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„Erschüttert, aber nicht untergegangen: Wir geben nicht auf.“

Mit großer Hoffnung, die in Gott und in uns selbst begründet ist, werden wir diese schwere Krise überwinden. Seit Beginn dieser Gesundheitskrise ist Gott unser Hauptverbündeter. Dies dürfen wir bestimmt beim täglichen Gebet spüren. Bevor Jesus diese Welt verließ, sagte er zum himmlischen Vater – und gleichzeitig zu uns:

„Ich bin nicht mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt und ich komme zu dir. Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins sind wie wir!“

Joh 17,11

Wir befinden uns in der Tat in einer Welt, die plötzlich angesichts eines kleinen Virus‘ tief erschüttert wurde. Dieses Virus hat viele unsere Gewohnheiten und auch einige unserer Gewissheiten, insbesondere jene die wirtschaftlich sehr mächtig sind, radikal in Frage gestellt. Ihrer Grenzen ganz bewusst wird auch die erste Weltmacht, die sich beim Fliegen „Air Force One“ nennt. Selbst die größten Wirtschaftsmächte unseres Planeten Erde, Amerika und China, sind in ihren wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Gewissheiten ins Wanken geraten.

Foto: Friedrich Stark/missio
Abbé Ambrosius Tine, Finanzdirektor des Bistums Thiès im Senegal und Botschafter der Stiftung pro missio

Was uns, die wir an Jesus Christus glauben, betrifft, so sind natürlich auch wir auf gesundheitlicher, sozialer und vielleicht sogar wirtschaftlicher Ebene sehr erschüttert. Aber wir halten an unserem Glauben fest. Wir glauben, dass Jesus uns liebt, bei uns wohnt (Emmanuel) und uns immer treu bleibt. Er wird uns in der Krisensituation, in der wir uns befinden, nicht im Stich lassen, denn er sagte: „Ich bin immer bei euch, bis ans Ende der Zeit“ (Mt 28,20). Und: „Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht“ (Joh 14,27).

Solidarität und Mitverantwortung

Wir glauben, dass Gott weiterhin treu seine Verantwortung gegenüber jedem von uns wahrnimmt, um uns das Leben zu erleichtern. Wir glauben auch, dass der Geist, den er uns geschenkt hat, eine Kraft der Liebe ist, die in unseren Herzen, im Herzen unseres Lebens, im Herzen unserer Gesellschaft wohnt. Dieser Geist Gottes entwickelt in unseren Familien und in unserer Gesellschaft eine offene, integrative Solidarität und ein Gefühl der Mitverantwortung in einer Welt, in der wir alle Brüder und Schwestern sind (Gal 4,28).

Wir sind bis Ende Mai noch in der Osterzeit. Deshalb lasst uns miteinander auf unserem österlichen Weg bleiben – und die Auferstehung in ihrer diesmal wirklich historischen Dimension erleben.

Lasst uns daher weiterhin glauben, dass wir mit der Kraft Gottes, kombiniert mit der Stärke unserer Intelligenz und unserer Liebe, gemeinsam und solidarisch COVID-19 auf allen Kontinenten überwinden werden.

Möge der „Gott mit uns“, Emmanuel, uns helfen, mit einem neuen Geist wieder aufzutauchen, um gemeinsam eine Welt zu errichten, die gesünder ist, weil sie wirtschaftlich und sozial gerechter sein wird und die Natur mehr respektiert. Lasst uns den Mut bewahren und fest im Glauben und in der Hoffnung solidarisch bleiben. Wir sind in diesen schwierigen Zeiten nicht allein, gemeinsam sind wir stark.

Abbé Ambroise Tine, Botschafter der Stiftung pro missio

Helfen Sie den Opfern der Corona-Pandemie!

Ostergruß von Schwester Lorena Jenal

Foto: Bettina Flitner/missio
Schwester Lorena Jenal stiftet Frieden zwischen verfeindeten Volksgruppen in Papua-Neuguinea.

Mein Ostergruß, Osterwunsch, Osterfriede!

Und als die Menschen dachten,
mit ihm sei alles vorbei,
da stand er von den Toten auf,
wie ein Blitz, mit weissen Gewändern, weiss wie Schnee, aber
Er erschien wie eine Feuerflamme!
Die Menschen, die das sahen, erstarrten vor Schrecken.
Aber zu denen, die glauben, sagte Er,
dass im Reich Gottes nichts stirbt
weder Samenkorn, noch Tropfen, weder Staub, noch Mensch.
Nur die Vergangenheit stirbt oder die Gegenwart stirbt,
aber die Zukunft lebt ewig.
Und: Ich bin die Zukunft der Menschen.
Für mich war Sein und Nicht-Sein immer eins.
Ich war immer, und ich war nie!