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Hilfe für Helfer

In Afrika, dem Nahen und Mittleren Osten, Asien und Ozeanien leben Katholiken in vielen Ländern am Rande des Existenzminimums. Dennoch teilen die Gläubigen mit großer Hilfsbereitschaft ihre wenigen Lebensmittel und Rücklagen mit Katechisten, Ordensleuten und Priestern, um die Aktivitäten in ihren Kirchengemeinden zu ermöglichen. Manchmal sind sie sogar in der Flüchtlingsarbeit gefordert, da die meisten Flüchtlinge weltweit innerhalb Afrikas selbst versorgt werden. An den Orten aber, an denen die Ressourcen der Laien nicht mehr ausreichen, um wenigstens ein einfaches Überleben des kirchlichen Personals und ehrenamtlich Tätigen zu ermöglichen, fördern wir diesen Lebensunterhalt. Die Helferinnen und Helfer brauchen selbst Hilfe.

  • 2016 betrug unsere Förderung der Projekte für Unterhalt der Helfer knapp 4,6 Millionen Euro.

Gleichzeitig begleitet missio die lokale Kirche in ihrem Bemühen, finanziell eigenständiger zu werden. Vollständig gelingen kann dies aber nicht, wo die Anzahl der Gläubigen sehr gering ist, diese sehr verstreut leben oder die Kirche unter staatlichen oder gesellschaftlichen Einschränkungen leidet. Auch hier brauchen die besonders bedürftigen Ortskirchen Mittel für den Unterhalt.

  • Ziel unserer Hilfe zum Unterhalt ist es, denjenigen lokalen Kirchen helfen zu können, die ihr Personal nicht oder nur unter größter Mühe unterhalten können, damit sich die kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf ihre Kernaufgabe der Seelsorge konzentrieren können.
Foto: Dirk Planert/missio
Die chaldäische Pfarrei St. Joseph im nord-irakischen Sulaymaniyah betreut mehr als 200 Flüchtlingsfamilien. Sie finanziert zum Beispiel die Unterkünfte der Familien. Die Belastung der Pfarrei aber ist erschöpft. Deshalb finanziert missio Mietzuschüsse, damit die Pfarrei entlastet wird. missio-Präsident Prälat Klaus Krämer besuchte 2015 die Pfarrei.
Foto: Projektpartner/missio
2015 wurde bei einem Erdbeben das Priesterseminar von Murhesa im Kongo zerstört. Damit die Ausbildung und Seelsorge für die Menschen in dieser armen Region gesichert bleibt, beteiligt sich missio an den Renovierungen.

Beispiel Simbabwe: So wirkt unser Unterhalt für Helfer

Foto: Johannes Seibel/missio
missio zahlt Unterhalt für Pfarreien in Dürregebieten, damit die Priester dort bleiben können.

2016 unterstützte missio 33 Priester in einem Dürregebiet in Simbabwe, die dort sonst nicht mehr hätten arbeiten können.

Das Problem

In der Diözese Gokwe in Simbabwe leben 500.000 Menschen. Mit 19 Einwohnern pro Quadratkilometer ist die Region dünn besiedelt. Es herrscht eine Arbeitslosenquote von 85 Prozent. Dürrezeiten erschweren die Landwirtschaft, selbst der Anbau für den eigenen Bedarf kann oft nicht mehr geerntet werden. 33 Priester versorgen unter diesen Bedingungen 80.000 Katholiken in 17 Pfarreien, 287 Außenstationen und über 1.000 Kleinen Christlichen Gemeinschaften.

  • In der Regel finanzieren die Pfarreien ihren Pfarrer mit rund 45 Euro im Monat. Dies schaffen aber die Gemeindemitglieder vor allem wegen der Dürrre nicht mehr.

Wie wir helfen

Wir unterstützten 2016 den Lebensunterhalt der 33 Priester in der Diözese Gokwe mit 16.500 Euro. So kann in dieser Region der kirchliche Alltag aufrechterhalten werden.

Was bringt das?

Simbabwe ist nach Jahrzehnten der Misswirtschaft und politischen Autokratie ausgeblutet. Die Kirche hilft, dass die Menschen wenigstens im Bildungs- und Gesundheitsbereich eine Grundversorgung haben. Dies ist Teil der Seelsorge, die missio durch den Unterhalt der Helfer unterstützt.

Jetzt spenden für den Unterhalt der Helfer