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In Gebeten und Fürbitten weltweit verbunden

missio-Gebetskette Perlen des Lichts

Einige tausend Menschen sind Monat für Monat in der Gebetskette Perlen des Lichts miteinander verbunden. Sie teilen dabei die Anliegen unserer Partnerinnen und Partner in Afrika, Asien und Ozeanien, ihre Freuden und Erfolge, ihre Sorgen und Nöte. Umgekehrt sind auch wir in deren Gebet und Fürbitten aufgehoben

Für die monatlichen Gebetskarten gibt es kein festes Ritual. Die einen nehmen sich jeden Tag etwas Zeit dafür, andere kommen nur am Sonntag dazu. Viele beten dazu mit ihren Kindern, in ihrer Ordensgemeinschaft oder im Frauenkreis. Die Mehrzahl aber im stillen Kämmerlein.

Vorgestellt wird dabei immer ein Gebetsanliegen, das die Menschen in einem konkreten missio-Projekt besonders bewegt: Friedensinitiativen im Nahen Osten, ein neues Zuhause für Aids-Waisen, ein Selbsthilfe-Projekt für den Lebensunterhalt von Ordensschwestern.

Zu jedem Anliegen gehört eine bestimmte Perle des bunten Armbandes, das eigens für diesen Zweck in Indonesien geknüpft wurde.

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Pauline-Marie Jaricot


Mit der Initiative Perlen des Lichts, die 2007 ins Leben gerufen wurde, hat missio ein grundliegendes Anliegen von Marie-Pauline Jaricot aufgegriffen. Die Französin hatte 1822 in Lyon einen Missionsverein gegründet und damit eine weltweite Missionsbewegung gestartet. Sie hat nicht nur um Spenden für die Mission gebeten, sondern gleichzeitig um Gebete für die Missionare.

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Oktober 2018: Gebetsanliegen für die Menschen in Äthiopien

Die Region Gambella liegt etwa 800 Kilometer von der äthiopischen Hauptstadt entfernt. Sie ist fast so groß wie Baden-Württemberg und gehört zu den am wenigsten entwickelten Gebieten Äthiopiens. Hunger und Mangelernährung sind für die hier lebenden Nomaden, Hirten, Kleinbauern und Fischer Alltag, denn extreme Trocken- und Regenzeiten machen ihnen zu schaffen.

Die Herausforderungen sind groß: Bauern- und Hirtenstämme kämpfen um die Nutzung des Landes. Innerhalb der einzelnen Stämme streiten die Menschen um ihr Erbe, um Landfragen und Einfluss in öffentlichen Ämtern. Zur Vergeltung wird oft Blutrache geübt.

Traditionelle Wege der Konfliktlösung stärken

Zusätzlich bedrohen auch noch Konflikte zwischen den einzelnen hier ansässigen Volksgruppen und den Zuwanderern aus dem Hochland das Zusammenleben. Friedensarbeit ist dringend nötig, doch das traditionelle Wissen um die Lösung von Konflikten ist längst verloren gegangen. Hier ist die Kirche besonders gefragt, die erst in den 1990er-Jahren in der entlegenen Region ihre Arbeit aufgenommen hat. Das Apostolische Vikariat von Gambella plant ein umfangreiches Programm, das zu einem friedlichen Zusammenleben der unterschiedlichen Gruppen, zu mehr Gerechtigkeit und gesellschaftlicher Stabilität beitragen soll.

Innerhalb eines auf drei Jahre angelegten Programmes sollen in zehn Pfarreien Katechisten und Lehrer erst einmal selbst Workshops zu Friedenserziehung und Konfliktbewältigung absolvieren. Stammes- und Dorfälteste sowie Jugendliche werden einbezogen und lernen, Konflikte friedlich zu lösen. Geplant ist auch die Einrichtung von „Friedensclubs“ in allen Schulen und Gemeinden.

Foto: Hartmut Schwarzbach/missio
Bauern- und Hirtenstämme kämpfen um die Nutzung des Landes. Innerhalb der einzelnen Stämme streiten die Menschen um ihr Erbe, um Landfragen und Einfluss in öffentlichen Ämtern. Zur Vergeltung wird oft Blutrache geübt.

Wir beten für sie:

Auge um Auge, Zahn um Zahn werden die Konflikte unserer Zeit nicht gelöst.

Doch wenn schon Kinder lernen, dem anderen mit einem Lächeln statt mit der Faust zu begegnen, ist ein Miteinander möglich.

Lass auch mich heute Worte des Friedens finden, Herr.

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