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Entwicklungshilfe in Myanmar ist Flüchtlingshilfe

Auch Jahre nach dem Ende der totalitären Militärherrschaft erholt sich Myanmar nur langsam. Das Land mit einer buddhistischen Mehrheitsgesellschaft erfasst ein neuer Nationalismus. Die Vertreibung der muslimischen Rohingyas im Winter 2017/18 nach Bangladesch ist ein Ausdruck davon. Aber auch Christen geraten unter Druck. Im September 2016 startete die Armee eine Großoffensive im Norden und Nordosten des Landes. Dort lebt die überwiegend christlich geprägte ethnische Minderheit der Kachin. Seitdem mussten mehr als 100.000 Menschen die Region verlassen. Deshalb unterstützen wir die Kirche in Myanmar auch im Einsatz für mehr Menschenrechte und Religionsfreiheit.

  • 2016 förderte missio 23 Hilfsprojekte seiner Partnerinnen und Partner in Myanmar mit rund 595.000 Euro. Unterstützt wurde damit unter anderem die Flüchtlingsarbeit der Kirche in Myanmar. In den Diözesen Myitkyina, Banmaw und Lashio mit ihren knapp 50 Pfarreien kümmert sich die Kirche um etwa 90 Prozent der Flüchtlinge. Mit einer Spende können Sie die gemeinnützige Arbeit der Kirche in diesen Gebieten unterstützen.
Diese Mönche beten in der Tempelanlage Yangon. Religionsfreiheit ist in Myanmar nicht selbstverständlich. Foto: Hildegard Hermanns/missio
Diese Mönche beten in der Tempelanlage Yangon. Religionsfreiheit ist in Myanmar nicht selbstverständlich.

Helfen Sie den Menschen in Myanmar

Infobox

Der „Human Development Index“ (HDI) ist ein Instrument der Vereinten Nationen. Damit wird der Entwicklungsstand von 188 Ländern angegeben. Die Grafik zeigt die Platzierung des jeweiligen Landes auf diesem sogenannten HDI.

Impressionen aus Myanmar

Studien zur Lage der Religionsfreiheit

Seit Erreichen der Unabhängigkeit im Jahr 1948 hat es in Birma, das seit 1989 offiziell Republik der Union Myanmar heißt, ständige Kämpfe zwischen der Zentralregierung und den verschiedenen ethnischen Gruppen gegeben, die Unabhängigkeit oder mehr kulturelle und religiöse Autonomie fordern.

In den langen Jahren der Militärregierung ist es der Zentralregierung trotz großer militärischer Anstrengungen nicht gelungen, den inneren Frieden im Land herzustellen. Die Militärregierung musste einsehen, dass eine vollständige Entwaffnung und Befriedung der militärischen Verbände in den einzelnen Ethnien nicht zu erreichen war.

Die gewählte Regierung in Myanmar schaut bis heute weitestgehend weg, wenn Menschenrechte verletzt werden. Entsprechendes Informationsmaterial zur Lage der Menschenrechte sowie der Religionsfreiheit steht Ihnen zum Download zur Verfügung.