missio - glauben.leben.geben

VERANSTALTUNG

„Gewalt im Namen der Religionen”

19.08.2021, weltweit ➡ online
9:30 bis 15:30 Uhr

Welche Verantwortung trägt der Journalismus? - Videokonferenz für und mit Journalist/-innen

Welche Verantwortung trägt der Journalismus? Fotomontage: W.W.S.! / missio
Welche Verantwortung trägt der Journalismus?

Die Vereinten Nationen rufen den 22. August zum „Internationalen Tag zum Gedenken an die Opfer von Gewalt aufgrund von Religion oder Glauben“ aus.

Dazu stellt die Konferenz spannende Fragen: Welche Verantwortung tragen Journalistinnen und Journalisten mit ihrer Berichterstattung? Klären sie über die gewalttätige Instrumentalisierung von Religion weltweit für politische, ideologische und soziale Interessen differenziert auf oder verstärken sie Klischees und Vorurteile? Werden sie mit ihrem Storytelling der Wirklichkeit weltweit vor Ort oder den Erwartungen von Redaktionen und Publikum in Deutschland gerecht? Trägt ihre Berichterstattung zur Spaltung oder Versöhnung zwischen Angehörigen unterschiedlicher Religionen bei?

Programm:

  • 9:30 Uhr - Begrüßung
  • 9:45 Uhr
    Workshop 1 (in Englisch): „Macht religiöse Minderheiten nicht zu Bürgern zweiter Klasse und wehrlosen Opfern!”
    Christinnen und Christen stellen im Nahen Osten eine Minderheit dar. In der Medienberichterstattung in Deutschland werden sie dann Thema, wenn sie Opfer islamistischer Terroranschläge werden. Das islamistische Narrativ will Christinnen und Christen als Bürger zweiter Klasse und wehrlose Opfer stigmatisieren, die nicht zur Kultur des Nahen Ostens gehören und bloße „Agenten“ des kolonialistischen Westens sind. Der Workshop will zeigen, wie die westliche Berichterstattung zu diesem Narrativ (ungewollt) beitragen und wie es vermieden werden kann.
    Den Workshop leitet Professor Fadi Daou von der christlich-muslimischen Adyan-Stiftung im Libanon. Der Partner von missio Aachen beschäftigt sich seit Jahrzehnten damit, wie Konflikte im Nahen Osten durch den interreligiösen Dialog befriedet werden können.
    Workshop 2 (in Deutsch): „Zahlen lügen doch nicht! Oder? Was sagen Berichte und Ranglisten über Verletzungen von Religionsfreiheit wirklich aus?”
    Sind nun 300 Millionen Christinnen und Christen weltweit verfolgt oder 100 Millionen? Sind Christen oder Muslime die am meisten weltweit verfolgte religiöse Gruppe? In welchem Land wird Religionsfreiheit am stärksten verletzt? Journalistinnen und Journalisten brauchen Zahlen und Fakten, wenn sie über Gewalt im Namen von Religion oder Verletzungen von Religionsfreiheit berichten. Dazu gibt es von verschiedenen Organisationen verschiedene Berichte. Der Workshop stellt verschiedene Formen des Monitorings von Verletzungen der Religionsfreiheit vor und ordnet ihre Aussagekraft ein.
    Den Workshop leitet Dr. Katja Voges, komm. Leiterin der Abteilung Theologische Grundlagen und Referentin für Menschenrechte bei missio Aachen.
  • 11:00 Uhr - Die Kooperationspartner stellen sich vor
    Katholische Journalistenschule ifp: Weiterbildungsgang Fachjournalist/in Religion. (Bernhard Remmers, Journalistischer Direktor ifp)
    katholisch.de: Ein Internetportal und die Religionsfreiheit (Steffen Zimmermann, Berlin-Korrespondent)
    - kontinente: missio und 26 katholische Orden machen ein Magazin der Weltkirche (Beatrix Gramlich, Chefredakteurin)
    missio Aachen: Bedrängten Christinnen und Christen helfen (Johannes Seibel, Pressesprecher missio Aachen)
  • 11:30 Uhr - Pause
  • 11:45 Uhr - Podiumsgespräch
    Menschenrecht Religionsfreiheit unter Druck: Markus Grübel und Dr. Gregor von Fürstenberg », Moderation: Steffen Zimmermann
  • 12:30 Uhr - Mittagspause
  • 14:00 Uhr - Podiumsdiskussion mit Wolfgang Bauer, Jürgen Erbacher, Ulrich Pick und Beatrix Gramlich
  • 15:30 Uhr - Ende

Die Workshops wenden sich an Journalistinnen und Journalisten oder journalistisch Interessierte.

Anmeldungen nehmen wir ab sofort hier entgegen. » Die Teilnehmenden erhalten dann einen Zugangslink zu den Workshops.

Eine Veranstaltung des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio Aachen in Kooperation mit der Katholischen Journalistenschule ifp, dem Internetportal katholisch.de und dem Magazin kontinente.


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Johannes Seibel

Leiter der Abteilung Kommunikation & Presse
Tel.: +49 (0)241 / 75 07 - 286
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