Ein Kreuz als Mahnmal
Mit dem missio-Recyclingkreuz machen wir auf den Kreislauf unserer alten Handys, Tablets und Elektrogeräten aufmerksam. Die Messingseite des Kreuzes hat der ghanaische Recycling-Künstler Salifu Iddriss gestaltet. Er lebt am Rande der Elektroschrotthalde Agbogbloshie, wo ausrangierte Geräte aus Europa, Deutschland und der ganzen Welt landen. Aus den Messingrohren alter Klimaanlagen fertigte er nicht nur das Messingkreuz, sondern auch Schmuck. Ein Zeichen dafür, dass Elektroschrott Hoffnung und neue Perspektiven schenken kann.
Kunst, die globale Zusammenhänge sichtbar macht
Nachdem das Kreuz in Ghana gefertigt wurde, ist es im Gepäck eines missio-Mitarbeiters nach Deutschland gereist. Dort wurde es vom Künstler Till-Martin Köster empfangen und weiterverarbeitet. Er hat alte Handys mit Bildern aus der Demokratischen Republik Kongo kombiniert. Dort werden wertvolle Rohstoffe wie Gold und Coltan unter schwierigsten Bedingungen gewonnen. So hat es der Künstler geschafft den Bogen vom Abbau der Ressourcen über ihre Nutzung bis hin zur Entsorgung zu spannen und verdeutlicht, wie eng diese Kette weltweit miteinander verbunden ist.
Doch das Recyclingkreuz lenkt unseren Blick nicht nur auf Ausbeutung und Zerstörung. Es ist auch ein Zeichen der Hoffnung auf eine gerechtere Welt, für einen bewussten Umgang mit Ressourcen und für die Bewahrung der Schöpfung.
Das Kreuz steht für Trauer - aber auch für Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
Dr. Gregor von Fürstenberg, missio-Vizepräsident
Gottesdienst mit dem missio-Recyclingkreuz:
„Gott wirkt durch das Unscheinbare“
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