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Bibelteilen gegen Corona - Video-Solidaritätsaktion zu Ostern

Botschaften der Hoffnung

Ostern ist das Fest der Auferstehung. Hoffnung ist angesagt. Aber auch in Zeiten von Corona? In Deutschland ist alles anders. In Afrika, Asien und Ozeanien trifft das Virus die Ärmsten und Verwundbarsten hart. Ordensfrauen, Priester, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen an ihrer Seite. Solidarität ist nötiger denn je. Deshalb haben wir Männer und Frauen der Weltkirche gefragt: Wie beeinflusst jetzt Corona euer Leben? Woraus schöpft ihr an Ostern Kraft? Wie gibt euch die Bibel Mut? Erzbischof Ludwig Schick (Bamberg), Vorsitzender der Kommission Weltkirche bei der Deutschen Bischofskonferenz und missio-Präsident Pfarrer Dirk Bingener geben Antwort. Aber auch zehn Projektpartner aus Tansania, den Philippinen, Nigeria, der Demokratischen Republik Kongo, Kenia und Burkina Faso schickten ein Video. So entsteht ein Band der Solidarität zu Ostern. Die Aktion knüpft an die Tradition der Kleinen Christlichen Gemeinschaften in unseren Partnerländern an, ihr Leben als Christinnen und Christen im Alltagsgespräch aus dem Glauben zu gestalten.

Christen bei der Auferstehungsfeier in Aleppo 2018. Foto: missio/Maronitische Kirche Syrien
Auferstehungsfeier (2018) in der vom Bürgerkrieg schwer beschädigten maronitischen Kathedrale von Aleppo.

Hinweis: Die Videos können Sie sich auch in einer größeren Version anschauen. Einfach starten und dann unten rechts auf das viereckige Symbol klicken.

Deutschland

Erzbischof Ludwig Schick

"Herr, bleibe bei uns": Dieses Wort der Emmaus-Jünger an Jesus in den Osterlesungen möchte Erzbischof Ludwig Schick aus Bamberg (und Vorsitzender der Kommission X „Weltkirche” der Deutschen Bischofskonferenz) angesichts der Corona-Krise mit den Menschen in Deutschland, Afrika, Asien oder dem Nahen Osten teilen. An Ostern können wir auf Jesus Christus vertrauen.

Deutschland

Pfarrer Dirk Bingener

Seit 2019 ist Pfarrer Dirk Bingener missio-Präsident in Aachen und Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Deutschland. Er macht den Freundinnen und Freunden sowie den Partnerinnen und Partnern von missio zu Ostern Mut. Er selbst spürt, dass dieses Jahr ein ganz anderes Ostern ist – verweist aber darauf, dass in und nach der Krise der Glaube eben auch anders und intensiver erlebt werde.

Mk 16,6

Er aber sagte zu ihnen: Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden; er ist nicht hier. Seht, da ist die Stelle, wohin man ihn gelegt hat.

Philippinen

Rosemarie („Rhoy”) Dizon

Hunderte Familien leben in der philippinischen Stadt Cebu auf den Friedhöfen. Die missio-Projektpartnerin Rosemarie („Rhoy”) Dizon setzt sich seit Jahren dafür ein, dass den Müttern, Vätern und Kindern konkret geholfen wird und sie die Chance auf ein normales Leben jenseits des Friedhofs erhalten. Besonders stolz ist sie auf die Erfolgsgeschichte eines Mädchens, das nach dem Schulabschluss studierte und heute als Lehrerin arbeitet.

Tansania

Schwester Yusta Tesha

Seit 2010 arbeitet Schwester Yusta Tesha auf der Insel Sansibar. Unter den 1,3 Millionen Bewohnern der Insel – überwiegend Muslime – sind die Katholiken in der absoluten Minderheit. Die Ordensfrau engagiert sich stark im sozial-pastoralen Bereich. Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Förderung von Frauen und Mädchen.

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Nigeria

Schwester Maria Vitalis

Schwester Maria Vitalis betreut in Yola Familien, die vor Boko Haram geflohen sind. Viele leben seit Jahren in einem provisorischen Camp. Als ausgebildete Krankenschwester und Hebamme kümmert sich die Ordensfrau nicht nur um die medizinische Betreuung. Sie hat auch immer ein offenes Ohr für die Sorgen der Menschen.

Tansania

Elvis Joseph Miti

Als Projektkoordinator leitet Elvis Joseph Miti in Ndanda das UZIMA-Programm, das Menschen mit HIV, AIDS und anderen chronischen Krankheiten betreut. UZIMA ist Suaheli und bedeute so viel wie „Leben in Fülle“. Miti, der verheiratet ist und selbst vier Kinder hat, hofft allen im Programm ein erfülltes Leben ermöglichen zu können.

Lk 17,5-6

Herr, stärke unseren Glauben.

Burkina Faso

Pfarrer Marcellin Ouédraogo

Eigentlich arbeitet Pfarrer Marcellin Ouédraogo als Jugendseelsorger im Bistum Ouahigouya im Norden Burkina Fasos. Im Moment lernt er allerdings Englisch in Ghana, um sich in Kenia weiter zu qualifizieren. Er möchte mit dem Studiengang „Psycho-Spirituelle-Therapie“ Menschen in schwierigen Lebenssituationen helfen – im krisengebeutelten Burkina Faso eine dringend benötigte Fährigkeit.

Burkina Faso

Pfarrer Charlemagne Sawadogo

Im Norden von Burkina Faso arbeitet Pfarrer Charlemagne Sawadogo als Jugend- und Kinderseelsorger des Bistums Ouahigouya. Er betreut auch Jugendliche, die in illegalen Goldminen ihr Leben riskieren, um der Armut im Land zu entkommen. Seit 2015 terrorisieren islamitische Gruppen den Norden des Landes, wo viele Schulen und Krankenhäuser schließen mussten.

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Kolumbien, Kenia und Elfenbeinküste

Seminaristen der Yarumal

Sie kommen aus verschiedenen Ländern wie Kolumbien, Kenia und der Elfenbeinküste und bereiten sich in Kenia auf ein Leben als Priester vor. Die Seminaristen der Yarumal, die in diesem Video ihre Botschaften überbringen, leben und arbeiten auf der Farm „Drei tausend Freunde” nahe Nairobi. Auf dem Hof wird biologische Landwirtschaft betrieben und unterrichtet.

Kenia

Sergio Hincapié

Sergio Hincapié kommt aus Kolumbien und macht gerade sein Praxisjahr bei den Yarumal Missionaren im Norden Kenias. Dort lebt das Hirtenvolk der Samburu. Neben Projekten gegen Genitalverstümmelung von Mädchen, Frauenförderung und Brunnenbau, organisieren die Missionare auch eine Abendschule für Hirten, die tagsüber Vieh hüten.

Lk 24,29

Sie drängten ihn und sagten zu ihm: Bleibe bei uns, denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneigt.

Kenia

Pater Jairo Alberto Franco

Der Kolumbianer Pater Jairo Alberto Franco gehört zu den Yarumal-Missionaren. Er leitet ein Priesterseminar in Kenia. Es liegt in Kibera im größten Slum Nairobis. Dort vertiefen sich die Seminaristen nicht nur in theologische Studien, sie teilen auch das einfache Leben der Menschen. Missionsarbeit und der Einsatz für die Armen sehen die Yarumals als ihre vorrangigen Aufgaben.

DR Kongo

Thérèse Mema

Thérèse Mema Mapenzi ist Traumaexpertin der Kommission „Justice and Peace“ in Bukavu / DR Kongo. Die Traumazentren betreuen Opfer des Kriegs um Bodenschätze wie Coltan und Gold in der DR Kongo, die für die Produktion von Handys benötigt werden. Stichwort: „Bluthandys“.

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