Gemeinsam mit dem katholischen Hilfswerk missio Aachen und Gästen aus Myanmar hat Bischof Franz-Josef Overbeck am Sonntag (28. September 2025) in Essen den bundesweiten Eröffnungsgottesdienst zum Monat der Weltmission gefeiert. Im Fokus stehen am Beispiel von Myanmar Solidarität, humanitäre Hilfe und die Stärkung der Hoffnung für Menschen in Not.
Christliche Hoffnungsbotschaft auf extreme Weise herausgefordert
Mit einem Appell an die solidarische Kraft der christlichen Hoffnung hat der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck heute gemeinsam mit dem katholischen Hilfswerk missio Aachen den Monat der Weltmission eröffnet. „Wir leben in Zeiten eines enthemmten Populismus, der unablässig apokalyptische Krisenszenarien entwirft, um bestimmte Menschengruppen mit Gewalt zu vertreiben, zu vernichten und insgesamt zu entmenschlichen. Dadurch ist die christliche Hoffnungsbotschaft auf eine extreme Weise herausgefordert“, sagte Overbeck beim bundesweiten Eröffnungsgottesdienst in der Essener Kirche St. Bonifatius, an dem auch Gäste aus Myanmar teilnahmen.
Zeugnis der Kirche in Myanmar belebt Kirche in Deutschland
Bürgerkrieg, Menschenrechtsverletzungen, wirtschaftliche Not und ein katastrophales Erdbeben belasten Myanmar. Die Kirche dort hilft den Menschen wo und wie sie kann, obwohl sie selbst von all dem betroffen ist. „Die Kirche in Myanmar steht den Menschen bei, leistet humanitäre Hilfe und schenkt so Hoffnung, die in dieser schweren Zeit trägt. Unsere Gäste aus Myanmar sind Vorbilder, weil man an ihnen erkennen kann, was es heißt, Pilger der Hoffnung zu sein. Ihr Zeugnis wird auch die Kirche hier bei uns beleben“, sagte Pfarrer Dirk Bingener, Präsident von missio Aachen.
Der Monat der Weltmission wird weltweit gefeiert und endet am 26. Oktober mit einer Spendenaktion in etwa 120 Ländern für die Arbeit der katholischen Kirche in den ärmsten Regionen. Missio Aachen sammelte im vergangenen Jahr rund 2,45 Millionen Euro in Deutschland für diese Aktion. Dieses Jahr lud missio Aachen Erzbischof Marco Tin Win mit Priestern, Ordensleuten und Laien aus Myanmar zum Monat der Weltmission ein. Nach der Eröffnung in Essen reisen sie durch Deutschland, um über ihre Arbeit zu berichten.