Eine große Menge von Menschen steht unter Regenschirmen vor einer großen Leinwand. Auf der Leinwand sind eine Rednerin und eine Gebärdensprachdolmetscherin zu sehen. Der Himmel ist grau und bewölkt.
Eine Gruppe von Personen steht im Freien. Eine Ordensschwester mit Brille und dunkler Kleidung guckt lächelnd in die Kamera. Im Hintergrund steht ein weiterer Mann in blauer Jacke, der einen Gegenstand in der Hand hält.
Eine lächelnde Ordensschwester mit einer blauen Jacke und einer weißen Kopfbedeckung steht in einer Menschenmenge vor einer großen Bühne, die für eine Veranstaltung vorbereitet ist. Die Bühne hat ein großes Banner mit der Aufschrift "HAB MUT!".
Ein Junge mit einem Schal steht unter großen, goldenen Flügel in einer Stadt, während im Hintergrund eine Kirche sichtbar ist. Auf einem Schild steht "Schutzengel Grüße aus Würzburg".
Ein Junge mit einem Schal steht unter großen, goldenen Flügel in einer Stadt, während im Hintergrund eine Kirche sichtbar ist. Auf einem Schild steht "Schutzengel Grüße aus Würzburg".
Eine Gruppe von sechs Jugendlichen steht vor einer großen Statue mit Engelsflügeln. Sie halten ein Plakat mit einer Aufforderung zur Unterstützung einer Petition. Im Hintergrund sind Stadthäuser und zwei Kirchtürme sichtbar. Es ist ein sonniger Tag.
Drei Personen stehen auf einer Bühne, während sie ein großes Banner mit dem Text „HANDYPFAND JETZT!“ halten. Im Hintergrund sind technische Geräte und ein Bildschirm sichtbar.
Eine Ordensschwester steht auf einer Bühne und spricht zu einem Sitzpublikum in einem modernen Raum mit Holzstützen. Zuhörer in verschiedenen Altersgruppen lauschen aufmerksam. Einige machen Notizen, während andere entspannt sitzen und die Präsentation verfolgen.
Eine Gruppe von Menschen versammelt sich im Freien, um einer älteren Ordensschwester zuzuhören, die spricht. Die Anwesenden sind in lässiger Kleidung und zeigen unterschiedliche Reaktionen. Im Hintergrund sind Gebäude und eine Fenstergitter zu sehen.
Eine Ordensschwester in blauer Kleidung hält ein Kreuz in einer Kirche hoch. Im Hintergrund stehen mehrere Priester in goldenen Gewändern, während sie auf die Frau schauen. Die Kirche hat eine helle, feierliche Atmosphäre mit Statuen an den Wänden.
Eine Gruppe von Menschen versammelt sich im Freien, um einer älteren Ordensschwester zuzuhören, die spricht. Die Anwesenden sind in lässiger Kleidung und zeigen unterschiedliche Reaktionen. Im Hintergrund sind Gebäude und eine Fenstergitter zu sehen.
Zwei Ordensschwestern, eine mit Brille, die andere mit Sonnenbrille  stehen lächelnd vor einer Bühne. Im Hintergrund ist eine große Leinwand sichtbar. Beide tragen warme Jacken und wirken fröhlich.
Katholikentag 2026

Weltkirche hautnah: Schwester Lorena und Schwester Mercy in Würzburg

Mit persönlichen Geschichten bringen zwei mutige Schwestern Hoffnung, Glauben und ihren Einsatz für Menschen in Gefahr weltweit zum Katholikentag nach Würzburg.

Zwei Schwestern, eine gemeinsame Mission

Nach tausenden zurückgelegten Kilometern begegneten sich die beiden langjährigen missio-Partnerinnen erstmals persönlich während des Katholikentags in Würzburg. Mut, Hoffnung und ein tiefer Glaube verbinden Schwester Lorena aus Papua Neuguinea und Schwester Mercy aus Ghana. Und genau das geben sie an die Menschen um sie herum weiter.

Schwester Lorena

Seit Jahrzehnten kämpft die 76-jährige Schweizer Ordensfrau Schwester Lorena Jenal für Frauen, die nach Hexereivorwürfen verfolgt, misshandelt und nicht selten getötet werden. Mehr als 450 von ihnen hat sie bereits in Sicherheit gebracht. Mit dem von missio Aachen unterstützten Schutzhaus „House of Hope“ setzt sie ihre Arbeit unbeirrt fort — „solange ich lebe und atme". 

Schwester Mercy

In Agbogbloshie, einer der größten Elektroschrott-Deponien der Welt am Rand der ghanaischen Hauptstadt Accra, kämpft Schwester Mercy Benson gegen die Folgen eines globalen Geschäfts, das seinen giftigen Preis vor allem die Ärmsten zahlen lässt. Zwischen Bergen aus Elektroschrott – darunter auch illegal exportierte Altgeräte aus Europa – setzt sich die Ordensfrau und Umweltaktivistin für die Menschen ein, darunter viele Kinder, die hier leben und arbeiten.

Vor den Engelsflügeln

Beim 104. Deutschen Katholikentag forderte missio gemeinsam mit Schwester Mercy und verschiedenen katholischen Verbänden ein gesetzliches Pfandsystem für Handys in Deutschland. Ziel ist es, die Rückgabe und das Recycling alter Handys zu verbessern und so zu verhindern, dass Elektroschrott illegal nach Westafrika exportiert wird.

„Manche von uns halten dort keine Stunde aus, weil dieser Ort so furchtbar ist. Und doch leben die Menschen dort – von morgens bis abends, Tag für Tag. Sie arbeiten dort, sie schlafen dort. Jedes Mal, wenn Sie Ihr altes Mobiltelefon abgeben, helfen Sie uns.“

Schwester Mercy

Schülergruppe

Eine Schülergruppe aus Niedersachsen startete eine Sammelaktion und konnte innerhalb von vier Wochen 130 alte Mobiltelefone sammeln. Die Geräte brachten die Jugendlichen zum Katholikentag in Würzburg, um sie der missio-Handyspendenaktion zu übergeben.

„Das ist so eine Sache, da kann jeder was machen, ganz schnell, ohne viel Zeit zu investieren. Man tut etwas für die Nachhaltigkeit und geht mit einem guten Gefühl nach Hause“, sagte Lehrerin Elke Strüwing

Podiumsdiskussion

Die dramatische Situation in Agbogbloshie sowie die Frage nach besseren Recyclingstrukturen in Deutschland standen im Mittelpunkt einer Podiumsdiskussion mit Fernsehjournalistin Gundula Gause, missio-Vizepräsident Dr. Gregor von Fürstenberg, Telekom-Manager Patrick Marscholl und Matthias Pieper vom Zukunftshaus Würzburg.

Rund 400 Besucherinnen und Besucher kamen, um über die globalen Folgen des digitalen Konsums und mögliche Wege zu mehr Nachhaltigkeit zu diskutieren. 

„Man kommt nach Agbogbloshie und entdeckt dort tatsächlich die Vorhölle. Laudato si’ erinnert uns daran, dass es an uns ist, Verantwortung für unseren Planeten zu übernehmen“, sagte Gundula Gause, die sich seit 25 Jahren ehrenamtlich bei missio engagiert.

Museum Kulturspeicher

Im Museum Kulturspeicher sprach Schwester Lorena mit rund 50 Interessierten über ihre Arbeit in Papua-Neuguinea. Dabei machte sie deutlich, wie wichtig Aufklärung über Hexereivorwürfe und die damit verbundene Gewalt ist – ein Thema, das bis heute vielerorts bittere Realität bleibt und dringend beendet werden muss. 

Während des Treffens wurde zudem ein von missio mithilfe Künstlicher Intelligenz erstelltes Porträt präsentiert, das zeigt, wie die Ordensfrau Maria Renata Singer (1680 – 1749) ausgesehen haben könnte. Die deutsche Ordensfrau, einst Subpriorin des Klosters Unterzell, gilt als eines der letzten Opfer der Hexenverfolgungen im Hochstift Würzburg. Pfarrer Dirk Bingener überreichte das Bild anschließend an die stellvertretende Museumsleiterin Dr. Henrike Holsing.

Stadtrundgang mit Schwester Lorena

Mit einem solchen Andrang hatte niemand gerechnet: Statt der erwarteten 30 Personen nahmen rund 100 Menschen am eineinhalbstündigen Stadtrundgang zur Geschichte der Hexenverfolgung in Würzburg teil.

Gemeinsam mit Schwester Lorena, dem Historiker Dr. Werner Tschacher und einem Stadtführer erfuhren die Teilnehmenden mehr über die historischen Hintergründe und die erschreckenden Parallelen zu aktuellen Entwicklungen in Papua-Neuguinea.

Gemeinsam im Gottesdienst: Schwester Mercy mit dem Recycling-Kreuz

Gemeinsam besuchten Schwester Lorena und Schwester Mercy die Eucharistiefeier der weltkirchlichen Hilfswerke im St.-Kilian-Dom. Aufmerksam verfolgten sie den Gottesdienst, sangen mit und schöpften neue Kraft für ihre Arbeit. Schwester Mercy sprach eine Fürbitte, das Recycling-Kreuz in der Hand.

„Sie rettet Menschenleben in Papua-Neuguinea, und wir bewahren Menschen in Ghana mit Recyclingprojekten vor Armut und geben ihnen Hoffnung auf eine bessere Zukunft“, sagte Schwester Mercy. „Wir sind einfach zusammengekommen und sofort entstand eine starke Verbindung.“

Lesen Sie hier einen persönlichen Bericht zum Stadtrundgang mit Sr. Lorena in Würzburg:

„Schwester Lorena erinnert an Frauen, die noch immer als sogenannte Hexen sterben müssen“

 

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