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Vietnam braucht Hilfe für die Menschenrechte

Vietnam ist eine Gesellschaft im Wandel. Der anhaltende wirtschaftliche Aufschwung und der boomende Tourismus lösen rasante soziale Veränderungen aus. Gleichzeitig hält die Kommunistische Partei in der sozialistischen Republik an ihrem Machtmonopol fest. Der Staat geht repressiv gegen Oppositionelle vor und verletzt elementare Menschenrechte. Dazu zählen vor allem die Informations- und Religionsfreiheit, aber auch Kinderrechte.  Darauf weisen wir gemeinsam mit Reporter ohne Grenzen » seit Jahren hin. Die Minderheit der katholischen Kirche ist Behördenwillkür ausgesetzt. Mit Spenden für Vietnam konnten wir die Kirche stärken, die sehr stark im Bildungssektor engagiert ist.

  • 2016 förderte missio 38 Hilfsprojekte seiner Partnerinnen und Partner in Vietnam mit rund 845.000 Euro. Ein Großteil davon fließt in Bildungsprojekte. Deren Ziel ist es auch, dass Entwicklungshilfe für Vietnam nachhaltiger gestaltet werden kann.
  • Von der Bildungsarbeit der Kirche in Vietnam sollen vor allem Frauen profitieren, damit sie ihre Familien stärken können.
Eine ältere blinde Frau betet zusammen mit einer Schwester, die auch nach ihrem Gefängnisaufenthalt ihren Auftrag der Seelsorge noch wahrnimmt. Foto: Hartmut Schwarzbach/missio
Diese engagierte Schwester setzt sich selbst nach ihrem Gefängnisaufenthalt noch immer für Blinde und Kranke in ihrem Dorf ein.

Infobox

Der „Human Development Index“ (HDI) ist ein Instrument der Vereinten Nationen. Damit wird der Entwicklungsstand von 188 Ländern angegeben. Die Grafik zeigt die Platzierung des jeweiligen Landes auf diesem sogenannten HDI.

Die Zahlen zur Religionszugehörigkeit basieren auf staatlichen Angaben. Wie die Zahlen ermittelt worden sind, ist nicht bekannt. Deshalb können sie heute differieren.

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Impressionen aus Vietnam

Vietnam: Studie zur Lage der Religionsfreiheit

Die Religionsgemeinschaften in Vietnam haben sich weitgehend dem gegenwärtig bestehenden System angepasst und scheuen die direkte Konfrontation. Mit den Worten eines katholischen Kirchenführers verfolgen sie eine Politik, die gekennzeichnet wird durch die eher passive Haltung von „Geduld, Klugheit und Durchhaltevermögen”.

Aufgrund der negativen Erfahrungen der Vergangenheit sind die Führer der Religionen und Kirchen zurückhaltend mit lauten Protesten und Konfrontationen mit der Partei und dem Staat. Sie setzen eher auf langsame graduelle Verbesserung ihrer gegenwärtigen Lage. Eine entsprechende Studie zur Religionsfreiheit in Vietnam steht Ihnen als Download zur Verfügung.