Das katholische Hilfswerk missio Aachen ruft zur Teilnahme an der Aktion „Sichere Weihnachten für Nigerias Christen“ auf. Teilnehmende können auf der Website des Hilfswerks eine vorbereitete E-Mail an Nigerias Präsidenten Bola Ahmed Tinubu senden. „Angesichts der angespannten Sicherheitslage im Land bitten wir den Präsidenten, Maßnahmen zu ergreifen, damit die Christen in Nigeria ohne Angst vor Entführungen oder Angriffen Weihnachten feiern können“, erklärte Pfarrer Dirk Bingener, Präsident von missio Aachen. Die Aktion startet am heutigen Montag als Beitrag zum Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember. In der Vergangenheit waren Weihnachtsgottesdienste in Nigeria mehrmals Ziel von Anschlägen.
Konkrete Schutzmaßnahmen für Schulen, Kirchen, Pfarreien, Gemeinden und Wohnviertel
Hintergrund der Aktion ist auch die Entführung von rund 320 Kindern und Lehrern aus der katholischen Schule St. Mary am 21. November. Rund 150 Schüler konnten mittlerweile aus den Händen der Entführer zu ihren Familien zurückkehren. missio Aachen fordert Präsident Tinubu und die Regierung Nigerias auf, alles zu tun, um alle entführten Kinder und Lehrkräfte unversehrt zu ihren Familien zurückzubringen. Zudem müsse die Regierung wirksame Schritte anordnen, damit christliche Gemeinden über Weihnachten geschützt werden – durch eine starke Präsenz staatlicher Sicherheitskräfte und konkrete Schutzmaßnahmen für Schulen, Kirchen, Pfarreien, Gemeinden und Wohnviertel.
„Die Menschen in Nigeria brauchen jetzt ein sichtbares Zeichen internationaler Solidarität. Dazu will unsere Aktion beitragen“, so Bingener. „Ein sicheres Weihnachtsfest muss in Nigeria höchste politische Priorität haben.“
missio Aachen steht den Menschen in Nigeria seit Jahren solidarisch zur Seite. Die E-Mail-Aktion läuft bis zum 26. Dezember 2025, dem Fest des heiligen Stephanus, des ersten Märtyrers der Kirche. missio Aachen wird alle Teilnehmenden der Aktion über die weiteren Entwicklungen in Nigeria informieren.