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Die äthiopische Kaffeezeremonie

Willkommen im Ursprungsland des Kaffees: Zu den natürlichen und kulturellen Schätzen Äthiopiens gehört der Kaffee. Der Name für die belebenden Bohnen leitet sich von der äthiopischen Region Kaffa ab. Der heiße Sud spielt im Alltag vieler Menschen dort eine große Rolle. Die Kaffeezeremonie dient nicht nur dem guten Geschmack, sondern auch dem guten Zusammenleben. Wir laden Sie ein, in Solidarität mit den Menschen in Äthiopien diese Zeremonie und ihren Zauber zu entdecken!

Coffee to stay in Ihrer Gemeinde

Die Kaffeezeremonie gehört zu Äthiopien wie ein köstlicher Duft zu frisch geröstetem Kaffee. Eine Einladung zur Kaffeezeremonie ist ein Zeichen der Anerkennung und der Freundschaft. In der Zeremonie findet die traditionelle Gastfreundschaft ihren vollkommenen Ausdruck. Während einer äthiopischen Kaffeezeremonie verbringen die Gäste viel Zeit miteinander. So entsteht ein Raum, in dem die Menschen Freude und Leid teilen können. Ein „Coffee to go“ wäre in Äthiopien undenkbar. Die äthiopische Kaffeezeremonie lädt zu einem „Coffee to stay“ ein: in Ruhe gemeinsam einen Kaffee trinken und miteinander reden.

Wir laden Sie ein, die Kaffeezeremonie in vereinfachter Form selbst auszuprobieren. Vielleicht kennen Sie eine äthiopische oder eritreische Familie in Ihrer Gemeinde, die Sie bitten können, Sie in diesen formvollendeten Genuss des Kaffees einzuführen.

Foto: Hartmut Schwarzbach/missio
Traditionelle Kaffeezeremonie, zelebriert von den Ordensschwestern der Little Sisters of Jesus aus Wush-Wush.

Eine uralte Tradition: Die äthiopische Kaffeezeremonie

Coffee to stay

Der Film „Coffee to stay” erklärt die wichtigsten Elemente der äthiopischen Kaffeezeremonie. Er zeigt, dass es bei der uralten Zeremonie um mehr als „nur um Kaffee trinken” geht.

Die einzelnen Schritte der Kaffeezeremonie

#coffeetostay

Nicht nur in Äthiopien kommt dem Kaffeetrinken eine große Bedeutung zu, auch in Deutschland treffen sich die Menschen zu einer Tasse Kaffee, um Zeit miteinander zu verbringen und sich auszutauschen. Zum Monat der Weltmission möchte missio die Nutzer sozialer Medien dazu aufrufen, unter Verwendung des Hashtags #coffeetostay Fotos oder Videos von Momenten zu posten, in denen sie allein oder in geselliger Runde eine Tasse Kaffee genießen. Egal ob auf der Arbeit mit Kolleginnen und Kollegen, zuhause mit der Familie oder Freunden oder bei einer äthiopischen Kaffeezeremonie in Ihrer Gemeinde: Schnell ein Foto oder ein kurzes Video machen und mit dem Hashtag #coffeetostay auf Facebook, Instagram oder Twitter veröffentlichen.

Was ist eigentlich ein Hashtag?

Mit einem Hashtag können Inhalte in den sozialen Medien wie Twitter, Facebook und Instagram verschlagwortet werden. Durch den Einsatz des Rautezeichens (#) vor dem Schlagwort wird auf Beiträge zum gleichen Hashtag verlinkt. So ist es möglich, in den Social-Media-Kanälen nach Beiträgen zu einem bestimmten Schlagwort zu suchen.

Kaffee am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen.

Hier finden Sie Beiträge mit dem Hashtag #coffeetostay in den sozialen Netzwerken:

Segensgebet

Schließen Sie die Kaffeezeremonie mit einem kleinen Segensgebet ab. Erinnern Sie vorab an die Menschen in Äthiopien, die uns mit ihrer Kaffeezeremonie eine Alternative zu unserer mitunter hektischen (Kaffee-)Kultur schenken.

Aus der äthiopischen Liturgie stammt dieses Friedensgebet. Da es kurz und einfach ist, bietet es sich an, den Text einmal vorzubeten, dann wiederholen ihn alle gemeinsam.

Friede und Gnade
Friede und Gnade
Euch allen sei Friede
Euch allen

Eignen würde sich auch dieser äthiopischer Hymnus, der bei festlichen Gottesdiensten gesungen wird. Auch hier die deutsche Übertragung:

Ehre sei Gott, der uns geschaffen hat, ihn anzubeten.
Ehre sei Maria, der Mutter Gottes, unserer Befreierin.
Ehre sei dem Kreuz Christi, dem Baum der Erlösung,
unserer Kraft und Zuflucht

Lieder zum Segensgebet

Ehre sei Gott

Euch allen sei Friede

Hilfsprojekt: Versammlungsort für die Ausgestoßenen

Kinder einer armen Familie in Äthiopiens Kaffaaregion.

Einst ein berühmtes Königreich, aus dem ursprünglich der Kaffee stammt, ist die Provinz Kaffa, in der Jimma-Bonga liegt, heute geprägt von Armut. Besonders die Menjas, ein kleines Volk im Südwesten Äthiopiens, leiden unter sozialer Isolation und Armut. Die katholische Kirche hilft der Bevölkerungsgruppe der Menjas, die über Jahrhunderte als Waldbewohner, Jäger und Sammler von den kulturell dominierenden äthiopischen Volksgruppen diskriminiert wurden.

Von der Arbeit der Kirche profitieren ältere Menschen, Obdachlose und Waisenkinder. Bisher sind schon Kindergartenplätze und ein Schulinternat entstanden. Damit sich die Menschen versammeln können und gemeinsam Gottesdienste feiern können, soll nun ein neues Gebäude gebaut werden. Auch die Apgafeier mit der gemeinsamen Kaffeezeremonie und dem Teilen von Essen und Brot kann dort wieder abgehalten werden. So wird die Gemeinschaft gefördert.