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Hilfsprojekte in Nigeria - Boko Haram hält das Land in Angst

Die Situation in Nigeria bleibt angespannt. Vor allem der ärmere Norden des Landes leidet unter der islamistischen Terrororganisation Boko Haram. Anschläge und Geiselnahmen hatten bis Ende 2016 laut Angaben der Vereinten Nationen rund 1,8 Millionen Menschen zu Binnenflüchtlingen gemacht. Zugleich herrscht ein hohes Maß sozialer Ungleichheit vor, auch Korruption ist in Nigeria ein großes Problem. Das Land, das mehr als 1,8 Millionen Einwohner zählt, wird vor allem von Muslimen und Christen bevölkert. In einigen Landesteilen, darunter dem Norden Nigerias, sind Christen in der Regel eine Minderheit.

  • 2017 förderte missio 34 Hilfsprojekte seiner Partnerinnen und Partner in Nigeria mit rund 770.000 Euro.
  • In Nigeria kommt es auch immer wieder zu lokalen Konflikten zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen, die politische und wirtschaftliche Ursachen haben. Für diese Konflikte wird oft auch die Religionszugehörigkeit der jeweiligen Konfliktparteien instrumentalisiert. Die Kirche versucht, diese lokalen Konflikte zu verhindern oder zu lösen.
  • Rund drei Millionen Nigerianer sollen das HI-Virus in sich tragen. Die Kirche versucht, die von Aids betroffenen Menschen vor Ort zu unterstützen.
Foto: Hartmut Schwarzbach/missio
Flüchtlinge im Flüchtlingslager in Yola. Sie suchen Schutz vor der Terrorgruppe Boko Haram.
Bischof Stephen Mamza besucht eine Frau im IDP-Camp für Binnenflüchtlinge in Yola. Foto: Hartmut Schwarzbach/missio
Bischof Stephen Mamza kümmert sich um die Sorgen und Nöte der Menschen im Flüchtlingslager in Yola. Die meisten sind Nigerianer, die ihre Heimat verlassen mussten.

Helfen Sie den Opfern von Boko Haram!

Infobox

Der „Human Development Index“ (HDI) ist ein Instrument der Vereinten Nationen. Damit wird der Entwicklungsstand von 188 Ländern angegeben. Die Grafik zeigt die Platzierung des jeweiligen Landes auf diesem sogenannten HDI.

Die Statistik zur Religionsverteilung in Nigeria ist undatiert. Verlässliche Statistiken liegen nicht vor. Die angegebenen Daten zur Verteilung von Christen, Muslimen und traditionellen Religionen sind Schätzzahlen. Die Religionen und der Staat nutzen ihre jeweiligen Angaben zur Verteilung der Religionen als politische Zahlen.

Impressionen aus Nigeria

Nigeria: Studien zur Lage der Menschenrechte

Die von Boko Haram aufgeworfenen Probleme stehen in engem Zusammenhang mit Fragen der Identitätspolitik und dem Kampf um die Beanspruchung und Durchsetzung einer individuellen und gemeinschaftlichen Identität in einer sich wandelnden Welt. Es handelt sich auch um ein Symptom der Krise der Modernisierung. Allerdings ist es vor allem ein Weckruf für Nigeria und die Nigerianer, ihre staatsbürgerlichen Interessen über alle Partikularinteressen zu stellen. Vor dieser Herausforderung steht jetzt die noch junge, ums Überleben kämpfende Demokratie in Nigeria.

Mehr Informationen über die Terrororganisation Boko Haram finden Sie in den Downloads.