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Oktober 2020

Niger: Solidarität und Zusammenhalt

Wenn die Ordensschwester Marie Catherine Kingbo zu einer Versammlung einlädt, kommen Imane, Dorfvorsteher, Christen und Muslime, Männer und Frauen. Sie spricht die Themen an, die Niger davon abhalten, sich zu entwickeln. Der Sahelstaat bildet das Schlusslicht auf dem Index für menschliche Entwicklung. Mit Sorge beobachten die Menschen die wachsenden Probleme im Land: die unsichere Ernährungssituation, den Ausbruch der Cholera in der vergangenen Regenzeit und die zunehmende Bedrohung durch islamistische Fundamentalisten.

Beschneidung, Zwangsheirat und Polygamie sind weitere schwerwiegende Herausforderungen. Dazu kommt seit dem Frühjahr die Coronapandemie mit ihren gesundheitlichen und sozialen Folgen. Hier möchte Sr. Marie Catherine die Herstellung von Seife für 5.000 Familien aus 125 Dörfern ermöglichen sowie die Verteilung von Mais für diese Menschen vermitteln.

Impuls:

Wenn eine Pandemie ausbricht, sind Länder wie Niger besonders betroffen. Denn es gibt ja keine Möglichkeit, sich auf eine solche Seuche  vorzubereiten. Die Mittel des Staates sind schon in normalen Zeiten überfordert. Der einzige Grund für Hoffnung in dieser Situation ist das Teilen aus Solidarität. Es gibt für Menschen, wie die Bewohner Nigers keine andere Erlösung von den vielfältigen und weitreichenden Folgen der Pandemie. Schlimm sind ja nicht nur die Folgen der Infektion selbst. Oft sind die mittelbaren Konsequenzen ebenso tiefgreifend, besonders, weil vielfach die materielle Lebensgrundlage komplett wegfällt.

Zum Glück gibt es Menschen wie Sr. Marie Catherine Kingbo. Sie bleibt bewusst an der Seite der Hilfsbedürftigen und kehrt ihnen nicht den Rücken. Durch kleine, aber effektive Projekte schafft sie es, dass die Familien ein regelmäßiges Einkommen generieren. Die spirituelle Frucht ist ebenfalls wunderbar: es gibt wieder Hoffnung, Krankheit und Tod haben nicht das letzte Wort!

Autor: Dr. Michael Becker / missio

Wir beten für sie:

Barmherziger Gott,
Du bist auf der Seite
der Armen und Kranken,
besonders in dieser Zeit
der Coronapandemie.
Diese Seuche trifft Niger
besonders hart,
es fehlt schon in normalen Zeiten an allem,
was ein Leben in Würde ermöglicht.
Wir bitten für Sr. Marie Catherine Kingbo,
dass sie die Kraft findet,
um angesichts der übermenschlichen
Herausforderungen
nicht zu verzweifeln.
Schenke uns den Geist der Solidarität,
damit wir ein glaubwürdiges Zeugnis
der Nächstenliebe geben.
Darum bitten wir durch Christus,
den Bruder der Armen.

Amen.

Hartmut Schwarzbach / missio

Gebetskette „Perlen des Lichts”

Einige tausend Menschen sind Monat für Monat in der Gebetskette Perlen des Lichts miteinander verbunden. Sie teilen dabei die Anliegen unserer Partnerinnen und Partner in Afrika, Asien und Ozeanien, ihre Freuden und Erfolge, ihre Sorgen und Nöte. Umgekehrt sind auch wir in deren Gebet und Fürbitten aufgehoben

Für die monatlichen Gebetskarten gibt es kein festes Ritual. Die einen nehmen sich jeden Tag etwas Zeit dafür, andere kommen nur am Sonntag dazu. Viele beten dazu mit ihren Kindern, in ihrer Ordensgemeinschaft oder im Frauenkreis. Die Mehrzahl aber im stillen Kämmerlein.

Gebetsanliegen der missio-Partnerinnen und -Partner

Vorgestellt wird dabei immer ein Gebetsanliegen, das die Menschen in einem konkreten missio-Projekt besonders bewegt: Friedensinitiativen im Nahen Osten, ein neues Zuhause für Aids-Waisen, ein Selbsthilfe-Projekt für den Lebensunterhalt von Ordensschwestern.

Zu jedem Anliegen gehört eine bestimmte Perle des bunten Armbandes, das eigens für diesen Zweck in Indonesien geknüpft wurde.

Pauline-Marie Jaricot


Mit der Initiative Perlen des Lichts, die 2007 ins Leben gerufen wurde, hat missio ein grundliegendes Anliegen von Marie-Pauline Jaricot aufgegriffen. Die Französin hatte 1822 in Lyon einen Missionsverein gegründet und damit eine weltweite Missionsbewegung gestartet. Sie hat nicht nur um Spenden für die Mission gebeten, sondern gleichzeitig um Gebete für die Missionare.

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