagte Prälat Krämer weiter. Denn trotz der politischen Konflikte und unter schwierigen Bedingungen haben sich Vertreter der katholischen Kirche von Äthiopien und Eritrea in den vergangenen Jahrzehnten weiter getroffen. „Die Kirchen in den beiden Länder haben den Gesprächsfaden nie abreißen lassen“, so Krämer.

Nachtrag: 12.07.2018: Zum Friedensschluss zwischen Äthiopien und Eritrea finden Sie auch ein Interview mit Hans-Peter Hecking (missio-Ostafrika-Referent) bei Domradio.de    .

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news-43 Mon, 02 Jul 2018 10:42:27 +0200 Irak: missio ist Teil des Projekts Wiederaufbau Ninive-Ebene https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/irak-missio-ist-teil-des-projekts-wiederaufbau-ninive-ebene/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 missio Aachen unterstützt das Projekt „Wiederaufbau Ninive Irak” der katholischen Hilfswerke in Deutschland. Christen sollen in ihre Siedlungen in der nordirakischen Ninive-Ebene zurückkehren können, nachdem sie vor Terror fliehen mussten. Dazu hat die Deutsche Bischofskonferenz heute eine Pressemitteilung herausgegeben. missio Aachen und weitere katholischen Hilfswerke in Deutschland haben das Projekt „Wiederaufbau Ninive Irak” mit insgesamt 1,7 Millionen Euro ausgestattet. Ziel ist die Unterstützung der Rückkehr 2014 im Nordirak gewaltsam vertriebener Familien. Die meisten davon sind Christen und Angehörige anderer Minderheiten. Die Ninive-Ebene ist ein traditionell christliches Siedlungsgebiet. Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) hat im April 2018 die Region gemeinsam mit Leitern katholischer Hilfswerke, darunter missio-Präsident Prälat Klaus Krämer, besucht. Die DBK hat das Wiederaufbauprojekt aus Anlass einer Gebetsinitiative von Papst Franziskus für die Christen im Nahen Osten am 7. Juli mit einer Pressemitteilung angekündigt. Die Mitteilung hat folgenden Wortlaut:

Für den 7. Juli 2018 lädt Papst Franziskus zu einem besonderen Gebet für die Christen im Nahen Osten ein. An diesem Tag wird er im italienischen Bari ein ökumenisches Gebet leiten, an dem auch der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Bartholomaios I., teilnimmt.

Im Vorfeld dieses ökumenischen Friedensgebets ruft der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg), zur Teilnahme an der Gebetsinitiative auf: „Mit seiner Einladung an die Patriarchen der orthodoxen und orientalisch-orthodoxen Kirchen sowie der katholischen Ostkirchen zu einem ökumenischen Friedensgebet hat Papst Franziskus ein starkes Signal für die Einheit der Christen gesetzt und zugleich die Bedeutung des gemeinsamen Einsatzes der Gläubigen aller Kirchen für den Frieden unterstrichen“, so Erzbischof Schick. Gerade vor dem Hintergrund der Kriege in Syrien und Jemen sowie von Gewalt und Flüchtlingselend in der nahöstlichen Region gehe von dem Friedensgebet eine unmissverständliche Botschaft aus: „Christen lehnen Hass, Terror und Gewalt ab. Gott will, dass wir Friedensstifter sind.“

Erzbischof Schick weist darauf hin, dass in den vergangenen Jahren zahlreiche Angehörige der Kirchen des Nahen Ostens nach Deutschland gekommen seien. „Ihre Sorge um den Frieden in ihren Heimatländern ist auch unsere Sorge. Ich möchte die deutschen Katholiken ermutigen, sich gemeinsam mit den bei uns lebenden Christen aus dem Orient dem Friedensgebet des Papstes und der Patriarchen am 7. Juli anzuschließen und so unserer Solidarität miteinander und mit allen leidenden Menschen Ausdruck zu verleihen.“

Anlässlich des Friedenstreffens in Bari kündigt Erzbischof Schick auch ein gemeinsames Projekt der deutschen katholischen Hilfswerke für den Wiederaufbau im Nordirak an. „Unsere Schwestern und Brüder im Nahen Osten brauchen unser Gebet. Und sie brauchen auch unsere materielle Unterstützung. Nachdem ich im April mit den Leitern unserer vor Ort tätigen Werke den Irak besucht habe, haben wir die dortige Caritas gebeten, ein Wiederaufbauprojekt in den christlichen Siedlungsräumen der Ninive-Ebene zu konzipieren“, so der Erzbischof. Dieses Projekt solle vor allem Christen und anderen Minderheiten in den ehemals von der IS-Terrormiliz kontrollierten Gebieten Rückkehr- und Bleibeperspektiven eröffnen. Geplant sei der Wiederaufbau zerstörter Wohnhäuser und Bildungseinrichtungen. „Darüber hinaus wollen wir die wirtschaftliche Entwicklung, Arbeitsmöglichkeiten für die Menschen und die Heilung von Traumata fördern. Nur durch Versöhnung kann das Zusammenleben von Menschen verschiedenen Glaubens auch langfristig wieder ermöglicht werden“, erklärt Erzbischof Schick.

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news-42 Wed, 20 Jun 2018 14:30:00 +0200 Alte Handys für einen guten Zweck https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/alte-handys-fuer-einen-guten-zweck/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Kooperation Kolping und missio Das Kolpingwerk Deutschland und die Katholischen Hilfswerke missio Aachen und missio München haben in Lippstadt ihre gemeinsame Handy-Spendenaktion gestartet. Als Kooperationspartner unterstützen wir die Aktion Alte Handys für einen guten Zwec”” von missio. Sie ist wichtig und wertvoll, denn damit können wir gemeinsam auf die schlimmsten Menschenrechtsverletzungen im Kongo aufmerksam machen, die viel mit unseren Handys zu tun haben, erklärte Ulrich Vollmer, Bundessekretär des Kolpingwerkes Deutschland, in Lippstadt anlässlich des Weltflüchtlingstags am 20. Juni.

Das Kolpingwerk hat im vergangenen Jahr mit der Veröffentlichung eines Positionspapiers die Bekämpfung von Fluchtursachen gefordert. Dazu sagte Ulrich Vollmer: Wir gehen jetzt gemeinsam mit missio mit gutem Beispiel voran und handeln. Deshalb rufen wir alle Menschen, die an Nachhaltigkeit und der Vermeidung von Fluchtursachen interessiert sind, und hier besonders unsere Kolpingmitglieder, zum Mitmachen auf.

Der Vizepräsident von missio Aachen, Gregor von Fürstenberg, betonte den Zusammenhang zwischen den sozial-pastoralen Friedensprojekten in Afrika und den Handlungsmöglichkeiten hier in Deutschland. Mit der Handy-Spendenaktion kann jeder im Sinne der Bewahrung der Schöpfung etwas gegen Elektroschrott tun. Denn in Deutschland verstauben über 120 Millionen ausgemusterte Smartphones in den Schubladen Alleine der Wert der enthaltenen Rohstoffe liege bei über 250 Millionen Euro. Jedes abgegebene Handy, das dem Recycling oder der Weiterverwendung zugeführt wird, schützt Ressourcen und Umwelt. Darüber hinaus erhalten wir von unserem Recyclingpartner für jedes ausgemusterte Smartphone einen Beitrag für Hilfsprojekte im Kongo, erklärte Gregor von Fürstenberg. Der Erlösanteil von Kolping wird dabei für die Bewusstseinsbildung zur Bekämpfung von Fluchtursachen verwendet.

Papst Franziskus ruft uns in seiner Enzyklika Laudato Si dazu auf, die Ressourcen auf der Welt gerecht zu verteilen, betonte der Leiter der Abteilung Bildung bei missio München, Dr. Christian Mazenik. Mit unserer Handy-Sammelaktion versuchen wir, einen bescheidenen Teil dazu beizutragen.

Die Auftaktveranstaltung zur Kooperation zwischen Kolping und missio fand auf dem Gelände des Ostendorf-Gymnasiums in Lippstadt statt. Dort hatten Schülerinnen und Schüler am Weltflüchtlingstag die Gelegenheit, sich in dem missio-Flucht-Truck und dem Infomobil des Kolping-Netzwerkes für Geflüchtete zu informieren. Bei der Gelegenheit übergaben Schüler bereits die ersten gesammelten Smartphones. Für die Handyspenden-Aktion gibt es bundesweit zahlreiche Annahmestellen. In Lippstadt können ausgemusterte Handys im Ostendorf-Gymnasium und bei Kolping in der Kolpingstraße 12-16 zu den jeweiligen Öffnungszeiten oder bei Kolping auch als Briefkasteneinwurf abgegeben werden. Weitere Informationen gibt es unter www.missio-hilft.de/kolping-handys ».

Dort sind auch Informationen zu einer Verlosung im Rahmen der Handyspenden-Aktion zu finden, bei denen ein faires Smartphone gewonnen werden kann.

Die Organisationen werden ihre Zusammenarbeit zum Thema Flucht und Migration weiterführen und ausweiten. missio Aachen und missio München informieren in zwei Flucht-Trucks bundesweit am Beispiel der Situation in der Demokratischen Republik Kongo über weltweite Fluchtursachen. Das Kolping Netzwerk für Geflüchtete – eine gemeinsame Initiative des Kolpingwerkes Deutschland, des Verbandes der Kolpinghäuser sowie der Kolping-Bildungsunternehmen Deutschland – klärt mit seinem Infomobil bundesweit über die Situation Geflüchteter in Deutschland auf und zeigt Möglichkeiten der Integration auf. Bei größeren Veranstaltungen, wie z.B. dem vergangenen Katholikentag in Münster und Sternenklar,dem Event der Kolpingjugend vom 28. bis 30. September 2018 in Frankfurt am Main, verbinden Kolping und missio ihre Kampagnen und laden zum Besuch des Infomobils und des missio-Trucks ein. missio unterstützt darüber hinaus die auch in diesem Jahr wieder stattfindende bundesweite Schuhaktion des Kolpingwerkes Deutschland Mein Schuh tut gut zugunsten der Internationalen Adolph-Kolping-Stiftung.

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news-41 Tue, 19 Jun 2018 09:12:00 +0200 missio Aachen fordert breitere theologische Debatte zum Thema Flucht und Migration https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/missio-aachen-fordert-breitere-theologische-debatte-zum-thema-flucht-und-migration/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Katholisches Hilfswerk gibt zum Weltflüchtlingstag Buch mit Beiträgen zur Migrationstheologie aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Europa heraus Das Thema Geflüchtete braucht dringend eine weltkirchliche theologische Reflektion, sonst bleibt die öffentliche Debatte auch in Deutschland nur an der Oberfläche, sagte heute Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio Aachen zum Weltflüchtlingstag. Deshalb veröffentlicht missio Aachen heute den Band Migration und Flucht. Zwischen Heimatlosigkeit und Gastfreundschaft aus seiner Reihe Theologie der Einen Welt. Darin kommen Theologinnen und Theologen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Europa zu Wort. Sie beschäftigen sich mit Fluchtursachen in ihrer jeweiligen Heimat, den Auswirkungen der Weltwirtschafsordnung auf Migrationsbewegungen, den theologischen und pastoralen Konzepten zur Arbeit mit Geflüchteten in Afrika, Asien und Lateinamerika vor Ort sowie einer Theologie, die Migration als eine eigene Gotteserfahrung deutet.

Die Beiträge zeigen, dass Migration schon immer untrennbar mit der Geschichte der Menschheit verbunden ist und auch in den Heiligen Schriften aller Religionen und Kulturen Migrationserzählungen grundlegend sind, sagte Prälat Krämer. Deshalb können wir als Christen bei allen politischen und ökonomischen Herausforderungen eine positive Grundhaltung gegenüber Geflüchteten und Migrierten einnehmen, so Prälat Krämer weiter. Wir dürfen in Deutschland das Thema Flucht und Migration so führen, dass das Potential von Religion zur Lösung und Prävention von Konflikten in den Blick kommt, meinte Prälat Krämer. Wir sollten die Migrationstheologie breiter zur Kenntnis nehmen.

Dass Flucht, Vertreibung und Migration für die Menschen in Afrika und Asien untrennbar mit religiösen Erfahrungen verbunden sind, beobachten wir seit Jahren schon in unserer alltäglichen Projektarbeit mit unseren kirchlichen Partnern in diesen Kontinenten. Deshalb unterstützte missio Aachen 2017 die kirchliche Projektarbeit mit Geflüchteten in Afrika, dem Nahen und Mittleren Osten sowie Asien mit 1,23 Millionen Euro für 24 Projekte. Die betroffenen Menschen brauchen eine ganzheitliche Pastoral, hier leisten unsere Partner Bewundernswertes, sagte Prälat Krämer. Wir dürfen nicht vergessen: In Europa lebt nur ein Bruchteil der Geflüchteten weltweit.

Buchhinweis:
Klaus Krämer/Klaus Vellguth (Hg.): Migration und Flucht. Zwischen Heimatlosigkeit und Gastfreundschaft, Theologie der Einen Welt, Band 13, Verlag Herder in Kooperation mit missio Aachen, 326 Seiten, ISBN 978-3-451-37922-2,

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news-40 Fri, 15 Jun 2018 09:45:57 +0200 missio Aachen mit dem Deutschen Preis für Online-Kommunikation 2018 ausgezeichnet https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/missio-aachen-mit-dem-deutschen-preis-fuer-online-kommunikation-2018-ausgezeichnet/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Das Internationale Katholische Missionswerk missio Aachen hat gestern in Berlin den Deutschen Preis für Online-Kommunikation 2018 in der Kategorie Website gewonnen. Ausgezeichnet wurden gleichzeitig die Agenturen AZ Fundraising Services und JUNGMUT, die mit missio den Relaunch der Seite www.missio-hilft.de realisierten. Insgesamt waren 700 Bewerbungen für den Preis in 39 Kategorien eingegangen. missio Aachen war als einzige katholische Organisation in der Endausscheidung vertreten. Dabei setzten sich missio und die begleitenden Agenturen gegen Websites beispielsweise der Wirtschaftsunternehmen Porsche und Zalando durch.

„Diesen Preis haben sich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von missio, die an dem Relaunch beteiligt waren, redlich verdient – und insbesondere unsere Onliner”, sagte Projektleiter und missio-Pressesprecher Johannes Seibel. Die Juroren würdigten insbesondere, dass der Relaunch von Anfang an alle Abteilungen des Hauses mit hoher Transparenz einbezogen habe. Dadurch sei die neue Seite eines katholischen Hilfswerks entstanden, in der sich Spendenkommunikation, Bildungsauftrag, Spiritualität und Kampagnenarbeit für Menschenrechte organisch ergänzten.

„Wir haben von Anfang an darauf gesetzt, die Seite strikt am Verhalten und den Bedürfnissen der Nutzer auszurichten, das hat die Juroren auch überzeugt”, ergänzten Tim Hufermann von JUNGMUT und Sabine Wagner-Schäfer von AZ Fundraising Services. „Wie alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über Abteilungsgrenzen hinweg die wertebasierte Kommunikation von missio und das Denken vom Nutzer her als gemeinsame Aufgabe begriffen haben, hat uns sehr geholfen”, so Hufermann und Wagner-Schäfer weiter.

Der Deutsche Preis für Onlinekommunikation ehrt herausragende Leistungen von Organisationen im Bereich der digitalen Kommunikation. Der Award wird vom Magazin „pressesprecher“ und „Quadriga Media Berlin“ veranstaltet.

Einige Eindrücke von der Preisverleihung finden Sie hier ».

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news-39 Thu, 14 Jun 2018 00:48:34 +0200 "Der Papst lebt, was er predigt" https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/der-papst-lebt-was-er-predigt/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Papst Franziskus. Ein Mann seines Wortes: Dieser Film von Wim Wenders läuft ab dem 15. Juni in den Kinos. Beatrix Gramlich von der missio-Mitgliederzeitschrift kontinente hat den Filmemacher interviewt. Spannende Einsichten in die Welt eines Papstes. Die Anfrage kam direkt aus dem Vatikan und überraschte selbst Starregisseur Wim Wenders: Ob er nach Rom reisen wolle, um ein Projekt zu besprechen. Aus dem Projekt wurde ein Film - nicht über, sondern mit Papst Franziskus. Wenders bekam keinerlei Vorgaben, stattdessen freien Zugang zu den Archiven der Kurie. Er sichtete eine Fülle von exklusivem Bildmaterial und führte lange Gespräche mit dem Heiligen Vater. "Der Papst lebt, was er predigt", sagt Wenders im Gespräch mit Beatrix Gramlich, stellvertretende Chefredakteurin des missio-Magazins kontinente ».

Herr Wenders, wie haben Sie den Papst erlebt? Was war unerwartet?

Zum Beispiel seine ansteckende, positive Energie, die er ständig an den Tag gelegt hat. Oder wie ernst er die Dreharbeiten genommen hat. Er war voll und ganz da, ohne ein Telefon oder jemanden, der auf die Uhr geschaut hätte. Er hat keine Frage gescheut und immer spontan und direkt geantwortet, ohne zu zögern. Und er hat jeden am Set – ob Bühnenarbeiter oder Elektriker – genauso begrüßt wie den Produzenten oder den Regisseur. Für ihn ist die Idee, dass alle Menschen gleich sind, Wirklichkeit, das merkt man. Als wir im Park gedreht haben, hat er sich aus einem Fiat Panda herausgeschält. Kleiner geht’s kaum. Er meint es ernst, wenn er sagt: „Wir könnten alle mit weniger auskommen.“ Er gibt dafür ein Beispiel nach dem anderen.

Sie haben Reisen einmal eine Metapher für das Leben genannt. In Ihrem Film spielen die Reisen von Papst Franziskus eine große Rolle. Was ist die Botschaft?

In diesem Fall ist die Botschaft nicht das Reisen, sondern wer da reist – und wie. Politiker reisen zu Staatsbesuchen, sie sehen sich untereinander, und das war es dann. Der Papst ist der einzige Mensch, der zwar auch Staatsoberhäupter trifft, aber dann in dem Land, das er besucht, auch in Gefängnisse geht, in Krankenhäuser, Flüchtlingslager, in die Slums. Kein anderer macht solche Reisen und geht überall auch dahin, wo es wehtut.

Welche Themen und Fragen waren Ihnen wichtig?

Ich habe in vier langen Interviews von je gut zwei Stunden insgesamt 55 Fragen stellen können. Da waren so ziemlich alle Themen dabei, die man sich vorstellen kann. Das Schwierige war eher, eine Dramaturgie dafür zu finden. Die Zuschauer sollen den Worten des Papstes ja ohne Anstrengung folgen können und wären mit mehr als 90 Minuten schnell überfordert. Da sind einige Sachen durch den Rost gefallen. In 90 Minuten kann man nicht über alles reden.

Meinen Sie, der Film hilft, die Position des Papstes zu stärken?

Ich hoffe. Papst Franziskus hat zwar auch Gegenwind im konservativen Teil der Kirche, aber vor allem sehr viele Menschen auf der Welt hinter sich, die große Hoffnungen in ihn setzen. Er ist ein großer Kommunikator und hat eine herzliche, direkte Beziehung zu Menschen. Dass er sich mit diesem Film direkt an die Menschen wenden könne, war für mich die erklärte Funktion des Films. Deswegen schaut er jedem Zuschauer direkt in die Augen. Dieses Privileg wollte ich unbedingt teilen.

Ein Element sind Szenen aus dem Leben des heiligen Franziskus. Welche Idee steckt dahinter?

Wenn sich jemand Franziskus nennt, und dies zum ersten Mal in der Geschichte der Päpste, hat das Konsequenzen. Das hat sich vor ihm niemand getraut. Der heilige Franz von Assisi war ein Revolutionär, ein Erneuerer, wie es sie in der Geschichte der Kirche und der Menschheit nur ganz wenige gegeben hat. Sein Name steht für radikale Solidarität mit den Armen und Ausgestoßenen, für ein neues Verhältnis zur Natur und für Frieden zwischen den Religionen: Alles notwendiger denn je. Sich zu diesem Namen zu bekennen heißt, dieses Programm in die heutige Zeit zu übertragen.

Warum die Umsetzung in historisierenden Schwarz-Weiß-Bildern?

Weil wir die Zeit in der Tat 800 Jahre zurückdrehen, um zu zeigen, dass viele Probleme, die wir heute haben, nicht neu sind. Und dass es einmal jemanden gab, der Antworten darauf hatte.

Sie stellen den Papst sehr positiv dar. Ist Ihr Film Hofmalerei?

Wie viele Menschen kennen Sie auf diesem Planeten, denen die Welt zuhört? Wie viele „World Leader“, denen man noch eine moralische Autorität zubilligen mag? Begriffe wie Wahrheit sind zu einer Farce geworden im Zeitalter von Fake News. Und dann gibt es da einen, der keine Industrie hinter sich hat, keine Partei und kein anderes „Programm“ als das Wohl aller Menschen – und dem man das glaubt. Ich wüsste nicht, wie ich diesen großartigen Mann negativ oder kritisch darstellen könnte. Ich bin kein investigativer Journalist. Ich mache Filme über Menschen, die ich liebe und deren Botschaft oder Kunst ich mit anderen teilen will – siehe „Buena VistaSocial Club“, „Pina“ oder „Das Salz der Erde“. Da lasse ich das mit der Hofmalerei einfach mal als Kompliment stehen.

Ist der Papst ein spiritueller oder eher ein politisch starker Mensch?

Er trennt das eine nicht vom anderen, und das ist seine Stärke. Er sagt im Film auch: Die Kirche ist nichts anderes als eine NGO (Nichtregierungsorganisation, Anm. der Red.), wenn sie sich etwas darauf einbildet, Macht oder Reichtum zu besitzen. Dann ist Christus in ihr nicht lebendig.

Woran glauben Sie selbst?

Ich glaube an einen freundlichen Gott, der uns sieht und der uns so liebt, dass er uns alle Freiheit gegeben hat – sowohl fürchterliche Sachen anzustellen als auch, sie wieder zu berichtigen.

Kann man das in Deutschland öffentlich zugeben?

Warum nicht? Ich finde es gut, wenn Leute zu dem stehen, was sie glauben. Ich habe 15 Jahre in Amerika gelebt, wo kein Mensch ein Problem damit hat zu sagen, „Ich bin Christ oder Jude oder Moslem“. In Deutschland ist das auf merkwürdige Art verpönt. Eine Partei, die „christlich“ im Namen hat, muss deswegen nichts Christliches mehr im Sinn haben. Das ist in Deutschland alles ein bisschen verdreht.

In Ihrem Film geht es auch um die Zeit. Was bedeuten Tod und Vergänglichkeit für Sie?

Es ist ja bei vielen Dingen im Leben so, dass man davon nicht reden kann, wenn man davon nichts weiß. Wie will jemand von Nähe zwischen Menschen reden, der nicht in der Lage ist, Einsamkeit auszuhalten? Wie will er Zweisamkeit dann gut leben? Mit dem Tod ist es ähnlich. Wir sterben alle, aber tun so, als wären wir unsterblich. Die Verherrlichung der Jugend hat uns dazu gebracht, den Tod mehr oder weniger zu verleugnen oder zu verdrängen. Ich glaube, jeder Mensch, der mit dem Tod im Reinen ist, kann besser lebendig sein.

Hat der Film mit dem Papst Sie katholischer gemacht ?

Ich bin katholisch aufgewachsen, mit einer Protestantin verheiratet, war in Amerika in einer presbyterianischen Gemeinde und teile meine Kirchenbesuche heute zwischen katholisch und evangelisch auf. Dieser Film hat mich in vielerlei Hinsicht beflügelt und mir auch Mut gemacht, ökumenischer zu sein.

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news-38 Fri, 08 Jun 2018 10:24:11 +0200 missio Aachen erleichtert über Freilassung von Nguyen Van Dai https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/missio-aachen-erleichtert-ueber-freilassung-von-nguyen-van-dai/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Der vietnamesische Menschenrechtler Nguyen Van Dai ist am 8. Juni 2018 aus der Haft in Vietnam entlassen und nach Deutschland ausgeflogen worden. 750 Unterstützerinnen und Unterstützer von missio hatten sich für ihn bei dem vietnamesischen Premierminister eingesetzt. „Wir sind erleichtert, aber die Lage der Menschenrechte in Vietnam bleibt weiterhin kritisch.“ So kommentierte Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio in Aachen, die Freilassung des zu 15 Jahre Haft verurteilten vietnamesischen Menschenrechtlers Nguyen Van Dai, der heute nach Deutschland ausgeflogen wurde. 750 Unterstützerinnen und Unterstützer von missio hatten sich in den vergangenen Monaten an den Premierminister von Vietnam mit der Bitte um Freilassung des Rechtsanwalts gewandt. missio arbeitete dabei eng mit der Bundestagsabgeordneten Marie-Luise Dött und der Organisation Veto! zusammen.

Weiter Einsatz für Religionsfreiheit in Vietnam notwendig

„In Vietnam werden vor allem die Religionsfreiheit und Meinungsfreiheit eingeschränkt. Die Freilassung von Nguyen Van Dai zeigt, dass sich unser Einsatz für die Betroffenen dieser Menschenrechtsverletzungen lohnt. Wir hoffen, dass Politik, Kirche, Gesellschaft und nicht zuletzt die Wirtschaft ihre Verantwortung erkennen, in Gesprächen mit der vietnamesischen Regierung weiter auf eine Verbesserung der Menschenrechtslage in dem asiatischen Land zu drängen“, so Prälat Krämer weiter.

Nguyen Van Dai saß seit dem 16. Dezember 2015 in Untersuchungshaft. Vor einigen Wochen wurde er zu 15 Jahren Haft verurteilt. Er war angeklagt wegen Paragraph 88 des vietnamesischen Strafgesetzbuches „Propaganda gegen den Staat“. Dieser Vorwurf traf auf Nguyen Van Dai nicht zu. Er saß allein wegen seines friedlichen Engagements für Menschenrechte in Haft. Ngyuen Van Dai hatte auch Christen verteidigt.

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news-37 Wed, 06 Jun 2018 13:04:00 +0200 Religionsfreiheit - Herzstück der Menschenrechte - Würzburger Erklärung https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/religionsfreiheit-herzstueck-der-menschenrechte-wuerzburger-erklaerung/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Die Jahrestagung Weltkirche und Mission 2018 der Konferenz Weltkirche hat vom 4. bis 6. Juni in Würzburg zum Thema Religionsfreiheit getagt. Die Teilnehmer/-innen aus den Diözesen, den Orden, den weltkirchlichen Werken wie missio und anderen Organisationen haben dazu eine Erklärung verfasst. Bei der Tagung in Würzburg waren auch Gäste aus Indien, Pakistan, Kirgisistan und China zu Gast. Wir, die Teilnehmer der Jahrestagung Weltkirche und Mission bekennen uns zum Recht auf Religions-, Gedanken und Gewissensfreiheit als ein unveräußerliches Menschenrecht von einzigartiger Bedeutung. Das II. Vatikanische Konzil hat erklärt, dass das Menschenrecht auf Religionsfreiheit in der Würde des einzelnen Menschen gründet. Wir stellen fest, dass der universale Geltungsanspruch dieses Menschenrechts in vielen Teilen der Welt in Frage gestellt, uminterpretiert und ausgehöhlt wird.

Seit 1948 erkennen nahezu alle Staaten mit dem Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte das Recht auf Religionsfreiheit an. Der Pakt über bürgerliche und politische Rechte von 1966 stellt die Religionsfreiheit zudem unter einen völkerrechtlich verbindlichen Schutz. Die Religionsfreiheit ist ein elementares Freiheitsrecht und wird aus guten Gründen als Herzstück der Menschenrechte bezeichnet.

Jeder einzelne Mensch ist Träger dieses Rechts. Verantwortung für den Schutz dieses Menschenrechts trägt in erster Linie der Staat, darüber hinaus aber auch die Gesellschaft sowie jede einzelne Religionsgemeinschaft.

Wir müssen feststellen, dass die rechtlichen Instrumente zum Schutz der Religionsfreiheit nicht ausreichen, um dieses Menschenrecht umfassend abzusichern. Deshalb drängen wir auch in unserer Gesellschaft und in unserer Kirche darauf, für das Recht auf Religionsfreiheit im nationalen und internationalen Dialog mit mehr Nachdruck einzutreten, nicht zuletzt bei den Vereinten Nationen.

Wir wenden uns gegen jegliche Versuche, Religion zu missbrauchen, um Ressentiments zu schüren. Das gilt sowohl mit Blick auf Deutschland und das Christentum als auch mit Blick auf andere Länder und Religionen.

Ebenso verurteilen wir eine Politik autoritärer Staaten, die Religionsausübung um des eigenen Machterhalts Willen reglementiert, aufs Engste begrenzt oder ganz unterbindet. Das Recht des Menschen, seine Religion frei zu wählen und allein oder in Gemeinschaft mit anderen auch öffentlich zu leben, ist immer anzuerkennen und zu schützen.

Als weltweite katholische Kirche verstehen wir uns als Anwältin derer, die aufgrund ihrer Religion unter religiöser Diskriminierung und Bedrängung leiden. Dazu gehören in großer Zahl Christen und viele Gläubige anderer Religionen.

Es liegt an uns als Christen, mit allen Menschen solidarisch zu sein, die ihren Glauben, ihre Weltanschauung nicht frei leben können. Ihr Leid lässt uns nicht unberührt! Wir setzen uns ein für verfolgte und bedrängte Christen und erheben unsere Stimme überall dort, wo Menschen anderen Glaubens in ihrer Religionsfreiheit verletzt werden.

Unser Einsatz für die Religionsfreiheit wird auch durch den interreligiösen Dialog gestärkt. Wir wissen uns aus dem Glauben heraus verpflichtet, mit Andersgläubigen und Nichtgläubigen immer wieder den Dialog zu suchen. Ein gelingender Dialog, der den gegenseitigen Respekt der Angehörigen verschiedener Glaubensgemeinschaften öffentlich bezeugt, trägt dazu bei, eben jenen gesellschaftlichen Rückhalt zu stärken, der für eine umfassende Realisierung von Religionsfreiheit notwendig ist.

Die Erfahrungen der Konferenzteilnehmer aus vielen Teilen der Welt zeigen exemplarisch: Dort, wo die Religionsfreiheit eingeschränkt wird, werden auch andere Menschenrechte wie zum Beispiel Meinungsfreiheit und Versammlungsfreiheit beschnitten. Unser Engagement für die Religionsfreiheit ist deshalb nicht von unserem Einsatz für die Menschenrechte zu trennen.

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news-36 Sun, 13 May 2018 09:42:13 +0200 Katholikentag: Rednerin fürchtet um ihr Leben https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/katholikentag-rednerin-fuerchtet-um-ihr-leben/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Experten-Podium in Münster zum Thema „Goldräuber und Kriegstreiber” mit unter anderem Stella Matutina Die missio-Projektpartnerin Stella Matutina wird nach ihrem Auftritt auf dem Katholikentag vorerst nicht in die Philippinen zurückkehren können, weil sie dort nach eigenen Angaben um ihr Leben fürchtet. Die 50-Jährige Katholikin berichtete auf dem PodiumGoldräuber und Kriegstreiber über die Menschenrechtsverletzungen in ihrer Heimat im Zusammenhang mit der Ausbeutung von Bodenschätzen. Vor einigen Tagen ist in den Philippinen ein katholischer Priester nach der Messe umgebracht worden, und ich fürchte mich, wieder nach Hause zu reisen, erklärte Stella Matutina über den Geistlichen, der sich wie sie für die Menschenrechte engagiert hatte. Stella Matutina hatte erfahren, dass Steckbriefe mit Fotos von ihr mit dem Überschrift Wanted in der Stadt Davao und an verschiedenen Checkpoints angebracht seien. Die Gefahr sei groß, erschossen zu werden oder verhaftet zu werden, wie bereits zahlreiche weitere kirchliche Mitarbeiter zuvor. Stella Matutina war im Jahre 2015 mit dem Menschenrechtspreis der Stadt Weimar ausgezeichnet worden.

Über dramatische Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit wertvollen Bodenschätzen berichtete ebenso der Leiter des Katholischen Büros für Gerechtigkeit und Frieden in der Erzdiözese Bukavu im Kongo. Dort würde sexuelle Gewalt als Kriegswaffe eingesetzt, so der katholische Priester Justin Nkunzi. Mit Unterstützung von missio hat seine Organisation Trauma-Zentren über die Opfer aufgebaut. Für mich sind das mit die eindrucksvollsten Projekte überhaupt, die missio unterstützt, weil dort wirklich Seelsorge im ganz ursprünglichen Sinn des Wortes geleistet wird. Da werden verwundete Seelen geheilt, sagte Prälat Klaus Krämer, Präsident von missio in Aachen.

Mit Vertretern der Schmuckindustrie wurde auf Katholikentag der Frage nachgegangen, woher das Gold stammt, welches sich in Eheringen, Zahngold und Fußballpokalen befindet. Denn schließlich besitzen deutsche Privathaushalte Gold in einer Gesamtmenge von 8.872 Tonnen.
Sandro Erl von dem Schmuckunternehmen Niessing betonte, dass sein Unternehmen einzig Recycling-Gold verwenden würde. Dagegen ist es dem  Hamburger Goldschmiedemeister Thomas Becker ein Anliegen, mit fairem und umweltfreundlich gewonnem Gold eine Einkommensmöglichkeit für die einheimischen Schürfer zu schaffen. Er war vor einer Woche aus der Demokratischen Republik Kongo zurückgekehrt und präsentierte ein Kreuz mit Silber aus Lateinamerika und Gold aus einer Kooperative im Kongo. Vertrieben wird das Schmuckstück unter anderen von missio.

Zum Schluss der Podiumsdiskussion Goldgräber und Kriegstreiber wies Prälat Krämer auf die Verbindung von westlichem Konsumverhalten und der Notsituation in Ländern wie den Philippinen und Kongo hin. Am Gold in den Handys kann man das sehr anschaulich machen, dass jeder Teil des Problems ist, aber auch etwas tun kann, sagte der Präsident von missio in Aachen. Rund 140 Millionen ausgemusterte Handys verstauben in deutschen Schubladen, darin befinden sich mehr als 2,4 Tonnen Gold. In Kooperation mit dem Katholikentag wurden mehrere Tausend alte Handys in Münster gesammelt, die nun für einen guten Zweck recycelt werden. Weitere Informationen unter www.missio-hilft.de/handysammeln ».

Fotos des Podiums können bei Christian Schnaubelt, Tel.: 0177 30 77 106, angefordert werden.

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news-35 Fri, 11 May 2018 14:07:24 +0200 Katholikentag: Pakistanischer Botschafter erwartet Gerechtigkeit für Asia Bibi https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/katholikentag-pakistanischer-botschafter-erwartet-gerechtigkeit-fuer-asia-bibi/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Volker Kauder kritisiert China auf Religionsfreiheits-Podium von missio „Ich zweifle nicht daran, dass Asia Bibi schlussendlich Gerechtigkeit widerfahren wird.” Dies sagte Jauhar Saleem, Botschafter der islamischen Republik Pakistan, auf dem 101. Katholikentag in Münster. Er war Gast des Podiums „Religionsfreiheit – ein weltweit verletztes Menschenrecht”, das vom Internationalen  Katholischen Missionswerk missio Aachen veranstaltet wurde.

Der weltweit bekannte Fall der wegen angeblicher Blasphemie in Pakistan zum Tod verurteilten Christin Asia Bibi liegt seit zwei Jahren vor dem Obersten Gerichtshof des Landes zur Berufung in letzter Instanz vor, wird aber bisher noch nicht verhandelt. Er vertraue der unabhängigen Justiz seines Heimatlandes, dass sie die Berufung abschließen werde und sich auch vom Druck von Fanatikern nicht beeinflussen lasse, so Jauhar Saleem weiter. Er versicherte, dass Asia Bibi regelmäßig ihre Familie sehen und sprechen könne sowie von einem Arzt betreut werde.

Für die Forderungen, die Blasphemiegesetze in Pakistan abzuschaffen, sah Jauhar Saleem keine Notwendigkeit. Die Gesetze schützten die religiösen Gefühle der Menschen. Auch in anderen Ländern gebe es ähnliche Gesetze. missio-Präsident Prälat Klaus Krämer forderte die Regierung in Pakistan auf, „den Missbrauch der Blasphemiegesetze in Pakistan mit rechtsstaatlichen Mitteln zu stoppen”. Die Regierung müsse sich mit den Verantwortlichen aller Religionen in dieser Frage an einen Tisch setzen.

Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, kritisierte auf dem Podium scharf die Religionspolitik in China. Die Repressionen gegen Christen seien nicht mehr hinzunehmen. „Hier werden wir ernsthafte Gespräche führen müssen”, sagte Kauder.

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news-34 Tue, 08 May 2018 20:00:00 +0200 Alte Handys für den Katholikentag https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/alte-handys-fuer-den-katholikentag/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 „Handys recyceln – Gutes tun” lautet das Motto der Mitmachaktion Mit alten Handys kann man viel Gutes bewirken: Deshalb rufen der 101. Deutsche Katholikentag und das katholische Hilfswerk die Teilnehmenden des Katholikentags dazu auf, in den Tagen vom 9. bis 13. Mai ausgemusterte Handys nach Münster mitzubringen. Dort können sie an den vier Servicepunkten des Katholikentags, am missio-Truck und am missio-Stand abgegeben werden.

Schätzungen zufolge liegen in Deutschland über 140 Millionen ausgediente Handys ungenutzt in den Schubladen, so das Hilfswerk. Dabei könne eine Handyspende viel Gutes bewirken. „Handy-Recycling schont die Umwelt, und so werden wir als Christinnen und Christen auch unserer Verantwortung für die Schöpfung gerecht”, sagt Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident von missio Aachen. Aus alten Handys werden wertvolle Rohstoffe wie Gold wiedergewonnen, nicht recycelbare Stoffe fachgerecht entsorgt.

Als Startschuss übergaben drei Unterstützergruppen rund 2.000 Handys in Münster an missio. Die Gesamtschule Warendorf, der Eine-Welt-Laden Telgte und das Berufskolleg der Hildegardisschule Münster hatten die ausgemusterten Telefone für den guten Zweck gesammelt. Mit bei der Übergabe waren der Münsteraner Bischof Felix Genn und der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Thomas Sternberg, anwesend, die ebenfalls die Handy-Sammelaktion unterstützen. Für jedes recycelte oder wiederverwertete Handy erhält missio von der Firma Mobile-Box, die das Recycling übernimmt, einen Anteil des Erlöses für Hilfsprojekte im Kongo.

Angenommen werden die alten Handys an den vier Servicepunkten des Katholikentags in Münster am Hauptbahnhof, auf dem Domplatz, am Schlossplatz, in der MCC Halle Münsterland sowie am missio-Truck vor dem LWL-Landesmuseum und am missio-Stand in der Aegidiistraße.

Weitere Informationen zu der Handy-Aktion des Internationalen Katholischen Missionswerks missio gibt es hier ».

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news-33 Mon, 07 May 2018 14:34:10 +0200 Solidarisch an der Seite der Christen weltweit https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/solidarisch-an-der-seite-der-christen-weltweit/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Die Missionswerke missio Aachen und missio München werden sich auf vielfältige Weise am Katholikentag 2018 in Münster beteiligen und richten dabei den Blick auf die Weltkirche und insbesondere auf das diesjährige Beispielland Äthiopien. „Während des Katholikentages in Münster besteht die Gelegenheit, missio-Projektpartner hautnah zu erleben, mit ihnen ins Gespräch zu kommen und mehr aus den Partnerländern, insbesondere aus Äthiopien, dem Beispielland des diesjährigen Monats der Weltmission, zu erfahren”, verdeutlichen Prälat Dr. Klaus Krämer (Präsident missio Aachen) und Msgr. Wolfgang Huber (Präsident missio München). Zum gemeinsamen Engagement beider missio-Werke ergänzen die Präsidenten: „Unsere Aktionen greifen allesamt das Motto des diesjährigen Katholikentages „Suche Frieden” in seiner weltweiten Bedeutung auf”.

Weltkirche hautnah erlebbar

Im „Eine-Welt-Quartier” wird sich missio mit den anderen weltkirchlichen Werken gemeinsam präsentieren. Am missio-Stand auf dem Aegidiimarkt werden dabei das Beispielland Äthiopien sowie das Engagement von missio für den Glauben und die Situation bedrängter Christen weltweit im Mittelpunkt stehen.

Zeitgleich wird beim missio-Truck vor dem LWL-Landesmuseum gegenüber des Aegidiimarktes auf die Situation der Menschen auf der Flucht hingewiesen. Die multimediale Ausstellung verdeutlicht am Beispiel des Ostkongo die Ausnahmesituation Flucht und schlägt dabei auch einen Bogen zu den nach Deutschland geflüchteten Menschen.

Beim Großpodium „Religionsfreiheit – ein weltweit verletztes Menschenrecht” am Donnerstag, 10. Mai um 14:00 Uhr in der MCC Halle Münsterland werden auf Einladung von missio Aachen die irakische Ordensfrau, Schwester Nazik Khalid Matty, der pakistanische Botschafter in Deutschland, S. E. Jauhar Saleem, Volker Kauder, MdB (CDU/CSU Fraktionsvorsitzender im Bundestag), der Bischof von Trier, Stephan Ackermann, missio-Aachen Präsident Prälat Dr. Klaus Krämer und Professorin Marianne Heimbach-Steins (Universität Münster) der Frage nachgehen, wie sich Religionsfreiheit weltweit besser schützen lässt.

Am Samstag, 12. Mai wird um 14:00 Uhr im LWL-Landesmuseum beim Podium „Goldräuber und Kriegstreiber stoppen” die Frage im Mittelpunkt stehen, wie durch das Engagement gegen Konfliktmineralien in der DR Kongo und dem Einsatz für humane Arbeitsbedingungen in den Philippinen die Situation der Menschen verbessert werden kann. An dieser Diskussion werden Prälat Dr. Klaus Krämer (Präsident missio Aachen), der katholische Priester Justin Nkunzi, die Weimarer Menschenrechts-Preisträgerin Stella Matutina (Philippinen), der Experte für Eco-Faires Gold Thomas Becker und Sandro Erl (Schmuckunternehmen Niessing) teilnehmen.

Zum Länderschwerpunkt DR Kongo zeigen missio und die Filmemacherin Claudia Schmid am Samstag, 12. Mai um 16:30 Uhr in der Kath. Fakultät der Uni Münster den Film „Voices of Violence”, der insbesondere die Situation misshandelter Frauen verdeutlicht.

Weltkirche interaktiv

Erstmals wird missio zwei interaktive Social-Media-Mitmachangebote auf dem Katholikentag durchführen, um die Weltkirche virtuell stärker in den Fokus zu rücken.

Die Aktion #dafürhalteichmeinenkopfhin fordert die Besucherinnen und Besucher des Katholikentages dazu auf, ein persönliches Statement abzugeben, was für sie so wichtig ist, dass sie dafür ihren Kopf hinhalten. Sie haben dazu vom 10. bis 12. Mai die Möglichkeit, ihre Botschaft auf Ballons zu schreiben. Von dieser Aktion werden Fotos in den sozialen Medien verbreitet. Prominente Unterstützung erhält die Aktion durch hochrangige Kirchen- und Politikvertreter, Fotograf Andy Spyra, der mit einer Fotoausstellung „Exilium” in der MCC Halle Münsterland den Blick auf das Verschwinden der Christen im Nahen Osten richtet sowie Musikerin Patricia Kelly, die am 12. Mai ab 19 Uhr ein Konzert für den Frieden auf der „Eine Welt Bühne” am Aegidiimarkt geben wird.

Am Samstag, 12. Mai sind die Besucherinnen und Besucher des Katholikentags zwischen 11:00 und 12:00 Uhr am missio-Stand am Aegidiimarkt zu der Aktion #coffeetostay eingeladen. Dabei kann Äthiopien und seine traditionelle Kaffeezeremonie „buna enteta“ interaktiv kennengelernt werden. Äthiopien ist das Beispielland des Monats der Weltmission 2018 ».

„Handys recyceln – Gutes tun“

Zudem ruft missio - in Kooperation mit dem Katholikentag - dazu auf, alte Handys zum Katholikentag nach Münster mitzubringen und dort an fünf Standorten zu spenden. Am missio-Truck vor dem LWL-Landesmuseum und an den vier Katholikentags-Infopoints (am Hauptbahnhof, auf dem Domplatz, am Schlossplatz sowie in der MCC Halle Münsterland) können alte Handys und Smartphones in Münster abgegeben werden. Jedes gesammelte Handy wird durch den missio-Kooperationspartner Mobile-Box recycelt und hilft zudem der missio-Aktion Schutzengel » für Familien in Not weltweit.

 

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news-31 Fri, 27 Apr 2018 12:01:35 +0200 missio Aachen begrüßt Bericht der Bundesregierung zur Religionsfreiheit https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/missio-aachen-begruesst-bericht-der-bundesregierung-zur-religionsfreiheit/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio in Aachen, begrüßt die Vorlage des „Berichts der Bundesregierung zur weltweiten Lage der Religions- und Weltanschauungsfreiheit” heute im Bundestag. „Darin wird eindringlich davor gewarnt, Religionen gegeneinander auszuspielen, um daraus politisches Kapital zu schlagen. Das ist für unsere Arbeit sehr wichtig”, so Prälat Krämer. Die Instrumentalisierung von Religion für ideologische und politische Zwecke sei eine der häufigsten Ursachen für die Verfolgung von Christen und Angehörigen anderer Religionen weltweit. Daneben gebe es zahlreiche ethnische, wirtschaftliche und soziale Ursachen für die Entstehung von Gewalt gegen Angehörige einer Religion. „Dieser differenzierte Blick ist notwendig, um bedrängten Christen weltweit wirksam helfen zu können. Das wissen wir aus unserer Zusammenarbeit mit der Kirche in Afrika, dem Nahen Osten und Asien”, so Krämer. „Deshalb dürfen wir auch in Deutschland das Thema Verletzungen von Religionsfreiheit nicht in der innenpolitischen Diskussion dazu missbrauchen, eine Art Gesinnungskrieg um unsere nationale Identität und gegenseitige Ausgrenzungsdebatten zu führen”, sagte Prälat Krämer weiter. missio unterstütze deshalb das Anliegen des Berichtes, den interreligiösen Dialog weltweit zu stärken. „Ohne diesen Dialog sind in Krisenregionen, in denen Konflikte durch interessierte politische Kräfte religiös aufgeladen werden, Frieden und Versöhnung nicht möglich”, so Prälat Krämer. 

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news-32 Thu, 26 Apr 2018 16:57:00 +0200 „Handys recyceln - Gutes tun” https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/handys-recyceln-gutes-tun/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Missionswerk missio und Katholikentag rufen zum Handy-Recycling auf Mit seinem alten Handy kann man viel Gutes bewirken: Deshalb rufen der 101. Deutsche Katholikentag und das katholische Missionswerk missio aus Aachen die Teilnehmenden des Katholikentags dazu auf, in den Tagen vom 9. bis 13. Mai ihre alten, nicht mehr gebrauchten Handys nach Münster mitzubringen. Dort können sie an den vier Servicepunkten des Katholikentags, am missio-Truck und am missio-Stand abgegeben werden. „Wir freuen uns über die Kooperation und bitten Sie herzlich: Spenden Sie Ihre Handys und tun Sie Gutes!”, so Roland Vilsmaier, Geschäftsführer des Katholikentags.

Schätzungen zufolge liegen in Deutschland über 100 Millionen ausgediente Handys ungenutzt in den Schubladen, so das Missionswerk. Dabei könne eine Handyspende viel Gutes bewirken. „Handy-Recycling schont die Umwelt, und so werden wir als Christinnen und Christen auch unserer Verantwortung für die Schöpfung gerecht”, sagt Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident von missio Aachen. Aus alten Handys werden wertvolle Rohstoffe wie Gold wiedergewonnen, nicht recycelbare Stoffe fachgerecht entsorgt.

„Gleichzeitig hilft die Handyspende den Menschen in der Demokratischen Republik Kongo”, erläutert Prälat Klaus Krämer weiter. „Hier führen Rebellen seit Jahren einen grausamen Krieg um die wertvollen Rohstoffe wie Coltan und Gold, die für die Handyproduktion gebraucht werden. Darunter leidet die Zivilbevölkerung.” Für jedes recycelte oder wiederverwertete Handy erhält missio von der Firma Mobile-Box, die sich um das Recycling kümmert, einen Anteil des Erlöses für Hilfsprojekte, die Familien in Not beispielsweise mit Traumatherapie unterstützen.

Auch für die Handyspenderinnen und -spender bedeutet die Abgabe etwas Gutes: Sie brauchen sich nicht selbst um eine fachgerechte Entsorgung zu kümmern und schaffen gleichzeitig bequem Platz. "Eine Handyspende wirkt somit gleich mehrfach", so der missio-Präsident.

Die vier Servicepunkte des Katholikentags sind in Münster am Hauptbahnhof, auf dem Domplatz, am Schlossplatz sowie im MCC Halle Münsterland. Der missio-Truck befindet sich vor dem LWL-Landesmuseum, der missio-Stand ist in der Aegidiistraße zu finden. Die gesammelten Handys werden über den Veranstaltungszeitraum vom Katholikentag zwischengelagert und dann im Anschluss an die Großveranstaltung an missio zum Recycling durch die Firma Mobile-Box übergeben.

Weitere Informationen zu dieser Aktion des Internationalen Katholischen Missionswerks missio gibt es hier: https://www.missio-hilft.de/handysammeln.    

Der 101. Deutsche Katholikentag ist eine Großveranstaltung, bei der Themen aus Kirche und Gesellschaft diskutiert werden. Er findet vom 9. bis 13. Mai 2018 in Münster statt. Erwartet werden mehrere Zehntausend Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet. Katholikentage werden vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) in der Regel alle zwei Jahre an wechselnden Orten veranstaltet. Der 100. Deutsche Katholikentag fand 2016 in Leipzig statt, 2014 trafen sich die katholischen Laien in Regensburg, 2012 in Mannheim.

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news-30 Wed, 25 Apr 2018 18:03:15 +0200 Gebetsaufruf für Asia Bibi https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/gebetsaufruf-fuer-asia-bibi/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Das Internationale Katholische Missionswerk missio in Aachen bittet die Christen in Deutschland, am kommenden Freitag für die wegen angeblicher Blasphemie zum Tod verurteilte pakistanische Christin Asia Bibi zu beten und für sie zu fasten. „Wir können mit diesem Gebet ein Zeichen setzen, dass Asia Bibi und mit ihr alle Christinnen und Christen in Pakistan nicht vergessen sind“, sagte missio-Präsident Prälat Klaus Krämer. „Gleichzeitig können wir mit diesem Gebet alle Menschen guten Willens in Pakistan unterstützen, die sich gegen den Missbrauch der Blasphemiegesetze politisch einsetzen“, so Prälat Krämer weiter. missio Aachen unterstützt damit einen weltweiten Gebetsaufruf seines Projektpartners Erzbischof Sebastian Francis Shaw aus Lahore in Pakistan. Für Asia Bibi stellt missio Aachen einen eigenen Gebetszettel zur Verfügung, der unter www.missio-hilft.de/lebenszeichen » heruntergeladen werden kann.

Gelegenheit, über den Schutz von Minderheiten in Pakistan zu reden, bietet missio Aachen allen Interessierten auch auf dem kommenden Katholikentag in Münster. Dort wird der Botschafter Pakistans in Deutschland, Jauhar Saleem, am 10. Mai (14 Uhr, MCC Münsterlandhalle) auf Einladung des katholischen Hilfswerkes Gast des Großpodiums „Religionsfreiheit – ein weltweit verletztes Menschenrecht“ sein. Er stellt sich den Fragen nach der Blasphemiegesetzgebung und wie der Staat in Pakistan religiöse Minderheiten schützen kann.

Im Fall Asia Bibi ist jetzt auch bekannt geworden, dass die Berufungsverhandlung gegen ihr Urteil vor dem Obersten Gerichtshof bald terminiert werden soll. Bisher kam ein solcher Verhandlungstermin nicht zustande, weil sich aus Angst vor dem Druck islamistischer Kräfte kein Richter fand, der das Verfahren übernehmen wollte.

 

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news-24 Sun, 11 Mar 2018 11:40:00 +0100 Ein großer Förderer von missio Aachen und Kindermissionswerk „Die Sternsinger” https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/ein-grosser-foerderer-von-missio-aachen-und-kindermissionswerk-die-sternsinger/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Zum Tod von Kardinal Karl Lehmann, der am 11. März 2018 verstorben ist. Das Internationale Katholische Missionswerk missio Aachen und das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ trauern um Kardinal Karl Lehmann, der heute am 11. März 2018 im Alter von 81 Jahren verstorben ist. „Kardinal Lehmann war als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz und als Bischof von Mainz ein großer Förderer von missio und der Sternsingeraktion. Wir sind dankbar für die Unterstützung, die die weltkirchlichen Hilfswerke immer wieder durch ihn erfahren durften“, so Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident von missio Aachen dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger“. „In großer Trauer nehmen wir Abschied von Kardinal Lehmann. Die Weltkirche verliert einen großen Theologen und Seelsorger“.

„Kardinal Lehmann war immer den Menschen zugewandt, mit Herzlichkeit und Wärme. So war er beharrlich und überzeugend ein herausragender Bischof, der Brücken gebaut hat zwischen Menschen unterschiedlichster Herkunft in Kirche und Gesellschaft“, so Prälat Krämer weiter. „Er hat die deutsche Kirche lange als Vorsitzender der Bischofskonferenz, auch in den politisch spannenden Zeiten der Wiedervereinigung, mit großem Einfühlungsvermögen, mit einem wachen Blick und hohem theologischem Sachverstand für die Zeichen der Zeit gelenkt.“

Der verstorbene Kardinal war missio Aachen sehr verbunden. 2002 begleitete er in Mainz die Eröffnung der missio-Kampagne zum Weltmissionssonntag. Das 175-jährige Bestehen von missio Aachen 2007 würdigte er ausführlich. Die Zusammenarbeit von missio mit den Partnerkirchen in Afrika, Asien und Ozeanien bezeichnete er als „fundamentale Lebensäußerung der Kirche“. Die katholischen Hilfswerke seien auf die „Befreiung des Menschen von Unterdrückung, die Entfaltung seiner Freiheit und die Begegnung mit dem Evangelium Jesu Christi“ ausgerichtet – und sollten dies bleiben. „Diesem Vermächtnis von Kardinal Lehmann fühlen wir uns auch in Zukunft verpflichtet“, sagte Prälat Krämer.

Auch die Bedeutung der Sternsingeraktion hatte der verstorbene Kardinal mehrfach gewürdigt: „Die Sternsinger sind ein gutes Beispiel für das, was möglich ist. Nicht nur, weil sie als Kinder den in Not lebenden Kindern in anderen Weltgegenden helfen. Sondern auch, weil sie uns Erwachsene daran erinnern, dass Solidarität ein unverzichtbarer Schlüssel für den Frieden in unserer zerrissenen Welt ist“, sagte Lehmann bei der Verleihung des Westfälischen Friedenspreises an die Sternsinger in Münster. Mit der Aktion Dreikönigssingen werde „eine beispielhafte religionspädagogische Arbeit geleistet“. Später nahm der frühere Mainzer Bischof darauf Bezug: „Ich kenne wenige Projekte der Kirche, die in diesem Maße Erfolgsgeschichte sind.“

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news-23 Fri, 02 Mar 2018 09:12:00 +0100 20.000 Euro Akuthilfe für Erdbebenopfer in Papua-Neuguinea https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/20000-euro-akuthilfe-fuer-erdbebenopfer-in-papua-neuguinea/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Gebiet so groß wie Rheinland-Pfalz betroffen Nach dem verheerenden Erdbeben in Papua-Neuguinea hat das katholische Hilfswerk missio Aachen 20.000 Euro Soforthilfe für seine kirchlichen Partner bewilligt und eine Zusage für weitere Gelder für den Wiederaufbau gegeben. Besonders betroffen ist die Infrastruktur der katholischen Diözese Mendi in der Region Southern Highlands. „Wir gehen von über 30 Toten aus“, sagte Father Victor Roche (SVD), Generalsekretär der Bischofskonferenz des Pazifikstaates, gegenüber missio Aachen. “Unsere Schulen, Gesundheitszentren, Kirchen und kirchliche Einrichtungen sind nahezu zerstört”, berichtete Donald Francis Lippert (O.F.M. Cap.), Bischof von Mendi, gegenüber missio Aachen. Man könne von Glück sprechen, dass es nicht noch mehr Tote gegeben habe.

Die Diözese Mendi ist in der Fläche etwa so groß wie Rheinland-Pfalz. Da die katholische Kirche in dieser Region der wichtigste Ansprechpartner für die materiellen und seelischen Nöte der Menschen ist, ist von der zerstörten kirchlichen Infrastruktur die gesamte Bevölkerung betroffen.

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news-22 Wed, 28 Feb 2018 15:09:00 +0100 missio Aachen fordert neue europäische Friedensbemühungen für Syrien https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/missio-aachen-fordert-neue-europaeische-friedensbemuehungen-fuer-syrien/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 missio-Präsident Klaus Krämer trifft sich in Beirut mit syrischen Kirchenvertretern „Deutschland und Europa müssen neue diplomatische Bemühungen starten und viel stärker politisch in der Region präsent sein, um die Gewalt zu beenden“, fordert Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio Aachen, heute in Beirut. Er trifft sich in dieser Woche im Libanon mit Vertretern verschiedener Kirchen aus Syrien. „Die syrischen Christen sehen sich als die großen Verlierer des Krieges und sind enttäuscht, weil sich Europa nicht als Friedensmacht erweist“, so Prälat Krämer weiter.

Vor allem die Flucht der gut ausgebildeten und jungen Menschen, eine grassierende Verarmung und Arbeitslosigkeit schwächten die Lage der Christen in Syrien. „Hier müssen auch wir als katholisches Hilfswerk unseren Partnern helfen, in Syrien durch ihre pastorale und soziale Arbeit den jungen Menschen eine Perspektive geben zu können“, erklärte Krämer. 

Bischof Audo SJ kritisiert: „Vorrangiges Interesse des Westens an eigener Sicherheit“

Antoine Audo SJ, chaldäischer Bischof von Aleppo, kritisierte bei den Gesprächen in Beirut, dass das „vorrangige Interesse des reichen Westens wirtschaftlichen sowie geopolitischen Vorteilen, den strategischen internationalen Beziehungen und Aspekten der eigenen Sicherheit“ gelte. Er wünsche sich vom Westen einen „menschlicheren Ansatz“ in der Nahost-Politik. Zur Lage in Aleppo sagte er, dass einige christliche Familien zurückgekehrt seien und relative Ruhe herrsche. Die Menschen hätten auch wieder Strom und Wasser und wollten eine „Rückkehr zur Normalität“. Aleppo brauche aber eine stärkere Unterstützung beim Wiederaufbau.

Die neuen Kämpfe in anderen Regionen Syriens und Damaskus seien zermürbend, so Bischof Audo weiter. „Wir dachten, dass es besser wird, aber jetzt gibt es wieder Bombardements und neue Bündnisse der Kriegsparteien und das fordert wieder nur Opfer unter der Zivilbevölkerung“, sagte er.

„Es ist ein Krieg aller gegen alle“

P. Nawras Sammour SJ, Regionaldirektor des Flüchtlingsdienstes der Jesuiten (JRS) im Nahen Osten, berichtete bei dem missio-Treffen in Beirut von mehreren hunderten Toten in Damaskus in den jüngsten Tagen. „Es ist ein Krieg aller gegen alle und trifft zuerst und vor allem die Zivilbevölkerung“, so der Jesuit.

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news-21 Fri, 23 Feb 2018 12:12:00 +0100 Eine mögliche Große Koalition wäre Fortschritt für Schutz der Religionsfreiheit https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/eine-moegliche-grosse-koalition-waere-fortschritt-fuer-schutz-der-religionsfreiheit/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 missio-Präsident Prälat Krämer: Querschnittsaufgabe der Politik „Das ist ein klarer Fortschritt für den Schutz der Religionsfreiheit weltweit und die Debatte über dieses Menschenrecht in Deutschland.“ So begrüßt Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio in Aachen, die Ergebnisse der Koalitionsverhandlungen von CDU, CSU und SPD. „Damit kann eine Große Koalition in den kommenden Jahren in der Menschenrechtspolitik Zeichen setzen.“ Die Parteien entscheiden bis zum 2. März, ob sie nach den Koalitionsverhandlungen eine gemeinsame Bundesregierung bilden.

„Mit der Schaffung des Amtes eines Beauftragten der Bundesregierung für Religionsfreiheit in der Welt machen die drei Parteien sehr deutlich, dass sie diesem Grundrecht eine herausragende Bedeutung beimessen“, so Prälat Dr. Krämer weiter. Dass eine mögliche künftige Große Koalition die Berichterstattung über die Lage der Religionsfreiheit weiter ausbauen wolle, sei ebenfalls ein wichtiges Zeichen. „Was die drei Parteien in ihren Wahlprogrammen zum Thema Religionsfreiheit angekündigt hatten, ist in wichtigen Teilen in die Koalitionsverhandlungen eingeflossen, muss nun aber in praktische Politik umgesetzt werden“, forderte Prälat Krämer. Das gelte vor allem für die Wirtschafts- und Außenpolitik beispielsweise gegenüber Staaten, in denen das Menschenrecht auf Religionsfreiheit besonders schwer verletzt werde. „Die in der vorgeschlagenen Koalitionsvereinbarung formulierte Solidarität mit allen benachteiligten religiösen Minderheiten weltweit sollte eine Querschnittsaufgabe für die künftige Bundesregierung werden“, so Krämer.

Durch die klare Positionierung für die Religionsfreiheit sehe sich missio in seinen langjährigen Bemühungen bestätigt. Zusammen mit seinen Projektpartnern engagiert sich missio Aachen intensiv nicht nur für die Rechte verfolgter Christinnen und Christen, sondern auch für die Religionsfreiheit als zentrales Element für ein friedliches Miteinander aller Religionen.

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news-16 Fri, 02 Feb 2018 12:34:00 +0100 „Anerkennung des Martyriums der Mönche von Tibhirine ermutigendes Signal“ https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/anerkennung-des-martyriums-der-moenche-von-tibhirine-ermutigendes-signal/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 missio-Präsident Prälat Klaus Krämer sieht durch Entscheidung von Papst Franziskus interreligiösen Dialog gestärkt – Besuch an Gräbern „Das ist ein ermutigendes Signal für den interreligiösen Dialog und ein eindringlicher Appell, Religion vor dem Missbrauch durch Politik und Ideologen zu schützen.“ So kommentierte Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio in Aachen, die Anerkennung des Martyriums von sieben Trappisten des Klosters Tibhirine und des früheren Bischofs von Oran, Pierre Claverie, durch Papst Franziskus. „Ich habe vor wenigen Wochen in Algerien die Gräber der ermordeten Mönche von Tibhirine besucht. Sie sind beeindruckende Glaubenszeugen, von denen wir heute viel lernen können“, so Prälat Krämer weiter.

Die sieben französischen Trappisten des Klosters Notre-Dame de l’Atlas sind 1996 entführt und ermordet worden. Sie lebten mit ihren muslimischen Nachbarn friedlich zusammen, förderten den Dialog und halfen den Bedürftigen in ihrer Nachbarschaft. Die Umstände konnten nie restlos aufgeklärt werden. Bischof Pierre Claverie wurde durch ein Bombenattentat getötet. 2010 wurde das Leben der Mönche unter dem Titel „Von Menschen und Göttern“ verfilmt.

missio fühle sich der Eröffnung des Seligsprechungsprozesses für die sieben Mönche von Tibhirine und Bischof Pierre Claverie verpflichtet. „Wir fördern heute im Nahen und Mittleren Osten Ordensleute, die sich ebenfalls dem christlich-muslimischen Dialog verpflichtet fühlen“, so Prälat Krämer. „Wir dürfen es nicht zulassen, dass der Missbrauch von Religion zu Abgrenzung, Feindschaft und Gewalt führt“, sagte Krämer.

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news-15 Thu, 18 Jan 2018 17:09:00 +0100 Bischofskonferenz veröffentlicht Pentekostalismus-Studie https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/bischofskonferenz-veroeffentlicht-pentekostalismus-studie/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Zusammenfassung und Einordnung einer Fachtagung | Abuja, 14.-17. November 2016 In der Publikationsreihe "Forschungsergebnisse" der Wissenschaftlichen Arbeitsgruppe für weltkirchliche Aufgaben der Deutschen Bischoskonferenz ist die von Prof. Dr. mult. Klaus Vellguth » verfasste Studie "Die katholische Kirche und der Pentekostalismus. Herausforderungen im nigerianischen Kontext" erschienen.

In der Studie fasst der Abteilungsleiter "Theologische Grundlagen" die wichtigsten Beiträge und Diskussionsergebnisse einer Fachtagung über die Bedeutung des Pentekostalismus in Nigeria und die Konsequenzen für die Pastoral der katholischen Kirche zusammen und ordnet sie in den Zusammenhang der Entwicklung des Pentekostalismus auf dem afrikanischen Kontinent ein.

Die Studie ist bei der Deutschen Bischofskonferenz, Artikel-Nr. 1547    , kostenlos erhältlich.

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news-3 Fri, 12 Jan 2018 12:34:00 +0100 missio-Neujahrsempfang 2018 https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/missio-neujahrsempfang-2018/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Weltkirche in die Gemeinden und ins Internet tragen Das Internationale Katholische Missionswerk missio Aachen möchte 2018 die Impulse der Weltkirche aus Afrika, Asien und Ozeanien stärker für die katholische Kirche in Deutschland erfahrbar machen. Dies sagte Prälat Klaus Krämer, Präsident von missio Aachen, am Donnerstag beim Neujahrsempfang des Hilfswerkes. So stehe im Oktober die Kirche aus Äthiopien » im Mittelpunkt des Monats der Weltmission » als Beispiel für die Flüchtlings- und Integrationsarbeit der Kirche in Afrika. Hier würden für Kirchengemeinde und Interessierte die Formate weiterentwickelt. Gleichzeitig wolle missio Aachen mit einer neuen Internetseite und dem weiteren Ausbau der sozialen Medien neue Interessenten für weltkirchliche Themen erreichen.

Gast des Neujahrsempfangs war Dr. Rudolf Solzbacher, Diözesanstellenleiter für Weltkirche und Weltmission im Erzbistum Köln. Er ermutigte die Mitarbeitenden von missio Aachen, die kirchlichen Gemeinden in Deutschland und auch kirchlich fernstehende Menschen stärker mit der Glaubensfreude und dem Engagement der Christen in Afrika, Asien und Ozeanien vertraut zu machen. „Das Engagement von missio für das Konzept der Kleinen Christlichen Gemeinschaften ist für den pastoralen Prozess im Erzbistum Köln bespielhaft“, betonte Dr. Rudolf Solzbacher. Auch Aktionen wie die Handysammelaktion von missio oder die Herausgabe von Publikationen wie „Theologie der Einen Welt“ seien Beispiele für gelungenes weltkirchliches Engagement.

Im Rahmen des Neujahrsempfangs erhielt das päpstliche Missionswerk auch königlichen Besuch. Sternsingerinnen und Sternsinger der katholischen Grundschule Höfchensweg in Aachen überbrachten den Neujahrssegen „20+C+M+B-18“ und sammelten Geld für Kinder in Not.

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news-4 Thu, 11 Jan 2018 12:35:00 +0100 Ökumenisches Friedensgebet 2018 https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/oekumenisches-friedensgebet-2018/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Für eine Kultur des Friedens zwischen Religionen und Ethnien Zum neuen Jahr stellen die Internationalen Katholischen Missionswerke missio Aachen und missio München sowie das Evangelische Missionswerk in Deutschland (EMW) das Ökumenische Friedensgebet 2018 vor. Autor sowie Malerin des Bildmotivs kommen dieses Mal aus Äthiopien, dem missio-Beispielland zum Sonntag der Weltmission » im Oktober 2018. Das Angebot richtet sich an Gemeinden, Religionslehrer oder Betreuer von Jugendgruppen.

Der Verfasser des Friedensgebets, Petros Berga, ist römisch-katholischer Priester. Geboren und aufgewachsen in Äthiopien, beendete er sein Theologiestudium in den Niederlanden, wo er viele Jahre als Pfarrer tätig war. Heute lebt und arbeitet Petros Berga wieder in seiner ostafrikanischen Heimat, deren aktuelle Herausforderungen ihn zu einem Friedensgebet inspiriert haben, das gleichzeitig wertvolle Impulse für die Anforderungen an eine globalisierte Welt liefert.

„Lass uns beitragen zu einer friedfertigen Stimmung in unseren Häusern und auf unseren Plätzen. Mögen wir uns einsetzen für eine Kultur des Friedens zwischen allen Völkern“, bittet Autor Berga in seinem Gebet. Ökumene und interreligiöser Dialog sind dem engagierten Priester ein großes Anliegen, Frieden und Versöhnung für das multiethnische und multireligiöse Äthiopien wesentlich. „Äthiopien steht vor großen Herausforderungen“, betont Petros Berga. Mehr als die Hälfte der Bewohner sind jünger als 25 Jahre. „Wir müssen die jungen Menschen von der Straße holen und sie gut ausbilden. Diese Frauen und Männer brauchen Hoffnung, und sie brauchen eine Arbeit. Die Armut ist unser größter Feind.“

Das Ökumenische Friedensgebet erscheint in einer Auflage von mehr als 200.000 Stück. Es kann heruntergeladen oder als kostenloses Faltblatt per Post angefordert werden. Infos unter www.oekumenisches-friedensgebet.de    .

Der Gebetsflyer zum Ökumenischen Friedensgebet kann kostenlos bestellt werden unter www.missio-onlineshop.de    .

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news-5 Wed, 10 Jan 2018 12:46:00 +0100 Auf der Suche nach den wirkungsvollsten theologischen Texten der Weltkirche https://www.missio-hilft.de/informieren/presse/pressemitteilungen/auf-der-suche-nach-den-wirkungsvollsten-theologischen-texten-der-weltkirche/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&cHash=81a017724355c3e09717e1994bfc79f1 Missionswissenschaftliches Institut Missio (MWI) und Stadt empfangen Theologen aus Afrika, Asien, dem Orient, Ozeanien und Lateinamerika Derzeit planen ein Dutzend renommierter Theologinnen und Theologen aus Afrika, Asien, dem Orient, Ozeanien und Lateinamerika am Missionswissenschaftlichen Institut Missio (MWI) in Aachen ein sogenanntes Handbuch "Theologie Süd-Süd". Am Dienstagabend empfing sie Oberbürgermeister Marcel Philipp im Aachener Rathaus. Die Theologen beraten, welche theologischen Texte aus ihren Heimatkontinenten am wirkungsvollsten die Theologie und den kirchlichen Alltag in den vergangenen Jahrzehnten geprägt haben. Diese Texte sollen dann in einem mehrsprachigen Handbuch versammelt werden, um sie so an einem Ort Lehrenden, Studierenden und anderen Interessierten zugänglich zu machen.

„Wirkliches Lernen voneinander“ – „Aachen wichtiger geisteswissenschaftlicher Ort“

„So kommen die Theologie in Europa und das theologische Denken in Afrika, dem Orient, Asien, Ozeanien und Lateinamerika wechselseitig miteinander ins Gespräch und ein wirkliches Lernen voneinander wird möglich“, sagte Professor Harald Suermann, Leiter des MWI in Aachen. Für Oberbürgermeister Philipp ist die Redaktionskonferenz ein Zeichen dafür, „dass Aachen auch ein wichtiger geisteswissenschaftlicher Ort ist, an dem die Theologie internationale Ausstrahlung besitzt“. Dies sei für Aachen auch in der Tradition Kaiser Karls des Großen sehr wichtig, der entscheidende Grundlagen für die Bildungswelt des Mittelalters gelegt hatte, die auf Philosophie und Theologie bis heute ausstrahlt.

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