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Foto: Hartmut Schwarzbach/missio

August 2020

AUGUST 2020
PREDIGT ZUM 18. SONNTAG IM JAHRESKREIS A
MATTHÄUS 14,13-21

Wir haben nur fünf Brote und zwei Fische bei uns

Es ist Ende März, da ich diese Zeilen schreibe. Die Corona-Pandemie beschäftigt alle Welt, und niemand kann sagen, wie lange das noch dauern wird. Der Schrifttext, der vor mir liegt und zu dem ich einen Predigtimpuls verfassen möchte, ist unser „Hausevangelium“: die Erzählung der wunderbaren Brotvermehrung in der Version des Matthäus.

Normalerweise, so kurz vor Ostern, würden hunderte und tausende von Pilgern und Touristen jeden Tag hierher nach Tabgha an den See Genezareth kommen, um quasi vor Ort dieses schöne Evangelium zu hören und zu bedenken und um die byzantinischen Mosaiken in unserer Kirche zu bewundern. Vor allem dem bekannten Mosaik mit dem Brotkorb und seinen vier(!) Broten und den beiden Fischen links und rechts gilt dann die Aufmerksamkeit unserer Besucher. Normalerweise.

Jetzt ist unsere Kirche leer. Und unsere kleine Mönchsgemeinschaft erlebt jenen kurzen Eingangsmoment unseres Evangeliums immer wieder neu: Jesus, der Herr, der sich zurückzieht, um allein zu sein (Mt 14,13). Physisch bleiben wir mit dem Herrn hier gewissermaßen allein. Aber wie „damals“ sind auch heute natürlich die Leute „aus den Städten“ hier: All die Fragen und Ängste, die Gebetsanliegen dieser Tage im Frühjahr 2020 sind mit uns, wenn wir nun ausnahmsweise all unsere Gottesdienste in der Kirche feiern können anstatt teilweise in unserer Hauskapelle. Und im Gebet am verehrten Felsen unter unserem Altar vertrauen wir die Menschen und die Welt Jesus, dem Herrn, an, dass ER sie heile und tröste und ihnen zu essen gibt.

Auszug des Predigttextes von Pater Basilius Schiel OSB
Benediktinermönch der deutsch-sprachigen Gemeinschaft der Dormitio-Abtei in Jerusalem und Tabgha

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