missio - glauben.leben.geben

Ausbildung für eine bessere Zukunft

Die Bedürfnisse und Nöte der Menschen in Afrika, Asien und Ozeanien werden in der globalisierten Welt immer vielschichtiger.

Deshalb ist für unsere Projektpartner eine intensive Aus- und Weiterbildung ihres Personals notwendiger denn je. Die kirchlichen Mitarbeitenden brauchen eine solide Grundausbildung, müssen spirituell wachsen können und sich fachlich weiterqualifizieren. Das stärkt sie, den Menschen in allen Lebensbereichen beistehen und so den christlichen Glauben durch Wort und Tat verkünden zu können.

  • Deshalb konzentrieren wir unsere Förderung im Bereich Aus- und Weiterbildung auf die Schwerpunkte Grundausbildung, Spezialisierung und lebenslanges Lernen.
  • Wir reagieren flexibel auf die eigenen finanziellen Möglichkeiten unserer Projektpartner. Kann eine Ortskirche die Grundausbildung ihrer Mitarbeitenden nicht vollständig finanzieren, dann geben wir einen Teil dazu.
  • Wenn eine Ortskirche dagegen die Grundausbildung ihres Personals selbst trägt, dann unterstützen wir die teurere Spezialisierung.
  • 2017 förderten wir die Aus- und Weiterbildung unserer Projektpartner mit fast 14 Millionen Euro.

Eine dank Ihrer Spenden von missio gut ausgebildete, professionell arbeitende Ortskirche lässt die Menschen auf eine bessere Zukunft in Afrika, dem Nahen und Mittleren Osten, Asien und Ozeanien hoffen.

Foto: Hartmut Schwarzbach/missio
Goma in der Demokratischen Republik Kongo ist Hauptstadt der Provinz Nord-Kivu. Immer wieder bricht dort bürgerkriegsartige Gewalt aus. Priesterseminaristen machen sich Gedanken über die Ursachen.
Foto: Hartmut Schwarzbach/missio
Die Oblatenschwestern in der Erzdiözese Arusha in Tansania erhalten eine fundierte Ausbildung. Sie können sich dabei auf verschiedenen Feldern der Sozialpastoral weiter spezialisieren.

Beispiel Sierra Leone: So wirkt unsere Ausbildungshilfe

Foto: Erol Gurian/missio
Weiterbildung mit Praxisbezug für Religionslehrer in Sierra Leone.

Nach Jahren des Bürgerkrieges sucht die Jugend Sierra Leones eine neue moralische Orientierung. Die katholische Kirche des Landes bildet mit unserer Hilfe dafür 260 Religionslehrerinnen und -lehrer weiter.

Das Problem

Das westafrikanische Sierra Leone gehört zu den zehn ärmsten Ländern der Welt. Der Bürgerkrieg zwischen 1991 und 2002 und zuletzt eine Ebola-Epidemie 2014 ließen das Wirtschafts-, Sozial- und Bildungssystem weitestgehend zusammenbrechen. Drei Viertel der rund 6,5 Millionen Einwohner leben in extremer Not und Armut. Zwei Drittel können nicht lesen und schreiben. Die Jugendkriminalität ist hoch. Die katholische Kirche möchte deshalb ihre Bildungs- und Schularbeit qualifizieren, um den verunsicherten Schülerinnen und Schülern neue Orientierung bieten zu können.

Wie wir helfen

Wir unterstützen die Fortbildung für Religionslehrerinnen und -lehrer in den vier Diözesen Sierra Leones von 2016 bis 2018 mit 60.000 Euro. Dazu findet in jeder Diözese einmal im Jahr ein einwöchiger Workshop statt.

  • Insgesamt profitieren davon 260 Lehrkräfte pro Jahr. Sie lernen, den Schülerinnen und Schülern zeitgemäß aus christlicher Perspektive Themen wie Freundschaft, Liebe, Leben in der Familie, Verantwortung für andere, Drogenprävention oder Schutz vor sexueller Gewalt zu vermitteln.
  • Die Seminarteilnehmerinnen und Teilnehmer werden nach der Fortbildung in den Schulen und Gemeinden weiter begleitet.

Was bringt das?

Etwa fünf Prozent der insgesamt sechs Millionen mehrheitlich muslimischen Einwohner Sierra Leones sind Katholiken. Gleichzeitig trägt die katholische Kirche mit 982 Grund- und weiterführenden Schulen rund ein Drittel aller Bildungseinrichtungen im Land. Damit kann die Kirche auch als zahlenmäßige Minderheit die Entwicklung einer versöhnten, gerechten und friedlichen Zivilgesellschaft in Sierra Leone fördern. Dies soll an einem Rückgang der Jugendkrimininalität und des Drogenkonsums messbar sein. Dafür liegen allerdings noch keine verlässlichen Zahlen vor.

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