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August 2020

Burkina Faso: Kinderarbeit in Goldminen verhindern

In Burkina Faso suchen Tausende in illegalen Goldminen ihr Glück. Auch viele Kinder und Jugendliche riskieren bei der Suche nach dem begehrten Edelmetall, das etwa für die Herstellung von Smartphones benötigt wird, ihr Leben. Die Menschen graben Stollen in die Erde, viele bis zu 100 Meter tief. Oft brechen die mit wenig Holz völlig unzureichend abgestützten Schächte ein. Menschen sterben. Über Tage klopfen Kinder und Frauen die Steine klein, damit das wertvolle Metall von Hand mit Quecksilber und Zyankali ausgewaschen werden kann. Nachts fließt der Alkohol und manche Frauen werden Opfer von Prostitution und Gewalt.

Angesichts des großen Elends so vieler junger Menschen bauen die beiden Priester Charlemagne Sawadogo und Marcellin Quédraogo im Norden von Burkina Faso, in der Nähe der Goldminen, ein „Zentrum der Begleitung“ mit Versammlungs- und Unterrichtsräumen, einer Erste-Hilfe-Station und einem Gebetsraum. Mit einem Team von Katechisten, Sozialarbeitern und einem Krankenpfleger betreuen sie Kinder und Jugendliche und ermöglichen ihnen eine bessere Zukunft.

Impuls:

Sind so kleine Hände! In der Antike war es die schlimmste Strafe für Sklaven: die Arbeit in den Minen! Dunkle Schächte und harte Arbeit, die auf die Knochen geht. Die Hitze raubt einem den Atem. Das Quecksilber vergiftet das Nervensystem. Warum so viel Elend? Weil das warme glitzernde Gold so wunderschön ist! Schon bald hängt es an reichen Hälsen oder zarten Fingern. Die Bergbaubesitzer wird es freuen. Doch die Kinderarbeiter haben nur Schmerzen und Dreck. Wären da nicht die Priester Abbé Charlemagne Sawadogo und Abbé Marcellin Quédraogo, die Aussichtslosigkeit und Verzweiflung wären komplett und absolut. Durch sie wird das Unwahrscheinliche Wirklichkeit. Kinder und Jugendliche dürfen spielen, lernen, träumen! Gottes Güte hat plötzlich ein Gesicht und einen Namen.

Autor: Dr. Michael Becker / missio

Wir beten für sie:

Gott, du Zuflucht der Ausgebeuteten.
Du hörst die stummen Schreie der Kinder
und siehst die Verzweiflung ihrer Eltern.
Wir danken dir für das Geschenk
der Solidarität,
das du ihnen in Gestalt der
Priester Abbé Charlemagne Sawadogo
und Abbé Marcellin Quédraogo sendest.
Lass uns Wege finden,
an dieser Solidarität teilzuhaben.
Schenke uns das nötige Interesse
und Handeln dafür.
Darum bitten wir, durch Christus,
den Bruder aller Kinder.

Amen.

Hartmut Schwarzbach / missio

Gebetskette „Perlen des Lichts”

Einige tausend Menschen sind Monat für Monat in der Gebetskette Perlen des Lichts miteinander verbunden. Sie teilen dabei die Anliegen unserer Partnerinnen und Partner in Afrika, Asien und Ozeanien, ihre Freuden und Erfolge, ihre Sorgen und Nöte. Umgekehrt sind auch wir in deren Gebet und Fürbitten aufgehoben

Für die monatlichen Gebetskarten gibt es kein festes Ritual. Die einen nehmen sich jeden Tag etwas Zeit dafür, andere kommen nur am Sonntag dazu. Viele beten dazu mit ihren Kindern, in ihrer Ordensgemeinschaft oder im Frauenkreis. Die Mehrzahl aber im stillen Kämmerlein.

Gebetsanliegen der missio-Partnerinnen und -Partner

Vorgestellt wird dabei immer ein Gebetsanliegen, das die Menschen in einem konkreten missio-Projekt besonders bewegt: Friedensinitiativen im Nahen Osten, ein neues Zuhause für Aids-Waisen, ein Selbsthilfe-Projekt für den Lebensunterhalt von Ordensschwestern.

Zu jedem Anliegen gehört eine bestimmte Perle des bunten Armbandes, das eigens für diesen Zweck in Indonesien geknüpft wurde.

Pauline-Marie Jaricot


Mit der Initiative Perlen des Lichts, die 2007 ins Leben gerufen wurde, hat missio ein grundliegendes Anliegen von Marie-Pauline Jaricot aufgegriffen. Die Französin hatte 1822 in Lyon einen Missionsverein gegründet und damit eine weltweite Missionsbewegung gestartet. Sie hat nicht nur um Spenden für die Mission gebeten, sondern gleichzeitig um Gebete für die Missionare.

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