missio - glauben.leben.geben
Kreuzweg
Ein spiritueller Weg durch die heiligen Tage

Mit dieser Kreuzweg-Andacht laden wir Gemeinden und Gruppen ein, die Tage des Leidens und Sterbens und der Auferstehung Jesu gemeinsam zu betrachten und mit dem eigenen Leben zu verbinden.

Einführung

Bereits zur Zeit der Kreuzzüge entstand in Jerusalem die Via Dolorosa, ein Weg mit künstlerisch gestalteten Stationen der Passion Jesu. Die Franziskaner trugen wesentlich dazu bei, dass sich diese Form der Betrachtung weltweit ausbreitete, und so entstanden in vielen Ländern Kreuzwege nach ihrem Vorbild. In dieser Tradition steht auch das Pastoralzentrum in Bukal auf den Philipinnen, das einen verdichteten Kreuzweg in vier Stationen entwickelt hat. Mit den hier beschriebenen Schritten laden wir Sie ein, diesen Kreuzweg mitzugehen und die Leidensgeschichte Jesu auf neue Weise zu betrachten.

» Unten finden Sie die Arbeitshilfe als Download.

Das Kreuz in der Mitte

In der Raummitte ist das Kreuz das Zeichen, an dem sich alle Stationen, die im Raum verteilt sind, schließlich sammeln. Das Kreuz ist Mittelpunkt, Orientierung, Einladung.

 

Material:

  • Kreuz (alternativ Seil, Hölzer oder Legematerial, um ein Kreuz zu formen)
  • Krug mit Wasser, Tischdecke, Brot und Wein
  • Dornen, Nägel, Hammer, dunkle Tücher
  • Steine, graue Tücher, trockene Blumen/Pflanzen
  • frische Blumen, bunte Tücher, Konfetti
  • Bibel und ggf. instrumentale Musik
  • vier Blätter mit den Leitfragen (vgl. III. Teil) zu den Stationen – werden verdeckt zur jeweiligen Station gelegt.

Das Kreuz bildet die räumliche Mitte, die Symbole markieren die vier Stationen (Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag, Ostersonntag), z.B. in den vier Ecken oder als Weg.

Auf dem Bild sind verschiedene handgefertigte Gegenstände angeordnet, darunter bunte Stoffe, eine Schnur in Form eines Kreuzes und kleine Notizzettel. Diese Objekte sind kreativ gruppiert und stehen mit de Kar- und Ostertagen in Verbindung.
Zum Abschluss werden alle Symbole von den Stationen zum Kreuz gebracht, das zu Anfang allein die Mitte bildet.

Austausch zu Beginn - beim Kreuz

1. Teil - Gemeinsamer Stationenlauf

Die Teilnehmenden ziehen gemeinsam von Station zu Station und durchschreiten sie als geistliche Wegpunkte, im Geist des Gebets und im Vertrauen auf Christi Führung.

Für jede Station sind Symbole im Raum auf dem Boden verteilt Bei jeder Station liest zunächst eine Person den kurzen Abschnitt aus der Bibel vor. Es folgt der Impuls, gelesen von einer anderen Person, wenn möglich. Das Gehörte wird entweder in Stille persönlich reflektiert (ggf. während instrumentaler Musik) oder die Teilnehmenden tauschen sich kurz aus.

2. Teil - Persönlicher Weg durch die Stationen

Die Teilnehmenden gehen individuell umher, lassen die Symbole und das Gehörte auf sich wirken. Sie wählen je eine Station, die sie gerade besonders anspricht und bleiben dort stehen.

3. Teil - Austausch an den Stationen

An den vier Stationen kommen die dort versammelten Teilnehmenden ins Gespräch zu den jeweils aufgeführten Leitfragen (bereitliegendes Blatt umdrehen).

Der Austausch an den Stationen soll ca. 10 Minuten dauern. Anschließend sprechen sich die Teilnehmenden gegenseitig einen Segen zu, laut oder still.

4. Teil - Osterweg der Freude

Von der Station Ostersonntag bewegt sich die dort stehende Gruppe rhythmisch/tänzerisch/singend durch alle Stationen und nimmt die anderen mit zum Anfangsort um das Kreuz. Die leitende Person sammelt die Gegenstände der Stationen ein und legt diese um das Kreuz.

In Dankbarkeit versammeln sich die Teilnehmenden um das Kreuz und tauschen sich offen über die österliche Botschaft aus.

 

Gerne können Sie sich die Arbeitshilfe auch herunterladen und ausdrucken.

Jetzt downloaden (PDF, 13,6 MB)

Unsere Gebetskarte „Kirche erneuern“ wurde inspiriert von Papst Franziskus.

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