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Zu Gast im Irak

Die zweite Station unserer kulinarischen Reise ist der Irak. Mit dem Land verbinden wir vor allem Krieg und Terror, worunter auch die irakischen Christen stark leiden. Hier finden Sie neben unserem Biryani-Rezept nun noch weitere Informationen über das nahöstliche Land.

Das Zweistromland

Der Irak ist kein historisch gewachsener Staat, sondern wurde 1920 von Großbritannien und Frankreich am grünen Tisch gegründet. Er ist ein betörend schönes Land. Kulturell wie landschaftlich zeichnet er sich durch eine Vielfältigkeit aus, die ihres Gleichen sucht. Im Süden reicht er bis an den Persischen Golf und endet im Norden an den Ausläufern des Taurus-Gebirges. Im Westen erstrecken sich weite Wüstengebiete, die bis nach Syrien hineinreichen. Durchzogen wird der Irak vom Euphrat und vom Tigris, deren fruchtbare Schwemmgebiete eine der weltweit ältesten Kulturregionen der Menschheit sind: es handelt sich um das alte Mesopotamien, Heimat der Sumerer, Assyrer und Babylonier.

Mit seinen knapp 40 Millionen Einwohner ist der Irak ein multiethnischer sowie multireligiöser Staat. Es ist ein mehrheitlich arabisch geprägtes Land, aber Kurden, Turkomanen, Armenier und Assyrer/Aramäer bilden teils große Minderheiten. 95 Prozent der Bevölkerung bekennt sich zum Islam, davon ca. 60 Prozent zur Shia und 35 Prozent zur Sunna. Die restlichen Glaubensgemeinschaften setzen sich aus Christen, Jesiden und anderen zusammen. Auch wenn der Islam Staatsreligion ist, ist die Religionsfreiheit verfassungsmäßig garantiert.

Doch seit dem Irakkrieg 2003 herrschen bürgerkriegsähnliche Zustände. Der Einmarsch der US-amerikanisch geführten Koalitionstruppen sorgte für den Kollaps der staatlichen Strukturen, unter dem der Irak bis heute leidet. Durch die Ausbreitung des sogenannten Islamischen Staates in den kurdisch dominierten Norden, wurden ganze Landstriche verheert, die bis dahin weitestgehend vom Krieg verschont geblieben waren. Heute sind ca. 1,4 Millionen Binnenvertriebene sowie eine Viertelmillionen syrische Flüchtlinge im Irak registriert. Opfer der vornehm-lich innerislamischen Konflikte wurden und werden auch die religiösen Minderheiten wie Jesiden oder Christen. Waren 2003 geschätzt acht Prozent der Iraker Christen, waren es 2015 weniger als ein Prozent.

Foto: missio

Biryani-Rezept aus der nahöstlichen Küche

REZEPT HERUNTERLADEN

Unsere Petition zur Unterstützung der Christen im Irak

Unter den Problemen im Land leiden auch Christen sehr stark. Hunderttausende mussten ihre Heimat aufgrund von Krieg und Terror verlassen, nur wenige sind zurückgekehrt. Die verlassenen Grundstücke und Häuser werden mittlerweile von der Zentralregierung in Bagdad zunehmend an andere Gruppen verteilt - wodurch eine Rückkehr der christlichen Bevölkerung quasi unmöglich wird.

Dagegen wenden wir uns mit einer Petition, in der wir die EU-Kommission darum bitten, sich für einen Stopp dieser Neuverteilung von Land bei der irakischen Regierung einzusetzen. Helfen Sie uns gerne dabei und zeigen Sie Ihre Solidarität mit den Christen im Irak.

Alle Informationen finden Sie hier ».

Petition zur Unterstützung der Christen im Irak

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