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Aktion Saubere Handys: Unsere Initiative, um den Menschen im Kongo zu helfen

Kongo, Krieg und unsere Handys

Für viele ist heute ein Leben ohne Handy oder Smartphone kaum noch vorstellbar. Jederzeit erreichbar zu sein, andere erreichen und bei Bedarf schnell etwas online nachschauen zu können, gehört zu unserem Alltag dazu.

Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, wo die einzelnen Bestandteile Ihres Handys oder Smartphones herkommen? Die schöne Welt der Mobiltelefone hat eine dunkle, blutige Seite. Rebellengruppen im Ostkongo erobern Coltanminen und verkaufen illegal das seltene Erz, das für die Herstellung von Handys benötigt wird. Die Zivilbevölkerung wird brutal vertrieben. Vergewaltigungen werden als Kriegswaffe eingesetzt, kritisiert der kongolesische Erzbischof François-Xavier Maroy. Er fordert:

Wenn man weiß, dass man Coltan verwendet oder kauft, für das eine ganze Dorfgemeinschaft niedergemetzelt worden ist, dann muss uns das zum Umdenken bringen.

Erzbischof François-Xavier Maroy

Die Stimmen für saubere Handys werden lauter. So enthüllt der dänische Filmemacher Frank Poulsen » in seiner Dokumentation Blood in the Mobile die Verbindung zwischen unseren Mobiltelefonen und dem Krieg im Kongo. Seiner Meinung nach ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass an den meisten unserer Handys Blut klebt. Doch nicht nur in unseren Mobiltelefonen kommt Coltan zum Einsatz: Das aus dem Erz gewonnene Tantal wird auch in Kondensatoren beispielsweise von Laptops und Digitalkameras verwendet.

Erst wenn die Handyhersteller kein illegal gewonnenes Coltan mehr verwenden, werden keine Menschen mehr für dieses Erz vergewaltigt und vertrieben. Nur wenn es gelingt, dass es keine Nachfrage mehr nach diesem blutigen Erz gibt und dafür Wege geschaffen werden, den Abbau von Bodenschätzen wie Coltan zu einer lukrativen und gleichzeitig friedensfördernden Einnahmequelle für die Bevölkerung des Kongos zu machen, kann der Krieg dort ein Ende haben.

Für viele ist heute ein Leben ohne Handy oder Smartphone kaum noch vorstellbar. Jederzeit erreichbar zu sein, andere erreichen und bei Bedarf schnell etwas online nachschauen zu können, gehört zu unserem Alltag dazu. Leider sind wir aber vom Idealfall der sauberen Handys noch weit entfernt.

Erzbischof Maroy aus der Demokratischen Republik Kongo steht am Rednerpult bei einer Veranstaltung in Brüssel. Foto: Jörg Nowak/missio
Erzbischof Maroy aus Bukavu, DR Kongo, bei einer Rede vor EU-Politikern in Brüssel
Filmemacher Frank Poulsen macht ein Selfie mit jungen Männern in den Minengebieten der DR Kongo. Foto: Frank Poulsen
Filmemacher Frank Poulsen in den Minengebieten der DR Kongo.

Was fordert missio mit der Aktion Saubere Handys konkret von den Handyherstellern?

Wir fordern die Handyhersteller dazu auf,

  • von ihren Lieferanten den Nachweis zu verlangen, dass sie für die Produktion der Handys kein Coltan aus der Demokratischen Republik Kongo verwenden, von dessen Handel Milizen profitieren. Dieser Nachweis muss durch externe Kontrollen überprüft werden.
  • den Aufbau transparenter Handelsstrukturen über gezielte Verträge mit ihren Lieferanten aktiv zu unterstützen.
  • sich an „runden Tischen“ zu beteiligen, bei denen die betroffenen Händler, Kleinschürfer, Zertifizierer und Regierungsstellen gemeinsam Richtlinien erarbeiten, wie Transparenzinitiativen gestaltet sein sollen.
Tastatur mit Taste "Online-Petition" Quelle: iStockphoto.com/Zerbor
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Sagen Sie „Nein“ zu den blutigen Geschäften mit Coltan!

Videos zur Aktion „Saubere Handys“

Kampagnenspot

Filmdokumentation zum Thema „Kongo, Krieg und unsere Handys“

Wie sauberes Gold den Menschen in der DR Kongo hilft

Was kann ich noch tun?

Die bisherige Bilanz der Aktion Schutzengel ist gut: Wir haben weltweit zahlreichen Menschen in Notsituationen geholfen, wieder ein menschenwürdiges Leben zu führen. Unser Engagement ist noch lange nicht vorbei – gemeinsam mit Ihnen können wir viel Gutes bewirken. Unterstützen Sie unseren Einsatz und schenken Sie Hoffnung!

Sozialarbeiterin Thérèse Mema aus der Demokratischen Republik Kongo und missio-Mitarbeiter Jörg Nowak übergeben die Menschenrechtsstudie zum Kongo an den Menschenrechtsbeauftragten Strässer.

Menschenrechtsstudie lesen

Informieren Sie sich über die Situation in der DR Kongo mit der missio-Menschenrechtsstudie DR Kongo: Der Krieg, die Frauen und unsere Handys, unter anderem mit Beiträgen von Martin Kofler, ehemaliger Leiter der UN-Blauhelmmission, von missio-Partnern und des Südwind-Instituts.

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Schüler aus Warendorf spenden ein ganzes Planschbecken voll Handys für die Handysammelaktion zugunsten von missio.

Handy spenden

Durch fachgerechtes Handy-Recycling müssen weniger Konfliktmineralien abgebaut werden, was langfristig den Rebellen im Kongo die finanzielle Grundlage entzieht. Darüber hinaus kommt ein Teil des Erlöses aus der Wiederverwertung unseren Hilfsprojekten vor Ort zugute.

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Thérèse Mema und eine Frau mit Kindern stehen auf einem Feld im Kongo.

Spenden Sie für Familien in Not

Unterstützen Sie unseren Einsatz für die Familien in Not und spenden Sie, denn Ihre Hilfe kann Leben retten! Unsere Partnerinnen und Partner stehen den Opfern des Konflikts im Kongo seelisch, medizinisch und rechtlich zur Seite und schenken ihnen neue Hoffnung.

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