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April 2020

Indien: Missbrauch von Ordensfrauen zur Sprache bringen

In Indien arbeiten unzählige Ordensschwestern unermüdlich für das Wohl bedürftiger Menschen. Sie unterrichten in Schulen oder kümmern sich um kranke Menschen. Ihr soziales Engagement ist für die indische Bevölkerung unverzichtbar. In der Kirche selbst haben sie jedoch kaum Entscheidungsbefugnisse. Die patriarchalen Strukturen sind ein Nährboden für Missbrauch, der auch die indische Kirche schwer erschüttert.

Es ist notwendig, dass ein stärkeres Bewusstsein für die Situation indischer Frauen in Kirche und Gesellschaft geschaffen wird. Konflikt- und Missbrauchsfälle werden erhoben, analysiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Erkenntnisse fließen zudem in ein umfangreiches Projekt zur Frauenförderung ein.

Autor: Dr. Michael Becker / missio

Wir beten für sie:

Gott, du wahrhaft gerechter Richter,
wir fühlen uns manchmal wie gefangen
in einem Geflecht aus Sünde,
Verbrechen und Bösartigkeit.
Fassungslos stehen wir vor dem Leid,
das unsere Schwestern aus Indien
erlitten haben in der Hand
skrupelloser kirchlicher Amtsträger.
Schenke diesen Frauen den Mut,
sich gegen das Unrecht zu erheben
und lass nicht zu, dass sie in ihrem Kampf
um Gerechtigkeit alleine gelassen werden.
Schärfe unsere Wahrnehmung
und zeige uns Wege,
unsere Schwestern in Indien
tatkräftig zu unterstützen.
Du allein bist der Gerechte!

Amen.

Fritz Stark / missio

Gebetskette „Perlen des Lichts”

Einige tausend Menschen sind Monat für Monat in der Gebetskette Perlen des Lichts miteinander verbunden. Sie teilen dabei die Anliegen unserer Partnerinnen und Partner in Afrika, Asien und Ozeanien, ihre Freuden und Erfolge, ihre Sorgen und Nöte. Umgekehrt sind auch wir in deren Gebet und Fürbitten aufgehoben

Für die monatlichen Gebetskarten gibt es kein festes Ritual. Die einen nehmen sich jeden Tag etwas Zeit dafür, andere kommen nur am Sonntag dazu. Viele beten dazu mit ihren Kindern, in ihrer Ordensgemeinschaft oder im Frauenkreis. Die Mehrzahl aber im stillen Kämmerlein.

Gebetsanliegen der missio-Partnerinnen und -Partner

Vorgestellt wird dabei immer ein Gebetsanliegen, das die Menschen in einem konkreten missio-Projekt besonders bewegt: Friedensinitiativen im Nahen Osten, ein neues Zuhause für Aids-Waisen, ein Selbsthilfe-Projekt für den Lebensunterhalt von Ordensschwestern.

Zu jedem Anliegen gehört eine bestimmte Perle des bunten Armbandes, das eigens für diesen Zweck in Indonesien geknüpft wurde.

Pauline-Marie Jaricot


Mit der Initiative Perlen des Lichts, die 2007 ins Leben gerufen wurde, hat missio ein grundliegendes Anliegen von Marie-Pauline Jaricot aufgegriffen. Die Französin hatte 1822 in Lyon einen Missionsverein gegründet und damit eine weltweite Missionsbewegung gestartet. Sie hat nicht nur um Spenden für die Mission gebeten, sondern gleichzeitig um Gebete für die Missionare.

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