Das katholische Hilfswerk missio Aachen hofft, dass von der Reise Papst Leos XIV. in den Libanon ein wichtiger Impuls für die christliche Gemeinschaft in dem Land ausgeht. Seit der Finanzkrise 2019 ist die wirtschaftliche Lage im Libanon extrem angespannt. „Der Libanon ist das letzte Land im Nahen Osten, in dem es eine starke christliche Präsenz gibt. Diese trägt in der aktuellen Situation wesentlich zur Stabilität bei, weil kirchliche Akteure an vielen Stellen die soziale Versorgung übernehmen und dort präsent sind, wo staatliche Unterstützung fehlt“, sagte Pfarrer Dirk Bingener, Präsident von missio Aachen.
Ein wichtiger Programmpunkt der Reise von Papst Leo ist ein Treffen mit jungen Christen auf dem Platz vor dem maronitischen Patriarchat in Bkerké. „Unsere Partner berichten, dass dieses Treffen mit dem Papst für die jungen Christinnen und Christen enorm wichtig ist. Es motiviert sie, nicht zu resignieren, und bestärkt sie darin, sich für die Verbesserung der Lage in ihrer Heimat einzusetzen“, sagte Pfarrer Bingener. Gerade für junge Menschen im Libanon ist der Auswanderungsdruck angesichts der wirtschaftlichen und politischen Krise enorm.
Papst Leo würdigt im Libanon Einsatz der Kirche für die Ärmsten
Ebenfalls wird Papst Leo eines der Krankenhäuser besuchen, das von der Kongregation der Franziskanerinnen vom Kreuz in der Nähe von Beirut betrieben wird. Die Schwestern sind Projektpartner von missio Aachen und bieten medizinische Versorgung besonders für Arme und Benachteiligte. „Die Franziskanerinnen vom Kreuz leisten einen wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung der Gesundheitsversorgung in der Region. Sie kümmern sich hingebungsvoll um die Ärmsten, um Behinderte und alte Menschen, die sonst allein gelassen würden. Dass Papst Leo gerade ein Krankenhaus dieser Kongregation besuchen wird, unterstreicht die Bedeutung des Dienstes an den Armen, den kirchliche Akteure im Libanon tagtäglich vollbringen“, sagte Pfarrer Bingener.