Moderne Sklaverei betrifft heute Millionen Menschen weltweit – oft unsichtbar, mitten in unserem Alltag. Unsere mobile Ausstellung in einem Truck informiert anschaulich und multimedial zum Thema „Eine Welt. Keine Sklaverei.“
Seit 2024 fährt der missio-Truck durch Deutschland und gerne auch zu Ihnen. Im Truck erwartet Sie die virtuelle Begleitfigur „Chris“ zu einem 25-minütigen Rundgang durch fünf thematisch gestaltete multimediale Räume. Neu ab 2026 ist der dritte Raum, der sich dem Abbau des Minerals Mica unter sklavereiähnlichen Bedingungen in Madagaskar widmet. In Gruppen von drei Personen erkunden Sie interaktiv die Facetten der modernen Sklaverei in verschiedenen Kontexten, wie beispielsweise Kakaoanbau in Ghana, Fast Fashion in Bangladesch, Fleischfabriken in Deutschland und die Ausbeutung auf Kreuzfahrtschiffen. So wird klar, was moderne Sklaverei mit uns in Deutschland zu tun hat. Passend dazu bieten wir eine 90-minütige Unterrichtsreihe mit geschultem pädagogischem Begleitpersonal an.
Der missio-Truck macht nicht nur den dramatischen Lebensalltag von Menschen, die heute in sklavenähnlichen Verhältnissen leben, erfahrbar und sensibilisiert so Besucherinnen und Besucher für das Thema. Er zeigt zugleich auch Wege auf, wie jeder einzelne von uns einen Beitrag für eine gerechtere Welt leisten kann. Für Menschen mit Beeinträchtigungen ist der Truck barrierearm gestaltet.
Sie haben den Truck verpasst? Sie konnten ihn bei einer Veranstaltung nicht besuchen? Sie wollen die Texte nachlesen oder die Filme noch einmal sehen?
Kein Problem, wir haben einen digitalen Truckrundgang für Sie vorbereitet. In aller Ruhe können Sie auf Ihrem Handy, Tablet oder PC die Räume und Inhalte des missio-Trucks „Eine Welt. Keine Sklaverei.“ erkunden.
Im Fenster unten können Sie den Truckrundgang als Ganzes ansehen oder Sie wählen einzelne Räume aus.
Die mobile Ausstellung “Eine Welt. Keine Sklaverei.” wurde gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des
Sri arbeitet den ganzen Tag ohne Pause auf einer Teeplantage in Indien. Dies tut sie bei Temperaturen von bis zu 38 Grad oder starkem Regen. Tee wird in Handarbeit geerntet und ist eine harte körperliche Arbeit, die fast ausschließlich von Frauen erledigt wird. Dennoch reicht der Lohn von 2,50 € kaum zum Überleben. Zudem ist die Arbeit gesundheitsgefährdend. Die Teesträucher müssen regelmäßig mit Pestiziden oder Dünger bearbeitet werden. Damit kommen die Frauen dann in Kontakt. Sri kennt viele Frauen, die davon allergische Reaktionen bekommen haben.
Marcos verbrachte neun Monate auf einem Kreuzfahrtschiff, wo er ununterbrochen im Gastronomiebereich arbeitete, ohne einen einzigen freien Tag zu haben. Während für die Gäste All-Inclusive auch "All-you-can-eat" heißt, bedeutete dies für Marcos ein konstantes Tragen von Tellern, was seine Handgelenke stark belastete. Nach drei Monaten begannen die Schmerzen so stark zu werden, dass er die Arbeit kaum noch aushielt. Doch sich bei seinem Vorgesetzten zu beschweren, war keine Option, da dies wahrscheinlich zu seiner Entlassung geführt hätte. Also harrte er aus. Nachdem er das Kreuzfahrtschiff verlassen hatte, diagnostizierte ihm ein Arzt eine Nervenschädigung im Handgelenk. Zu diesem Zeitpunkt war eine Operation bereits nicht mehr möglich und Marcos bleibt nun gezwungen, mit den anhaltenden Schmerzen zu leben.
Auf einer Obstplantage in Europa arbeitet Abit. Die schweren Orangenkisten sind seine ständigen Begleiter, während er sich zwischen den Reihen der Obstbäume bewegt. Jeder Schritt ist sorgfältig abgewogen, denn er darf keine Orange verlieren oder übersehen, da ihm sonst ein Teil seines hart verdienten Lohns abgezogen wird. Die Last auf seinen Schultern ist nicht nur physisch, sondern auch emotional, denn jeder Cent, den er verdient, geht an seine Familie im Sudan. Der Gedanke an seine Familie gibt ihm jeden Tag neue Kraft.
Sie haben Fragen zum missio-Truck oder möchten sich über unsere Angebote und Materialien informieren?
Gerne sind Alexandra Götzenich und Meinrad Rupieper für Sie da.