Über dramatische Menschenrechtsverletzungen in Papua-Neuguinea berichtet die Ordensschwester Schwester Lorena Jenal in der aktuellen Ausgabe des Zeit-Magazins Verbrechen. „Vor allem die sexualisierte Gewalt, das Ausziehen und die Folter, das gibt es erst seit kurzem“, erklärt die 76jährige Ordensfrau, die mit dem Weimarer Menschenrechtspreis ausgezeichnet wurde.
Unter der Überschrift „Und gestern starb hier wieder eine Hexe“ widmet sich die Zeit-Autorin Bettina Flitner den bislang kaum bekannten Menschenrechtsverletzungen bei denen vorrangig Frauen an den Pranger gestellt und gefoltert werden. In 47 Ländern sind Menschen in Gefahr, Opfer von Diskriminierung, Verfolgung und Gewalt zu werden. Laut dem Historiker Werner Tschacher wurde seit 1960 mehr Menschen wegen angeblicher Hexerei getötet, als in den mehr als drei Jahrhunderten der europäischen Hexenverfolgung, heißt es in dem Artikel.
420 Frauen konnte die gebürtige Schweizerin Lorena Jenal aus den Fängen der Folterer retten und in dem Schutzzentrum „Haus der Hoffnung“ betreuen, das mit Spenden der Hilfsorganisation missio Aachen aufgebaut wurde. Das Zeit-Magazin Verbrechen porträtiert in der 18seitigen Reportage mehrere Überlebende diese Gewaltverbrechen.
Die Fotos von Bettina Flitner zeigen, wie die Frauen von ihrem Trauma befreit werden konnten und wieder in ein neues Leben zurückkehren.
Weitere Informationen zum Thema der sogenannten modernen Hexenverfolgung finden sich unter www.missio-hilft.de/hexenwahn