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Internationaler Tag gegen Hexenwahn

Um ein Zeichen gegen den Hexenwahn weltweit und für Menschenrechte zu setzen, hat missio den Internationalen Tag gegen Hexenwahn ins Leben gerufen. Der Gedenktag wurde erstmalig am 10. August 2020 begangen und ist allen Opfern von Hexenverfolgung gewidmet.

In diesen Ländern leiden Menschen unter Hexenwahn

Die vorliegende Karte markiert Länder, aus denen valide Informationen über Gewalt im Zusammenhang mit dem Vorwurf der Hexerei in der vergangenen Jahrzehnte vorliegen (Stand: Juli 2021). Die Übersicht basiert auf Daten der UNHCR, des Witchcraft & Human Rights Information Network (WHRIN) sowie auf Medienberichterstattung, missio-Recherchen und Informationen von missio-Projektpartnern.

Die Karte erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Datenlage zum Thema ist schwierig, zumal viele Fälle von Gewalt im Zusammenhang mit dem Vorwurf der Hexerei nicht an die Öffentlichkeit geraten, der Wahrheitsgehalt von Berichten schwer verifizierbar ist und Regierungen oft wenig Interesse daran haben, Vorfälle aufzuklären und darüber zu informieren.

Wenn Sie seriöse Hinweise oder Berichte über Gewalt im Zusammenhang mit dem Vorwurf der Hexerei aus weiteren Ländern haben, kontaktieren Sie uns bitte unter .

Hexenwahn in Ghana

Schwester Stan rettet die verstoßenen Kinder

In Afrikas Vorzeigestaat Ghana werden unschuldige Kinder der Hexerei bezichtigt und ermordet. Eine mutige Ordensfrau hat dem finsteren Aberglauben den Kampf angesagt: Schwester Stan Therese Mumuni rettet diesen Kindern das Leben.

Hexenwahn in Papua-Neuguinea

In Papua-Neuguinea ist Schwester Lorena nicht nur langjährige missio-Partnerin, sondern auch Glaubenszeugin, die ihren Glauben an Gott mit ihrem aufopferungsvollen Kampf gegen den Hexenwahn auf eine ganz besondere Weise bestätigt.

Gemeinsam mit Schwester Lorena machte missio am Internationalen Tag gegen Hexenwahn 2020 und 2021 auf das Unrecht von Kindern, Frauen und Männern aufmerksam, die als vermeintliche Hexen beschuldigt, verfolgt und in vielen Fällen getötet werden. Berichte über solche Hexenverfolgungen sind heute vor allem aus Afrika, Südostasien und Lateinamerika bekannt. Die Gründe für die Beschuldigungen von Menschen als angebliche Hexen sind vielfältig. Der Glaube an Hexerei spielt dabei eine Rolle. Aber auch Armut, Not, Epidemien, soziale Krisen und mangelnde Bildung gelten in vielen Fällen aus Auslöser.

Szenen von Frauen oder Männern, die von einer wütenden Meute festgenommen, gefoltert oder gar hingerichtet werden, weil man von ihnen behauptet, sie wären Hexen oder Hexer, verbinden viele mit dem Mittelalter und der frühen Neuzeit. Expertinnen und Experten weisen jedoch eindringlich darauf hin, dass in den vergangenen Jahrzehnten bereits mehr Menschen weltweit Opfer solcher Verbrechen geworden sind als zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert in Europa. Und tatsächlich gehört der Hexenwahn nicht der Vergangenheit an, sondern ist in vielen Ländern und Regionen der Welt, etwa in Lateinamerika, in Südostasien und insbesondere in Afrika ein aktuelles Phänomen.

Oft sind es Schicksalsschläge wie Krankheit oder Tod, die Auslöser der Gewalt sind. Negative Ereignisse werden dem Wirken von Hexen zugeschrieben, und so machen sich Menschen mithilfe verschiedener Rituale auf die Suche. Werden vermeintliche Hexen ausfindig gemacht, werden sie auf grausame Weise gefoltert oder getötet. Selbst enge Familienangehörige sind meist machtlos und können oder wollen nicht eingreifen. Die vorliegende Studie lenkt den Blick auf Papua-Neuguinea. In dem nördlich von  Australien im Pazifik gelegenen Land, welches landschaftlich vielfältig und faszinierend ist, leben etwa tausend Volksgruppen mit je eigener Sprache und Kultur. Gleichzeitig gibt es viele gesellschaftliche Probleme, darunter Analphabetismus, Arbeitslosigkeit und weit verbreitete Gewalt gegen Frauen und Kinder. Auch ein gefährlicher Hexenwahn greift immer stärker um sich; zahlreiche Männer und Frauen wurden bereits auf brutale Weise gefoltert oder getötet.

In der hier vorliegenden Fallstudie steht Christina im Mittelpunkt, eine mutige Frau, die als vermeintliche Hexe angeklagt und gefoltert wurde. Christina hat überlebt, die  Täter sind immer noch auf freiem Fuß. Der Fall von Christina steht stellvertretend für zahlreiche Frauen und Männer weltweit, die Opfer des gefährlichen Hexenwahns  werden.

Die vorliegende Fallstudie will dabei helfen, das Phänomen besser zu verstehen, indem sie das Verhalten der verschiedenen beteiligten Akteure analysiert und Perspektiven aufzeigt, wie Veränderungen zum Schutz von unschuldigen Frauen, Männern und Kindern erreicht werden können. Die Dokumentation des Gewaltverbrechens hilft auch dabei, Christinas Fall bei den Vereinten Nationen vorzutragen, die im Frühjahr 2021 im Rahmen ihrer regelmäßigen Staatenprüfungen einen besonderen Fokus  auf die Menschenrechtslage in Papua-Neuguinea legen werden. Es ist unerlässlich, dass sich in Papua-Neuguinea und in allen betroffenen Staaten neben  Hilfsorganisationen auch staatliche Stellen für eine Beendigung des Hexenwahns und für eine entsprechende breit angelegte Bewusstseinsarbeit einsetzen. Auch Polizei  und Strafverfolgungsbehörden müssen vor Ort konsequent gegen diese Gewaltverbrechen vorgehen.

Die vorliegende Studie zeigt auch, wie die missio-Projektpartnerin Schwester Lorena » sich auf beeindruckende Weise dem Kampf gegen den Hexenwahn verschrieben hat  und durch ihr mutiges Engagement ein wahrer Hoffnungsschimmer für Betroffene ist. Im Jahr 2018 hat sie für ihren Einsatz den Weimarer Menschenrechtspreis verliehen bekommen. missio wird Schwester Lorena weiter in ihrer Arbeit unterstützen und durch Publikationen und Kampagnen wichtige Aufklärungsarbeit leisten. So ruft missio für den 10. August 2020 den Internationalen Tag gegen Hexenwahn ins Leben, um Menschen in Deutschland und weltweit auf die verheerenden Folgen des Hexenwahns  aufmerksam zu machen, Expertinnen und Experten zu vernetzen und Aktionen zu bündeln.

Bibliographische Angaben

Gibbs, Philip, Hexenwahn in Papua-Neuguinea: Fallstudie Christina,
hrsg. vom Internationalen Katholischen Missionswerk missio e.V. (Menschenrechte 76), Aachen 2020.
ISSN 1618-6222

Grußbotschaften zum Internationalen Tag gegen Hexenwahn am 10. August 2020

Dieser Internationale Tag gegen Hexenwahn hat eine große Bedeutung für uns in Papua-Neuguinea und all den anderen Ländern. Gleichzeitig ist er ein Hilfeschrei, mit dem wir um Unterstützung im Kampf gegen diese Menschenrechts-verletzungen flehen. Ich bin missio und den Spendern dankbar, dass ich mit dieser Hilfe so viele Frauen retten kann. Christina ist eine von ihnen. Es erfüllt mich mit Stolz, weil dieser mutigen Überlebenden der Internationale Tag gewidmet ist.

Schwester Lorena Jenal, Papua-Neuguinea

Sr. Lorena und Sr. Gaudencia mit Fotos von „Hexen”-Folterungen Foto: Bettina Flitner / missio
Sr. Lorena (links) und Sr. Gaudencia zeigen Fotos von "Hexen"-Folterungen in Papa-Neuguinea

Der Internationale Tag gegen Hexenwahn kann helfen, die Arbeit meines Ordens – den Marian Sisters of Eucharistic Love – voranzubringen: Im Nazareth-Heim kümmern wir uns nicht nur darum, die Kinder, die Opfer von kulturellen Praktiken der Hexenverfolgung » werden mussten, zu retten. Wir leisten auch Aufklärungsarbeit in der Gesellschaft gegen die Hexenjagdpraktiken. Denn sie finden in vielen Teilen des Landes statt und die Regierung tut nichts dagegen.

Schwester Stan Terese Mario Mumuni, Ghana

Schwester Stan und Waisenkind Precious, die im Rollstuhl sitzt. Foto: Fritz Stark/missio
Schwester Stan Terese Mario Mumuni klärt in Ghana über das Thema Hexenverfolgung auf.

Der Internationale Tag gegen Hexenwahn ist für uns in der Schweiz und speziell im Anna Göldi Museum bedeutsam, weil es wichtig ist, aufzuzeigen, dass auch heute noch Menschen ausgegrenzt, gefoltert und hingerichtet werden. Er soll bewusst machen, dass Unschuldige – wie einst Anna Göldi, die 1782 Opfer eines Justizmordes wurde – weiterhin zu Sündenböcken gemacht werden. Deshalb sind Aufklärung und Engagement notwendig, um weiteres Unrecht verhindern zu können.

Fridolin Elmer, Schweiz

Bettina Flitner / missio
Eröffnung der Ausstellung "Hexenjagd in Europa" mit Bettina Flitner (Fotografin), Fridolin Elmar (Anna Göldi Museum) und Jörg Nowak (missio Aachen) v.l.n.r.

Es ist wichtig, den Internationalen Tag gegen Hexenwahn zu begehen, denn in der DR Kongo werden seit Jahren viele Frauen und Kinder Opfer von Misshandlungen », nachdem sie der Hexerei beschuldigt wurden. Die Welt scheint ihre Situation zu ignorieren. Im Fall der Kinder sind es meist Mädchen, die beschuldigt werden. Sie haben keinen Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung. Sie sind auf der Straße, wo sie Gewalt aller Art ausgesetzt sind, einschließlich sexueller Gewalt.

Thérèse Mema Mapenzi, DR Kongo

Sozialarbeiterin und missio-Projektpartnerin Thérèse Mema umarmt eine Frau aus dem Traumazentrum. Foto: Bettina Flitner/missio
Thérèse Mema Mapenzi hilft misshandelten Frauen in der Demokratischen Republik Kongo

Der Internationale Tag gegen Hexenwahn ist für uns und unserer Arbeit hier in Burkina Faso sehr hilfreich, denn nicht nur die Opfer selbst, sondern auch die Kinder und Familien der Opfer sind von diesen Praktiken der Hexenjagd schwer betroffen. Außerdem untermauert der Gedenktag die Bemühungen der Regierung und der Zivilgesellschaft, diese Ungerechtigkeit zu bekämpfen. Wir stellen ermutigend fest, dass sich die Situation im Land zwar verbessert - aber leider nur sehr langsam.

Schwester Vickness Nangogo Muleya, Burkina Faso

Eine Frau, die der Hexerei beschuldigt und verjagt wurde, im Schutzzentrum Delwendé, Burkina Faso. Foto: Hartmut Schwarzbach/missio
Schwester Vickness Nangogo Muleya kümmert sich um die Opfer von Hexenverfolgung in Burkina-Faso

Der Internationale Tag gegen Hexenwahn macht auf eine neue Welle von Menschenrechtsverletzungen in mehr als 30 Ländern aufmerksam. Zu lange wurde übersehen und dazu geschwiegen, dass ein menschenfeindlicher Aberglaube benutzt wird, um wehrlose Frauen, Kinder und Männer zu Sündenböcken für gesellschaftliche Probleme zu machen. missio unterstützt mit Spenden die Projektpartner, die für diese Menschen kämpfen.

Pfarrer Dirk Bingener, Präsident missio Aachen, Deutschland

Pfarrer Dirk Bingener vor dem Aachener Dom Foto: Julia Steinbrecht / KNA
Pfarrer Dirk Bingener ist Präsident von missio Aachen. Fotografiert wurde er hier vor der Silhouette des Aachener Domes.

Fragen und Antworten (FAQ)

In der Vergangenheit erreichten missio zunehmend Stimmen von Partnerinnen und Partnern aus der ganzen Welt, die von einer neuen Welle der Menschenrechtsverletzung im 21. Jahrhundert berichteten: Dem sogenannten Hexenwahn. Hierbei werden wehrlose Frauen, Männer und Kinder für gesellschaftliche Probleme verantwortlich gemacht und auf besonders qualvolle Weise bestraft. So fesseln die Täter die Opfer an Pfählen von brennenden Scheiterhaufen und prügeln mit glühenden Eisenstangen sie ein. Oftmals endet diese Tortur tödlich.

Um diesem Verbrechen ein Ende zu setzen, hat sich missio dazu entschlossen, am 10. August 2020 erstmalig den Internationalen Tag gegen Hexenwahn auszurufen. Auf diese Weise setzen wir ein Zeichen im Kampf gegen den menschenverachtenden Aberglauben und leisten zudem wichtige Aufklärungsarbeit.

Dass sich missio zum Bekanntgeben des Gedenktages für den 10. August entschieden hat, ist kein Zufall: Am 10. August 2012 gelang es Christina, einer jungen Mutter in einem Dorf in Papua-Neuguinea, der Folter der Hexenjäger mit einem raffinierten Trick zu entkommen: Um das Martyrium zu beenden, greift Christina zu einem Stein und simuliert damit eine Hexengeburt. Der mit Lehm und Blut beschmierte Stein zwischen ihren Beinen wird von den Männern für das Böse in ihr gehalten, woraufhin die Folterer von ihr ablassen.

Seitdem kämpft sie mit der Schweizer Ordensschwester Lorena Jenal, einer langjährigen Partnerin von missio, für Gerechtigkeit, denn die Täter sind weiter auf freiem Fuß.

Der Internationale Tag gegen Hexenwahn wurde erstmals am 10. August 2020 begangen.

Laut einem Bericht der Vereinten Nationen tritt der sogenannte Hexenwahn „zu allen Zeiten und über den Globus verteilt” auf und tauche in sowohl christlich, muslimisch als auch in buddhistisch und hinduistisch geprägten Regionen auf. Entgegen der weit verbreiteten Annahme, dass Hexenverfolgungen der Vergangenheit angehören, finden sie heutzutage in noch 41 Ländern der Welt, überwiegend Afrika, Südostasien und Lateinamerika statt. In der Demokratischen Republik Kongo sowie anderen afrikanischen Ländern ist das Phänomen des Hexenwahns eng mit dem Glauben an sogenannte Hexenkinder verbunden.

Grafik: In diesen 41 Ländern leiden Menschen unter Hexenwahn (Stand: Juli 2021) Grafik: W.W.S.! / missio
Durch klicken auf die Karte wird diese vollständig angezeigt.
Christina (r.) mit ihrem Sohn Jonathan und ihrer Mutter Martha und Sr. Lorena. Foto: Bettina Flitner / missio
Christina (r.) mit ihrem Sohn Jonathan und ihrer Mutter Martha und Sr. Lorena. Sie ist Überlebende einer „Hexen”-Verbrennung 2012 in der Nähe von Mendi und wohnt nun weit entfernt in Kundiawa, Papua-Neuguinea.

Als die Baldegger Ordensfrau Lorena Jenal 1979 das erste Mal nach Papua-Neuguinea reiste, trugen die Menschen dort noch Röcke aus Gras. Doch als die Moderne Einzug in Papua-Neuguinea erhalten hatte, veränderte sich das Land radikal. Dies überfordert die Menschen bis heute, die sich als Folge dessen an den Hexenglauben klammern. Um dem Hexenwahn endlich ein Ende zu setzen, setzt sich Schwester Lorena nicht nur für die Opfer und ihre Familien ein, sondern leistet wichtige Aufklärungsarbeit. Wenn sie mit den Tätern spricht, so hofft sie inständig, wird der Hexenwahn künftig nur noch ein böses Märchen sein. Gleichzeitig baut sie ein Zentrum für alle Opfer der Hexenjagd, in dem sie medizinisch und emotional versorgt werden können. Für ihre Arbeit wurde Schwester Lorena Jenal 2018 mit dem Weimarer Menschenrechtspreis ausgezeichnet.

Wenn Sie sich weiter über Papua-Neuguinea und das Phänomen des Hexenwahns informieren möchten, laden Sie sich gerne die Menschenrechtsstudie Nr. 73, „Gewalt im Zusammenhang mit dem Vorwurf der Hexerei in Papua-Neuguinea”, herunter. Darin beschreibt die australische Professorin Miranda Forsyth, wie die Fälle von Hexenverfolgung dort in den vergangenen Jahren drastisch zugenommen haben.

Ganz neu (August 2020) ist die Menschenrechtsstudie Nr. 76, „Hexenwahn in Papua-Neuguinea: Fallstudie Christina”. Diese Fallstudie will dabei helfen, das Phänomen besser zu verstehen, indem sie das Verhalten der verschiedenen beteiligten Akteure analysiert und Perspektiven aufzeigt, wie Veränderungen zum Schutz von unschuldigen Frauen, Männern und Kindern erreicht werden können. Die Dokumentation des Gewaltverbrechens hilft auch dabei, Christinas Fall bei den Vereinten Nationen vorzutragen, die im Frühjahr 2021 im Rahmen ihrer regelmäßigen Staatenprüfungen einen besonderen Fokus  auf die Menschenrechtslage in Papua-Neuguinea legen werden.

Schwester Lorena kämpft in Papua-Neuguinea für die Menschenrechte und gegen den Hexenwahn. Sie rettet wehrlose Frauen aus den Fängen der Folterer und bringt sie in ihr Schutzzentrum. Die mutige Missionarin, die mit dem Weimarer Menschenrechtspreis ausgezeichnet wurde, braucht für ihr Projekt dringend finanzielle Hilfe ». Nur so kann sie auch morgen den betroffenen Frauen helfen.

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Schwester Stan Therese Mumuni engagiert sich in Ghana für verstoßene „Hexenkinder” und gegen den Hexenwahn. Unterstützen Sie sie in ihrem Projekt mit Ihrer Spende! »

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Ghana: Schwester Stan rettet die verstoßenen Kinder

In Afrikas Vorzeigestaat Ghana werden unschuldige Kinder der Hexerei bezichtigt und ermordet. Eine mutige Ordensfrau hat dem finsteren Aberglauben den Kampf angesagt: Schwester Stan Therese Mumuni rettet diesen Kindern das Leben.

Hexenverfolgung heute

Hilferuf aus Papua-Neuguinea: Von grausamen Menschenrechtsverletzungen berichtet die missio-Projektpartnerin Schwester Lorena. Sie kämpft gegen die Hexenprozesse, bei denen unschuldige Frauen öffentlich gefoltert werden. missio unterstützt die Ordensschwester bei ihrem Engagement gegen die himmelschreiende Ungerechtigkeit und setzt mit dem Internationalen Tag gegen Hexenwahn ein Zeichen für Menschenrechte. (06.02.2018)

10. August: Internationaler Tag gegen Hexenwahn

Erstmalig rief das Internationale Katholische Hilfswerk missio Aachen am 10. August 2020 den Internationalen Tag gegen Hexenwahn aus und macht damit auf weltweite Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang angeblicher Hexerei aufmerksam. „Zu lange wurde übersehen und dazu geschwiegen, dass ein menschenfeindlicher Aberglaube benutzt wird, um wehrlose Frauen, Kinder und Männer zu Sündenböcken für gesellschaftliche Probleme zu machen“, erklärt der missio-Präsident Pfarrer Dirk Bingener. In mindestens 41 Ländern der Welt werden Menschen als vermeintliche Hexen beschuldigt, verfolgt und in vielen Fällen getötet. (Stand: Juli 2021)

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