Wie Gesellschaft mit den Toten umgeht
Wie Gesellschaft mit den Toten umgeht, berührt zentrale Fragen der Religions- und Glaubensfreiheit. Wir laden zu einer Online-Veranstaltung ein, die den würdevollen Umgang mit Verstorbenen als Ausdruck von Menschenwürde und Menschenrechten weltweit beleuchtet.
Diese zentralen Aspekte religiösen Lebens werden jedoch weltweit in verschiedenen Kontexten eingeschränkt oder sogar gezielt verletzt: Auf Grund von Hass auf religiöse Minderheiten sowie im Kontext von Krieg und autoritärer Herrschaft werden Gräber und Friedhöfe immer wieder geschändet oder zerstört. Tote werden verschwunden gelassen und misshandelt. Gleichzeitig wird Bestattungsgesetzgebung häufig so ausgestaltet, dass es religiösen Minderheiten nicht möglich ist, Bestattungsrituale nach ihren religiösen Vorstellungen durchzuführen. Im Kontext von Flucht und Migration fehlt oft noch das Bewusstsein für die Bedeutung eines religionssensiblen Umgangs mit den Toten.
Die Online-Konferenz bietet im ersten Teil einen systematischen Überblick über Herausforderungen und Verletzungen der Religions- und Weltanschauungsfreiheit im Zusammenhang mit Tod und der Würdigung der Verstorbenen – anhand konkreter Beispiele aus unterschiedlichen Ländern (Iran, Deutschland, Aserbaidschan, Sri Lanka, Italien). Im Mittelpunkt steht die Frage, welche weitreichenden Folgen diese Verletzungen für trauernde Angehörige, betroffene Gemeinschaften und die Gesellschaft als Ganze haben.
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Ihre Ansprechpartner
Teresa Dreiß
Leiterin des Teams „Menschenrechte & Religionsfreiheit”
Milan Ivić
Regionalstellenreferent HauptstadtbüroNiederwallstraße 8-9
10117 Berlin