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Hilfsprojekte in Indien bekämpfen die Armut

Indien ist der größte Staat in Südostasien, dessen Bevölkerung weiterhin rasant wächst. In dem Land leben weit mehr als 1,3 Milliarden Menschen, von denen die meisten Hindus sind. Aber auch das Christentum in Indien kann auf eine jahrhundertelange Geschichte zurückschauen. Im Jahr 53 nach Christus soll der Apostel Thomas nach Indien gekommen sein und dort entlang der südlichen Malabarküste mehrere christliche Gemeinden gegründet haben. Die katholische Kirche wurde durch portugiesische Missionare im 15. Jahrhundert eingeführt. Indien ist eine wirtschaftliche Boomnation, kämpft aber immer noch mit enormen sozialen Spannungen. Hindu-Nationalisten gewinnen immer stärker an Einfluss. Sie diskriminieren ethnische und religiöse Minderheiten. Vom Hindu-Nationalismus sind vor allem Christen und Muslime betroffen. missio weist aktuell mit der Kampagne #freeourhusbands » auf die Gefährdung der Religionsfreiheit in Indien hin.

  • 2016 förderte missio 210 Hilfsprojekte seiner Partnerinnen und Partner in Indien mit rund 3,4 Millionen Euro. In Indien fördert missio insbesondere Frauenkongregationen. Rund 100.000 Ordensschwestern arbeiten täglich bei den Ärmsten der Armen in Elendsvierteln und Slums.
  • Die Schere zwischen Arm und Reich ist in Indien überdurchschnittlich groß. Millionen von Menschen leiden bittere Armut und haben im Krankheitsfall nicht genügend Geld für Medizin. Indien steht im Spannungsfeld zwischen Armut und Ayurveda, Hightech und Kinderarbeit, Taj Mahal und Terrorismus. Das Bild, das die Medien transportieren, ist vielfach geprägt von Bollywood und Bangalore. Wie es jenseits der Glitzerwelt aussieht, bleibt im Dunklen.
  • Mit unseren Projekten wollen wir die Situation der Menschen in Indien, die häufig unter ausbeuterischen Bedingungen arbeiten, in den Mittelpunkt rücken. Indien war 2010 Beispielland für die Kampagne zum Weltmissionssonntag.
Schwester Damien und ein indischer Mann stehen sich im Zentrum Asha Dham Ashram mit gefalteten Händen gegenüber. Foto: Fritz Stark/missio
Indien hat eine multireligiöse Kultur. Hindu-Nationalisten scheinen diese Vielfalt zu bedrohen.
Eine Frau untersucht einen kleinen Jungen in einer ärmlichen Umgebung in Indien. Foto: Fritz Stark/missio
Besonders Kinder leiden oft unter Armutsverhältnissen. Die Kindersterblichkeit ist vielerorts hoch.

Helfen Sie inhaftierten Christen in Indien!

Infobox

Der „Human Development Index“ (HDI) ist ein Instrument der Vereinten Nationen. Damit wird der Entwicklungsstand von 188 Ländern angegeben. Die Grafik zeigt die Platzierung des jeweiligen Landes auf diesem sogenannten HDI.

Impressionen aus Indien

Studien zur Lage der Religionsfreiheit

Indiens Demokratie und Säkularismus sind brüchig. In dem Maße, in dem die säkularen Kräfte des Landes auf dem Rückzug sind und die extremistischen Hindukräfte Aufwind haben, ist in der Zukunft zunehmend mit religiösen Konflikten zu rechnen.

Mehr über die in Indien herrschende Gewalt gegen Christen und die Bedeutung des Hindu-Nationalismus finden Sie im Downloadkasten.

Daneben finden Sie hier auch Material zu Mutter Teresa.