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Gesundheit für die Menschen in Madagaskar

Madagaskar hat eine schwere Staatskrise zwischen 2009 und 2013 hinter sich. Das Land ist um einen politischen und wirtschaftlichen Wiederaufbau bemüht. Naturkatastrophen und Hungerkrisen vor allem in den südlichen Regionen des Inselstaates erschweren den Aufbau. Die Gesundheitsversorgung ist zum Teil prekär. Politische Instabilität führt auch zu Einschränkungen der Menschenrechte, insbesondere der Presse- und Meinungsfreiheit. Rund die Hälfte der etwa 25 Millionen Einwohner gehören indigenen Religionen an. Etwa ein Viertel der Einwohner, die zu 18 Ethnien gehören, sind Katholiken.

  • 2016 förderte missio 19 Hilfsprojekte seiner Partnerinnen und Partner in Madagaskar durch Ihre Spenden mit rund 424.000 Euro. Im Bereich der Gesundheitsarbeit ist Madagaskar ein Sonderfall, weil es dort besonders in ländlichen Gebieten immer wieder zu Ausbrüchen der Pest kommt. Hier kümmern sich vor allem die kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um die Betroffenen.
  • Mehr als die Hälfte der missio-Fördermittel ist für die Ausbildung und die Bildungsarbeit der Kirche in Madagaskar bestimmt. So betreibt die katholische Kirche beispielsweise die landesweit einzige Schule für soziale Dienste in Madagaskar. Daneben finanziert sie großflächige Alphabetisierungsprogramme und ein weitverzweigtes Netz an Grund- und weiterführenden Schulen.
  • Zunehmend gewinnt in Madagaskar die Arbeit der Ordensgemeinschaften für verarmte Randgruppen an Bedeutung, um ihnen eine nachhaltige Perspektive für ihre Zukunft zu sichern. Gerade Straßenkinder sind auf Hilfe angewiesen.
In der Diözese Moramanga wird Präventionsarbeit mit jungen Mädchen gegen Prostitution geleistet. Foto: Hartmut Schwarzbach/missio
In der Diözese Moramanga leistet die Kirche wichtige Präventionsarbeit gegen Prostitution.

Infobox

Der „Human Development Index“ (HDI) ist ein Instrument der Vereinten Nationen. Damit wird der Entwicklungsstand von 188 Ländern angegeben. Die Grafik zeigt die Platzierung des jeweiligen Landes auf diesem sogenannten HDI. Die Statistik stammt aus dem Jahr 2011. Dabei kann es zu falschen Angaben kommen.

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Impressionen aus Madagaskar

Zur Lage der Menschenrechte in Madagaskar

Verfassung und Gesetz garantieren zwar Meinungs- und Pressefreiheit, diese Rechte werden aber zunehmend eingeschränkt. Nur der private Fernseh- und Radiosender des Präsidenten kann landesweit senden.

Die Regierung hat auch immer wieder versucht, kritische Meinungen zu unterbinden. Die Schließung von Radiostationen und das Verbot regierungskritischer Sendungen schüchtern die Medien ein. Als im Dezember 2008 der private Fernsehsender VIVA im Besitz des damaligen Bürgermeisters der Hauptstadt, Andry Rajoelina, geschlossen werden sollte, führte das zu einer Protestbewegung und dem Rücktritt des Präsidenten.

Mehr zur Lage der Menschenrechte in Madagaskar finden Sie in einer zum Download bereitstehenden Studie.